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Budapest ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt
Ungarns. Mit knapp 1,7 Millionen Einwohnern ist Budapest die
zehntgrößte Stadt der Europäischen Union. Die Einheitsgemeinde Budapest
entstand 1873 durch die Zusammenlegung der zuvor selbstständigen Städte
Buda (deutsch Ofen), Óbuda (Alt-Ofen), beide westlich der Donau, und
Pest östlich der Donau. Der Name Budapest selbst tauchte zuvor nicht
auf, üblich im Sprachgebrauch war Pest-Buda.
Das königlich ungarische Finanzministerium
(ungarisch Magyar Királyi Pénzügyminisztérium) war die oberste
Finanzbehörde im Königreich Ungarn. Es bestand von 1867 bis 1918 und
war eines der drei formal unabhängig voneinander agierenden
Finanzministerien Österreich-Ungarns (neben K.u.k. Finanzministerium
und K.k. Finanzministerium). Es hatte seinen Sitz am
Dreifaltigkeitsplatz im Burgviertel von Budapest. Jetzt ist darin das
Innenministerium (Belügyminisztérium) untergebracht.
Davor die Dreifaltigkeitsstatue
(Szentháromság-szobor), die von Fülöp Ungleich und Antal Hörger
geschaffen und am 11. Juni 1713 eingeweiht wurde. Die Säule im
Barockstil ist 14,4 Meter hoch. An den Seiten des sechseckigen Plateaus
befinden sich drei Reliefs, welche die Pestwelle in Budapest, den
betenden König David, und die Dreifaltigkeit darstellen. Zwischen den
Friesen sind Kartuschen mit den Wappen von Budapest, Ungarn und den
Habsburgern angebracht. Die Kartusche mit dem Wappen der Habsburger
wurde im Krieg zerstört und später durch eine Gedenktafel ersetzt.
Darüber befinden sich die Skulpturen von Rochus von Montpellier, des
heiligen Johannes, Christophorus, Augustinus von Hippo und Sebastian.
Darüber befinden sich die Skulpturen von Maria, Johannes des Täufers
und Franz Xaver. Darüber befinden sich Engelsköpfe, die oben von der
Dreifaltigkeitsgruppe bekrönt sind.

Fischerbastei (Halászbástya): Festung aus dem 19. Jh. mit 7 zinnenbewehrten Wachtürmen, Panoramablick und einem Café im Innenhof.

St.-Stephans-Denkmal (Szent István király szobra)
Das
Denkmal für König Stephan I., dem Heiligen, der das Christentum in
Ungarn verbreitete, wurde 1906 auf der Budaer Burg errichtet und
befindet sich zwischen der Fischerbastei und der Matthiaskirche. Es ist
eine vier Meter hohe Bronzestatue mit vier Löwen auf einem mächtigen
Marmorsockel und Zierelementen, die das Leben des Königs darstellen.
Der König hoch zu Ross, trägt die Stephanskrone und den Krönungsmantel.

Die Matthiaskirche (ungarisch
Mátyás-templom), eigentlich Kirche Mariä Himmelfahrt
(Nagyboldogasszony-templom), ist eine römisch-katholische Kirche im
historischen Stadtteil Buda der ungarischen Hauptstadt Budapest. Der
neugotische Sakralbau befindet sich neben der Fischerbastei am
Dreifaltigkeitsplatz im Burgviertel im I. Bezirk. Die Matthiaskirche
war die erste Kirche auf dem Burgberg und ist Teil des
UNESCO-Welterbes. Sie war die Krönungskirche der ungarischen Könige
Karl I. Robert (1309), Franz Joseph I. (1867) und Karl IV. (1916), und
dient als Kathedrale des ungarischen Militärordinariats.

Parlamentsgebäude (Országház) am anderen Ufer der Donau auf Pestseite.

Labirintus: Historisches Labyrinth mit 1000 Meter Länge unter dem
Burgpalast, in dem einst Graf Dracula (Vlad Tepes) gefangen gehalten
wurde. Der Eintrittspreis ist mit 6000 HUF (cash only, EUR 15 auch
okay) deutlich zu hoch, wie so viele Preise in Budapest für ungarische
Verhältnisse völlig überteuert sind.

Das Labyrinth, tief im Inneren des Burgbergs gelegen, diente seit dem
Mittelalter vielfältigen Zwecken: als Zuflucht, als Hof oder Gefängnis.
Gotische und Renaissance-Steindenkmäler sowie türkische Grabsteine
laden in verwinkelten Gängen und Gewölben zum Erkunden ein. Begeben
Sie sich auf eine unterirdische Zeitreise zu den Palästen von Sigismund
von Luxemburg und Matthias I., mystischen Denkmälern aus der Zeit der
türkischen Besatzung Ungarns und Spuren, die Millionen von Jahre
zurückreichen. Das mittelalterliche Ungarn erwacht zum Leben – vom
Staatsgründer St. Stephan bis zu König Matthias. Im Labyrinth können
Sie die Statuen der berühmtesten ungarischen Könige besichtigen. Die
Höhlenausstellung präsentiert besondere Fotografien und Reportagen von
Fotografen und Abenteurern über die schönsten Höhlen der Welt.

Heiliger Stephan I., Regierungszeit: 1001–1038.
Er wandelte das große Land seines Vaters in einen christlichen Staat
um. Die tausendjährige ungarische Rechtsbibliothek beginnt mit den von
ihm geschaffenen Gesetzen. Parallel zum Aufbau der Staatsorganisation
organisierte er die ungarische Kirche, damit er und seine Nachfolger
den Titel „Apostolischer König“ tragen konnten. Die Verwaltung – er
organisierte und errichtete das Komitatswesen um die Burgen herum.
Nachdem es ihm gelungen war, Frieden zu schaffen, wurde das Land zu
einem beliebten Ziel für Pilger und Händler. Er überlebte alle seine
Kinder und starb am 15. August 1038. Er wurde in Székesfehérvár in der
von ihm erbauten Basilika beigesetzt, deren Schutzpatronin die Jungfrau
Maria ist. Nach seinem Tod brach ein Bürgerkrieg aus, der Jahrzehnte
andauerte. Papst Gregor VIII. sprach ihn 1083 zusammen mit seinem Sohn,
Fürst Imre, und Bischof Gellért heilig. König Stephan ist ein beliebter
Heiliger im Karpatenbecken. In Ungarn ist der 20. August
Nationalfeiertag. Er erinnert nicht nur an König Stephan, sondern auch
an die Staatsgründung.
Heiliger Ladislaus I., Regierungszeit: 1077–1095.
Sein Name steht für die Festigung des Schutzes des Privateigentums und die Besetzung Kroatiens (1091).
Er wurde 1192 heiliggesprochen. Aufgrund seiner außergewöhnlichen
Statur wurde er als „Athlet Gottes“ bezeichnet. In Legenden wird er als
barmherziger, königlicher Ritter dargestellt, als Verkörperung des
Rittertums – des gütigen, großzügigen und selbstlosen Ritters. Als
beliebter Heiliger in ganz Ungarn und den Nachbarländern ist er
Schutzpatron vieler Kirchen. Zahlreiche Artefakte und Erinnerungsstücke
erinnern bis heute an den heiligen König. Dazu gehören die Einsiedelei
des heiligen László in der Basilika von Győr und sein Wappen, das im
Franziskanerkloster in Dubrovnik aufbewahrt wird.

Vom Staatsgründer, dem heiligen Stephan, bis zu König Matthias werden
bedeutende Herrscher dargestellt. Das Grab König Bélas IV. erinnert an
den Erbauer der Budaer Burg. Der Palast Zsigmond Luxemburgs, später zu
Lebzeiten des Königs, wurde am Szent-Görgy-Platz ein Kloster errichtet.
Der Gang, der vom Gebäude zum Höhlenlabyrinth führte, diente dem König
als Fluchtweg bei seinen Besuchen in Buda. Die Statue, die Matthias auf
dem Thron zeigt, erinnert an den berühmten Herrscher. Der heutige
Königspalast aus der Zeit Maria Theresias stand ursprünglich an der
Stelle des Renaissancepalastes von König Matthias. Vom Keller des
Palastes führt eine Treppe hinab zum Labyrinth, das damals als
königlicher Weinkeller diente.

Die rund 500.000 Jahre alten, voneinander isolierten, aber auf
derselben Ebene liegenden Höhlentreppen wurden ab dem 13. Jahrhundert
von den Bewohnern der umliegenden Dörfer miteinander verbunden. Fortan
diente dieses miteinander verbundene Höhlensystem in Friedenszeiten als
Weinkeller und während der Kriege als Schutzraum. In den 1930er Jahren
war das Labyrinth eine Touristenattraktion, diente aber während des
Zweiten Weltkriegs als Bunker. Das erste Wachsfigurenkabinett Ungarns
war hier von 1984 bis 1996 in Betrieb. Von 1997 bis 2011 war die Anlage
geschlossen, empfängt aber seit November 2011 wieder Besucher.

Die Budaer Burg war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eines der
renommiertesten Musikzentren. Musikveranstaltungen fanden hauptsächlich
im Burgtheater statt. Aufführungen kleineren Umfangs (Streichquartette,
Solisten) wurden fast wöchentlich auf der anderen Seite der Burg
organisiert.
Die Ausstellung „Wachsfiguren der Oper“, die in Zusammenarbeit mit der
Ungarischen Staatsoper entstand, erinnert an diese heute vergessene
Ära. Die drei präsentierten Opern wurden unter Verwendung der
Dekorationen, Requisiten und Kostüme der Oper originalgetreu inszeniert.

Einst befand sich im Budaer Schloss die größte und berühmteste Steinmetzwerkstatt Polens.
Sie lieferten in ganz Polen und sogar über die Grenzen hinaus.
Zahlreiche kostbare Steine – darunter der Grabstein des polnischen
Königs – wurden von den hier tätigen Meistern bearbeitet. Die
dekorativen Skulpturen bestanden hauptsächlich aus rotem Marmor, der
aus nahegelegenen Steinbrüchen herbeigeschafft und hier verarbeitet
wurde. Eines der schönsten Kunstwerke der Budaer Steinmetzkunst findet
sich im Labyrinth. Das berühmte Steinmonument mit dem friesischen
Eiermuster stammt aus dem Königspalast von König Matthias. Die
Steinmetzarbeiten des Labyrinths zeugen von den reichen
architektonischen Überresten der Budaer Burg aus dem 14. bis 19.
Jahrhundert.

Gisela von Ungarn (980–1059)
Gisela war die erste Königin von Ungarn durch ihre Heirat mit dem
heiligen Stephan von Ungarn und die Schwester von Kaiser Heinrich II.
Sie wurde von der römisch-katholischen Kirche seliggesprochen. Gisela
wurde sehr fromm erzogen. Die Hochzeit von Stephan und Gisela markierte
einen Wendepunkt in der ungarischen Geschichte. Königin Gisela spielte
eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung des christlichen Glaubens
und der westlichen Kultur in Ungarn. Das Paar hatte einen Sohn, den
heiligen Emerich, der am 2. September 1031 bei der Wildschweinjagd
starb. König Stephan starb 1038. 1046 verließ Gisela mit ihrem Gefolge
und vielen bayerischen Siedlern Ungarn und kehrte nach Bayern zurück.
Dort trat sie in das Benediktinerinnenkloster in Passau ein und wurde
Äbtissin. Sie lebte im Kloster Niederburg in Passau, wo sie vermutlich
1059 starb.

Der Name: Dracula, bürgerlich
Vlad Tepes, wurde im Jahr 1431 in Segesvár geboren. Seine Großmutter
war eine ungarische Adlige. Sein Vater, Vlad Dracul, wuchs am Hofe
Sigismunds, des ungarischen Königs und späteren Kaisers des Heiligen
Römischen Reiches, auf. Dort wurde er zum Ritter geschlagen und erhielt
den hohen Titel „Ehre des Woiwoden der Walachei“ sowie den
Drachenorden, einen monarchischen Ritterorden für ausgewählte Adlige.
Daher stammt auch der Name Dracula, der aus dem Rumänischen übersetzt
„Teufel“ bedeutet.
Die Kindheit: Der junge Dracula
wuchs am Hof des türkischen Sultans zusammen mit seinem Bruder Radu
dem Schönen auf. Dort wurde er zum ersten Mal mit den Foltermethoden
seiner Zeit konfrontiert und lebte in ständiger körperlicher und
seelischer Unsicherheit. Später Dracula wuchs im ungarischen Hof des
Königs János Hunyadi auf, der ihm 1156 zur Thronbesteigung in der
Walachei verhalf. Als Herrscher der Walachei war es seine Pflicht, das
christliche Europa und das Königreich Ungarn zu schützen.
Die Gefangenschaft: Nachdem
Dracula 1162 Jusztina Szilagyi, die Nichte von König Matthias,
geheiratet hatte, ließ dieser ihn verhaften. Ein Jahr lang war er im
Labyrinth gefangen, das zu Hunyadis Zeiten als Gefängnis und
Folterkammer gedient hatte. Anschließend wurde er nach Višegrád
gebracht. Die Gründe für seine Gefangenschaft sind umstritten.
Weitgehend gilt es als gesichert, dass der Brief, in dem Dracula mit
dem türkischen Sultan paktierte und sich gegen den ungarischen
Herrscher wandte, in Matthias' Hände gelangte. Andere bezweifeln die
Echtheit des Briefes und vermuten, dass er von jemandem aus dem Umfeld
Matthias' gefälscht wurde. Auch im Interesse der Siebenbürger Sachsen,
mit denen sie in Feindschaft standen, lag es, ihren Widersacher
loszuwerden. Aufgrund seiner repressiven und brutalen Politik wurde er
auch vor König Matthias verleumdet.
Der Tod: 1476, nicht lange nach seiner Freilassung, wurde er ermordet, und sein Kopf wurde dem türkischen Sultan übergeben.
Der Pfähler: Zeitgenössischen
Quellen zufolge weigerten sich die türkischen Gesandten aufgrund ihrer
nationalen Sitten, ihre phrygischen Hüte beim Grüßen abzunehmen. Um
diesen Brauch zu bekräftigen, befestigte Dracula diese Hüte mit drei
Nägeln an ihren Köpfen, sodass sie sie nicht mehr abnehmen konnten. Er
pfählte unzählige Türken und feierte anschließend mit Freunden Feste
inmitten der Leichen. Ganze Städte wurden von ihm auf vielfältige Weise
gequält, und zu anderen Zeiten lud er geschwächte und kranke Bettler
ein, ließ sie schlemmen und verbrannte sie, nachdem sie mit Speisen und
Getränken vollgestopft waren. Andere berichten, er habe türkischen
Gefangenen die Füße gehäutet, sie mit Salz eingerieben und dann Ziegen
mit ihren rauen Zungen darüber lecken lassen, um den Schmerz zu
verstärken. Jahrhunderte nach seinem Tod wurden Kinder noch immer
gewarnt: „Pass auf, denn Dracula wird dich holen!“
Die Hochzeit: Dracula wuchs im
ungarischen Königshof auf. Aufgrund seines wilden und grausamen
Charakters war er am ungarischen Königshof nie beliebt. Dort lernte er
Justina Szilagyi kennen, die Nichte von König Matthias und seine
zukünftige Frau. Die Begegnung führte zu einer heimlichen Hochzeit.
Anschließend flohen die beiden auf Draculas Schloss in Poenari, um dem
Zorn des Königs zu entgehen. Kurze Zeit später ließ Matthias Dracula
verhaften und einkerkern. Er verbrachte elf Jahre in Gefangenschaft,
während derer sich seine geliebte Frau erhängte.
Der König: Die Umstände von
König Matthias' Tod sind bis heute unklar. Wir wissen von seinem
Historiker Bonfini, dass zwei Jahre vor Matthias' Tod eine zunehmende
Müdigkeit und Lebensmüdigkeit seinen Gesundheitszustand
beeinträchtigte. Es gibt verschiedene Deutungen seiner Krankheit:
Anämie, Herzversagen und rheumatoide Arthritis. 1490 starb der König
innerhalb von zwei Tagen an einer tödlichen Krankheit, worüber bis
heute spekuliert wird. Die Umstände von König Matthias' Tod sind bis
heute unklar.
Vierzehn: Dracula sah seine
geliebte Frau 1462 zum letzten Mal, 14 Jahre vor seinem Tod. König
Matthias starb 1490, 14 Jahre nach Draculas Tod. Er begegnete Justina
zum ersten Mal 1445 im Alter von 14 Jahren. Dracula starb mit 45 Jahren.
Der Vampir: In der rumänischen
Folklore gibt es einen anerkannten Platz für blutsaugende Tote. Ein
Vampir, der nicht getauft, als siebter Sohn geboren oder von der Kirche
exkommuniziert wurde und dessen Bann nicht aufgehoben wurde, wurde zum
Vampir. 1460, nach dem großen Massaker, bei dem der Woiwode 30.000
Menschen pfählte, exkommunizierte der Patriarch Dracula.

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd): Hängebrücke aus dem 19. Jh. und Wahrzeichen der Stadt, entworfen von William Tierney Clark

Margaretenbrücke (Margit híd): Restaurierte Donaubrücke aus dem 19. Jahrhundert mit Blick auf die Stadt und die Margareteninsel.

Palais Sándor
(Sándor-palota): Prächtiges klassizistisches Bauwerk von 1806, das als
Amts- und Wohnsitz des Staatspräsidenten von Ungarn dient.
Das Palais Sándor (ungarisch Sándor-palota) ist ein Stadtpalais im
Burgviertel von Budapest. Es befindet sich neben dem Burgpalast und ist
der Amtssitz des ungarischen Staatspräsidenten. Das Palais wurde bis
1806 im Auftrag von Vince Sándor als Budaer Stadtresidenz der adeligen
Familie Sándor erbaut.

Die Wachablösung vor dem Sándor-Palast in Budapest findet in der Regel
stündlich zur vollen Stunde statt – zwischen 8:00 und 18:00 Uhr,
täglich. Die Zeremonie ist öffentlich zugänglich und wird direkt vor
dem Palast durchgeführt. Ein Hauch preußischer Strenge trifft hier auf
ungarische Staatswürde – und das mitten im romantischen Burgviertel.

Stadttor Habsburg kapu am Szent György tér

Parlamentsgebäude (Országház) und Margaretenbrücke (Margit híd)

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika)

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und St.-Stephans-Basilika (Szent
István Bazilika), im Vordergrund die Seilbahn zum Burgberg (Budavári
Felső Sikló)

Über dem Budaer Burgtunnel (Budai Váralagút) mit Aussicht auf die
Donau, Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und St.-Stephans-Basilika
(Szent István Bazilika)

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd)

Löwenstatue am Brückenkopf der Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd)

Parlamentsgebäude (Országház)

Der Gresham-palota (deutsch Palais Gresham oder Gresham-Palast)
ist ein repräsentatives Gebäude im Budapester Stadtteil Lipótváros, das
am Széchenyi István tér am Pester Brückenkopf der Kettenbrücke liegt.
Es wurde 1907 nach einem Entwurf von Zsigmond Quittner im
Secessionsstil errichtet und beherbergt seit seiner Renovierung 2003/04
ein 5-Sterne-Hotel der Hotelkette Four Seasons. Das Gebäude ist nach
seinem Bauherrn, der englischen Lebensversicherungsgesellschaft
Gresham, benannt, die wiederum den Namen Thomas Greshams trug.
Der Gresham-palota liegt etwa 150 Meter vom rechten Ufer der Donau
entfernt im V. Bezirk von Budapest. Es ist durch den Széchenyi István
tér von der Kettenbrücke getrennt, zu der die Fassade des Gebäudes hin
ausgerichtet ist. Das Gebäude umfasst seit dem Umbau 179 Zimmer und
besteht aus drei Teilen, die jeweils einen etwa rechteckigen Innenhof
umschließen. Das Gebäude gilt mit seiner geschwungenen Fassade, seinen
verzierten Fenstern und dem prunkvoll gestalteten Innenraum als
bedeutendes Bauwerk des Secessionsstils in Budapest.

St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika): Große
römisch-katholische Kirche in einem Kuppelbau, erbaut von 1851 bis
1905, regelmäßige Konzerte.

Eine Büste des österreichisch-ungarischer Komponisten, Pianisten, Dirigenten, Theaterleiter, Musiklehrer und Schriftsteller Franz Liszt
(1811–1886) befindet sich im 5. Bezirk von Budapest, an der Ecke Zrinyi
utca 5 und Nádor utca 16. Die Statue wurde 2013 durch Spenden der
Öffentlichkeit errichtet und von dem Bildhauer Gerő Katalin geschaffen.

Die St.-Stephans-Basilika (ungarisch: Szent István-bazilika) liegt am
St.-Stephans-Platz (Szent István tér) im Stadtteil Pest und ist seit
ihrer Einweihung im Jahre 1905 die größte Kirche der ungarischen
Hauptstadt Budapest und Konkathedrale des römisch-katholischen
Erzbistums Esztergom-Budapest.

Der Eintrittspreis von 6800 HUF (18 Euro) war leider zu abschreckend
für mich. So bitter nötig habe ich den Kirchenbesuch dann doch nicht.

Bankhaus Török (Török Bankház): Das 1906 von Heinrich Böhm und Ármin
Hegedüs entworfene Jugendstilgebäude zeigt in seinem Giebel
eine Darstellung der Patronae Hungariae, in dessen
überschwänglicher Schmuckfreude noch die Formensprache der
Wiener Sezession weiterlebt.

St.-Anna-Kirche (Belvárosi Szent Anna templom)
Die Kirche gegenüber dem Parlament mit den zwei Türmen ist in der Tat
eine der schönsten Barockgebäuden der Hauptstadt und prägt den Ansicht
von Buda in besonderer Weise. Sie wurde nach den Plänen von Kristóf
Hamon und Máté Nepauer 1761 errichtet. Über dem Haupttor mit den
allegorischen Figuren Glaube, Hoffnung und Liebe steht die Statue der
Heiligen Anna und Maria, darüber im Tympanon das Wappen der Stadt Buda,
und der zentrale Teil der Fassade ist – umgeben von anbetenden Engeln –
vom Auge Gottes abgeschlossen.
Die Kirche am Szervita-Platz zählt zu den schönsten und reichst
vergoldeten Kirchen Budapests. Das einschiffige Gebäude mit einem
einzigen Turm diente im Mittelalter ursprünglich als Lazarett und
später während der türkischen Herrschaft als Moschee. An ihrer Stelle
errichteten die Serviten die Kirche und das Kloster, die 1732
fertiggestellt wurden. Das Andenken an die Erbauer der Kirche lebt im
Namen des Platzes und im Relief über dem Eingang fort: Es erinnert an
die sieben jungen Florentiner, die den Orden gründeten und die Jungfrau
Maria verehrten. 1867 wurde die Außenfassade der Kirche umgestaltet,
der Turm um zwölf Meter erhöht und das Gebäude erhielt seine heutige
eklektische Fassade nach einem Entwurf von Joseph Diescher.

Die Kirchenausstattung stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der
Hochaltar mit seinen gewaltigen Säulen, Vasen und Engeln, die in einem
Strahlenkranz schweben, wurde 1741 per Schiff aus Wien hierher
transportiert. Das große Altarbild zeigt die heilige Anna, die
Schutzpatronin der Kirche, zusammen mit der Jungfrau Maria und dem
heiligen Joachim. Besonders wertvoll sind die vergoldeten
Holzschnitzereien neben dem Hochaltar: König Stephan, König Ladislaus,
Johannes der Täufer und Josef.

Das Kircheninnere ist sehr farbenfroh gestaltet mit verschiedenen
Fresken aus dem 20. Jahrhundert sowie Gemälden aus dem 18. Jahrhundert.

Das Kircheninnere ist mit einer ovalen Kuppel mit den vom Barock stark
abweichenden Fresken von Béla Kontuly und Pál Molnár C. von 1938
abgeschlossen. Eine wichtige Sehenswürdigkeit der Kirche ist die
Lorettokapelle. In der kommunistischen Ära wollten man die Kapelle –
unter Berufung auf die U-Bahn-Bauarbeiten – abbauen, der Plan wurde
jedoch glücklicherweise nicht verwirklicht.
Ein weiteres interessantes Merkmal der Kirche ist das einzigartige
Fresko über der Orgelempore, das König Stephan zeigt, wie er der
Jungfrau Maria die Heilige Krone darbringt.
Die Orgel, die sich noch immer
auf der Empore befindet, wurde 1891 von der Orgelbaufirma Mauracher in
Salzburg gebaut und 1951 von der Orgelbaufirma Gebrüder Rieger
erweitert. Sie ist in einem reich verzierten barocken Orgelgehäuse
untergebracht, und die Brüstung der Empore ist mit einem vergoldeten
Gitter versehen. Eine interessante Besonderheit ist, dass die kleinsten
Orgelpfeifen in die Balustrade eingelassen sind.

Eine Besonderheit der Kirche sind die sieben Stationen der
Schmerzensreichen Jungfrau Maria, die die sieben Schmerzen im Leben der
Jungfrau Maria darstellen: die Jungfrau Maria, die gläubig Simeons
Prophezeiung hört; die Jungfrau Maria, die mit Jesus und Josef nach
Ägypten flieht; die Jungfrau Maria, die Jesus sucht, der in Jerusalem
geblieben ist; die Jungfrau Maria, die Jesus begegnet, der das Kreuz
trägt; die Jungfrau Maria, die unter dem Kreuz ihres Sohnes steht; die
Jungfrau Maria, die den vom Kreuz abgenommenen Jesus in ihren Schoß
aufnimmt; die Jungfrau Maria, die den Leichnam Jesu mit schmerzvollem
Herzen zum Grab begleitet.

Eine Besonderheit eines Seitenaltars ist die Darstellung des heiligen
Peregrinus, des Schutzpatrons derer, die an Fuß- oder Beinleiden
leiden. Er ist in einem Sessel mit verbundenen Füßen abgebildet.

Die kunstvoll gestaltete Kanzel mit den vier Evangelisten ist
bemerkenswert: Sie zeigt die vergoldeten Figuren von Matthäus, Markus,
Lukas und Johannes. Der Altar neben der Kanzel zeigt die sieben
Ordensgründer mit der Jungfrau Maria und darüber den heiligen Josef mit
dem Jesuskind. Auf dem Altar, in einem reich verzierten Reliquiar,
befinden sich die Reliquien der Ordensgründer.

Der Pariser Hof (ungarisch
Pári(z)si udvar oder auch Brudern-ház, dt. Brudern-Haus) ist ein
repräsentatives Gebäude am Franziskanerplatz in Budapest. Es wurde in
den Jahren 1909–1913 nach Plänen des deutschen Architekten Henrik
Schmahl als Sitz der innenstädtischen Sparkasse erbaut, und steht seit
1976 unter Denkmalschutz. Das von einem Glasdach gekrönte Gebäude ist
das größte mit Keramik verkleidete in Europa. Im Erdgeschoss befindet
sich die einzig erhaltene bedeckte Einkaufspassage von Budapest aus der
Vorkriegszeit. Seit seiner Renovierung in den Jahren 2016–2019,
beherbergt das Gebäude ein 5-Sterne-Hotel der Hotelkette Hyatt.

Párisi Udvar Hotel Budapest und das
Cinema Mystica Budapest, das Museum of Lights and Magic im Pariser Hof (Párisi Udvar)

An dieser Stelle wurde ab 1909 im Auftrag der Belvárosi Takarékpénztár
Rt. (dt. innenstädtische Sparkasse) der Pariser Hof durch den
Architekten Henrik Schmahl in einem einzigartigen Stilmix aus
arabischen und maurischen Elementen, sowie Einflüssen der Neogotik und
des Jugendstils erbaut.

Franziskanerkirche (Budapesti Belvárosi Ferences templom)
Die Innerstädtische oder Pester Franziskanerkirche (ungarisch Belvárosi
oder Pesti Ferences Templom) befindet sich im V. Bezirk (Belváros) der
ungarischen Landeshauptstadt Budapest. Sie liegt am Franziskanerplatz
(Ferenciek tere) 9 und ist ein bedeutendes barockes Bauwerk, das auch
unter Denkmalschutz steht. Geweiht ist sie dem hl. Petrus von Alcantara.
Die Kirche liegt am Ferenciek tere (Franziskanerplatz), Ecke Kossuth
Lajos ut. An der dem Platz zugewandten Hauptfassade befindet sich das
Portal mit dem Ordenszeichen der Franziskaner. Darüber befindet sich
eine Statue der Maria, flankiert von zwei anbetenden Engeln. Rechts
neben dem Portal steht eine Kreuzigungsgruppe. Außerdem befinden sich
an der Fassade in Nischen die Figuren der heiligen Petrus von
Alcantara, Franz von Assisi und Antonius von Padua. Seitlich des Chors
erhebt sich der Turm, dessen Helm 1861 von Franz Wieser errichtet wurde.

Im Inneren besitzt die Wandpfeilerkirche je drei Seitenkapellen zu
beiden Seiten. Die Ausstattung besteht aus mehreren Barockaltären und
Fresken von Károly Lotz aus den Jahren 1894–1895.

Im 19. Jahrhundert war die Franziskanerkirche ein spirituelles Zentrum
der Stadt. Hier wirkte das sogenannte Pester Prediger-Trio, die Patres
Albach (predigte deutsch), Gegó (ungarisch) und Gasparich (kroatisch).
1849 wurde der Ministerpräsident Lajos Batthyány in der Krypta der
Kirche aufgebahrt.
Lajos Graf Batthyány von Németújvár (1807-1849) war ein ungarischer
Politiker und erster Ministerpräsident Ungarns. Er wurde 1849 infolge
des niedergeschlagenen Unabhängigkeitskriegs gegen die Habsburger wie
13 weitere Anführer und Generäle hingerichtet. Mit Batthyány fanden an
jenem Tag die sogenannten Märtyrer von Arad den Tod. Der 6. Oktober
1849 gilt in Ungarn als nationaler Trauertag. Der Leichnam Batthyánys
wurde nach einigen Tagen in der Krypta der Pester Franziskanerkirche
beigesetzt.

Universitätsbibliothek Budapest (ELTE Egyetemi Könyvtár és Levéltár)

Große Markthalle (Nagycsarnok): Restaurierte neugotische Markthalle mit Ständen für Lebensmittel im Erdgeschoss und Souvenirs im 1. Stock.
Die Große Markthalle (ungarisch Nagy Vásárcsarnok), offiziell Zentrale
Markthalle (Központi Vásárcsarnok), in Ungarns Hauptstadt Budapest
wurde von 1894 bis 1897 nach Plänen von Samuel Petz errichtet. Sie
befindet sich im IX. Bezirk, in unmittelbarer Nähe zur Freiheitsbrücke
und der Corvinus-Wirtschaftsuniversität an der Stelle, wo sich der
Kiskörút (Kleiner Ring) zum Fővám tér weitet.

Das basilikaartige Gebäude mit einem Langhaus und zwei Querschiffen
basiert auf einer Stahlkonstruktion, die an der Fassade mit bunten,
glasierten Ziegeln der Porzellanmanufaktur Zsolnay eingekleidet ist. An
den Ecken des Gebäudes stehen breite, schwere Türme. Der Eingang am
Kleinen Ring ist mit Säulen und Figuren geschmückt.

Früher führte ein Kanal von der Donau in die Markthalle, um die
Anlieferung von Waren zu vereinfachen. Auf drei Geschossen befinden
sich über 180 Marktstände und Geschäfte, dazu zwei Supermärkte. Das
Obergeschoss nehmen Souvenirläden, Imbissbuden und ein Bistro ein.

Bis 1932 war die Markthalle der größte und wichtigste Marktplatz in
Budapest. Noch heute ist die Halle von ihrer Architektur her einer der
zentralen Einkaufsplätze der Stadt und wird entsprechend von
Einheimischen und Touristen besucht. Die Räume werden auch für
Veranstaltungen vermietet. Im Kellergeschoss befinden sich Fischstände
und Aquarien.

Freiheitsbrücke (Szabadság híd): Donaubrücke aus dem 19. Jahrhundert mit 4 Skulpturen von Turulen und einem Wappen.
Die eisernen Pylone sind mit Blechen verkleidet, reich im Jugendstil
verziert und mit einem gekrümmten, durchbrochenen Bogen zu einem Portal
verbunden. Auf den Bögen befindet sich eine Nachbildung des ungarischen
Wappens, d. h. des Wappens der Länder der Ungarischen Krone mit der
Stephanskrone. Die Spitzen der Pylone sind als hohe Fialen gestaltet,
auf denen jeweils ein Turul-Vogel mit ausgebreiteten Flügeln auf einer
goldenen Kugel steht. An den Außenseiten der Pylone sowie an den
äußeren Enden der Obergurte befinden sich Kartuschen mit dem Wappen des
Königreichs Ungarn. Auf den Obergurten stehen aufwendig gestaltete
Kandelaber.

Ungarische Freiheitsstatue
(Szabadság-szobor) auf der Zitadelle: Nach der gescheiterten
Ungarischen Revolution von 1848 erbaute Festung und Wahrzeichen der
Stadt.
Die Freiheitsstatue (Szabadság-szobor) in Budapest, der Hauptstadt
Ungarns, steht auf dem Gellértberg vor der Zitadelle im Stadtteil Buda.
Sie ist die größte aus einer Gruppe von drei Bronzestatuen des
Bildhauers Zsigmond Kisfaludi Strobl, die 1947 zu Ehren der Soldaten,
die das Land im Zweiten Weltkrieg befreiten, errichtet wurden. Sie ist
so aufgestellt, dass sie von fast jedem Ort in Budapest zu sehen ist.
Dargestellt ist eine Frauengestalt, welche einen Palmenwedel in den
Himmel über sich hält. Die 14 Meter hohe Statue ist zusammen mit ihrem
Sockel etwa 40 Meter hoch. Eine ungarische Krankenschwester hat Modell
gestanden.

Statue des heiligen Stephan I. (Szent István Király szobra)

Die Freiheitsbrücke (Szabadság híd) ist eine der neun Straßenbrücken
über die Donau in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Sie verbindet
den Budaer Szent Gellért tér mit dem Pester Kiskörút (Kleinen Ring) und
dem Fővám tér (Zollamtsplatz) bei der Corvinus-Universität Budapest und
der Großen Markthalle.

Gellértberg Höhle (Gellérthegyi Barlang): Kapelle in einem Höhlennetz
am Berghang, die früher als Kloster und im 2. Weltkrieg als
Feldlazarett genutzt wurde.

Nach dem Fall des Kommunismus wurde das Innere der ehemaligen Kirche
1992 für religiöse Zwecke restauriert. Der heutige Altar Unserer Lieben
Frau von Częstochowa sowie die Gedenktafel und die Dankestafel wurden
von der Warschauer Gesellschaft für Polnisch-Ungarische Freundschaft,
benannt nach József Antall sen., finanziert. Der Altar ist mit einem
gekrönten Adler, dem Wappen Polens, geschmückt, in dessen Mitte sich
eine Kopie des wundertätigen Gemäldes Unserer Lieben Frau von
Częstochowa, Königin von Polen, befindet. Die Eichenmöbel – ein
Kniehocker, ein Messständer, ein Sessel mit Seitensitzen und ein
Beistelltisch für die Messe – wurden von Arbeitern der Möbelfabrik
Swarzędz gefertigt. Am 15. Mai 1994 fand die feierliche Eröffnung der
rekonstruierten Felsenkapelle auf dem Gellértberg statt.

1945 eroberte die Rote Armee Budapest. Sechs Jahre lang wurde die Höhle
weiterhin für religiöse Zwecke genutzt, doch 1951 stürmte die
Staatliche Schutzbehörde die Kapelle im Zuge der zunehmenden Maßnahmen
gegen die katholische Kirche. Infolge der Razzia wurde die Höhle
versiegelt, der Abt des Klosters, Ferenc Vezér, zum Tode verurteilt und
die verbliebenen Brüder für über zehn Jahre inhaftiert. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde die Kapelle am 27.
August 1989 wiedereröffnet, nachdem die dicke Betonmauer, die die Höhle
versiegelt hatte, abgerissen worden war. Bis 1992 war die Kapelle
restauriert und der Paulinerorden in die Höhle zurückgekehrt. Heute
verrichten die Mönche dort weiterhin religiöse Zeremonien, obwohl die
Höhle auch eine beliebte Touristenattraktion ist. Ergänzt wird die
Kirche durch ein geheimnisvolles, in den Fels gehauenes Kloster mit
markanten neugotischen Türmchen. Die Wände der Höhle
bestehen aus natürlichem Gestein. Die Kirche beherbergt viele Räume;
besonders sehenswert ist derjenige, dessen gesamter Schmuck von einem
treuen Anhänger des Paulinerordens aus Hartholz geschnitzt wurde. Die
Terrasse vor dem Eingang wird stolz von der Statue des heiligen
Stephanus neben seinem Pferd bewacht.

Der erste moderne Eingang zu den Höhlen wurde in den 1920er Jahren von
einer Gruppe Paulinermönche erbaut, die sich während einer Pilgerreise
in Lourdes, Frankreich, von ähnlichen Felsbauten inspirieren ließen.
Kálmán Lux, Professor an der Technischen Universität Budapest, war der
verantwortliche Architekt. Nach ihrer Weihe im Jahr 1926 diente sie bis
1951 als Kapelle (Sziklatemplom, Höhlenkirche) und Kloster. Während
dieser Zeit diente sie im Zweiten Weltkrieg auch als Feldlazarett für
die Wehrmacht.


Nach etwa zweijähriger Bauzeit wurde das Bauwerk anlässlich der
Feierlichkeiten zum 1000. Jahrestag der Landnahme am 4. Oktober 1896
als damals zweite Donaubrücke den Budapestern feierlich übergeben. Bei
ihrer Fertigstellung erhielt sie zu Ehren von König Franz Joseph I. den
Namen Ferenc József híd (Franz-Joseph-Brücke). Der Namenspatron ließ es
sich auch nicht nehmen, symbolisch den letzten mit den Initialen F.J.
I. versehenen (silbernen) Niet am Pester Brückenkopf einzuschlagen.

Die 333,6 m lange und 20,1 m breite Brücke überbrückt die Donau und die
beiden Uferstraßen. Sie hat je zwei Fahrspuren und Trambahngleise sowie
außerhalb der Brückenträger angeordnete Gehwege.

Die Elisabethbrücke (ungarisch Erzsébet híd) ist eine der neun
Straßenbrücken über die Donau in der ungarischen Hauptstadt Budapest.
Sie ist die nächste Brücke unterhalb der Széchenyi-Kettenbrücke und
verbindet Buda zwischen Burgberg und Gellértberg mit dem Platz des 15.
März (ungarisch Március 15. tér) in Pest. Die Brücke ist nach der
österreichischen Kaiserin und ungarischen Königin Elisabