Banská Bystrica

Neusohl, August 2026

Banská Bystrica (Neusohl) ist mit knapp 75.000 Einwohner die sechstgrößte Stadt der Slowakei. Als historisch bedeutsame Bergbaustadt des Mittelalters und der Neuzeit hat sie wertvolle kunsthistorische Denkmäler. Die Stadt liegt im Zentrum der Slowakei, etwa im Mittelpunkt zwischen der Hauptstadt Bratislava (208 km nach Südwesten) und der zweitgrößten Stadt des Landes, Košice (217 km nach Osten).

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Kleine Kirche der Erhöhung des Heiligen Kreuzes
Die ursprüngliche Kapelle auf dem Gipfel war dem Heiligen Grab geweiht und wurde laut erhaltenen Dokumenten im Jahr 1713 fertiggestellt. Der Bau entstand als Dankesgeste für die Bewahrung während der Pestepidemie von 1710. Das Portal der Kirche war einst mit Reliefs geschmückt, die heute jedoch verloren gegangen sind. Ebenso wie der Kalvarienberg selbst erlitt die Kapelle auf seinem Gipfel während der kommunistischen Herrschaft schwere Schäden. Die heutigen Reliefs zu beiden Seiten des Portals zeigen zwei Engel, die die Wappen der Stadt sowie der Diözese Banská Bystrica halten. Der Grundriss der barocken Kirche ist kreuzförmig angelegt und weist an gegenüberliegenden Seiten Apsiden auf. Nach langjährigem Verfall wurde der Kalvarienberg von Banská Bystrica im Jahr 2008 restauriert, sodass er den Einwohnern von Banská Bystrica heute wieder zur Verfügung steht. Der gesamte historische Komplex umfasst acht Kreuzwegkapellen, eine kleine Kirche – ursprünglich die Kapelle des Heiligen Grabes, seit dem 28. September 2008 die Kirche der Kreuzerhöhung – sowie eine Lindenallee, die auch als „Urpín-Allee“ bekannt ist.

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Kalvarienberg Banská Bystrica (Banskobystrická kalvária (pútnické miesto))
Die Ursprünge der ersten Bauwerke reichen bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück (historische Quellen verweisen auf das Jahr 1689) – eine Zeit, in der Jesuitenpatres in Banská Bystrica eintrafen und maßgeblich zur Wiederbelebung des katholischen Glaubens in der Region beitrugen. In den Jahren 1712 bis 1713 begannen die Stadtbewohner mit der Errichtung des Kalvarienbergs – konkret der Kapelle des Heiligen Grabes samt kleinem Innenhof –, um für das Überleben der Pestepidemie von 1710 zu danken. Zwischen 1902 und 1903 erfolgte eine umfassende Restaurierung des Kalvarienbergs; dabei wurde ein steinerner Sockel errichtet, der ein eisernes Kreuz, eine Skulptur des gekreuzigten Christus sowie Figuren der Jungfrau Maria, des heiligen Johannes und Maria Magdalenas unterhalb des Kreuzes trägt.

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Kalvarienberg Banská Bystrica (Banskobystrická kalvária (pútnické miesto)) auf dem Urpín
Der Kalvarienberg von Banská Bystrica befindet sich am nordöstlichen Fuß des Berges Urpín, am Rande der Stadt Banská Bystrica. Er besteht aus acht Kapellen des Kreuzwegs, der Kapelle des Heiligen Kreuzes sowie einer Lindenallee.

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Partisanendenkmal am Fuße des Urpín-Hügels
Das Denkmal ist den Partisanen des Zweiten Weltkriegs gewidmet, die sich der Besatzung in der Slowakei widersetzten, und ehrt ihren Mut und ihre Opferbereitschaft.

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Staatsoper - Nationaltheater Banská Bystrica
Die Staatsoper (ursprünglich das Musiktheaterensemble des Jozef-Gregor-Tajovský-Theaters, später umbenannt in Opernensemble des Jozef-Gregor-Tajovský-Theaters, seit 1999 als Staatsoper bekannt und ab dem 1. Juli 2026 unter dem Namen Nationaltheater Banská Bystrica firmierend) zählt zu den bedeutenden Theaterensembles der Slowakei. Sie bringt Werke aus den Bereichen Oper, Operette, Musical, Ballett sowie Konzertrepertoire zur Aufführung – sowohl an ihrem Stammhaus als auch im Ausland – und präsentiert dabei Stücke sowohl internationaler als auch slowakischer Komponisten. Die Ursprünge des Ensembles reichen bis in das Jahr 1959 zurück, als das Schauspielensemble des Zentralslowakischen Theaters (mit Sitz in Zvolen) um ein Musiktheaterensemble mit Standort in Banská Bystrica erweitert wurde.

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Nationalbank der Slowakei, Národná ulica, Banská Bystrica

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Dolná, Banská Bystrica, Slowakei

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Kirche der heiligen Elisabeth von Ungarn (Kostol sv. Alžbety Uhorskej)
Diese Kirche zählt zu den ältesten und wertvollsten Denkmälern in Banská Bystrica. Ihre Ursprünge reichen bis ins Jahr 1303 zurück, als sie als gotische Krankenhauskirche am städtischen Krankenhaus für kranke und behinderte Bergleute errichtet wurde. Sie gilt als das älteste erhaltene gotische Gebäude der Stadt. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche erweitert und erhielt ihr heutiges neugotisches Aussehen.

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Die Kirche der heiligen Elisabeth von Ungarn in Banská Bystrica
Der polygonale Chor ist ein Beleg für die Existenz einer Spitalkirche in Banská Bystrica, die bis in das frühe 14. Jahrhundert zurückreicht. Im 18. Jahrhundert wurde an der Stelle des ursprünglichen Kirchenschiffs ein neuer Bau errichtet, der entlang einer Nord-Süd-Achse ausgerichtet ist, während der gotische Chor zu einer Seitenkapelle umgewandelt wurde. Die kleine Elisabethkirche wurde 1303 als Teil des städtischen Spitals erbaut. Es handelte sich um einen bescheidenen frühgotischen Bau mit einem polygonalen Chor. Etwa Mitte des 15. Jahrhunderts erhielt dieser Chor ein Kreuzrippengewölbe; die Gewölbedienste, die in kelchförmigen Kapitellen enden, ähneln stilistisch jenen in der Kirche von Slovenská Ľupča.

Im Jahr 1605 brannte der gesamte Spitalkomplex samt Kirche nieder, was 1748 einen umfassenden Wiederaufbau erforderlich machte. Damals entstand ein weitgehend neuer, einschiffiger Kirchenbau mit einem oval abschließenden Chor, der in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet ist. Teile des ursprünglichen gotischen Baus blieben erhalten, namentlich der polygonale Chor, die Sakristei und die Nordwand des Kirchenschiffs. Der Chor wurde zur Seitenkapelle umfunktioniert und der heiligen Anna geweiht. Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Kirche im Zuge einer neugotischen Umgestaltung im Jahr 1877; dabei entstand unter anderem eine neue Fassade mit zwei Fenstern, die den neuen Eingang flankieren. Von der mittelalterlichen Bausubstanz sind neben dem Mauerwerk des Chors und dessen Gewölbe auch der Triumphbogen sowie ein spitzbogiges Fenster erhalten geblieben. Heute wird die kleine Kirche von der Kongregation der Missionare des heiligen Vinzenz von Paul betreut.

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Im Inneren befinden sich wertvolle Denkmäler, insbesondere der Altar mit einem Gemälde der Heiligen Elisabeth von Jozef Murgaš aus dem Jahr 1864. Auch Elemente des mittelalterlichen Gebäudes sind erhalten geblieben, darunter ein gotischer Chor mit Rippengewölbe und die ehemalige St.-Anna-Kapelle.

Das Altarbild, das die heilige Elisabeth darstellt, ist ein Werk von Jozef Murgaš (1864–1929) – einem römisch-katholischen Priester, Erfinder und Pionier der Funktelegrafie. Leider war die Kirche bei meinem Besuch geschlossen.

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Die Dolná-Straße (Dolná ulica) befindet sich im zentralen Teil von Banská Bystrica. Sie schließt an den SNP-Platz (Námestie SNP) und den Hurban-Vajanský-Platz (Námestie Hurbana Vajanského) an.

In der Vergangenheit führte der letzte Weg der zum Tode Verurteilten entlang dieser Straße. Sie beteten an der St.-Elisabeth-Kirche, dann an der Statue der heiligen Anna und schließlich an einem Holzkreuz in der Nähe der Hinrichtungsstätte. Diese befand sich auf einem Hügel, der als „Galgenberg“ bekannt war. Die Straße wurde 1993 im Zuge der Neugestaltung weiterer Teile der zentralen Fußgängerzone saniert.

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Bereits im September 1944 wurde Banská Bystrica von deutschen Bombenangriffen getroffen, bei denen auch der „Freie Slowakische Sender“ Ziel der Angriffe wurde. Ende Oktober verschlechterte sich die militärische Lage rapide; die Aufständischen gaben die Stadt nahezu kampflos auf, und am 27. Oktober 1944 wurde sie von deutschen Truppen besetzt. Über 2.000 Menschen wurden verhaftet und inhaftiert. Am 30. Oktober hielt General Hermann Höfle in Banská Bystrica eine militärische Zeremonie ab, an der auch Vertreter der slowakischen Regierung unter der Führung von Präsident Jozef Tiso teilnahmen. Jozef Tiso feierte eine Messe, verlieh Auszeichnungen an Angehörige der Waffen-SS und dankte Hitler öffentlich. Die Besatzung der Stadt dauerte fünf Monate; am 25. März 1945 wurde sie von sowjetischen und rumänischen Streitkräften befreit.

Denkmal für die gefallenen Helden der sowjetischen und rumänischen Armeen (Pomník padlým vojakom sovietskej a rumunskej armády)

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Kamenná fontána am Námestie SNP in Banská Bystrica

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Passage Beniczky

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Námestie SNP: Platz des Slowakischen Nationalaufstands (Námestie Slovenského národného povstania)
Der SNP-Platz ist der zentrale Platz in Banská Bystrica. Er erstreckt sich in Ost-West-Richtung. Der Platz entstand Anfang des 16. Jahrhunderts. Im Jahr 1526 bildete er den Schauplatz eines Bergarbeiteraufstands. 1937 trug der Platz den Namen Masaryk-Platz. Am 30. Oktober 1944 zeichnete der damalige Präsident Jozef Tiso auf dem Platz deutsche Soldaten für ihren Einsatz bei der Niederschlagung des Slowakischen Nationalaufstands aus. Bei dieser Gelegenheit hielt er zudem eine Rede. Im Jahr 1994 wurde der Platz renoviert, wobei eine neue Beleuchtung installiert und ein neuer Bodenbelag verlegt wurden. Zudem wurde er in eine Fußgängerzone umgewandelt.

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Radnica am Námestie SNP 1, Banská Bystrica, Slowakei
Das Gebäude entstand im 15. Jahrhundert durch den Zusammenschluss zweier gotischer Stadthäuser und wurde später im Renaissancestil umgebaut, wobei viele historische Details erhalten blieben. Besonders hervorzuheben ist sein markantes, hohes Dach mit den dekorativen Giebeln, das das Rathaus von den umliegenden Gebäuden abhebt und seinen repräsentativen Charakter perfekt unterstreicht. Jahrhundertelang diente das Innere den Stadtbehörden, und heute beherbergt es auch eine Touristeninformation. Das Rathaus fügt sich harmonisch in die historische Architektur des Platzes ein und ist ein Paradebeispiel für den Reichtum der ehemaligen Bergbaustadt Banská Bystrica.

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Durchgang in die Národná ulica

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Statue von Papst Johannes Paul II. an der Kapitulská 21 (Pomnik Jana Pawła II)

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Die Kathedrale des heiligen Franz Xaver (Katedrála sv. Františka Xaverského) in der Innenstadt von Banská Bystrica, Mittelslowakei, ist die Kathedralkirche des römisch-katholischen Bistums Banská Bystrica. Sie ist dem heiligen Franz Xaver geweiht und befindet sich am Platz Námestie SNP.

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Kirche des Hl. Franz Xaver – Vom Beginn des 18. Jahrhunderts stammt die Kollegiatskirche, heute bekannt als Kathedrale. Die Anordnung der Kirche erfolgte nach dem Vorbild des Typs der Jesuitenkirche „Il Gesú“ in Rom. Der Innenraum der Kathedrale wurde im Geiste der Liturgiereform des Zweiten vatikanischen Konzils gestaltet und seine Renovierung wurde im Jahr 2001 durchgeführt.

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Auf dem Hauptplatz von Banská Bystrica zieht die zweitürmige Kirche des heiligen Franz Xaver die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Seit mehr als zweihundert Jahren dient sie als Kathedrale des Bischofs von Banská Bystrica. Sie wird als „Kathedrale“ bezeichnet, da sie den Bischofssitz, die sogenannte *Cathedra*, beherbergt. Von diesem Ort aus (*ex cathedra*) lehrt der Bischof die Gläubigen, erläutert die christliche Glaubenslehre und steht feierlichen liturgischen Riten vor. Zudem fungiert sie als Hauptkirche der Diözese Banská Bystrica.

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Die erste schriftliche Erwähnung des Standorts, an dem sich heute die Kathedrale von Banská Bystrica befindet, stammt aus dem Jahr 1503 und findet sich im sogenannten „Königsberger-Testament“. Damals befand sich an dieser Stelle das Wohnhaus eines wohlhabenden Bürgers von Banská Bystrica, Michal Königsberger, der als Stifter zahlreicher religiöser Bauten in der Stadt und ihrer Umgebung wirkte. Sein Haus enthielt eine dem heiligen Johannes dem Täufer geweihte gotische Kapelle, die sowohl seiner Familie als auch dem Bergamt diente. Im 16. Jahrhundert, als sich die Kirchen in Banská Bystrica in der Hand von Protestanten befanden, diente diese Kapelle als einziger Ort, an dem katholische Gottesdienste abgehalten wurden.

Der Innenraum der Kathedrale wurde im Geiste der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils gestaltet; die Renovierung erfolgte im Jahr 2001. Der neue Altar dient als Opfertisch; er besteht aus einem gläsernen Kreuz, das zwischen vier Felsblöcken eingefügt ist, welche zugleich als Stützen des Altars fungieren. Der gläserne Altar symbolisiert eine Wasserquelle, die aus dem Tempel entspringt – ein bekanntes biblisches Bild (Ezechiel 47,1–12). Diese Quelle steht für die Gnade Gottes, die vom Altar in die Welt strömt und überall dort Leben schenkt, wohin sie fließt. Um diese Symbolik zu unterstreichen, wurden im gesamten Kirchenraum zwei Marmorarten verwendet: griechischer und indischer Marmor. Sie unterscheiden sich durch ihre Farbgebung – Brauntöne im Kontrast zu Grün-Blau –, was die Wüste und das in sie hineinfließende Wasser versinnbildlicht.

Die *Kathedra* – der Bischofsstuhl –, die ausschließlich vom Diözesanbischof genutzt wird, wenn er der Liturgie vorsteht. Sie ist in der Form eines fließenden Wasserstroms gestaltet; dies soll die Gläubigen daran erinnern, dass die Worte des Bischofs – als Nachfolger der Apostel – als Wegweiser dienen, die zu einem konkreten Leben in Gott führen.

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Im Jahr 1702 begann der Orden, die neue Kollegkirche des heiligen Franz Xaver zu bauen. Aber nur ein Jahr später eroberten die Aufständischen von Franz II. Rákóczi die Stadt Neusohl und die Jesuiten mussten die Stadt verlassen. Erst nach der habsburgischen Rückeroberung konnte der Bau 1709 fortgesetzt und am 24. September 1715 geweiht werden. Die barocke, einschiffige Kirche mit sechs Seitenkapellen anstelle von Seitenschiffen war damals ohne Türme. 1773 mussten die Jesuiten die Kirche verlassen, da der Jesuitenorden von Papst Clemens XIV. aufgehoben wurde. 1776 wurde schließlich die Kirche zum Sitz des Bistums Neusohl.

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Hl. Vinzenz von Saragossa, Diakon und Märtyrer († 304)
Gedenktag: 22. Januar; Namensbedeutung: Der Siegreiche (lateinisch); Attribut: Palmzweig
Der heilige Vinzenz wurde in der Stadt Huesca, nördlich von Saragossa (im Nordosten Spaniens), in eine Familie römischer Beamter hineingeboren. Sein Vater hieß Eutychius, seine Mutter Emola. Seine Eltern schickten ihn nach Saragossa, damit er dort unter der Leitung des heiligen Bischofs Valerius studiere. Er war außergewöhnlich begabt. Der Bischof weihte ihn zum Diakon und ernannte ihn zum Prediger an der Kathedrale. Vinzenz nahm sein Amt sehr ernst; er predigte mit großem Eifer und kümmerte sich um Bedürftige, insbesondere um Waisen und Witwen. Im Jahr 303, während der Herrschaft Diokletians, brach eine schwere Christenverfolgung aus.

Zu jener Zeit amtierte Dacian als Statthalter in Saragossa und tat sich bei der Verfolgung besonders hervor. Er ließ zahlreiche Christen inhaftieren, darunter Bischof Valerius und den Diakon Vinzenz. Er ließ sie hungern und setzte sie unter Druck, heidnischen Göttern Opfer darzubringen. Da der Bischof bereits betagt war und nach seiner Folterung nicht mehr deutlich sprechen konnte, ergriff Vinzenz das Wort; er weigerte sich unmissverständlich, die Götter anzubeten, und beschrieb sie als stumm, taub, blind und unbeweglich. Er erklärte, nur ein Tor würde sich vor ihnen verneigen. Für diese kühne Aussage verurteilte Dacian den Bischof zur Verbannung und ordnete an, Vinzenz den grausamsten Folterqualen zu unterziehen. Man spannte ihn auf die Folterbank, wobei seine Arme und Beine ausgekugelt wurden, und riss seinen Körper mit Eisenhaken auf. Doch alles war vergebens; Vinzenz wollte seinem Glauben nicht abschwören. Außer sich vor Zorn, ließ Dacian ihn auf einem glühend heißen Rost braten und streute Salz in seine Wunden, um seine Qualen noch zu steigern. Schließlich ließ er ihn in einem dunklen Kerker auf einen Haufen aus Tonscherben werfen, in der Absicht, dass er dort an Schmerzen und Hunger sterben sollte. Dies geschah am 22. Januar 304. Gefoltert, aber ungebrochen, übergab Vinzenz seine Seele Gott. Die Verehrung dieses großen Märtyrers verbreitete sich in der gesamten Kirche. Über seinem Grab wurde eine Kapelle – und später eine prächtige Basilika – errichtet. Seine sterblichen Überreste befinden sich heute in Rom, in der Kirche der Heiligen Vinzenz und Anastasius.

Papst Pius VI. schenkte František Berchtold, dem ersten Bischof von Banská Bystrica, anlässlich der Gründung der Diözese Banská Bystrica (1776) einen Teil der Reliquien – als Gabe für die Kathedrale des heiligen Franz Xaver.

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Die Kirche wurde zwischen 1709 und 1715 fertiggestellt. Nach der Errichtung des Bistums Banská Bystrica wurde die Kirche in den Rang einer Kathedrale erhoben. Nach dem Tod von Bischof Jozef Belánsky wurden umfangreiche bauliche Veränderungen an der Kathedrale vorgenommen. Es wurde ein neuer Altar errichtet und die Fassade der Kirche umgestaltet. Die Umbauarbeiten dauerten bis 1845 an. Gegenwärtig dient die Kathedrale zudem als Pfarrkirche.

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Die umfassende Renovierung der Kathedrale fand im Juni/Juli 2003 mit dem Einbau einer neuen Orgel ihren Abschluss. Diese Orgel ist ein Meisterwerk; sie dient nicht nur liturgischen Zwecken, sondern auch gelegentlichen Konzerten.

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Stadtburg Banská Bystrica (Mestský hrad Banská Bystrica) mit der Astronomische Uhr der Bergleute (Banícky orloj)

Banská Bystrica war eine der strategisch bedeutendsten Städte im Königreich Ungarn. Die Stadt wuchs und gedieh dank des Abbaus von Kupfer- und Silbererzen in den umliegenden Bergen; auf dem Höhepunkt ihrer Blütezeit hob sie sich von anderen Bergbaustädten dadurch ab, dass sie über eine „Stadtburg“ verfügte. Diese Burg wurde auf einem Hügel am Schnittpunkt wichtiger Handelswege errichtet, die als „Via Magna“ bekannt waren. Sie diente als Sitz hochrangiger städtischer Amtsträger, des Bürgermeisters sowie von Kirchenvertretern und beherbergte die wertvollsten Schätze der Stadt.

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Den Kern der späteren Stadtburg bildete die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, um die herum nach und nach verschiedene religiöse und weltliche Gebäude errichtet wurden. Im Gegensatz zu königlichen oder adligen Burgen diente die Stadtburg nicht als Wohnsitz; ihre Funktion war rein befestigungstechnischer Natur – sie diente also der Verteidigung.

Denkmal für Štefan Moyzes und Karol Kuzmány
Štefan Moyzes (1797–1869) war ein slowakischer römisch-katholischer Bischof von Banská Bystrica, Pädagoge und eine bedeutende Persönlichkeit der slowakischen Nationalbewegung. Karol Kuzmány (1806–1866) war ein slowakischer lutherischer Bischof und Theologieprofessor. Die Statue der beiden Männer symbolisiert die nationale und ökumenische Einheit der Slowaken.

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Die Stadtburg war von hohen Steinmauern umgeben, in die vier runde Bastionen integriert waren. Heute sind Teile dieser Stadtbefestigung, darunter eine der Bastionen, nicht mehr erhalten.

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Statue von König Béla IV. (Belo IV.), 1206-1270
Béla IV., König von Ungarn, der während der schwierigen Zeit der Tatareneinfälle in Mitteleuropa regierte, verlieh Bystrica 1255 das Stadtrecht und legte damit den Grundstein für ihre spätere Blütezeit als Bergbau- und Handelszentrum. Das Denkmal wurde 2021 im historischen Burgkomplex nahe der Barbakane enthüllt.

Die e 247 Zentimeter hohe Bronzestatue ist ein Werk des akademischen Bildhauers und Dozenten Peter Gáspar. Die Figur des Königs Béla IV. ruht auf einem Steinsockel. Zur Anlage gehört zudem eine Bronzetafel, die an die Verleihung der Stadtrechte an die Siedlung Bystrica erinnert. Die vertikale Komposition der überlebensgroßen Figur unterstreicht die entschlossene Persönlichkeit des Monarchen. Der König ist mit königlichen Attributen dargestellt: Er trägt eine Krone auf dem Haupt, hält in der Rechten ein Schwert – das sowohl für die freie Stadt als auch für die Verteidigung des Reiches steht – und in der Linken eine Urkunde, die die Stadtrechte verbrieft. Die architektonische Gestaltung des Standorts und die visuelle Einbettung der Statue in den Raum stammen von dem Architekten Martin Somora.

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Der Obelisk, der den unteren Teil des SNP-Platzes dominiert, wurde aus schwarzem schwedischem Granit errichtet. Er wurde zu Ehren der Soldaten der Roten und Rumänischen Armee erbaut, die die Stadt am 25. März 1945 von der deutschen Besatzung befreiten. In der Nähe des Standorts des Obelisken befanden sich auch Gräber gefallener Soldaten. Diese wurden später auf die Soldatenfriedhöfe in Banská Bystrica und Zvolen umgebettet.

Der Obelisk wurde auf Wunsch des Rotarmistenleutnants Samuel Vajnstein entworfen. Die Errichtung erfolgte im April 1945 durch die Firma Horn aus Banská Bystrica. Das Denkmal, das sich noch immer im Besitz der Russischen Föderation befindet, wurde am 24. Juni 1945 feierlich enthüllt.

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Auf dem Platz befinden sich mehrere wertvolle Gebäude und Häuser. Die ältesten unter ihnen wurden im 15. Jahrhundert errichtet; dazu gehört der Schiefe Turm. Letzterer trug im Laufe der Zeit verschiedene Namen: Uhrturm (seit seiner Erbauung), Waagturm (da er direkt neben dem städtischen Waaghaus stand) und Grüner Turm (aufgrund der Farbe seines Kupferdachs). Seit dem späten 19. Jahrhundert wird er als „Schiefer Turm“ bezeichnet – ein Verweis auf seine bauliche Instabilität und die allmähliche Abweichung von der Senkrechten. Der Bau begann im Jahr 1552. Ursprünglich reichte der Turm nur bis zur heutigen Galerie – also 20,5 Meter in die Höhe –, wurde jedoch im späten 17. Jahrhundert im Barockstil aufgestockt und mit weiteren Uhren versehen.

Seit seiner Errichtung brannte der Turm mehrfach nieder und erfuhr zahlreiche bauliche Veränderungen und Umbauten. Sein heutiges Erscheinungsbild stammt aus der Zeit nach einem verheerenden Brand im Jahr 1761. Zwischen 1920 – als die erwähnte bauliche Instabilität auftrat – und 1959 (dem Jahr der Stabilisierung) neigte sich der Turm um 68 cm aus der Senkrechten. Seitdem hat sich die Neigung nicht weiter verändert. Im Zuge der Neugestaltung des Stadtplatzes zwischen 1993 und 1996 wurde der Turm restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Besucher können über 101 Holzstufen zur Galerie gelangen, von der aus sich ein herrlicher Blick auf die gesamte Stadt und die umliegenden Hügel bietet.

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Auf dem Platz Námestie SNP stehen eine barocke Mariensäule aus dem Jahr 1719, ein Obelisk zum Gedenken an die Soldaten der Roten Armee und der rumänischen Armee sowie ein Brunnen, dessen Ursprünge bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Im Jahr 1955 wurde der Komplex der Stadtburg zusammen mit dem historischen Kern von Banská Bystrica zum städtischen Denkmalreservat erklärt.

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Der Turm wurde im Zuge der Neugestaltung des historischen Platzes in den Jahren 1993–1996 vollständig rekonstruiert. Seitdem können Touristen über 117 Holzstufen zum Turmumgang gelangen und von dort einen herrlichen Ausblick genießen – nicht nur auf den SNP-Platz, die Straße Kapitulská ulica oder die Stadtburg, sondern auch auf die umliegenden Gebirgszüge Veľká Fatra, Nízke Tatry (Niedere Tatra), Kremnické vrchy und Starohorské vrchy, in deren Gebiet einst bedeutende Kupfervorkommen lagen, die für die Entwicklung der Stadt von großer Bedeutung waren.

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Das bedeutendste Element der städtischen Verteidigungsanlagen war das 1512 fertiggestellte Barbakan. Es verfügte über ein Eingangstor zur Burg, das aus zwei Portalen bestand und über eine Zugbrücke erreichbar war, die einen vier Meter breiten, wassergefüllten Graben überspannte. Der Zugang umfasste zwei separate Portale: ein kleineres für Fußgänger und ein größeres für Fuhrwerke. Über beiden Portalen sind noch Öffnungen zu erkennen, durch die die Verteidiger der Burg geschmolzenes Pech auf den Feind gossen. Über dem Eingangstor befindet sich eine mechanische astronomische Uhr mit Bergbau-Motiven – ein markantes Element, das als Schauobjekt an das bergbauliche Erbe der Stadt und der gesamten Region erinnert.

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Kathedrale des heiligen Franz Xaver (Katedrála sv. Františka Xaverského)

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Kirche Mariä Himmelfahrt in Banská Bystrica (Pfarrkirche oder „deutsche Kirche“) (Kostol nanebovzatia Panny Márie v Banskej Bystrici)

Die Kirche Mariä Himmelfahrt, die im 13. Jahrhundert auf der Grundlage einer romanischen Basilika errichtet wurde, ist das älteste Gebäude – nicht nur innerhalb des Burgareals, sondern in der gesamten Stadt. Diese Kirche beherbergt wahre Juwelen gotischer Kunst in der Slowakei: ein kupfernes Taufbecken, den Altar in der St.-Barbara-Kapelle – gefertigt in der Werkstatt des Meisters Paul von Leutschau (Levoča) – sowie eine einzigartige Skulptur Jesu am Ölberg, die sich in einer Nische an der Südfassade der Kirche befindet.

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Das dominierende Gebäude des Stadtschlosses von Banská Bystrica ist die Pfarrkirche, die auch als Kirche der Himmelfahrt der Jungfrau Maria bekannt ist. Das genaue Gründungsdatum ist nicht bekannt, aber man nimmt an, dass sie in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Erstmals erwähnt wurde sie 1442 zusammen mit der umliegenden Burgbefestigung. Die als Pfarrkirche oder deutsche Kirche bezeichnete Kirche ist das älteste Gebäude der Stadt und hat mehrere Veränderungen erfahren. Wohlhabende deutsche Bürger, die Besitzer von Bergwerken waren, errichteten sie Mitte des 13. Jahrhunderts auf den älteren Fundamenten einer romanischen Basilika mit einem quadratischen Heiligtum.

An der Südseite der Kirche wurden 1473 die Kapellen des Heiligen Andreas und des Leibes Christi und 1480 die Kapelle des Heiligen Johannes des Täufers angebaut. Das Seitenschiff an der Nordseite wurde 1478 in eine Kapelle umgewandelt und der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, geweiht. Der spätgotische Altar von Meister Paul von Levoča, der 1475 fertiggestellt wurde, ist berühmt für seine komplizierte Gestaltung. In der Glasnische an der Südseite befindet sich eine Skulptur des „Christus am Ölberg" aus dem späten 15.
Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1500 wurde die Kirche dank der Spenden der wohlhabendsten Bergleute im spätgotischen Stil wiederaufgebaut. Während dieser Zeit erhielt die Kirche den Spitznamen „deutsch". An der Außenseite der Apsis sind Torsi zu sehen, die die sieben Todsünden darstellen: Stolz, Geiz, Neid, Zorn, Unzucht, Völlerei und Trägheit. Das Oratorium des Heiligen Johannes von den Almosen, das sich über der Sakristei befindet, wurde 1516 erbaut.

Im Jahr 1761 wurde die Stadt erneut von einem Großbrand heimgesucht. Dieser Brand war damals einer der größten in Europa und zerstörte über dreihundert Häuser. Das Dach und die Gewölbe der Pfarrkirche stürzten ein, und der von Meister Paul von Levoča geschaffene Hauptaltar, der noch größer war als der Levoča-Altar, wurde vollständig zerstört. Wie durch ein Wunder überstand die Skulptur „Christus am Ölberg" die Flammen.
Das barocke Deckengemälde aus dem Jahr 1770 wurde von Anton Schmidt geschaffen. Zwei Gemälde die Himmelfahrt der Jungfrau Maria und die Heilige Dreifaltigkeit von J. L. Kracker aus dem Jahr 1774 befinden sich am Hauptaltar. Die Kirche beherbergt auch wertvolle liturgische Gegenstände aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter einen Kelch, den der Goldschmied J. Szilassy aus Levoča in der Mitte des 18.

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Im Altarraum befinden sich ein Altartisch, ein Ambo (Lesepult), ein Tabernakel (ein Kasten für den Leib Christi) und Altardekorationen aus der Zeit nach dem Brand. Die Dekoration umfasst zwei Altarbilder, die das Patrozinium (die Himmelfahrt der Heiligen Jungfrau Maria, der die Kirche geweiht ist) und das andere die Heilige Dreifaltigkeit darstellen. Der Maler der Bilder ist J.L. Kracker. Der Altaraufsatz wird von barocken korinthischen Säulen flankiert, die auf die antike Stilistik verweisen.

Darunter befinden sich Statuen, die allegorisch die vier Tugenden Glaube, Hoffnung, Liebe und Wachsamkeit darstellen. Vor dem Brand war die Kirche gotisch und an dieser Stelle stand ein hölzerner Flügelaltar (angeblich der höchste der Welt) des Meisters Paul von Levoča, der höher war als der heutige in Levoča (Leutschau). Der Altarbereich der Kirche ist normalerweise nach Osten ausgerichtet. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass die Sonne und das Licht des Tages aus dem Osten kommen, was symbolisch für Jesus Christus ist, der das Licht der Welt darstellt.

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Die Buntglasfenster lassen Licht in das Kirchenschiff. Auf den Fenstern sind verschiedene Szenen zu sehen, die von links nach rechts verlaufen:
Links vom Altar befindet sich eine barocke Szene auf den Glasfenstern, die den heiligen Stephanus, König von Ungarn, darstellt, der sein Land an die Große Herrin von Ungarn übergibt.

Rechts vom Altar befindet sich eine barocke Szene auf der Glasmalerei, die den heiligen Vojtech (Adalbert), den berühmten Bischof und Märtyrer von Prag, einen Benediktiner, darstellt, der Vayk tauft, den Sohn des ungarischen Fürsten Gejza, der gleichzeitig der Ehemann der Prinzessin Gisela von Bayern war und somit Ende des 10. Jahrhunderts Christ wurde. Er benennt ihn nach dem ersten Märtyrer „Stephan", der später der erste ungarische König Stephan I. (István) wird. Der heilige Stephan starb am religiösen Feiertag Mariä Himmelfahrt, die er sehr verehrte. König Stephan I. von Ungarn war auch der Initiator des Pfarrsystems, nach dem sich 10 Dörfer zusammenschließen und eine Kirche bauen sollten.

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Gemälde an den Seitenaltären des Hauptschiffs der Kirche:
Vorne links befindet sich der Altar der Kreuzigung Jesu Christi mit einem Gemälde der heiligen Maria Magdalena, die sich an das Kreuz Christi lehnt - nach einigen Angaben ist Felix Ivo Leicher Maler des Gemäldes.

Hinten links ist ein Gemälde zu sehen, das den Tod des heiligen Josef in Anwesenheit von Maria und dem Adoptivsohn Gottes - Jesus Christus -darstellt. Der heilige Josef hat viele Patronate inne: Er ist der Schutzpatron der Familien und der Väter, aber auch der Schutzpatron des guten Todes. Oben auf dem Bild ist der himmlische Vater zu sehen, der den heiligen Josef zu sich einlädt. Der Maler ist der Maler Felix Ivo Leicher.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Das Glasfenster rechts neben dem Altar stellt die Schutzpatronin der Musiker, die heilige Cäcilia, dar, neben der die Heiligen Paulus, Augustinus, Maria Magdalena und Johannes stehen. Die Glasmalerei enthält eine interessante Allegorie: Der heilige Johannes weist nach oben zur himmlischen Musik, während die weltlichen Musikinstrumente unter den Füßen der Figuren liegen.

An dritter Stelle rechts vom Altar befindet sich eine barocke Szene auf dem Glasgemälde, die den Kuss an der Goldenen Pforte darstellt. Die Hauptfiguren des Gemäldes sind die sich umarmenden Eltern der Jungfrau Maria, Joachim und Anna, die ein kinderloses Paar waren. Joachim kehrt nach einem Gespräch mit dem Erzengel aus der Wüste zurück, als er seiner Frau Anna begegnet, sie küsst und dies als Beginn der Empfängnis der Jungfrau Maria angesehen wird. Der obere Teil des Gemäldes zeigt Anna mit Maria, die sie gerade unterrichtet.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

An vierter Stelle rechts vom Altar befindet sich ein Glasfenster im neugotischen Stil, das Christus am Kreuz darstellt, mit der Schmerzensmutter und dem Heiligen Johannes in würdiger, leidender Haltung an den Seiten.

Rechts, an fünfter Stelle vom Altar, befindet sich eine neugotische Szene, die die leiblichen und geistlichen Werke der Barmherzigkeit darstellt. Die Werke der körperlichen Barmherzigkeit werden von der heiligen Elisabeth, der Königin von Ungarn, dargestellt, die den Armen half, und die Werke der geistigen Barmherzigkeit werden durch den Bischof von Mailand, dem heiligen Karl von Borromeo, dargestellt, der im Alter von 46 Jahren in Mailand starb, als er sich um die von der Pest infizierten kümmerte. Er selbst wurde infiziert und starb. Die Buntglasfenster wurden zwischen 1906 und 1909 in Budapest hergestellt.

Gemälde an den Seitenaltären des Hauptschiffs der Kirche:
Vorne rechts ist die Jungfrau Maria von Staré Hory - Darstellung einer spätgotischen Statue aus dem Altar von Staré Hory (dt. Altgebirg; einer Bergbausiedlung nördlich der Stadt), die Jesus einen Apfel überreicht, darunter das Wappen der Bergleute und die Wallfahrtskirche vor ihrem Umbau. Gemalt hat das Bild Johann Kracker.

Hinten rechts befindet sich ein Bild des Heiligen Florian, des Schutzpatrons der Feuerwehrleute. Der Altar wurde symbolisch nach den großen Stadtbränden errichtet - zum Schutz vor Bränden, damit die Kirche nie wieder abbrennt. Felix Ivo Leicher hat das Bild gemalt.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Das Hauptschiff der Kirche ist unterteilt in den Altarraum und die Sitzplätze für die Gläubigen. Im hinteren Teil befindet sich eine Empore - der Chor mit einer historischen Orgel des Meisters Martin Podkonický. Vor dem Brand war das Gewölbe des Hauptschiffs der Kirche gotisch gerippt und das Kirchenschiff war um 8 Meter höher als jetzt. Nach dem Brand wurde das heutige Barockgewölbe mit Fresken von Anton Schmidt geschaffen.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Die imposante Orgel des Spätbarocks aus den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts. Der Stadtrat hat damals den jungen talentierten Michal Podkonický (den Sohn des Orgelbauers Martin Podkonický) beauftragt, eine neue Orgel zu bauen. Sie wurde im Jahre 1779 fertig gestellt und hatte 24 Register in drei Schränken. Diese Orgel wurde zweimal umgebaut, zum ersten Mal im Jahre 1891 von Jozef Angster aus Pecs, zum zweiten Mal im Jahre 1941 von der Firma Rieger aus Krnov. Man hat ihn elektro-pneumatisch umgebaut, hat 4 Manuale und 55 Register in zwei Schränken. Die reiche Dekoration bildet der spielende König David, Sr. Cäcilie und die Engel, die mit ihren Händen die großen Pfeifen halten, es ist das Werk vom Meister Holzschnitzer Ján Uttner.

Über der Orgel ist eine Szene dargestellt, die ein himmlisches Konzert zeigt. Zu den Musikern gesellen sich Engel.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Das Gewölbe der ganzen Kirche ist von Franz Schmidts Gemälden aus den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts bedeckt.

Von der Oberseite des Altars ausgehend stellen die Fresken Szenen dar: Im ersten Feld über dem Altar ist die Apotheose der Jungfrau Maria dargestellt, die Aufnahme der Jungfrau Maria in das Himmelszelt. Die Muttergottes inmitten der Engel. Gott der Vater überreicht Gott dem Sohn eine Krone, darüber der Heilige Geist in Form einer Taube.

Im zweiten Feld hinter der gewölbten Rippe steht die Jungfrau Maria mit den Heiligen - die Königin des Himmels.

Im dritten Feld der Triumph (Sieg) des Glaubens, dargestellt durch die allegorische Figur mit dem Kreuz und dem Kelch,

Im vierten Feld ist in der Mitte beim Kronleuchter die Verherrlichung des Namens der Jungfrau Maria dargestellt, die bösen Geister - Teufel fallen vor ihrem Namen nieder und die Engel verherrlichen sie. In den Ecken des Freskos sind vier große Kirchenväter dargestellt, die Theologie lehren: Der heilige Augustinus mit dem Herzen (das Herz des Menschen wird nicht zufrieden sein, bis es in Gott ruht), Gregor der Große mit dem dreizackigen Kreuz nach ihm ist der „gregorianische" Kalender benannt, der heilige Hieronymus, der Übersetzer mit der Trompete, und in Blau der heilige Ambrosius, Bischof von Mailand.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Die St.-Barbara-Kapelle ist berühmt für ihren spätgotischen Altar, der 1509 von Meister Paul von Levoča fertiggestellt wurde. Die St.-Barbara-Kapelle ist von dem verheerenden Brand verschont geblieben, so dass die gotischen Originalgegenstände gut erhalten sind. In der Kapelle kann man das ursprüngliche gotische Gewölbe sowie die Gewölbefresken der Heiligen Vojtech, Martin, Hieronymus, Imrich und Ladislav bewundern. Aus dem Innenraum ist ein bronzenes Taufbecken von Meister Jadok aus dem Jahr 1475 erhalten geblieben.

Der klassische spätgotische Altar hat (in der Richtung von unten nach oben) eine so genannte „menza" (Tisch), eine Predella eine horizontale Leiste unter dem Hauptschrank, einen Schrank mit Flügeln und einen Überbau.
Die Predella ist als Relief gestaltet - in der Mitte stehen Christus, der Salvator, und 14 Nothelfer: der heilige Acacius, der heilige Blasius, der heilige Christophorus, der heilige Cyriacus, der heilige Dionysius, der heilige Ägidius, der heilige Georg, der heilige Vitus, der heilige Erasmus, der heilige Eustachius, der heilige Pantaleon, die heilige Katharina von Alexandria, die heilige Barbara und die heilige Margareta von Antiochien. (Der mittelalterliche Kult der Nothelfer ist in der Neuzeit verschwunden).

Im Hauptkabinett befinden sich drei überlebensgroße Statuen: der Heilige Hieronymus mit einem Löwen, die Jungfrau Maria mit einem Kind und die Heilige Barbara (mit Kelch und Turm), die Schutzpatronin der Bergleute. Über dem Kopf der Marienstatue fehlen die Engel, die die Krone über dem Kopf der Jungfrau Maria halten. Diese Teile der Statue sind bei der Restaurierung in den 1960er Jahren verschwunden.
Auf den Flügeln vom Inneren des Altars befinden sich Szenen: Oben links die Passion des heiligen Petrus (auf dem Kopf gekreuzigt), unten die Enthauptung der 40 Märtyrer von Sebastia, oben rechts der heilige Leonhard, der Gefangene rettet, unten die Passion der heiligen Ursula, der Kölner Jungfrau und Märtyrerin, die von Germanien aus mit dem Schiff nach Rom aufbrach und unterwegs von den Hunnen auf dem Meer überfallen und ins Meer geworfen wurde.

Auf dem Aufbau befindet sich eine Szene der Kreuzigung Christi mit Schächern an seiner Seite, die von einem nicht näher bezeichneten Bischof und dem heiligen Laurentius überragt wird. 99% der Historiker bestätigen, dass dieser Holzaltar von der Werkstatt des Meisters Paul von Levoča geschnitzt wurde, was an der so genannten „Signatur" des Autors zu erkennen ist - den Falten des Faltenwurfs der Draperie der Skulpturen in Form eines menschlichen Ohrs (in dunkelgrün-blau gehalten).

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

An der Südseite der Außenfassade der Pfarrkirche der Himmelfahrt der Jungfrau Maria in Banská Bystrica ist in einer verglasten Nische die gotische Skulptur „Christus am Ölberg" erhalten geblieben.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Das Mittelslowakische Museum ist ein Museum in Banská Bystrica. Es wurde 1889 auf Initiative der Bürgerschaft der Stadt gegründet. Die Geschichte des Museums begann am 12. Juli 1889, als der Stadtrat von Banská Bystrica die Errichtung eines städtischen Museums beschloss. Es ist die älteste Kultureinrichtung der Stadt und die zweitälteste in der gesamten Region. Am 17. Oktober 1909 wurde die erste Ausstellung des städtischen Museums im „Matej-Haus“ (Matejov dom) für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute fungiert das Mittelslowakische Museum als regionale Einrichtung und bietet eine umfassende Dokumentation zur Entwicklung der Gesellschaft sowie der natürlichen Umwelt in der Mittelslowakei. Es umfasst drei Ausstellungsstandorte: das Matej-Haus (Matejov dom), das Thurzo-Haus (Thurzov dom) und das Tihányi-Herrenhaus (Tihányiovský kaštieľ).

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„Tranzithistory“ ist eine Dauerausstellung im Museum der Mittelslowakei (Central Slovakia Museum), dem ältesten Museum in Banská Bystrica. Die umfangreiche Sammlung bietet einen umfassenden historischen Einblick in die Stadt und die Region. Im Mittelpunkt von „Tranzithistory“ steht die Stadt Banská Bystrica und ihre historische Entwicklung. Im Mittelalter zählte sie zu den sieben bedeutenden Bergbaustädten des Königreichs Ungarn. Aufgrund ihrer geografischen Lage entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Zentrum für Handel, Handwerk, Kultur und gesellschaftliches Leben. „Tranzithistory“ versteht sich als Rückblick auf – und zugleich als moderne Neuauflage von – der ersten sozialwissenschaftlichen Ausstellung des damaligen Regionalmuseums aus dem Jahr 1958, die den Titel „Geschichte der Mittelslowakei“ trug. Die ausgestellten Exponate aus den Beständen und Sammlungen des Museums der Mittelslowakei veranschaulichen die Vergangenheit und Gegenwart der Stadt sowie der Selbstverwaltungsregion Banská Bystrica. Die Ausstellung präsentiert Objekte aus den Bereichen Archäologie, Geschichte, Ethnologie, Kunstgeschichte, Numismatik und Geologie.

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Thurzo-Haus: Die sozialgeschichtliche Ausstellung ist in einem der schönsten und markantesten Gebäude im historischen Stadtkern untergebracht, das sich am SNP-Platz befindet.

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Die Selbstverwaltungsregion Banská Bystrica ist mit einer Fläche von 9.454 km² die größte Region der Slowakei. Im Jahr 2020 zählte sie 643.102 Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von 68 Einwohnern pro km² entspricht. Ihre Grenzen wurden im Laufe der Zeit mehrfach angepasst, zuletzt im Jahr 1996. Die Region grenzt an die Selbstverwaltungsregionen Nitra, Trenčín, Žilina, Prešov und Košice sowie im Süden an Ungarn. Sie umfasst 13 Bezirke, 24 Städte und 516 Gemeinden. Banská Bystrica ist das Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum der Region; historisch gesehen war sie zudem der Sitz des Komitats Zólyom. Während der nördliche Teil gebirgig geprägt ist, finden sich im Süden Hügellandschaften und Becken. Das Gebiet gehört zu den Einzugsgebieten der Flüsse Hron, Ipeľ und Slaná. Die Region weist den größten Waldanteil der Slowakei auf und verfügt über bedeutende Bodenschätze. Die günstigen natürlichen Gegebenheiten – wie die Geländebeschaffenheit, Bodenschätze sowie Thermal- und Heilwässer – haben die Entwicklung des Tourismus positiv beeinflusst. Zu den wichtigsten Industriezweigen zählen die Metallurgie (in Anlehnung an die Bergbautradition), die Holzindustrie, der Maschinenbau sowie die chemische, pharmazeutische und lebensmittelverarbeitende Industrie.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Das Thurzo-Haus zählt zu den bedeutenden architektonischen Wahrzeichen von Banská Bystrica. Es liegt am Hauptplatz innerhalb des historischen Stadtkerns, der 1955 zum städtischen Denkmalreservat erklärt wurde. Die dortigen Bürgerhäuser stehen auf langen, schmalen Grundstücken, die in gestufter Abfolge angeordnet sind – ein Grundriss, der die mittelalterliche Stadtstruktur widerspiegelt und durch einen linsenförmigen Hauptplatz gekennzeichnet ist. Der Bau massiver Gebäude erfolgte vor allem nach einem Brand im Jahr 1500, bei dem sämtliche hölzernen Bauten zerstört wurden. Diese bauliche Entwicklung wurde durch die Expansion des lokalen Bergbaus vorangetrieben. Während die Häuser aus der Gotik und Renaissance ursprünglich hohe Attikabrüstungen aufwiesen, wandelte sich ihr architektonischer Charakter in der Barock- und Klassizismuszeit: Die Fassaden wurden umgestaltet und um weitere Stockwerke ergänzt.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

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 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Seine historische Bedeutung erlangte das Thurzo-Haus durch seine Verbindung zu Ján Thurzo (1437–1508), einem gebürtigen Betlanovcer und in Krakau ansässigen Unternehmer. Von 1495 bis 1548 befand sich hier der Hauptsitz der Thurzo-Fugger-Gesellschaft; die Modernisierung des Gebäudes stand in direktem Zusammenhang mit den geschäftlichen Aktivitäten des Unternehmers. Thurzo ließ das Anwesen im spätgotischen Stil umbauen. Später nahm Meister Oswald (1557) weitere Veränderungen vor, bei denen Elemente der Renaissance einflossen.

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 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

KUPFER
Die Prospektion, also die Suche nach Rohstoffen, stellte in der Jungsteinzeit einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar. Die damaligen Prospektoren konzentrierten sich vor allem auf ergiebige Kupfervorkommen im vulkanischen Gebirge der Mittelslowakei. Die ältesten Zeugnisse prähistorischen Bergbaus stammen aus Špania Dolina. Dort wurden zahlreiche steinerne Vorschlaghämmer sowie Steinplatten zur Zerkleinerung von Kupfererz entdeckt, die in den Beginn der Jungsteinzeit – etwa 4100 v. Chr. – datieren. Zudem suchten die Prospektoren nach Vorkommen von kieseligem Gestein (Limnosiliziten), das durch Spalten zu Werkzeugen und Waffen verarbeitet wurde. Dieser Industriezweig war eng mit dem Kupferbergbau verknüpft.

Die reichhaltigen Rohstoffvorkommen in der Umgebung von Banská Bystrica ermöglichten die Herstellung von Kupfergegenständen und – in späteren prähistorischen Epochen – auch von Objekten aus Bronze und Eisen. In der späten Eisenzeit sowie in den ersten Jahrhunderten n. Chr. bauten zudem der keltische Stamm der Kotiner beziehungsweise die germanischen Quaden in dieser Region Rohstoffe ab. Eine wahre Blütezeit erlebte der Bergbau jedoch erst im Mittelalter, als das Spektrum der gewonnenen Rohstoffe deutlich erweitert wurde.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Ein zeitgenössischer Spruch besagt: „Das goldene Augsburg ruht auf dem kupfernen Neusohl.“ Im Herzen der heutigen Mittelslowakei, in Banská Bystrica (Neusohl), begann 1494 mithilfe des Krakauer Bergbauingenieurs Johannes Thurzo der Aufstieg des Fugger’schen Kupferimperiums. Beim Abbau des silberhaltigen Kupfererzes brachten die Thurzo ihre Kontakte zum ungarischen Königshof, ihr technisches Wissen und eine innovative Seigertechnik ein. Die Fugger gaben das Kapital. Der Kupferhandel, den der Montankonzern der Fugger europaweit dominierte, ließ beide Familien reich werden. Von 1496 bis 1546 waren die Fugger führende Montanunternehmer in Neusohl, die Familie Thurzo war 1526 aus der Gesellschaft ausgeschieden.

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HAMMER UND EISEN
Der Bergbau umfasst eine Reihe von Tätigkeiten, die auf das Auffinden, den Abbau und die Verarbeitung von Mineralien ausgerichtet sind. Anfangs gewannen die Bergleute das Erz mit einfachen Werkzeugen: Hammer und Eisen. Das Erz wurde anschließend in Weidenkörben an die Oberfläche transportiert, mit Hämmern zerkleinert und in Pochwerken gemahlen.

Der Untertagebau erforderte das Anlegen von Schächten und Stollen sowie die Ableitung von Grundwasser. Hierfür wurden Stollen mit natürlichem Gefälle genutzt. In Špania Dolina wurden die Bergbauanlagen durch Wasser aus Zuleitungskanälen angetrieben. Die Gruben wurden mit Grubenlampen beleuchtet, und der Transport des Erzes erfolgte mittels Förderwagen. Vor der Zeit der Gesellschaft Thurzo-Fugger war der Untertagebau nur wenig entwickelt. Es existierte zwar ein System aus Schächten und kleinen Stollen, diese waren jedoch nicht sehr tief. Bis dahin gab es keinen komplexen Bergbaubetrieb, der durch ein zusammenhängendes System von Schächten und Stollen erschlossen war. Die Bergbaufamilien Karl und Jung waren damals wohlbekannt. Ab den 1450er Jahren drohte den Kupferbergwerken in der Umgebung von Banská Bystrica jedoch der Niedergang. Den Bergleuten – auch „Waldbürger“ genannt – fehlte das Kapital für den weiteren Betrieb der Bergwerke; in dem Bestreben, ihre Unternehmen zu retten, suchten sie bei János Thurzo um finanzielle Unterstützung an.

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Kupfer und Silber aus Neusohl war die Basis für den legendären Reichtum der Fugger und damit auch für ihre politische Bedeutung. Der Gesamtgewinn des Ungarischen Handels mit diesen Metallen zwischen 1496 und 1546 wird auf mehrere Millionen Gulden geschätzt – eine fast unvorstellbar hohe Summe. Rund 700 Tonnen Kupfer wurden produziert, die über Antwerpen und Amsterdam, aber auch über Venedig und Nürnberg verkauft wurden. 120 Tonnen des aus diesem Kupfer geseigerten Silbers wurden an die nahe Münzstätte in Kremnitz, aber auch nach Nürnberg und Venedig geliefert. Auf dem europäischen Markt besaß das Kupfer aus Oberungarn in den Jahren nach 1500 einen Marktanteil von fast 40 Prozent. Nur im Alpenraum – vor allem in den Fugger’schen Erzgruben in Schwaz und bei Kitzbühel – wurde eine noch etwas größere Menge gewonnen. Damit dominierte der Montankonzern der Fugger spätestens ab 1522 den schon seit der Zeit um 1500 boomenden Kupfermarkt. Immense Kredite für den ungarischen Königshof führten dazu, dass die Bergstädte und Schloss Altsohl 1505 zu Pfandbesitz der Fugger-Thurzo-Gesellschaft wurden.

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KUPFERHAMMER
Kupferhämmer waren metallurgische Betriebe, in denen Kupfererzeugnisse hergestellt wurden. Der Kupferhammer von Banská Bystrica (1496–1991) nahm eine zentrale Stellung in der Massenproduktion von Kupfer ein, das im Handwerk, im Schiffsbau sowie in der Rüstungsindustrie Verwendung fand. Die Münzstätte Kremnica nutzte dieses Kupfer als Halbzeug. Der Kupferhammer entstand an der Stelle der zuvor abgebrannten Kolmann-Mühle (1475).

Das Kupferunternehmen von Banská Bystrica baute seine Produktionsanlagen zu einem technologischen Komplex aus. Ein Zehntel der dort erzeugten Kupfermenge wurde vor Ort verarbeitet, während der Rest in deutsche Gebiete exportiert wurde. Die metallurgische Halle mit ihren zwei Schmelzöfen sowie eine steinerne Säule, die an die ursprüngliche Mühle erinnert, stellten eine technologische Besonderheit dar. Die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichteten Werkstätten sind bis heute erhalten geblieben und bilden einen historisch bedeutsamen Teil der Anlage. Im Jahr 1761 brach in dem Betrieb ein Feuer aus, das auf die Stadt übergriff. In der Folge wurde das Areal vollständig neu errichtet und die Produktion erneut modernisiert. 1997 wurden Teile der Anlage renoviert. In Zeiten wirtschaftlicher Blüte wurden hier 11.619 Tonnen reines Kupfer verarbeitet. Auf dem Gebiet der heutigen Slowakei war dies – nach der Münzstätte Kremnica – der metallurgische Betrieb mit der zweitlängsten Betriebsdauer.

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TÖPFERHANDWERK
Zentren des Töpferhandwerks entstanden an Orten, die über gute Tonvorkommen, Brennholzquellen und Absatzmöglichkeiten verfügten. Ton wurde unter anderem in der Umgebung des Berges Sitno, bei Poltár sowie in Podlavice und Vlkanová gewonnen. Töpfe, Krüge, Kannen, Gefäße und Schalen wurden vorwiegend auf Jahrmärkten und Wochenmärkten verkauft. In Tajov stellte man spezielle „Hochzeitsflaschen“ her – kleine Gefäße, aus denen bei Hochzeitsfeiern Alkohol ausgeschenkt wurde. Die Bewohner von Banská Bystrica und Umgebung wurden von Töpfern versorgt, die ab 1673 in einer städtischen Zunft organisiert waren.

Zu den bekannten Töpferfamilien zählten die Familie Bučan aus Banská Bystrica und die Familie Sedilek aus Tajov. In Ľubietová waren Emil Majnhold und Július Filo als Töpfer tätig. Filo machte sich später selbstständig und eröffnete eine eigene Werkstatt in Slovenská Ľupča; sein dortiger Konkurrent war der Töpfer und Ofenbauer Emil Oravský. In Vlkanová waren Ján Garaj und Andrej Lehotský als Töpfer aktiv. Die Töpfer wandten bewährte Herstellungsverfahren an, die den Bedürfnissen und dem Geschmack der örtlichen Bevölkerung entsprachen. Bei der Glasur dominierten die Farben Grün und Braun. Die Verzierung bestand vorwiegend aus geometrischen, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Motiven. Auf den Keramikstücken finden sich zudem bisweilen interessante Datierungen und Inschriften.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Teller - Granatapfelornament und Monogramm E.O. (Emil Oravský), Slovenská Ľupča

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Das Unternehmen Sandrik wurde 1895 auf dem Anwesen von Ján Sandrik in Dolné Hámre gegründet. Es stellte Gebrauchs- und Ziergegenstände aus Silber, Kupfer, Nickel, Zink, Zinn und Alpaka (Neusilber) her. Den größten Teil der Produktion machten Besteck sowie später Schalen, Tabletts sowie Kaffee- und Teeservices aus. Direktor Jan Peterka (1871–1938) erweiterte das Sortiment, um alle gesellschaftlichen Schichten anzusprechen. Seine Produkte im Jugendstil wurden auf der Weltausstellung (Exposition Universelle) 1900 in Paris mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Peterka besaß ein ausgeprägtes soziales Bewusstsein; so gründete er die erste Lehrlingsschule im Königreich Ungarn und ließ eine Arbeitersiedlung errichten.

Im 20. Jahrhundert begann jedoch der Niedergang des Werks. Das Unternehmen Sandrik umfasste 33 Fabriken auf dem Gebiet der ehemaligen Tschechoslowakei und überstand trotz zahlreicher Schwierigkeiten beide Weltkriege, Wirtschaftskrisen sowie die kommunistische Verstaatlichung (1948). Das von Ján Čalovka (1936–2011) entworfene Besteckmodell „Brusel“ (Nr. 58) erlangte legendären Status; insgesamt wurden 40 Millionen Bestecksets davon hergestellt. Gegen Ende des Jahrhunderts zerfiel das Unternehmen in eigenständige Betriebe. Nach dem politischen Umbruch (1989) wurde 1991 in Žarnovica das Unternehmen Berndorf Sandrik gegründet.

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GLASINDUSTRIE
Die Gründung von Glashütten auf dem Gebiet der heutigen Slowakei steht vor allem im Zusammenhang mit der deutschen Kolonisation sowie teilweise mit italienischem Einfluss. Die ersten schriftlichen Belege stammen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. In der Folgezeit wurden Glashütten hauptsächlich vom Adel gegründet. Glaserzeugnisse wurden nicht nur für die königlichen Bergbaustädte hergestellt, sondern fanden auch in der Metallurgie und im Probierwesen Verwendung. Die meisten Glashütten sind für das 19. Jahrhundert dokumentiert – eine Zeit, in der Glas in den Haushalten zunehmend Metall und Steingut ersetzte und in der bäuerlichen Bevölkerung weite Verbreitung fand.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Slowakei das bedeutendste Zentrum der Glasherstellung im Königreich Ungarn. Die Produktion konzentrierte sich vor allem auf die Komitate Zvolen, Novohrad und Gemer-Malohont. Zu den wichtigsten Glashütten zählten jene in Sihla (1744), Dolná und Horná Bzová (1772, 1820), Hriňová (1801), Utekáč (1824), Zlatno (1833), Katarínska Huta (1841), Málinec (1852) sowie Poltár (1971). Zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Glasindustrie gehörten Johann Georg Zahn, die Brüder Kuchynka, Ján Kossuch, Juraj Oppitz, Leo Valentín Pantoček, Štefan Šovánka und Jozef Staník. Das Sortiment an Glaswaren spiegelte die Nachfrage von städtischen und ländlichen Kunden sowie von ausländischen Abnehmern und spezialisierten Händlern wider.

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Das Blaudruck- und Färbereigewerbe erlebte im 19. Jahrhundert seine Blütezeit. Die Manufakturen wurden meist in der Nähe von Gewässern errichtet. Dort wurden Stoffe gefärbt und mit aufgedruckten Mustern versehen. Weißes Leinen wurde in einer Lauge aus Wasser und Soda gekocht, in verdünnter Schwefelsäure gewaschen und anschließend mit klarem Wasser gespült. Um die Indigofärbung zu intensivieren, wurde Kupfersulfat (Blauvitriol) zugesetzt. Das Muster wurde mithilfe einer teerartigen, breiigen Masse auf den Stoff aufgetragen. Diese verhinderte, dass der Indigo während des Färbeprozesses in die abgedeckten Stellen eindrang; nach dem Entfernen der Masse kam ein weißes Muster auf dunkelblauem Grund zum Vorschein.

Die ältesten Druckmodeln bestanden aus Birnbaumholz; für feinere Muster wurden Messingdrähte und kleine Metallplättchen verwendet. Zum Einsatz kamen vorwiegend quadratische oder rechteckige Modeln mit ornamentalen Motiven. Um die Wende zum 19. Jahrhundert war der Blaudruck weitgehend der bürgerlichen Kleidung vorbehalten, doch ab den 1850er Jahren fand er auch Eingang in die Kleidung der einfachen Bevölkerung. Zu den bekannten Blaudruckerfamilien zählten die Familie Roštár in Slovenská Ľupča, die Familie Furdík in Zvolen und die Familie Kusý in Brezno. In Banská Bystrica-Radvaň wurde der Blaudruck von der Familie Beniač betrieben.

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Julius Flache (7. November 1892, Budapest – 18. September 1967, Banská Bystrica)
Maler – Modernist, Gelegenheitsdichter, Publizist, Volkskunstsammler, Freimaurer

Er absolvierte die Akademie der bildenden Künste in Wien. Im Jahr 1917 kam er als Kriegskorrespondent und Künstler, dem Divisionsstab der österreichisch-ungarischen Armee zugeteilt, nach Banská Bystrica. Am 5. Januar 1919 heiratete er Vilma Holeschová (1894–1990). Das Paar hatte zwei Kinder: einen Sohn, Juraj (1920–2002), und eine Tochter, Judita (1934–1950). J. Flache war Mitbegründer und Verwalter des Verbandes bildender Künstler der Slowakei, Mitglied des Syndikats tschechoslowakischer bildender Künstler sowie des Verbandes slowakischer bildender Künstler. Zudem gehörte er der Freimaurerloge in Banská Bystrica an, die den Namen *Felvidék* (später *Felicitas*) trug.

Sein künstlerisches Schaffen umfasst Porträts (darunter Selbstporträts und Akte), figürliche Kompositionen, Stillleben, Landschaften, Darstellungen von Banská Bystrica sowie Werke zu historischen, sozialen, allegorischen und mythologischen Themen. Sein Œuvre besteht vorwiegend aus Ölgemälden, ergänzt durch Pastelle, Aquarelle, Tuschezeichnungen, Studien und monumentale Gemälde. Im Laufe seiner Karriere entwickelte sich Flaches Stil weiter: Er bewegte sich vom Einfluss des Jugendstils über geometrische Kompositionen, den (von der Renaissance geprägten) Neoklassizismus und einen deskriptiven Realismus hin zum Expressionismus. Er präsentierte seine Arbeiten in Einzelausstellungen in Budapest (1914), Prag (1922), Bratislava (1925) und Brünn (1925).

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Ein besonderer, bislang nur wenig beachteter bergmännischer Freskenzyklus befindet sich im sog. Thurzo-Haus im slowakischen Banska Bystrica (Neusohl) als dem Zentrum der niederungarischen Metallproduktion und einem Mittelpunkt des europäischen Kupferhandels im 15. und 16. Jahrhundert. 1495 kaufte der Montangewerke Johann Thurzo von Bethlemfalva (1437 -1508) zwei Bürgerhäuser am Neusohler Markt vom Stadtrichter Hans Lang zu Rosenau (Rosnava) und ließ sie unter großem Aufwand als sein Wohnhaus undfür Repräsentationszwecke seiner bergwirtschaftlich bedeutsamen Fugger-Thurzo-Bergwerks- und Hüttengesellschaft umgestalten.

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ließ Meister Mušľa zudem einige Gewölbe umgestalten. Zu den erhaltenen Elementen des spätgotischen Umbaus zählen Fragmente steinerner Portale, das Gewölbe des Durchgangs, eine Holzbalkendecke sowie der „Grüne Saal“ – ein Raum mit einem Tonnengewölbe, das mit Wandmalereien verziert ist.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Die Wandmalereien im sog. Grünen Saal im Erdgeschoss des Thurzo -Hauses gehören noch zu den Bau- und Gestaltungsmaßnahmen des späten 15. Jahrhunderts. Die dekorativen Fresken des mit einem Tonnengewölbe ausgestatteten weiten Raumes bestehen aus figuralen Szenen und floralen, vegetabilischen Motiven, die Gesamt-Komposition ist in verschiedene Zonen untergegliedert. Die Sockel- und Wandzone des Raumes zeigt illusionistisch verzweigte Pflanzen, darüber befinden sich weltliche und biblische Darstellungen inmitten rahmender pflanzlicher Elemente und im Gewölbezentrum befindet sich das Königswappen der Familien Anjou und Corvin. Die bildliehen Darstellungen zeigen zum einen "hübsche" und "unterhaltsame" Themen wie den Tanz eines Bären und Motive aus den Äsopschen Gleichnissen (z. B. die Fabel vom Fuchs und dem Storch oder vom Kampf des Esels mit dem Widder).

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Zum anderen betreffen sie biblische Themen wie das Jüngste Gericht, Christus auf dem Ölberg, Christus mit der Samariterin am Brunnen und Susanna im Bade, weiterhin Heiligendarsteilungen wieSt. Eustachius auf der Hirschjagd, St. Georg mit dem Drachen und die Heilige Barbara mit dem Turm und schließlich auch die Sage von der Erzauffindung durch den Bergverständigen Daniel Knappius.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Daniels Traum - Die Legende des heiligen Daniel
Das Wandgemälde zeigt eine weite Landschaft mit einem hohen Baum im Zentrum. Einer Anweisung folgend, die er in einem Traum erhalten hat – in dem ihm eine Schale mit goldenen Eiern im Baum erschien –, sucht der alttestamentliche Prophet Daniel in den Ästen nach einem Schatz. Ein Engel erscheint und offenbart ihm, dass der Schatz in der Nähe der Baumwurzeln verborgen liegt. An dieser Stelle gräbt ein Bergarbeiter und entdeckt ein Edelmetallvorkommen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass diese Darstellung in den mitteleuropäischen Bergbauregionen einzigartig ist. Es handelt sich offenbar um die älteste erhaltene ikonografische Darstellung der Legende von der wundersamen Entdeckung eines Edelmetallvorkommens durch Daniel. Die Wahl des Bildthemas stand in direktem Zusammenhang mit den Bergbauunternehmungen des Auftraggebers – entweder der Bürger Ján Lang (vor 1490) oder Ján Thurzo (nach 1495) – sowie mit dessen persönlicher religiöser Frömmigkeit.

Bergknappe im Fresko des Grünen Saals im Thurzohaus

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Heilige Barbara - Die Legende der heiligen Barbara
Dioskoros von Nikomedeia (heute İzmit, Türkei) – ein heidnischer Kaufmann und Aristokrat – hielt seine Tochter Barbara in einem Wohnturm gefangen, um sie vom Christentum fernzuhalten. Während seiner Abwesenheit besuchte sie ein Priester, der als Arzt verkleidet war, und taufte sie. Zudem veranlasste Barbara die Steinmetze dazu, zu den bereits vorhandenen zwei Fenstern ein drittes hinzuzufügen – zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit. Als ihr Vater entdeckte, dass seine Tochter zum Christentum übergetreten war, lieferte er sie den Römern aus. Diese folterten Barbara und verurteilten sie schließlich zum Tode durch Enthauptung; das Urteil wurde von ihrem eigenen Vater vollstreckt.

In dieser Darstellung trägt Barbara ein langes, gegürtetes Gewand sowie einen Umhang. Auf ihrem Schoß liegt ein aufgeschlagenes Buch; ihre linke Hand ist in einer aufmerksamkeitslenkenden Geste erhoben, ihr Gesichtsausdruck wirkt ernst und tief in sich gekehrt. Trotz der geringen Größe des Werks und des engen Raums, in den die Figur eingefügt ist, erscheint sie – im Vergleich zu den übrigen Figuren – überproportional groß. Dies unterstreicht ihren besonderen Status als Schutzpatronin der Bergleute. Barbara ist die einzige Heilige, die mit einem Heiligenschein dargestellt wird; im Gegensatz zu den anderen Figuren befindet sie sich in einer illusionistisch gestalteten, winkligen Nische, wobei im Hintergrund der Turm – ihr charakteristisches Attribut – zu sehen ist.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Die Kriegshandlungen Anfang 1945 veränderten das Erscheinungsbild des ehemaligen Hauptsitzes der Gesellschaft Thurzo-Fugger in Banská Bystrica grundlegend. Durch den Einschlag einer Bombe stürzten das Dach sowie sämtliche Gewölbe im zweiten Obergeschoss ein; zudem wurde ein Teil der hofseitigen Fassade zerstört. Das einst prachtvolle Gebäude – ein Paradebeispiel für profane Renaissance-Architektur – war zur Ruine geworden und sollte abgerissen werden. Doch buchstäblich in letzter Sekunde – der Abrissbeschluss war bereits erlassen – kam es zu einer unerwarteten Wende: Die Entdeckung von Wandmalereien im „Grünen Raum“ war einer der entscheidenden Gründe dafür, den geplanten Abriss des gesamten Gebäudes zu stoppen.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Nach einer umfassenden denkmalpflegerischen Restaurierung des historischen Gebäudes – das nicht nur durch den Krieg, sondern auch durch den Zahn der Zeit in Mitleidenschaft gezogen worden war – wurde am 28. August 1958 im Thurzo-Haus eine sozialwissenschaftliche Ausstellung eröffnet. Sie befasste sich mit den historischen Wandlungen der Region Banská Bystrica: von der frühesten Vorgeschichte über das Mittelalter und die Neuzeit bis hin zum frühen 20. Jahrhundert.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Die Lisunov Li-2 (Lietadlo Li-2) ist ein zweimotoriges militärisches Transportflugzeug und die sowjetische Version der amerikanischen Douglas DC-3, die ab 1937 in Lizenz gefertigt wurde. Die Douglas DC-3 wurde nach den Anforderungen der Techniker und Verkäufer der Fluggesellschaft American Airlines entwickelt.

Die sowjetische Fernfliegerkraft, die den Slowakischen Nationalaufstand (SNP) aus der Luft unterstützte, war mit Transport- und Bombenflugzeugen des Typs Li-2 ausgerüstet. Zwischen dem 4. September und dem 24. Oktober 1944 wurden insgesamt 1.199 Einsätze geflogen – von denen etwa 682 erfolgreich waren –, bei denen bis zu 2.000 Personen sowie 639,1 Tonnen an Versorgungsgütern in das von den Aufständischen kontrollierte Gebiet gebracht wurden.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Die Douglas DC-3 zählte in den 1930er- und 1940er-Jahren zu den besten Maschinen ihrer Klasse. 1936 erhielt die UdSSR dank eines Präferenzhandelsabkommens 20 DC-3 sowie zwei unmontierte Flugzeugzellen als Vorlage für die eigene Lizenzproduktion. Die Douglas DC-3 wurde für die sowjetischen Bedürfnisse modifiziert. Hauptverantwortlicher für die Modifikationen war der sowjetische Konstrukteur B. P. Lisunov. Nach erfolgreichen Tests im Jahr 1938 ging das Flugzeug am 11. Mai 1939 in Serienproduktion. Die Li-2 wurde im Zweiten Weltkrieg zum Transport von Munition, Nachschub und Verwundeten eingesetzt und diente auch als Bomber. Anfangs wurden die Bomben manuell aus dem Rumpf abgeworfen, später wurden vier Bombenaufhängungen im Rumpf installiert. Nach Ausbruch des SNP wurden Flugzeuge dieses Typs im Rahmen der sogenannten „Luftbrücke“ eingesetzt, um Menschen und Material zur Unterstützung des Aufstands zu transportieren. Auch die 2. Tschechoslowakische Fallschirmjägerbrigade (insgesamt 1.855 Kämpfer) wurde transportiert, und auf dem Rückflug brachten sie 784 verwundete SNP-Kämpfer zur Behandlung in sowjetische Krankenhäuser.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Die Li-2 transportierte Partisanen-Organisationsgruppen, 1.855 Kämpfer der 2. Tschechoslowakischen Fallschirmjägerbrigade, Benzin und Munition für das 1. Tschechoslowakische Jagdfliegerregiment sowie 639,1 Tonnen militärisches Material in das Aufständischengebiet. Auf dem Rückflug wurden 784 Verwundete in sowjetische Krankenhäuser gebracht. Die Li-2 kann man beim SNP-Museum in Banská Bystrica besichtigen.

Die Innenausstattung ist authentisch für die damalige Zeit und bietet nahezu die gesamte damals übliche Ausrüstung.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Das Cockpit ist separiert, aber durch die Türöffnung lässt sich der Innenraum einsehen. Neben den Fenstern wird die Geschichte des Flugzeugs anhand von Originalfotos veranschaulicht.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Ein Freigelände mit schwerem Kampfgerät ist Teil der Dauerausstellung des Museums des Slowakischen Nationalaufstands (SNP). Es umfasst Bewaffnung tschechoslowakischer, deutscher und sowjetischer Herkunft sowie Waggons des improvisierten Panzerzuges *Štefánik*.

Zu den seltenen Exponaten zählt ein Maschinengewehrwagen des Panzerzuges *IPV-II Hurban*, der im September in den Eisenbahnwerkstätten von Zvolen gefertigt wurde. Der Panzerzug *Hurban* stärkte die Verteidigungskraft der Aufständischenarmee in den Abschnitten Hronská Dúbrava – Žiar nad Hronom, Banská Bystrica – Diviaky sowie Brezno – Červená Skala.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Mittlerer Panzer T-34/85, Sowjetarmee, 1. Tschechoslowakisches Armeekorps der UdSSR

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

85-mm-Flugabwehrkanone M1944 (KS-18), Sowjetarmee

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Unter dem ausgestellten schweren deutschen Gerät befinden sich ein mittlerer Kampfpanzer *Pz.Kpfw. IV Ausf. J*, ein Sturmgeschütz *StuG. 40 Ausf. G*, ein leichter Schützenpanzerwagen *Sd.Kfz. 250*, ein mittlerer Schützenpanzerwagen *Sd.Kfz. 251 Ausf. D* sowie eine deutsche 10,5-cm-Feldhaubitze *M 18/40*. Diese Fahrzeuge und Geschütze kamen an der gesamten Front der Aufständischen als Offensiv- und Unterstützungsmittel für die deutschen Infanterieeinheiten zum Einsatz.

Das schwere sowjetische Kampfgerät ist durch einen mittleren Kampfpanzer *T-34/85*, eine 57-mm-Panzerabwehrkanone (Modell 43), eine 76,2-mm-Divisionskanone (Modell 42), 152-mm-Haubitzen (Modell...), 122-mm-Haubitzen (Modell 38) sowie eine 85-mm-Flugabwehrkanone (Modell 44) vertreten. Ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher jeden Alters im SNP-Museum ist das sowjetische Transport- und Bombenflugzeug vom Typ Li-2 – Teil der sowjetischen Fernfliegerkräfte –, das den Slowakischen Nationalaufstand (SNP) aus der Luft unterstützte. Weiteres schweres militärisches Gerät, darunter ein 7,5-cm-Gebirgsgeschütz (Modell 15) und eine 45-mm-Panzerabwehrkanone (Modell 42), befindet sich im Eingangsbereich des SNP-Museums.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

57-mm-Panzerabwehrkanone M1943 (ZiS-2), Sowjetarmee

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Mittlerer Panzer T-34/85, Sowjetarmee, 1. Tschechoslowakisches Armeekorps in der UdSSR

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Mittlerer Panzer Pz.Kpfw. IV, Wehrmacht

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Das Museum des Slowakischen Nationalaufstands (Múzeum Slovenského národného povstania) ist ein spezialisiertes Museum auf nationaler Ebene. Gemäß seiner Gründungssatzung besteht der Auftrag des Museums darin, Sammlungsobjekte sowie Dokumentations- und Archivmaterialien, die sich auf die Geschichte der slowakischen Gesellschaft im Zeitraum von 1938 bis 1945 beziehen, zu sammeln, wissenschaftlich auszuwerten, zu bewahren, fachgerecht aufzubereiten, zu nutzen und zugänglich zu machen. Dies umfasst insbesondere die Dokumentation des antifaschistischen Kampfes und des nationalen Befreiungskampfes – namentlich des Slowakischen Nationalaufstands, eines bedeutenden Teils des europäischen antifaschistischen Widerstands während des Zweiten Weltkriegs –, aber auch die Dokumentation von Gerichtsverfahren der Nachkriegszeit, die Rehabilitierung von Teilnehmern des Aufstands sowie die Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Erscheinungsformen von Neofaschismus, rassistischer Feindseligkeit und Intoleranz.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Die Skulptur „Die Opfer mahnen“ auf dem Gelände des SNP-Museums in Banská Bystrica
Diese bronzene Figurengruppe verkörpert menschliches Leid und die Opfer von Kriegen. Ihre Komposition – eine Ansammlung ineinander verschlungener, sich windender Körper – wirkt in ihrem monumentalen Ausmaß erschütternd und dient als Mahnung vor der Tragödie, die jeder Krieg mit sich bringt. Es handelt sich um ein zeitloses Werk von tiefgreifender gesellschaftlicher Bedeutung. Das Denkmal wurde 1969 enthüllt. Die Figurengruppe mit dem Titel *Die Opfer mahnen* (*Obete varujú*) ist eines der prägenden Elemente der Gedenkstätte des Slowakischen Nationalaufstands (SNP) in Banská Bystrica. Jozef Jankovič schuf das Werk anlässlich des 25. Jahrestages des Aufstands. Während der Ära der „Normalisierung“ geriet der Künstler aufgrund seiner persönlichen Haltung in Ungnade bei den kommunistischen Machthabern, woraufhin diese die Entfernung seines Werkes anordneten. Als offizielle Begründung wurde angeführt, dass das Werk eine „deprimierende“ Wirkung auf die Besucher habe.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Im Jahr 1953 veranstaltete die Slowakische Akademie der Wissenschaften (SAV) eine Konferenz zur Geschichtsschreibung des Slowakischen Nationalaufstands, die in der Forderung gipfelte, ein dem Aufstand gewidmetes Museum zu gründen. Am 8. Mai 1955 wurde das Museum offiziell als Institution ins Leben gerufen. Im April 1957 ging die Zuständigkeit für das Museum vom Regionalen Nationalausschuss in Banská Bystrica auf das Kommissariat für Bildung und Kultur über, womit es zu einer wissenschaftlichen Fachinstitution innerhalb dieses Ressorts wurde. Im selben Jahr erkannte die Slowakische Akademie der Wissenschaften den wissenschaftlichen Status des Museums an und stufte es als „Nationalmuseum und wissenschaftliches Institut“ ein.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Die ersten Sammlungsobjekte des Museums stammen ebenfalls aus dem Jahr 1957; sie wurden größtenteils durch Spenden infolge öffentlicher Aufrufe zusammengetragen. 1969 zog das Museum in das neu eröffnete Denkmal des Slowakischen Nationalaufstands um, wo es seine dritte Ausstellung präsentierte. Bereits Ende 1969 wurde diese Ausstellung jedoch im Zuge des Prozesses der „Normalisierung“ verändert.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Der offene Depotbereich gewährt Besuchern einen Blick hinter die Kulissen des Museums. Die Sammlung wird hier in neue Kontexte gestellt; zugleich wird die sorgfältige Pflege der vielfältigen Bestände – unseres gemeinsamen kulturellen Erbes – verdeutlicht.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Der Slowakische Nationalaufstand war das Ergebnis monatelanger Bemühungen und Vorbereitungen seitens der von London aus organisierten Exilregierung, des zweiten Zentrums des Widerstands im Ausland – Moskau –, des Widerstands im Inland sowie der Armee.

Vereinigung des antifaschistischen Widerstands 1943
Bemühungen zur Ausweitung des antifaschistischen Widerstands in der Slowakei
In- und ausländische Widerstandsgruppen hatten sich gebildet, die sich für die nationale Einheit und die Ressourcen der Tschechoslowakischen Republik einsetzten. Sie schlossen jedoch den kommunistischen Widerstand und seine Vertreter von gemeinsamen Verhandlungen aus.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

WEIHNACHTSABKOMMEN DEZEMBER 1943 - Gajova-Straße, Bratislava
Ein illegaler Slowakischer Nationalrat wurde als gemeinsame politische Führung der antifaschistischen Untergrundbewegung in der Slowakei gegründet. Das Weihnachtsabkommen legte die grundlegende programmatische Ausrichtung fest: die Wiederherstellung der demokratischen Tschechoslowakischen Republik sowie die Gleichberechtigung von Tschechen und Slowaken. Es diente der Koordinierung und Vorbereitung eines landesweiten bewaffneten Widerstands gegen den Nationalsozialismus und dessen einheimische Kollaborateure.

MILITÄRISCHE VORBEREITUNGEN AUF DEN AUFSTAND - 23. März 1944, BANSKÁ BYSTRICA
Ján Golian hatte damit begonnen, einen militärischen Plan für den Aufstand zu entwerfen:
– Aufbau eines Widerstandsnetzwerks innerhalb der slowakischen Armee und in den einzelnen Militärgarnisonen
– Ernennung verantwortlicher Befehlshaber sowie Festlegung der Unterstellungsverhältnisse
– Unterordnung unter ein zentralisiertes Kommando
– Einrichtung eines grundlegenden Koordinierungsgremiums für den Aufstand

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

MILITÄRISCHE VORBEREITUNGEN AUF DEN AUFSTAND - 11. August 1944
Rumänien schloss sich den Alliierten an. Die deutsche Wehrmacht erlitt an der Ostfront eine Niederlage. Die Krise des „Ludák“-Regimes in der Slowakei verschärfte sich, und die damalige Regierung verhängte das Kriegsrecht. Lebensmittelrationen für zwei Monate.

MILITÄRISCHE VORBEREITUNGEN DES AUFSTANDES - 25. August 1944
Ján Golian erteilte den Garnisonen geheime Anweisungen für den bewaffneten Widerstand für den Fall, dass deutsche Truppen die Staatsgrenzen verletzen sollten.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

MILITÄRISCHE VORBEREITUNGEN DES AUFSTANDES - 28. August 1944
Deutschland beschloss, das slowakische Gebiet zu besetzen. Präsident Jozef Tiso stimmte dem Einmarsch der deutschen Truppen zu.

Die Vorbereitungen für den Aufstand wurden durch das unerwartete Eintreffen deutscher Truppen unterbrochen.
Die Verbindung zu den Widerstandszentren riss ab, die Befehlshaber der Aufständischen erhielten ihre Befehle nicht, und die ersten Aktionen der Aufständischen verliefen unkoordiniert und chaotisch.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

MILITÄRISCHE VORBEREITUNGEN DES AUFSTANDES - 29. August 1944, 10:00 Uhr
Deutsche Truppen und Sicherheitskräfte begannen mit der Besetzung des slowakischen Gebiets.

MILITÄRISCHE VORBEREITUNGEN DES AUFSTANDES - 29. August 1944, 20:00 Uhr, Banská Bystrica
Ján Golian erließ über das militärische Funknetz den Befehl, die Losung „Beginnt mit der Vertreibung“ auszugeben – ein Aufruf zum bewaffneten Widerstand gegen die Besetzung der Slowakei.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

MILITÄRISCHE VORBEREITUNGEN DES AUFSTANDES - 31. August 1944, Banská Bystrica
Das Kommando der 1. Tschechoslowakischen Armee in der Slowakei unter der Führung von Oberstleutnant Ján Golian wurde aufgestellt.

MILITÄRISCHE VORBEREITUNGEN DES AUFSTANDES - 1. September 1944
Der Slowakische Nationalrat verabschiedet eine Erklärung über die Wiederherstellung der Tschechoslowakischen Republik und die Machtübernahme in der Slowakei.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Eines der am häufigsten eingesetzten Stabsfahrzeuge der slowakischen Armee war Mercedes 170.

Mercedes 170V, Baujahr 1940, Vierzylinder 1.697 cm, Leistung: 28 kW (37 PS) bei 3.400 U/min

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Die Multimedia-Ausstellung *SNP 1944* eröffnet Besuchern einen neuen Zugang zur Präsentation von Sammlungsobjekten: Sie bietet authentische Zeitzeugenberichte in Form von Tonaufnahmen und ermöglicht es, hautnah zu erleben, wie es war, sich als Aufständischer gemeinsam mit Soldaten in einem Schützengraben zu befinden.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Motorrad NSU 251 OSL 1940

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Motorrad BMW R75

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Willys MB

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Museum des Slowakischen Nationalaufstands (Múzeum Slovenského národného povstania)

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Museum des Slowakischen Nationalaufstands (Múzeum Slovenského národného povstania)

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Figurengruppe mit dem Titel *Die Opfer mahnen* (*Obete varujú*) von Jozef Jankovič an der Gedenkstätte des Slowakischen Nationalaufstands (SNP) in Banská Bystrica.

Im Jahr 1972 wurde die Figurengruppe von der SNP-Gedenkstätte entfernt. Zunächst lagerte sie in der Nähe von Banská Bystrica, doch dank des Einsatzes von Denkmalschützern konnte sie an einen würdigeren Ort verlegt werden: die Gedenkstätte in Kalište. Erst 2004 kehrte das Werk an die SNP-Gedenkstätte in Banská Bystrica zurück. Die Demontage verlief unkompliziert, da die bereits vorhandenen Bohrungen für die Verschraubungen – die noch von der früheren Entfernung stammten – wiederverwendet werden konnten. Im Zuge der Wiederaufstellung am ursprünglichen Standort wurden auch zwei Beine – die Ende 2001 von Vandalen abgeschnitten worden waren – wieder an der Skulptur angebracht.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Als der Architekt Dušan Kuzma sein Hauptwerk – das Denkmal des Slowakischen Nationalaufstands (SNP) – entwarf, war die Einbeziehung eines skulpturalen Werks von Jozef Jankovič ein wesentlicher Bestandteil seiner konzeptionellen Vision. Zum 60. Jahrestag des Slowakischen Nationalaufstands war das Denkmal bereits an seinem ursprünglich vorgesehenen Standort aufgestellt. Jedes Jahr wird hier der Jahrestag des Slowakischen Nationalaufstands – der bedeutendsten antifaschistischen Aktion der Slowaken während des Zweiten Weltkriegs – begangen. An den Feierlichkeiten nehmen die höchsten Staatsvertreter des Landes teil.

Museum des Slowakischen Nationalaufstands (Múzeum Slovenského národného povstania)

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Blick auf das Stadtzentrum, SNP-Platz - Námestie SNP in Banská Bystrica

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Die Siedlung Bystrica gewann aufgrund ihrer Bodenschätze zunehmend an Bedeutung; im Jahr 1255 verlieh ihr der ungarische König Béla IV. per Urkunde den Stadtstatus und räumte der Gemeinde weitreichende Privilegien ein. Das 15. und 16. Jahrhundert gelten als „Goldenes Zeitalter“ in der Geschichte von Banská Bystrica. In dieser Zeit war hier die Kupfergesellschaft Thurzo-Fugger erfolgreich tätig, was der Stadt den Beinamen „Kupferstadt“ einbrachte. Das historische Zentrum von Banská Bystrica umfasst zahlreiche architektonische Kostbarkeiten aus jener Epoche. Die moderne Geschichte der Stadt ist vor allem mit dem Slowakischen Nationalaufstand von 1944 sowie den entsprechenden Gedenkstätten – dem Denkmal und dem Museum des Slowakischen Nationalaufstands – verknüpft.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Der Uhrturm ist das auffälligste und bekannteste Wahrzeichen auf dem SNP-Platz in Banská Bystrica. Im Laufe seiner Geschichte trug er verschiedene Namen: „Uhrturm“ verweist auf seine Funktion; „Wiegeturm“ leitet sich davon ab, dass er neben dem ehemaligen städtischen Waaghaus errichtet wurde; „Grüner Turm“ bezieht sich auf die Farbe seines Kupferdachs; und seit dem 19. Jahrhundert wird er aufgrund seiner Schieflage auch „Schiefer Turm“ genannt. Im Vergleich zu anderen historischen Gebäuden der Stadt ist der Turm relativ jung; sein Bau begann im Jahr 1552.

Sein heutiges Erscheinungsbild verdankt er einer Umgestaltung im Barockstil nach einem verheerenden Brand im Jahr 1761. Anfangs erfüllte der Turm verschiedene Funktionen: Er diente sowohl als Uhrturm als auch als Wachturm. Die dort stationierten Wachen hatten die Aufgabe, die Umgebung nach herannahenden Feinden zu beobachten und zudem auf Brände in der Stadt zu achten. Ein städtischer Trompeter, der im Turm stationiert war, signalisierte jede volle Stunde durch das Blasen seines Instruments; zudem kam er bei festlichen Anlässen oder im Alarmfall zum Einsatz.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Stadtburg Banská Bystrica (Mestský hrad Banská Bystrica)

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Herrenhausterrasse

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Kirche Mariä Himmelfahrt in Banská Bystrica (Kostol nanebovzatia Panny Márie v Banskej Bystrici)

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Kathedrale des heiligen Franz Xaver (Katedrála sv. Františka Xaverského) und Mariensäule (Mariánsky stĺp) am Námestie SNP in Banská Bystrica

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Blick auf das Stadtzentrum, SNP-Platz - Námestie SNP in Banská Bystrica

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Eine Pestsäule (Morový stĺp) / Mariensäule (Mariánsky stĺp) wurde im 18. Jahrhundert nach einer Pestepidemie auf dem Platz errichtet.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Stadtburg Banská Bystrica (Mestský hrad Banská Bystrica)

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Am prächtigen, von zahlreichen Renaissancehäusern umringten Hauptplatz herrscht immer Trubel. Städtische Privilegien erhielt Banská Bystrica 1255 von König Béla IV. Die deutschen Bergleute, die sich später hier ansiedelten, verpassten der Stadt den Namen Neusohl.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Der Bahnhof Banská Bystrica liegt südöstlich des Stadtzentrums an der Bahnstrecke Zvolen–Podbrezová; unmittelbar hinter dem Bahnhof zweigt die Bahnstrecke Banská Bystrica–Dolná Štubňa ab.

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026

Bahnhof Banská Bystrica

 Banska Bystrica, Neusohl, August 2026



Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: