Budapest

Hauptstadt von Ungarn, März 2026

Budapest ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Ungarns. Mit knapp 1,7 Millionen Einwohnern ist Budapest die zehntgrößte Stadt der Europäischen Union. Die Einheitsgemeinde Budapest entstand 1873 durch die Zusammenlegung der zuvor selbstständigen Städte Buda (deutsch Ofen), Óbuda (Alt-Ofen), beide westlich der Donau, und Pest östlich der Donau. Der Name Budapest selbst tauchte zuvor nicht auf, üblich im Sprachgebrauch war Pest-Buda.

Das königlich ungarische Finanzministerium (ungarisch Magyar Királyi Pénzügyminisztérium) war die oberste Finanzbehörde im Königreich Ungarn. Es bestand von 1867 bis 1918 und war eines der drei formal unabhängig voneinander agierenden Finanzministerien Österreich-Ungarns (neben K.u.k. Finanzministerium und K.k. Finanzministerium). Es hatte seinen Sitz am Dreifaltigkeitsplatz im Burgviertel von Budapest. Jetzt ist darin das Innenministerium (Belügyminisztérium) untergebracht.

Davor die Dreifaltigkeitsstatue (Szentháromság-szobor), die von Fülöp Ungleich und Antal Hörger geschaffen und am 11. Juni 1713 eingeweiht wurde. Die Säule im Barockstil ist 14,4 Meter hoch. An den Seiten des sechseckigen Plateaus befinden sich drei Reliefs, welche die Pestwelle in Budapest, den betenden König David, und die Dreifaltigkeit darstellen. Zwischen den Friesen sind Kartuschen mit den Wappen von Budapest, Ungarn und den Habsburgern angebracht. Die Kartusche mit dem Wappen der Habsburger wurde im Krieg zerstört und später durch eine Gedenktafel ersetzt. Darüber befinden sich die Skulpturen von Rochus von Montpellier, des heiligen Johannes, Christophorus, Augustinus von Hippo und Sebastian. Darüber befinden sich die Skulpturen von Maria, Johannes des Täufers und Franz Xaver. Darüber befinden sich Engelsköpfe, die oben von der Dreifaltigkeitsgruppe bekrönt sind.

 Budapest, März 2026

Fischerbastei (Halászbástya): Festung aus dem 19. Jh. mit 7 zinnenbewehrten Wachtürmen, Panoramablick und einem Café im Innenhof.

 Budapest, März 2026

St.-Stephans-Denkmal (Szent István király szobra)
Das Denkmal für König Stephan I., dem Heiligen, der das Christentum in Ungarn verbreitete, wurde 1906 auf der Budaer Burg errichtet und befindet sich zwischen der Fischerbastei und der Matthiaskirche. Es ist eine vier Meter hohe Bronzestatue mit vier Löwen auf einem mächtigen Marmorsockel und Zierelementen, die das Leben des Königs darstellen. Der König hoch zu Ross, trägt die Stephanskrone und den Krönungsmantel.

 Budapest, März 2026

Die Matthiaskirche (ungarisch Mátyás-templom), eigentlich Kirche Mariä Himmelfahrt (Nagyboldogasszony-templom), ist eine römisch-katholische Kirche im historischen Stadtteil Buda der ungarischen Hauptstadt Budapest. Der neugotische Sakralbau befindet sich neben der Fischerbastei am Dreifaltigkeitsplatz im Burgviertel im I. Bezirk. Die Matthiaskirche war die erste Kirche auf dem Burgberg und ist Teil des UNESCO-Welterbes. Sie war die Krönungskirche der ungarischen Könige Karl I. Robert (1309), Franz Joseph I. (1867) und Karl IV. (1916), und dient als Kathedrale des ungarischen Militärordinariats.

 Budapest, März 2026

Parlamentsgebäude (Országház) am anderen Ufer der Donau auf Pestseite.

 Budapest, März 2026

Labirintus: Historisches Labyrinth mit 1000 Meter Länge unter dem Burgpalast, in dem einst Graf Dracula (Vlad Tepes) gefangen gehalten wurde. Der Eintrittspreis ist mit 6000 HUF (cash only, EUR 15 auch okay) deutlich zu hoch, wie so viele Preise in Budapest für ungarische Verhältnisse völlig überteuert sind.

 Budapest, März 2026

Das Labyrinth, tief im Inneren des Burgbergs gelegen, diente seit dem Mittelalter vielfältigen Zwecken: als Zuflucht, als Hof oder Gefängnis. Gotische und Renaissance-Steindenkmäler sowie türkische Grabsteine ​​laden in verwinkelten Gängen und Gewölben zum Erkunden ein. Begeben Sie sich auf eine unterirdische Zeitreise zu den Palästen von Sigismund von Luxemburg und Matthias I., mystischen Denkmälern aus der Zeit der türkischen Besatzung Ungarns und Spuren, die Millionen von Jahre zurückreichen. Das mittelalterliche Ungarn erwacht zum Leben – vom Staatsgründer St. Stephan bis zu König Matthias. Im Labyrinth können Sie die Statuen der berühmtesten ungarischen Könige besichtigen. Die Höhlenausstellung präsentiert besondere Fotografien und Reportagen von Fotografen und Abenteurern über die schönsten Höhlen der Welt.

 Budapest, März 2026

Heiliger Stephan I., Regierungszeit: 1001–1038.
Er wandelte das große Land seines Vaters in einen christlichen Staat um. Die tausendjährige ungarische Rechtsbibliothek beginnt mit den von ihm geschaffenen Gesetzen. Parallel zum Aufbau der Staatsorganisation organisierte er die ungarische Kirche, damit er und seine Nachfolger den Titel „Apostolischer König“ tragen konnten. Die Verwaltung – er organisierte und errichtete das Komitatswesen um die Burgen herum. Nachdem es ihm gelungen war, Frieden zu schaffen, wurde das Land zu einem beliebten Ziel für Pilger und Händler. Er überlebte alle seine Kinder und starb am 15. August 1038. Er wurde in Székesfehérvár in der von ihm erbauten Basilika beigesetzt, deren Schutzpatronin die Jungfrau Maria ist. Nach seinem Tod brach ein Bürgerkrieg aus, der Jahrzehnte andauerte. Papst Gregor VIII. sprach ihn 1083 zusammen mit seinem Sohn, Fürst Imre, und Bischof Gellért heilig. König Stephan ist ein beliebter Heiliger im Karpatenbecken. In Ungarn ist der 20. August Nationalfeiertag. Er erinnert nicht nur an König Stephan, sondern auch an die Staatsgründung.

Heiliger Ladislaus I., Regierungszeit: 1077–1095.
Sein Name steht für die Festigung des Schutzes des Privateigentums und die Besetzung Kroatiens (1091).
Er wurde 1192 heiliggesprochen. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Statur wurde er als „Athlet Gottes“ bezeichnet. In Legenden wird er als barmherziger, königlicher Ritter dargestellt, als Verkörperung des Rittertums – des gütigen, großzügigen und selbstlosen Ritters. Als beliebter Heiliger in ganz Ungarn und den Nachbarländern ist er Schutzpatron vieler Kirchen. Zahlreiche Artefakte und Erinnerungsstücke erinnern bis heute an den heiligen König. Dazu gehören die Einsiedelei des heiligen László in der Basilika von Győr und sein Wappen, das im Franziskanerkloster in Dubrovnik aufbewahrt wird.

 Budapest, März 2026 Budapest, März 2026

Vom Staatsgründer, dem heiligen Stephan, bis zu König Matthias werden bedeutende Herrscher dargestellt. Das Grab König Bélas IV. erinnert an den Erbauer der Budaer Burg. Der Palast Zsigmond Luxemburgs, später zu Lebzeiten des Königs, wurde am Szent-Görgy-Platz ein Kloster errichtet. Der Gang, der vom Gebäude zum Höhlenlabyrinth führte, diente dem König als Fluchtweg bei seinen Besuchen in Buda. Die Statue, die Matthias auf dem Thron zeigt, erinnert an den berühmten Herrscher. Der heutige Königspalast aus der Zeit Maria Theresias stand ursprünglich an der Stelle des Renaissancepalastes von König Matthias. Vom Keller des Palastes führt eine Treppe hinab zum Labyrinth, das damals als königlicher Weinkeller diente.

 Budapest, März 2026

Die rund 500.000 Jahre alten, voneinander isolierten, aber auf derselben Ebene liegenden Höhlentreppen wurden ab dem 13. Jahrhundert von den Bewohnern der umliegenden Dörfer miteinander verbunden. Fortan diente dieses miteinander verbundene Höhlensystem in Friedenszeiten als Weinkeller und während der Kriege als Schutzraum. In den 1930er Jahren war das Labyrinth eine Touristenattraktion, diente aber während des Zweiten Weltkriegs als Bunker. Das erste Wachsfigurenkabinett Ungarns war hier von 1984 bis 1996 in Betrieb. Von 1997 bis 2011 war die Anlage geschlossen, empfängt aber seit November 2011 wieder Besucher.

 Budapest, März 2026

Die Budaer Burg war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eines der renommiertesten Musikzentren. Musikveranstaltungen fanden hauptsächlich im Burgtheater statt. Aufführungen kleineren Umfangs (Streichquartette, Solisten) wurden fast wöchentlich auf der anderen Seite der Burg organisiert.

Die Ausstellung „Wachsfiguren der Oper“, die in Zusammenarbeit mit der Ungarischen Staatsoper entstand, erinnert an diese heute vergessene Ära. Die drei präsentierten Opern wurden unter Verwendung der Dekorationen, Requisiten und Kostüme der Oper originalgetreu inszeniert.

 Budapest, März 2026

Einst befand sich im Budaer Schloss die größte und berühmteste Steinmetzwerkstatt Polens.
Sie lieferten in ganz Polen und sogar über die Grenzen hinaus. Zahlreiche kostbare Steine ​​– darunter der Grabstein des polnischen Königs – wurden von den hier tätigen Meistern bearbeitet. Die dekorativen Skulpturen bestanden hauptsächlich aus rotem Marmor, der aus nahegelegenen Steinbrüchen herbeigeschafft und hier verarbeitet wurde. Eines der schönsten Kunstwerke der Budaer Steinmetzkunst findet sich im Labyrinth. Das berühmte Steinmonument mit dem friesischen Eiermuster stammt aus dem Königspalast von König Matthias. Die Steinmetzarbeiten des Labyrinths zeugen von den reichen architektonischen Überresten der Budaer Burg aus dem 14. bis 19. Jahrhundert.

 Budapest, März 2026

Gisela von Ungarn (980–1059)
Gisela war die erste Königin von Ungarn durch ihre Heirat mit dem heiligen Stephan von Ungarn und die Schwester von Kaiser Heinrich II. Sie wurde von der römisch-katholischen Kirche seliggesprochen. Gisela wurde sehr fromm erzogen. Die Hochzeit von Stephan und Gisela markierte einen Wendepunkt in der ungarischen Geschichte. Königin Gisela spielte eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung des christlichen Glaubens und der westlichen Kultur in Ungarn. Das Paar hatte einen Sohn, den heiligen Emerich, der am 2. September 1031 bei der Wildschweinjagd starb. König Stephan starb 1038. 1046 verließ Gisela mit ihrem Gefolge und vielen bayerischen Siedlern Ungarn und kehrte nach Bayern zurück. Dort trat sie in das Benediktinerinnenkloster in Passau ein und wurde Äbtissin. Sie lebte im Kloster Niederburg in Passau, wo sie vermutlich 1059 starb.

 Budapest, März 2026

Der Name: Dracula, bürgerlich Vlad Tepes, wurde im Jahr 1431 in Segesvár geboren. Seine Großmutter war eine ungarische Adlige. Sein Vater, Vlad Dracul, wuchs am Hofe Sigismunds, des ungarischen Königs und späteren Kaisers des Heiligen Römischen Reiches, auf. Dort wurde er zum Ritter geschlagen und erhielt den hohen Titel „Ehre des Woiwoden der Walachei“ sowie den Drachenorden, einen monarchischen Ritterorden für ausgewählte Adlige. Daher stammt auch der Name Dracula, der aus dem Rumänischen übersetzt „Teufel“ bedeutet.

Die Kindheit: Der junge Dracula wuchs am Hof ​​des türkischen Sultans zusammen mit seinem Bruder Radu dem Schönen auf. Dort wurde er zum ersten Mal mit den Foltermethoden seiner Zeit konfrontiert und lebte in ständiger körperlicher und seelischer Unsicherheit. Später Dracula wuchs im ungarischen Hof des Königs János Hunyadi auf, der ihm 1156 zur Thronbesteigung in der Walachei verhalf. Als Herrscher der Walachei war es seine Pflicht, das christliche Europa und das Königreich Ungarn zu schützen.

Die Gefangenschaft: Nachdem Dracula 1162 Jusztina Szilagyi, die Nichte von König Matthias, geheiratet hatte, ließ dieser ihn verhaften. Ein Jahr lang war er im Labyrinth gefangen, das zu Hunyadis Zeiten als Gefängnis und Folterkammer gedient hatte. Anschließend wurde er nach Višegrád gebracht. Die Gründe für seine Gefangenschaft sind umstritten. Weitgehend gilt es als gesichert, dass der Brief, in dem Dracula mit dem türkischen Sultan paktierte und sich gegen den ungarischen Herrscher wandte, in Matthias' Hände gelangte. Andere bezweifeln die Echtheit des Briefes und vermuten, dass er von jemandem aus dem Umfeld Matthias' gefälscht wurde. Auch im Interesse der Siebenbürger Sachsen, mit denen sie in Feindschaft standen, lag es, ihren Widersacher loszuwerden. Aufgrund seiner repressiven und brutalen Politik wurde er auch vor König Matthias verleumdet.

Der Tod: 1476, nicht lange nach seiner Freilassung, wurde er ermordet, und sein Kopf wurde dem türkischen Sultan übergeben.

Der Pfähler: Zeitgenössischen Quellen zufolge weigerten sich die türkischen Gesandten aufgrund ihrer nationalen Sitten, ihre phrygischen Hüte beim Grüßen abzunehmen. Um diesen Brauch zu bekräftigen, befestigte Dracula diese Hüte mit drei Nägeln an ihren Köpfen, sodass sie sie nicht mehr abnehmen konnten. Er pfählte unzählige Türken und feierte anschließend mit Freunden Feste inmitten der Leichen. Ganze Städte wurden von ihm auf vielfältige Weise gequält, und zu anderen Zeiten lud er geschwächte und kranke Bettler ein, ließ sie schlemmen und verbrannte sie, nachdem sie mit Speisen und Getränken vollgestopft waren. Andere berichten, er habe türkischen Gefangenen die Füße gehäutet, sie mit Salz eingerieben und dann Ziegen mit ihren rauen Zungen darüber lecken lassen, um den Schmerz zu verstärken. Jahrhunderte nach seinem Tod wurden Kinder noch immer gewarnt: „Pass auf, denn Dracula wird dich holen!“

Die Hochzeit: Dracula wuchs im ungarischen Königshof auf. Aufgrund seines wilden und grausamen Charakters war er am ungarischen Königshof nie beliebt. Dort lernte er Justina Szilagyi kennen, die Nichte von König Matthias und seine zukünftige Frau. Die Begegnung führte zu einer heimlichen Hochzeit. Anschließend flohen die beiden auf Draculas Schloss in Poenari, um dem Zorn des Königs zu entgehen. Kurze Zeit später ließ Matthias Dracula verhaften und einkerkern. Er verbrachte elf Jahre in Gefangenschaft, während derer sich seine geliebte Frau erhängte.

Der König: Die Umstände von König Matthias' Tod sind bis heute unklar. Wir wissen von seinem Historiker Bonfini, dass zwei Jahre vor Matthias' Tod eine zunehmende Müdigkeit und Lebensmüdigkeit seinen Gesundheitszustand beeinträchtigte. Es gibt verschiedene Deutungen seiner Krankheit: Anämie, Herzversagen und rheumatoide Arthritis. 1490 starb der König innerhalb von zwei Tagen an einer tödlichen Krankheit, worüber bis heute spekuliert wird. Die Umstände von König Matthias' Tod sind bis heute unklar.

Vierzehn: Dracula sah seine geliebte Frau 1462 zum letzten Mal, 14 Jahre vor seinem Tod. König Matthias starb 1490, 14 Jahre nach Draculas Tod. Er begegnete Justina zum ersten Mal 1445 im Alter von 14 Jahren. Dracula starb mit 45 Jahren.

Der Vampir: In der rumänischen Folklore gibt es einen anerkannten Platz für blutsaugende Tote. Ein Vampir, der nicht getauft, als siebter Sohn geboren oder von der Kirche exkommuniziert wurde und dessen Bann nicht aufgehoben wurde, wurde zum Vampir. 1460, nach dem großen Massaker, bei dem der Woiwode 30.000 Menschen pfählte, exkommunizierte der Patriarch Dracula.

 Budapest, März 2026

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd): Hängebrücke aus dem 19. Jh. und Wahrzeichen der Stadt, entworfen von William Tierney Clark

 Budapest, März 2026

Margaretenbrücke (Margit híd): Restaurierte Donaubrücke aus dem 19. Jahrhundert mit Blick auf die Stadt und die Margareteninsel.

 Budapest, März 2026

Palais Sándor (Sándor-palota): Prächtiges klassizistisches Bauwerk von 1806, das als Amts- und Wohnsitz des Staatspräsidenten von Ungarn dient.

Das Palais Sándor (ungarisch Sándor-palota) ist ein Stadtpalais im Burgviertel von Budapest. Es befindet sich neben dem Burgpalast und ist der Amtssitz des ungarischen Staatspräsidenten. Das Palais wurde bis 1806 im Auftrag von Vince Sándor als Budaer Stadtresidenz der adeligen Familie Sándor erbaut.

 Budapest, März 2026

Die Wachablösung vor dem Sándor-Palast in Budapest findet in der Regel stündlich zur vollen Stunde statt – zwischen 8:00 und 18:00 Uhr, täglich. Die Zeremonie ist öffentlich zugänglich und wird direkt vor dem Palast durchgeführt. Ein Hauch preußischer Strenge trifft hier auf ungarische Staatswürde – und das mitten im romantischen Burgviertel.

 Budapest, März 2026

Stadttor Habsburg kapu am Szent György tér

 Budapest, März 2026

Parlamentsgebäude (Országház) und Margaretenbrücke (Margit híd)

 Budapest, März 2026

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika)

 Budapest, März 2026

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika), im Vordergrund die Seilbahn zum Burgberg (Budavári Felső Sikló)

 Budapest, März 2026

Über dem Budaer Burgtunnel (Budai Váralagút) mit Aussicht auf die Donau, Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika)

 Budapest, März 2026

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd)

 Budapest, März 2026

Löwenstatue am Brückenkopf der Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd)

 Budapest, März 2026

Parlamentsgebäude (Országház)

 Budapest, März 2026

Der Gresham-palota (deutsch Palais Gresham oder Gresham-Palast) ist ein repräsentatives Gebäude im Budapester Stadtteil Lipótváros, das am Széchenyi István tér am Pester Brückenkopf der Kettenbrücke liegt. Es wurde 1907 nach einem Entwurf von Zsigmond Quittner im Secessionsstil errichtet und beherbergt seit seiner Renovierung 2003/04 ein 5-Sterne-Hotel der Hotelkette Four Seasons. Das Gebäude ist nach seinem Bauherrn, der englischen Lebensversicherungsgesellschaft Gresham, benannt, die wiederum den Namen Thomas Greshams trug.

Der Gresham-palota liegt etwa 150 Meter vom rechten Ufer der Donau entfernt im V. Bezirk von Budapest. Es ist durch den Széchenyi István tér von der Kettenbrücke getrennt, zu der die Fassade des Gebäudes hin ausgerichtet ist. Das Gebäude umfasst seit dem Umbau 179 Zimmer und besteht aus drei Teilen, die jeweils einen etwa rechteckigen Innenhof umschließen. Das Gebäude gilt mit seiner geschwungenen Fassade, seinen verzierten Fenstern und dem prunkvoll gestalteten Innenraum als bedeutendes Bauwerk des Secessionsstils in Budapest.

 Budapest, März 2026

St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika): Große römisch-katholische Kirche in einem Kuppelbau, erbaut von 1851 bis 1905, regelmäßige Konzerte.

 Budapest, März 2026

Eine Büste des österreichisch-ungarischer Komponisten, Pianisten, Dirigenten, Theaterleiter, Musiklehrer und Schriftsteller Franz Liszt (1811–1886) befindet sich im 5. Bezirk von Budapest, an der Ecke Zrinyi utca 5 und Nádor utca 16. Die Statue wurde 2013 durch Spenden der Öffentlichkeit errichtet und von dem Bildhauer Gerő Katalin geschaffen.

 Budapest, März 2026

Die St.-Stephans-Basilika (ungarisch: Szent István-bazilika) liegt am St.-Stephans-Platz (Szent István tér) im Stadtteil Pest und ist seit ihrer Einweihung im Jahre 1905 die größte Kirche der ungarischen Hauptstadt Budapest und Konkathedrale des römisch-katholischen Erzbistums Esztergom-Budapest.

 Budapest, März 2026

Der Eintrittspreis von 6800 HUF (18 Euro) war leider zu abschreckend für mich. So bitter nötig habe ich den Kirchenbesuch dann doch nicht.

 Budapest, März 2026

Bankhaus Török (Török Bankház): Das 1906 von Hein­rich Böhm und Ár­min He­ge­düs ent­wor­fene Ju­gend­stil­ge­bäude zeigt in sei­nem Gie­bel eine Dar­stel­lung der Pa­tronae Hun­ga­riae, in des­sen über­schwäng­li­cher Schmuck­freude noch die For­men­spra­che der Wie­ner Se­zes­sion wei­ter­lebt.

 Budapest, März 2026

St.-Anna-Kirche (Belvárosi Szent Anna templom)
Die Kirche gegenüber dem Parlament mit den zwei Türmen ist in der Tat eine der schönsten Barockgebäuden der Hauptstadt und prägt den Ansicht von Buda in besonderer Weise. Sie wurde nach den Plänen von Kristóf Hamon und Máté Nepauer 1761 errichtet. Über dem Haupttor mit den allegorischen Figuren Glaube, Hoffnung und Liebe steht die Statue der Heiligen Anna und Maria, darüber im Tympanon das Wappen der Stadt Buda, und der zentrale Teil der Fassade ist – umgeben von anbetenden Engeln – vom Auge Gottes abgeschlossen.

Die Kirche am Szervita-Platz zählt zu den schönsten und reichst vergoldeten Kirchen Budapests. Das einschiffige Gebäude mit einem einzigen Turm diente im Mittelalter ursprünglich als Lazarett und später während der türkischen Herrschaft als Moschee. An ihrer Stelle errichteten die Serviten die Kirche und das Kloster, die 1732 fertiggestellt wurden. Das Andenken an die Erbauer der Kirche lebt im Namen des Platzes und im Relief über dem Eingang fort: Es erinnert an die sieben jungen Florentiner, die den Orden gründeten und die Jungfrau Maria verehrten. 1867 wurde die Außenfassade der Kirche umgestaltet, der Turm um zwölf Meter erhöht und das Gebäude erhielt seine heutige eklektische Fassade nach einem Entwurf von Joseph Diescher.

 Budapest, März 2026

Die Kirchenausstattung stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der Hochaltar mit seinen gewaltigen Säulen, Vasen und Engeln, die in einem Strahlenkranz schweben, wurde 1741 per Schiff aus Wien hierher transportiert. Das große Altarbild zeigt die heilige Anna, die Schutzpatronin der Kirche, zusammen mit der Jungfrau Maria und dem heiligen Joachim. Besonders wertvoll sind die vergoldeten Holzschnitzereien neben dem Hochaltar: König Stephan, König Ladislaus, Johannes der Täufer und Josef.

 Budapest, März 2026

Das Kircheninnere ist sehr farbenfroh gestaltet mit verschiedenen Fresken aus dem 20. Jahrhundert sowie Gemälden aus dem 18. Jahrhundert.

 Budapest, März 2026

Das Kircheninnere ist mit einer ovalen Kuppel mit den vom Barock stark abweichenden Fresken von Béla Kontuly und Pál Molnár C. von 1938 abgeschlossen. Eine wichtige Sehenswürdigkeit der Kirche ist die Lorettokapelle. In der kommunistischen Ära wollten man die Kapelle – unter Berufung auf die U-Bahn-Bauarbeiten – abbauen, der Plan wurde jedoch glücklicherweise nicht verwirklicht.

Ein weiteres interessantes Merkmal der Kirche ist das einzigartige Fresko über der Orgelempore, das König Stephan zeigt, wie er der Jungfrau Maria die Heilige Krone darbringt.

Die Orgel, die sich noch immer auf der Empore befindet, wurde 1891 von der Orgelbaufirma Mauracher in Salzburg gebaut und 1951 von der Orgelbaufirma Gebrüder Rieger erweitert. Sie ist in einem reich verzierten barocken Orgelgehäuse untergebracht, und die Brüstung der Empore ist mit einem vergoldeten Gitter versehen. Eine interessante Besonderheit ist, dass die kleinsten Orgelpfeifen in die Balustrade eingelassen sind.

 Budapest, März 2026

Eine Besonderheit der Kirche sind die sieben Stationen der Schmerzensreichen Jungfrau Maria, die die sieben Schmerzen im Leben der Jungfrau Maria darstellen: die Jungfrau Maria, die gläubig Simeons Prophezeiung hört; die Jungfrau Maria, die mit Jesus und Josef nach Ägypten flieht; die Jungfrau Maria, die Jesus sucht, der in Jerusalem geblieben ist; die Jungfrau Maria, die Jesus begegnet, der das Kreuz trägt; die Jungfrau Maria, die unter dem Kreuz ihres Sohnes steht; die Jungfrau Maria, die den vom Kreuz abgenommenen Jesus in ihren Schoß aufnimmt; die Jungfrau Maria, die den Leichnam Jesu mit schmerzvollem Herzen zum Grab begleitet.

 Budapest, März 2026

Eine Besonderheit eines Seitenaltars ist die Darstellung des heiligen Peregrinus, des Schutzpatrons derer, die an Fuß- oder Beinleiden leiden. Er ist in einem Sessel mit verbundenen Füßen abgebildet.

 Budapest, März 2026

Die kunstvoll gestaltete Kanzel mit den vier Evangelisten ist bemerkenswert: Sie zeigt die vergoldeten Figuren von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Der Altar neben der Kanzel zeigt die sieben Ordensgründer mit der Jungfrau Maria und darüber den heiligen Josef mit dem Jesuskind. Auf dem Altar, in einem reich verzierten Reliquiar, befinden sich die Reliquien der Ordensgründer.

 Budapest, März 2026

Der Pariser Hof (ungarisch Pári(z)si udvar oder auch Brudern-ház, dt. Brudern-Haus) ist ein repräsentatives Gebäude am Franziskanerplatz in Budapest. Es wurde in den Jahren 1909–1913 nach Plänen des deutschen Architekten Henrik Schmahl als Sitz der innenstädtischen Sparkasse erbaut, und steht seit 1976 unter Denkmalschutz. Das von einem Glasdach gekrönte Gebäude ist das größte mit Keramik verkleidete in Europa. Im Erdgeschoss befindet sich die einzig erhaltene bedeckte Einkaufspassage von Budapest aus der Vorkriegszeit. Seit seiner Renovierung in den Jahren 2016–2019, beherbergt das Gebäude ein 5-Sterne-Hotel der Hotelkette Hyatt.

 Budapest, März 2026

Párisi Udvar Hotel Budapest und das
Cinema Mystica Budapest, das Museum of Lights and Magic im Pariser Hof (Párisi Udvar)

 Budapest, März 2026

An dieser Stelle wurde ab 1909 im Auftrag der Belvárosi Takarékpénztár Rt. (dt. innenstädtische Sparkasse) der Pariser Hof durch den Architekten Henrik Schmahl in einem einzigartigen Stilmix aus arabischen und maurischen Elementen, sowie Einflüssen der Neogotik und des Jugendstils erbaut.

 Budapest, März 2026

Franziskanerkirche (Budapesti Belvárosi Ferences templom)
Die Innerstädtische oder Pester Franziskanerkirche (ungarisch Belvárosi oder Pesti Ferences Templom) befindet sich im V. Bezirk (Belváros) der ungarischen Landeshauptstadt Budapest. Sie liegt am Franziskanerplatz (Ferenciek tere) 9 und ist ein bedeutendes barockes Bauwerk, das auch unter Denkmalschutz steht. Geweiht ist sie dem hl. Petrus von Alcantara.

Die Kirche liegt am Ferenciek tere (Franziskanerplatz), Ecke Kossuth Lajos ut. An der dem Platz zugewandten Hauptfassade befindet sich das Portal mit dem Ordenszeichen der Franziskaner. Darüber befindet sich eine Statue der Maria, flankiert von zwei anbetenden Engeln. Rechts neben dem Portal steht eine Kreuzigungsgruppe. Außerdem befinden sich an der Fassade in Nischen die Figuren der heiligen Petrus von Alcantara, Franz von Assisi und Antonius von Padua. Seitlich des Chors erhebt sich der Turm, dessen Helm 1861 von Franz Wieser errichtet wurde.

 Budapest, März 2026

Im Inneren besitzt die Wandpfeilerkirche je drei Seitenkapellen zu beiden Seiten. Die Ausstattung besteht aus mehreren Barockaltären und Fresken von Károly Lotz aus den Jahren 1894–1895.

 Budapest, März 2026

Im 19. Jahrhundert war die Franziskanerkirche ein spirituelles Zentrum der Stadt. Hier wirkte das sogenannte Pester Prediger-Trio, die Patres Albach (predigte deutsch), Gegó (ungarisch) und Gasparich (kroatisch). 1849 wurde der Ministerpräsident Lajos Batthyány in der Krypta der Kirche aufgebahrt.

Lajos Graf Batthyány von Németújvár (1807-1849) war ein ungarischer Politiker und erster Ministerpräsident Ungarns. Er wurde 1849 infolge des niedergeschlagenen Unabhängigkeitskriegs gegen die Habsburger wie 13 weitere Anführer und Generäle hingerichtet. Mit Batthyány fanden an jenem Tag die sogenannten Märtyrer von Arad den Tod. Der 6. Oktober 1849 gilt in Ungarn als nationaler Trauertag. Der Leichnam Batthyánys wurde nach einigen Tagen in der Krypta der Pester Franziskanerkirche beigesetzt.

 Budapest, März 2026

Universitätsbibliothek Budapest (ELTE Egyetemi Könyvtár és Levéltár)

 Budapest, März 2026

Große Markthalle (Nagycsarnok): Restaurierte neugotische Markthalle mit Ständen für Lebensmittel im Erdgeschoss und Souvenirs im 1. Stock.

Die Große Markthalle (ungarisch Nagy Vásárcsarnok), offiziell Zentrale Markthalle (Központi Vásárcsarnok), in Ungarns Hauptstadt Budapest wurde von 1894 bis 1897 nach Plänen von Samuel Petz errichtet. Sie befindet sich im IX. Bezirk, in unmittelbarer Nähe zur Freiheitsbrücke und der Corvinus-Wirtschaftsuniversität an der Stelle, wo sich der Kiskörút (Kleiner Ring) zum Fővám tér weitet.

 Budapest, März 2026

Das basilikaartige Gebäude mit einem Langhaus und zwei Querschiffen basiert auf einer Stahlkonstruktion, die an der Fassade mit bunten, glasierten Ziegeln der Porzellanmanufaktur Zsolnay eingekleidet ist. An den Ecken des Gebäudes stehen breite, schwere Türme. Der Eingang am Kleinen Ring ist mit Säulen und Figuren geschmückt.

 Budapest, März 2026

Früher führte ein Kanal von der Donau in die Markthalle, um die Anlieferung von Waren zu vereinfachen. Auf drei Geschossen befinden sich über 180 Marktstände und Geschäfte, dazu zwei Supermärkte. Das Obergeschoss nehmen Souvenirläden, Imbissbuden und ein Bistro ein.

 Budapest, März 2026

Bis 1932 war die Markthalle der größte und wichtigste Marktplatz in Budapest. Noch heute ist die Halle von ihrer Architektur her einer der zentralen Einkaufsplätze der Stadt und wird entsprechend von Einheimischen und Touristen besucht. Die Räume werden auch für Veranstaltungen vermietet. Im Kellergeschoss befinden sich Fischstände und Aquarien.

 Budapest, März 2026

Freiheitsbrücke (Szabadság híd): Donaubrücke aus dem 19. Jahrhundert mit 4 Skulpturen von Turulen und einem Wappen.

Die eisernen Pylone sind mit Blechen verkleidet, reich im Jugendstil verziert und mit einem gekrümmten, durchbrochenen Bogen zu einem Portal verbunden. Auf den Bögen befindet sich eine Nachbildung des ungarischen Wappens, d. h. des Wappens der Länder der Ungarischen Krone mit der Stephanskrone. Die Spitzen der Pylone sind als hohe Fialen gestaltet, auf denen jeweils ein Turul-Vogel mit ausgebreiteten Flügeln auf einer goldenen Kugel steht. An den Außenseiten der Pylone sowie an den äußeren Enden der Obergurte befinden sich Kartuschen mit dem Wappen des Königreichs Ungarn. Auf den Obergurten stehen aufwendig gestaltete Kandelaber.

 Budapest, März 2026

Ungarische Freiheitsstatue (Szabadság-szobor) auf der Zitadelle: Nach der gescheiterten Ungarischen Revolution von 1848 erbaute Festung und Wahrzeichen der Stadt.

Die Freiheitsstatue (Szabadság-szobor) in Budapest, der Hauptstadt Ungarns, steht auf dem Gellértberg vor der Zitadelle im Stadtteil Buda. Sie ist die größte aus einer Gruppe von drei Bronzestatuen des Bildhauers Zsigmond Kisfaludi Strobl, die 1947 zu Ehren der Soldaten, die das Land im Zweiten Weltkrieg befreiten, errichtet wurden. Sie ist so aufgestellt, dass sie von fast jedem Ort in Budapest zu sehen ist. Dargestellt ist eine Frauengestalt, welche einen Palmenwedel in den Himmel über sich hält. Die 14 Meter hohe Statue ist zusammen mit ihrem Sockel etwa 40 Meter hoch. Eine ungarische Krankenschwester hat Modell gestanden.

 Budapest, März 2026

Statue des heiligen Stephan I. (Szent István Király szobra)

 Budapest, März 2026

Die Freiheitsbrücke (Szabadság híd) ist eine der neun Straßenbrücken über die Donau in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Sie verbindet den Budaer Szent Gellért tér mit dem Pester Kiskörút (Kleinen Ring) und dem Fővám tér (Zollamtsplatz) bei der Corvinus-Universität Budapest und der Großen Markthalle.

 Budapest, März 2026

Gellértberg Höhle (Gellérthegyi Barlang): Kapelle in einem Höhlennetz am Berghang, die früher als Kloster und im 2. Weltkrieg als Feldlazarett genutzt wurde.

 Budapest, März 2026

Nach dem Fall des Kommunismus wurde das Innere der ehemaligen Kirche 1992 für religiöse Zwecke restauriert. Der heutige Altar Unserer Lieben Frau von Częstochowa sowie die Gedenktafel und die Dankestafel wurden von der Warschauer Gesellschaft für Polnisch-Ungarische Freundschaft, benannt nach József Antall sen., finanziert. Der Altar ist mit einem gekrönten Adler, dem Wappen Polens, geschmückt, in dessen Mitte sich eine Kopie des wundertätigen Gemäldes Unserer Lieben Frau von Częstochowa, Königin von Polen, befindet. Die Eichenmöbel – ein Kniehocker, ein Messständer, ein Sessel mit Seitensitzen und ein Beistelltisch für die Messe – wurden von Arbeitern der Möbelfabrik Swarzędz gefertigt. Am 15. Mai 1994 fand die feierliche Eröffnung der rekonstruierten Felsenkapelle auf dem Gellértberg statt.

 Budapest, März 2026

1945 eroberte die Rote Armee Budapest. Sechs Jahre lang wurde die Höhle weiterhin für religiöse Zwecke genutzt, doch 1951 stürmte die Staatliche Schutzbehörde die Kapelle im Zuge der zunehmenden Maßnahmen gegen die katholische Kirche. Infolge der Razzia wurde die Höhle versiegelt, der Abt des Klosters, Ferenc Vezér, zum Tode verurteilt und die verbliebenen Brüder für über zehn Jahre inhaftiert. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde die Kapelle am 27. August 1989 wiedereröffnet, nachdem die dicke Betonmauer, die die Höhle versiegelt hatte, abgerissen worden war. Bis 1992 war die Kapelle restauriert und der Paulinerorden in die Höhle zurückgekehrt. Heute verrichten die Mönche dort weiterhin religiöse Zeremonien, obwohl die Höhle auch eine beliebte Touristenattraktion ist. Ergänzt wird die Kirche durch ein geheimnisvolles, in den Fels gehauenes Kloster mit markanten neugotischen Türmchen. Die Wände der Höhle bestehen aus natürlichem Gestein. Die Kirche beherbergt viele Räume; besonders sehenswert ist derjenige, dessen gesamter Schmuck von einem treuen Anhänger des Paulinerordens aus Hartholz geschnitzt wurde. Die Terrasse vor dem Eingang wird stolz von der Statue des heiligen Stephanus neben seinem Pferd bewacht.

 Budapest, März 2026

Der erste moderne Eingang zu den Höhlen wurde in den 1920er Jahren von einer Gruppe Paulinermönche erbaut, die sich während einer Pilgerreise in Lourdes, Frankreich, von ähnlichen Felsbauten inspirieren ließen. Kálmán Lux, Professor an der Technischen Universität Budapest, war der verantwortliche Architekt. Nach ihrer Weihe im Jahr 1926 diente sie bis 1951 als Kapelle (Sziklatemplom, Höhlenkirche) und Kloster. Während dieser Zeit diente sie im Zweiten Weltkrieg auch als Feldlazarett für die Wehrmacht.

 Budapest, März 2026

 Budapest, März 2026

Nach etwa zweijähriger Bauzeit wurde das Bauwerk anlässlich der Feierlichkeiten zum 1000. Jahrestag der Landnahme am 4. Oktober 1896 als damals zweite Donaubrücke den Budapestern feierlich übergeben. Bei ihrer Fertigstellung erhielt sie zu Ehren von König Franz Joseph I. den Namen Ferenc József híd (Franz-Joseph-Brücke). Der Namenspatron ließ es sich auch nicht nehmen, symbolisch den letzten mit den Initialen F.J. I. versehenen (silbernen) Niet am Pester Brückenkopf einzuschlagen.

Budapest, März 2026

Die 333,6 m lange und 20,1 m breite Brücke überbrückt die Donau und die beiden Uferstraßen. Sie hat je zwei Fahrspuren und Trambahngleise sowie außerhalb der Brückenträger angeordnete Gehwege.

 Budapest, März 2026

Die Elisabethbrücke (ungarisch Erzsébet híd) ist eine der neun Straßenbrücken über die Donau in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Sie ist die nächste Brücke unterhalb der Széchenyi-Kettenbrücke und verbindet Buda zwischen Burgberg und Gellértberg mit dem Platz des 15. März (ungarisch Március 15. tér) in Pest. Die Brücke ist nach der österreichischen Kaiserin und ungarischen Königin Elisabeth benannt, die deren Fertigstellung nicht mehr erlebt hat.

 Budapest, März 2026

 Die Elisabethbrücke wurde am 10. Oktober 1903 eingeweiht. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Brücke am 18. Januar 1945 beim Rückzug von den deutschen Truppen gesprengt. Sie ist die einzige der Brücken in der Hauptstadt Ungarns, die nach dem Krieg nicht originalgetreu wiederaufgebaut wurde, da sie dem modernen Verkehrsaufkommen gewachsen sein sollte. Das neue Bauwerk wurde 1964 dem Verkehr übergeben.

 Budapest, März 2026

Vincent Hall, Piarista köz 1

 Budapest, März 2026

Sörforrás étterem ist ein ungarisches Restaurant

 Budapest, März 2026

Kaffeehaus Gerbeaud (Gerbeaud Kávéház): Kaffee, Kuchen und ungarische Bistrogerichte in einem prachtvollen Speisesaal mit hoher Decke und Kronleuchtern.

Das Café Gerbeaud am Vörösmarty tér 7 in der ungarischen Hauptstadt Budapest ist eines der größten und traditionsreichsten Kaffeehäuser in Europa. Das Unternehmen war ein k.u.k. Hoflieferant. Noch heute zeigt es sich im Stil der Gründerzeit, mit seinem Stuck, den Kronleuchtern, den aus verschiedenen Edelhölzern gefertigten Verkleidungen und dem Mobiliar.

 Budapest, März 2026

Riesenrad (Budapest Óriáskereke) am Elisabethplatz (Erzsébet park)

 Budapest, März 2026

Parlamentsgebäude (Országház) - unbeleuchtet, da nach 22 Uhr

 Budapest, März 2026

Der dicke Polizist“ (Rendőr szobor), die beliebte Bronzefigur des Polizisten, wacht über den Stephansdom, während die Menschen seinen Glücksbauch streicheln.

Die Statue des „Dicker Polizisten“ auf dem Marktplatz wurde vom finnischen Bildhauer Kaarlo Mikkonen (1920–2001) geschaffen und ist seither zu einem beliebten Wahrzeichen der Stadt geworden. Der freundliche Bronze-Kupfer, liebevoll Onkel Karl genannt, trägt eine Uniform aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, komplett mit einem altmodischen Helm und einem eleganten Schnurrbart.

Onkel Karls Bauch ist besonders auffällig, da er eine prächtige goldene Patina aufweist – ein deutliches Zeichen dafür, dass er schon oft gestreichelt wurde. Der lokale Aberglaube besagt, dass das Streicheln seines Bauches Glück und Schutz vor Gewichtszunahme bringt, sodass man nach Herzenslust ungarisches Essen genießen kann.

 Budapest, März 2026

MITICO All-You-Can-Eat Breakfast & Brunch, wo man um EUR 12,60 (nur Kartenzahlung, direkt in Euro) hervorragend brunchen kann.

 Budapest, März 2026

Mika Tivadar Geheimmuseum: Wenn Sie neugierig auf Ungarns erstes Geheimmuseum sind, lohnt es sich, umzudrehen und die Treppe hinunterzugehen. Hier erfahren Sie nicht nur mehr über die Geschichte des von Mika Tivadar erbauten Gebäudes, in dem sich heute das Hotel befindet, sondern auch über die faszinierende Vergangenheit von Gebäuden im Umkreis von 140 Metern um den Ausstellungsraum.

 Budapest, März 2026

Kupfergießerei in Pest mit einer gewölbten Werkstatt aus dem späten 19. Jahrhundert. Das Gipsrelief entstand 1909 anlässlich der Einweihung des Mika-Tivadar-Hauses und der Metallwarenfabrik in der Kazinczy-Straße 47. Ursprünglich war das Kunstwerk in die Wand des Treppenhausfoyers eingelassen. Es befindet sich noch heute dort, und dies ist eine Nachbildung davon.

 Budapest, März 2026

In der gleichen Gegend finden Sie auch Europas berühmtesten Nachtclub, die Blaue Katze; Ungarns erstes Kino, in dem Michael Curtiz, der Regisseur, der für den Film Casablanca einen Oscar gewann, seine Karriere begann; und Sie entdecken die Verbindung zwischen den amerikanischen Filmschauspielern Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger und einem kleinen Haus in der Kazinczy-Straße.

 Budapest, März 2026

Synagoge der Dohánystraße (Dohány utcai Zsinagóga): Synagoge im maurischen Stil mit prächtigen Kuppeln, mit Museum, Friedhof und Holocaust-Gedenkstätte.

 Budapest, März 2026

Als Eintrittspreis werden 14500 HUF genannt, also etwa EUR 38.
Die religiöse Toleranz unterliegt hier eindeutig meiner pekuniären Intoleranz.

 Budapest, März 2026

Raoul Wallenberg Holocaust Memorial Park - Kleiner Platz mit eindrucksvoller Skulptur in Form einer Trauerweide zum Gedenken an ungarische Juden.

Der Lebensbaum in Budapest, auch bekannt als Emanuelbaum, ist ein Mahnmal im Hof ​​der Großen Synagoge in der Dohány-Straße. Er ist den Opfern des Holocaust gewidmet und die Metallskulptur einer Trauerweide mit auf den Blättern eingravierten Namen lokaler Holocaustopfer.

 Budapest, März 2026

Street Food Karavan Budapest - Burger, Currys und traditionelle ungarische Gerichte in einem lebhaften Food-Court zwischen Wohngebäuden.

 Budapest, März 2026

Anantara New York Palace Budapest Hotel ist ein 5-Sterne-Hotel an der Erzsébet körút.

 Budapest, März 2026

Im Erdgeschoß befindet sich das Kaffeehaus New York (New York Café Budapest)
Das Café New York ist ein prunkvolles Kaffeehaus der Gründerzeit in Budapest. Die New York Life Insurance Company ließ zu Beginn der 1890er Jahre an der heutigen Adresse Erzsébet körút 9–11 im VII. Budapester Bezirk (Erzsébetváros) ein prunkvolles Gebäude errichten. Im Erdgeschoss und Tiefgeschoss befand sich und befindet sich noch heute das genannte Café (ungarisch New York kávéház). Es wurde am 23. Oktober 1894 eröffnet und überdauerte Kriege und Regimewechsel weitgehend unbeschädigt.

 Budapest, März 2026

Haus des Terrors (Terror Háza Múzeum): Museum, das die Folgen der Nazi- und Sowjetregimes in Ungarn dokumentiert, eine Gedenkstätte für die Opfer.

Das Terror Háza (deutsch: Haus des Terrors) ist ein als Gedenkstätte konzipiertes historisches Museum in Budapest. Es ist in der Andrássy út 60 untergebracht und soll sowohl an die Herrschaft der faschistischen Pfeilkreuzler (1944–1945) als auch die marxistisch-leninistische Diktatur der Kommunisten (1949–1989) in Ungarn erinnern und stellt dabei beide Regime in seiner Ausstellung gegenüber.

 Budapest, März 2026

Die Ungarische Akademie der Bildenden Künste (Magyar Képzőművészeti Egyetem, kurz MKE) in der Andrássy út wurde 1871 gegründet und ist die bedeutendste Kunsthochschule in Ungarn.

 Budapest, März 2026

Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs (Első világháborús emlékmű) und Denkmal für den Zweiten Weltkrieg (világháborús emlékmű) an der Ecke Andrássy út und Izabella utca

 Budapest, März 2026

Bottyán Vak Statue (Vak Bottyán szobor) vor der Wohnhausanlage MÁV Vasutasház an der Felsőerdősor utca beim Kodály körönd

 Budapest, März 2026

Heldenplatz (Hősök tere): UNESCO-Welterbestätte mit Statuen der Heerführer der 7 Gründungsstämme Ungarns.

 Budapest, März 2026

Millenniumsdenkmal (Millenniumi emlékmű): Historische Statue der 7 Heerführer der Magyaren und anderer bedeutender Landesführer.

 Budapest, März 2026

Freilicht-Eislaufbahn (Városligeti Műjégpálya és Csónakázótó): Öffentliche Open-Air-Eislaufbahn aus dem 19. Jh. im Park, mit Kursen, Schlittschuhverleih und Schleifservice.

 Budapest, März 2026

Die Burg Vajdahunyad (ungarisch Vajdahunyad vára) ist eine historisierte Burg im Stadtwäldchen (Városliget) in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Sie entstand 1896 im Rahmen der Budapester Millenniumsausstellung zunächst als temporärer Bau und wurde von 1901 bis 1907 in ihrer heutigen Form. Seit 1907 beherbergt sie das Ungarische Landwirtschaftsmuseum.

 Budapest, März 2026

Jáki-Kapelle (Jáki kápolna): Neben dem Landwirtschaftsmuseum ist die neoromanische Kapelle, die der Abteikirche von Ják nachempfunden ist

Ignác Darányi Statue (Darányi Ignác szobor): Die Statue von Ignác Darányi (1849–1927), einem bedeutenden ungarischen Politiker und ehemaligen Landwirtschaftsminister, ist für seine Verdienste während seiner Amtszeit als Minister bekannt.

 Budapest, März 2026

Die Burg Vajdahunyad gilt als bedeutende Vertreterin des ungarischen Historismus. Im Gebäudekomplex finden sich zahlreiche Baustile auf engerem Raum, von der Romanik über die Gotik und Renaissance bis zum Barock. Während sich die romanischen und gotischen Gebäudeteile um den stilprägenden Nachbau der Burg Hunedoara gruppieren, ist der große Gebäudeteil im Renaissance- und Barockstil nicht direkt einem anderen Gebäude nachempfunden.

 Budapest, März 2026

Das ungarische Landwirtschaftsmuseum (Magyar Mezőgazdasági Múzeum) nimmt den größten Teil der rechts vom Burgtor gelegenen Gebäudeflügel ein. Es umfasst eine neunteilige Dauerausstellung und wechselnde Sonderausstellungen. Hier werden bäuerliches Handwerkszeug, Landmaschinen und andere Objekte der ungarischen Land- und Forstwirtschaft ausgestellt. Die Ausstellung widmet sich auch der Fischerei, dem Weinbau, der Viehzucht und der ungarischen Flora.

 Budapest, März 2026

Denkmal des Anonymus: Vor dem Landwirtschaftsmuseum, aber noch auf der Burginsel, befindet sich die 1903 von Miklós Ligeti entworfene Statue des Anonymus. Es wurde zu Ehren eines im 12./13. Jahrhundert lebenden anonymen Geschichtenschreibers hier errichtet, der im Auftrag von König Béla IV. die erste ungarische Chronik (lateinisch Gesta Hungarorum) niederschrieb.

 Budapest, März 2026

Im Széchenyi Thermalbad Park (Parque del balneario termal Széchenyi) findet sich das Széchenyi-Heilbad
(Széchenyi Gyógyfürdő és Uszoda), ein im Jahr 1913 erbautes kunstvolles Thermalbad mit Kuppeldach, großen Schwimmbecken und Wasserstrahlmassagen.

Praktischerweise ist dort auch die U-Bahnstation Széchenyi fürdő der M1. Das zu entwertende Ticket ist bei der Conduktor als Einzelfahrt um HUF 500 Ft (EUR 1,30) gegen Cash zu haben.

 Budapest, März 2026

Die 3,6 km bis zum Vörösmarty tér lassen sich so viel bequemer zurücklegen. Die Budapester U-Bahn (nicht die Metro!) war die erste auf dem Kontinent. Dieser Bahnhof ist der innerstädtische Endbahnhof der 1896 gebauten „Millenniumslinie“.

 Budapest, März 2026

Harry Hill Bandholtz Statue am Freiheitsplatz (Szabadság tér) vor der Magyar Nemzeti Bank.
Die Statue im Zentrum des Parks am Szabadság tér, gegenüber der US-Botschaft, stellt Harry Hill Bandholtz, Brigadegeneral der US-Armee, dar, der gegen Ende des Ersten Weltkriegs als Militärpolizeichef unter General Pershing diente. Berühmt wurde er, als er in der Nacht des 5. Oktober 1919, nur mit einer Reitgerte bewaffnet und im Wesentlichen durch Bluff, eine Gruppe rumänischer Soldaten daran hinderte, transsilvanische Schätze aus dem Nationalmuseum zu entfernen.

 Budapest, März 2026

Sowjetisches Kriegsdenkmal (Szovjet hősi emlékmű): Weißer Obelisk zum Gedenken an die im Zweiten Weltkrieg dienende russische Armee am Freiheitsplatz (Szabadság tér).

 Budapest, März 2026

Ronald-Reagan-Denkmal (Ronald Reagan szobor)
Auf dem Freiheitsplatz steht ein Denkmal des ehemaligen US Präsidenten Ronald Reagan, der durch seine umstrittene Rüstungspolitik die Sowjetunion gezwungen hat, ihre Militärausgaben ebenfalls drastisch zu erhöhen. Das hat letztlich zu deren Zusammenbruch geführt. Dieses Denkmal des ehemaligen US-Präsidenten wurde vom Bildhauer István Máté geschaffen. Die Enthüllung erfolgte im Juni 2011. Es dient als Erinnerung an seine Rolle bei der Unterstützung des Übergangs Ungarns zur Demokratie während der Zeit des Kalten Krieges.

 Budapest, März 2026

Das Parlamentsgebäude (Országház; wörtlich: „Landeshaus“) in Budapest ist Sitz des Ungarischen Parlaments (Országgyűlés). Der neugotische Bau wurde von 1885 bis 1904 nach Plänen des Architekten Imre Steindl für den Reichstag des Königreichs Ungarn errichtet. Das Gebäude, eines der Wahrzeichen Budapests, ist am Donauufer gelegen und eines der größten Parlamentsgebäude der Welt. Als Vorbild diente der Palace of Westminster, Sitz des Britischen Parlaments in London.

 Budapest, März 2026

1873 vereinigten sich die drei Städte Buda, Pest und Óbuda zur Hauptstadt Budapest. Sieben Jahre später beschloss man, ein neues und repräsentatives Parlamentsgebäude zu errichten, das die Eigenständigkeit und Souveränität der ungarischen Nation symbolisieren sollte. Bei der folgenden Ausschreibung gewann am 22. April 1883 der ungarische Architekt Imre Steindl, wobei auch die Pläne der weiteren Erstplatzierten in Bauten wie dem Justizpalast und dem Landwirtschaftsministerium umgesetzt wurden. Die meisten Wettbewerbsentwürfe waren im Stil der Neorenaissance gehalten, so auch die Beiträge von Otto Wagner mit zwei ungarischen Partnern und dem bekannten Büro Fellner & Helmer; Steindl dagegen orientierte sich am Vorbild des neogotischen Palace of Westminster in London.

 Budapest, März 2026

Kossuth-Denkmal / Skulpturengruppe Lajos Kossuth (Kossuth Emlékmű / Kossuth Lajos szoborcsoport)
Das Kossuth-Lajos-Denkmal, das vor dem ungarischen Parlamentsgebäude in Budapest steht, ist eine bemerkenswerte Hommage an Lajos Kossuth, eine bedeutende Figur der ungarischen Geschichte. Das 1927 von Miklós Ligeti geschaffene Denkmal zeigt Kossuth auf einem Sockel mit Schwert und Lorbeerkranz. Dieses neoklassizistische Meisterwerk ist bekannt für seine feinen Details und Pracht. Es dient als wichtiges Nationalsymbol und ist Schauplatz offizieller Gedenkfeiern.

Lajos Kossuth von Udvard und Kossuthfalva (1802-1894) war ein ungarischer Rechtsanwalt, Politiker und in den Jahren 1848/49 einer der Anführer der Ungarischen Unabhängigkeitserhebung gegen Österreich. Auch nach der Niederschlagung der Revolution setzte er sich im Exil bis zu seinem Tod für die Unabhängigkeit Ungarns vom Kaisertum Österreich (ab 1867 Österreich-Ungarn) ein. Bis in die Gegenwart gilt Kossuth als ungarischer Nationalheld.

 Budapest, März 2026

Mit dem Bau des Parlamentsgebäudes wurde 1885 begonnen. Etwa 1000 Arbeiter waren in den nächsten Jahren damit beschäftigt, über 40 Millionen Steine, darunter eine halbe Million Schmucksteine, für das Bauwerk aufeinanderzuschichten. Des Weiteren wurden etwa 40 Kilogramm Gold verwendet. Eröffnet wurde das Gebäude 1896 zu den Millenniumsfeierlichkeiten, endgültig abgeschlossen werden konnten die Bauarbeiten aber erst im Jahre 1904. Tragisch für Architekt Steindl war, dass er sein Werk niemals zu Gesicht bekam, da er vor der Vollendung erblindete. Fortan beherbergte das Gebäude den aus Magnatenhaus (Oberhaus) und Abgeordnetenhaus (Unterhaus) bestehenden Reichstag des Königreichs Ungarn innerhalb der im Ausgleich von 1867 geschaffenen Österreichisch-Ungarischen Monarchie.

 Budapest, März 2026

Imre-Nagy-Denkmal (Nagy Imre szobor) am Jászai Mari tér bei der Margaretenbrücke (Margit híd).
Das Denkmal wurde die zu Ehren des ungarischen Politikers Imre Nagy gebaut wurde. Nach seiner Hinrichtung 1956 wird er heute als Nationalheld verehrt.

 Budapest, März 2026

Die Margaretenbrücke (Margit híd) ist eine von neun Straßenbrücken über die Donau in Ungarns Hauptstadt Budapest. Sie ist eine der wenigen erhaltenen älteren Brücken über die Donau mit steinernen Strompfeilern. Die Brücke verläuft über die Südspitze der Margareteninsel, von der aus die beiden Brückenteile mit jeweils drei Segmentbögen abgehen. Danach erhielt die Konstruktion auch ihren Namen. Die Pfeiler sind unterhalb der Fahrbahn durch stählerne Bögen verbunden. Eine Besonderheit der Margaretenbrücke ist, dass sie aus zwei Teilen mit je drei Segmentbögen besteht, die sich auf der Margareteninsel treffen und dort einen Winkel von 150 Grad bilden. An dieser Stelle führt eine zusätzliche Flügelbrücke auf die Margareteninsel und bildet einen siebten Brückenbogen.

 Budapest, März 2026

Das direkt am Donauufer gelegene Parlamentsgebäude (Országház) ist eines der Wahrzeichen Budapests. Es hat eine Länge von 268 Metern und eine Breite von 123 Metern. Mit seiner Höhe von 96 Metern ist es neben der St.-Stephans-Basilika das höchste Gebäude Budapests. Es besitzt 10 Innenhöfe, 13 Personen- und Lastenaufzüge, 27 Eingänge, 29 Treppenhäuser, 691 Räume (darunter mehr als 200 Räume für offizielle Anlässe und Empfänge) und 365 Türmchen. Als Vorbild diente der Palace of Westminster, Sitz des britischen Parlaments in London.

 Budapest, März 2026

Denkmal zum hundertjährigen Jubiläum (Centenáriumi Emlékmű)
Monument an der Südspitze der Margareteninseln, unweit des Musikbrunnens. Erstellt wurde das Werk 1972 von István Kiss zum 100jährigen Jubiläum der Vereinigung von Pest, Buda und Óbuda zu Budapest.

 Budapest, März 2026

Die Margareteninsel (Margit-sziget) ist die bekannteste Donauinsel in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Sie befindet sich im Stadtzentrum, zwischen den beiden Stadthälften Buda und Pest, und ist durch die Margaretenbrücke im Süden und durch die Árpádbrücke im Norden mit jeweils beiden verbunden. Die Insel hat eine Länge von etwa 2,5 km, eine Fläche von 0,965 km² und ist durch ihre ausgedehnten Parkanlagen sowohl bei Touristen als auch bei der Budapester Bevölkerung als Erholungsort bekannt und beliebt. Die Insel ist zu Fuß, per Straßenbahn (über die Margaretenbrücke) und Fahrrad erreichbar und frei von privatem Autoverkehr. Kraftfahrzeuge sind auf der autofreien Insel im Allgemeinen verboten

 Budapest, März 2026

Margareteninsel-Minizoo (Margitszigeti kisállatkert): Idyllischer, kompakter Zoo mit vielen unterschiedlichen Tieren, darunter Vögel, Rehe, Hasen und Ponys.

 Budapest, März 2026 Budapest, März 2026

Margareteninsel-Minizoo: Versteckt auf Margaret Island liegt dieser kleine Zoo, der gerettete Tiere und einheimische Wildtiere wie Hirsche, Eulen und Ziegen pflegt.

 Budapest, März 2026

Die St.-Stephans-Basilika (Szent István-bazilika) liegt am St.-Stephans-Platz (Szent István tér) im Stadtteil Pest und ist seit ihrer Einweihung im Jahre 1905 die größte Kirche der ungarischen Hauptstadt Budapest und Konkathedrale des römisch-katholischen Erzbistums Esztergom-Budapest.

 Budapest, März 2026

Königspalast (Budavári Palota): Palast und Standort der Ungarischen Nationalgalerie sowie Ausstellungsort mit gotischen Altären & Skulpturen.

 Budapest, März 2026

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und Königspalast (Budavári Palota)

 Budapest, März 2026

Burgviertel von Buda (Budai Várnegyed) mit Fischerbastei (Halászbástya) und Matthiaskirche (Budavári Nagyboldogasszony-templom)

 Budapest, März 2026

Parlamentsgebäude (Országház) - diesmal beleuchtet, da vor 22 Uhr.

 Budapest, März 2026

Parlamentsgebäude (Országház) an der Donau im Mondlicht

 Budapest, März 2026

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika) hinter dem Gresham-Palast

 Budapest, März 2026

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika)

 Budapest, März 2026

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika)

 Budapest, März 2026

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und Königspalast (Budavári Palota) beim Budaer Burgtunnel (Budai Váralagút)

 Budapest, März 2026

St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika) mit dem Dicken Polizisten (Rendőr szobor)

 Budapest, März 2026

Sisi Statue (Sisi szobor), Bronze-Statue auf dem Imre-Platz. Die in Ungarn beliebte Habsburger Prinzessin, eine gebürtige Wittelsbacherin, steht seit 2018 auf dem Platz. Mit einem Regenschirm in der Hand und einer eleganten Haltung strahlt die Statue eine gewisse Grazie und Anmut aus, die den Charakter der Kaiserin perfekt einfängt.

 Budapest, März 2026

Schuhe am Donauufer (ungarisch Cipők a Duna-parton) ist ein 2005 errichtetes Mahnmal in Budapest, das von Gyula Pauer und Can Togay zur Erinnerung an die Pogrome an Juden durch Pfeilkreuzler in Ungarn während des Zweiten Weltkriegs gestaltet wurde.

Insgesamt beläuft sich die Anzahl der jüdischen Todesopfer unter dem Szálasi-Regime auf ungefähr 50.000 Menschen. Südlich des ungarischen Parlaments in Budapest, am unteren Donaukai, wurde im Jahr 2005 das Mahnmal Schuhe am Donauufer errichtet. Auf einer Länge von 40 Metern wurden zum Andenken an die Erschießungen von 1944/45 sechzig Paar Schuhe aus Metall gereiht.

 Budapest, März 2026

Die Fassade des ungarischen Parlamentsgebäudes besteht aus neogotischen Elementen, die ihre Charakteristik durch die zahlreichen Türme und Giebel bekommen. Der Komplex auf annähernd T-förmigen Grundriss ist in vier Bereiche gegliedert. Mittig angeordnet ist der Kuppelsaal, in dem die Stephanskrone mit den ungarischen Reichsinsignien aufbewahrt werden. Östlich davon ragt zur Stadtseite hin der Trakt mit dem Haupteingang hervor, in dem sich auch die Prunkstiege befindet, die zur Kuppelhalle hinaufführt. Nördlich und südlich der Kuppelhalle befinden sich die Sitzungssäle und Repräsentationsräume sowie knapp 700 weitere Räumlichkeiten. Dazu gehören auch die Amtszimmer des Staatspräsidenten, des Ministerpräsidenten und des Parlaments. Da Ungarn zur Bauzeit ein Zweikammersystem hatte, das aus dem Magnatenhaus (Oberhaus) und dem Abgeordnetenhaus (Unterhaus) bestand, sind auch zwei weitgehend identische Sitzungssäle vorhanden. Während im südlichen Saal das heutige Parlament tagt, wird der nördliche Saal des ehemaligen Magnatenhauses für Kongresse und Konferenzen genutzt.

 Budapest, März 2026

Der im mittleren Teil angeordnete Kuppelsaal, mit seiner 96 Meter hohen und mit neogotischen Motiven geschmückten Kuppel, dient heute vor allem zu repräsentativen Zwecken. Seit dem 1. Januar 2000 werden in der Kuppelhalle auch die Stephanskrone und die ungarischen Kronjuwelen aufbewahrt und durch die Kronwache mit ihren traditionellen Uniformen bewacht. Viele Ungarn nutzten seitdem die Gelegenheit, die wichtigsten Symbole der Nation zu besichtigen. Gruppenführungen werden in verschiedenen Sprachen, unter anderem auf Deutsch, durchgeführt. Ticket für EWG-Bürger um 7000 HUF.

 Budapest, März 2026

Margaretenbrücke (Margit híd)

 Budapest, März 2026

Parlamentsgebäude (Országház)

 Budapest, März 2026

Parlamentsgebäude (Országház)

 Budapest, März 2026

Der Memento Park (ehemals Szoborpark Múzeum) ist ein Freilandmuseum im XXII. Bezirk im südwestlichen Teil der ungarischen Hauptstadt Budapest. Er wurde 1993 eröffnet und umfasst eine von dem Architekten Ákos Eleőd gestaltete Sammlung von 42 Denkmälern und Statuen aus der Zeit des Realsozialismus und danach. Der Eintrittspreis von 3000 HUF ist auch hier zu hoch, die Hälfte wäre okay.

Ein interessantes Denkmal stellt die Statue des Befreiungsarmeesoldaten dar: Die sechs Meter hohe Statue stand einst vor der Budapester Freiheitsstatue auf dem Gellértberg und feierte die Befreiung Budapests durch die Rote Armee. Auch sie wurde abgerissen, 1956 allerdings durch eine genaue Nachbildung ersetzt.

 Budapest, März 2026

Das größte Denkmal des Parks ist das moderne und unruhig wirkende Béla-Kun-Denkmal aus dem Jahr 1986. Das Denkmal bildet den ungarischen Kommunistenführer Béla Kun ab, wie er eine Gruppe aus Soldaten und Arbeitern anführt.

 Budapest, März 2026

Die Sammlung geht auf eine Idee des ungarischen Literaturhistorikers Lászlo Szörényi zurück. Dieser schlug am 5. Juli 1989 in der Zeitung Hitel vor, einen „Leningarten“ zu schaffen, in dem alle Leninstatuen und -büsten Ungarns versammelt werden sollten. Die heutige Anlage verwirklicht diese Intention nur in bescheidener Weise, denn die Relikte der kommunistischen Epoche wurden ja nach der Wende vielfach zu Sammlerobjekten und informell „privatisiert“. Heute sind einige der prominentesten Statuen der Zeit vor 1989 in ironisch postmoderner Präsentation versammelt.

Denkmal der Räterepublik: Ein weiteres Denkmal erinnert an die Ungarische Räterepublik von 1919. Die ikonische Statue basiert auf einem berühmten revolutionären Poster eines voranstürmenden Seemanns, der eine Fahne hochhält. Es befand sich am Rande des Stadtwäldchens (Városliget).

 Budapest, März 2026

Ein Höhepunkt des Parks ist eine Skulptur zweier riesiger Hände, die eine Kugel halten. Diese symbolisiert ein allegorisches Bild für die Arbeiterbewegung und die „Sowjetisch-ungarische Freundschaft“, indem sich zwei Menschen die Hände reichen.

 Budapest, März 2026

Das Denkmal für Miklós Steinmetz (mittig) stammt von Sándor Mikus und entstand 1958.

 Budapest, März 2026

Nach Meinung von Valerie Laukat von der Budapester Zeitung ist der Budapester Statuenpark „ein gutes Beispiel für einen realistischen und doch distanzierten Umgang mit den unerfreulichen Zeugnissen der Vergangenheit.“.

 Budapest, März 2026

Trabant? Trabant!
Der berühmte sozialistische „Volkswagen“ wurde in Zwickau, Ostdeutschland, gefertigt. Der Trabant wurde zwischen 1958 und 1990 produziert. Man musste die Hälfte des Preises im Voraus bezahlen und sechs bis acht Jahre warten, bis man ihn endlich besitzen konnte. Technisch war der Trabant mit dem westdeutschen Lloyd-Automobil vergleichbar, das in der gleichen Fahrzeuggröße einen luftgekühlten Zweizylinder-Viertaktmotor besaß.

Funktion/Motorübersicht: Kleiner Zweitaktmotor, Zwei Zylinder, 26 PS, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 21 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h, Kraftstoffverbrauch: 7 l/100 km, Schadstoffemissionen: Neunmal so viele Kohlenwasserstoffe und fünfmal so viel Kohlenmonoxid wie ein durchschnittliches europäisches Auto im Jahr 2007

Der Trabant war das zweite Auto, das mit Duroplast verkleidet wurde. Die Karosserie des Trabant bestand aus recyceltem Material, Baumwollabfällen aus Russland und Phenolharzen der ostdeutschen Farbstoffindustrie. Damit war der Trabant das erste Auto mit einer Karosserie aus Recyclingmaterial.
Der ehemalige bulgarische Außenminister und Gründungspräsident des Bulgarischen Atlantik-Clubs, Solomon Passy, ​​besaß einen berühmten Trabant, mit dem er gerne Ausfahrten unternahm. Passys Trabant wurde 2002 von Papst Johannes Paul II. gesegnet.
1997 erlangte der Trabant Berühmtheit, weil er den „Elchtest“ – einen Slalom mit 60 km/h – bestand, ohne wie die Mercedes-Benz A-Klasse umzukippen. Eine thüringische Zeitung titelte: „Kommt und holt uns, Elch! Trabi besteht den A-Klasse-Killertest.“

 Budapest, März 2026

Standbild von Karl Marx und Friedrich Engels
Das Denkmal von Marx und Engels stand einst vor dem Gebäude der USAP. Es stammt von György Segesdi.

 Budapest, März 2026

Mit seiner Trauerfeier am 27. Januar 1924 begann der Lenin-Kult. In der Zeit des Realen Sozialismus wurden Statuen und Denkmäler zu Ehren Lenins errichtet, Straßen und Plätze nach ihm benannt, Gedichte und Lieder zu seinem Lob verfasst und sogar der höchste Gipfel des Pamir-Gebirges trug seinen Namen. Auch Städte wurden umbenannt: Sankt Petersburg hieß von 1924 bis 1991 Leningrad, während Tiszaújváros in Ungarn von 1970 bis 1991 den Namen Leninváros trug.

Der um ihn entstandene Kult erhob ihn zu einem beinahe göttlichen Status. Aus diesem Grund wurde sein Leichnam konserviert und im Lenin-Mausoleum in Moskau beigesetzt, das ihm buchstäblich Unsterblichkeit verleihen sollte. Das eigentliche Ziel der Schöpfer des Lenin-Kults war die Machterhaltung. Lenins spätere Nachfolger nutzten ihn als Bezugspunkt und sahen sich selbst als die wahren Anhänger, die das Erbe der leninistischen Ideologie weiterführen würden. So wurde der Leninismus zu einer Art „Staatsreligion“ mit einem Gründer als übernatürlichem Führer und Propheten, der die heiligen Texte schuf, die immer wieder neu interpretiert und somit auf jede erdenkliche Situation angewendet werden konnten.

 Budapest, März 2026

Stalins Stiefel: Das bedeutendste Denkmal aus der Ära des Realsozialismus in Budapest war eine acht Meter hohe Bronzestatue von Stalin. Die Statue stand auf einem riesigen 9,3 Meter hohen Podium am Paradeplatz (Felvonulási tér) in der Nähe des Stadtwäldchens (Városliget). Vom Podium aus, das mit symbolischen Reliefs verziert war, beaufsichtigten kommunistische Parteikader die Militärparaden. Heute steht auf diesem Platz ein Denkmal an den Volksaufstand, das der antisowjetischen Revolte des Jahres 1956 gedenkt. Im Zuge des Aufstandes wurde die Statue gestürzt, sodass lediglich die Stiefel stehen blieben. So hat Ákos Eleőd im Memento Park eine Nachbildung von Stalins Podium und Stiefeln geschaffen.

 Budapest, März 2026



Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun:



Wachablöse am Palais Sándor Budapest, 2. März 2026, 13 Uhr:



Labirintus Budapest - Labyrinth Buda Castle, March 2026:



Memento Park Budapest, März 2026: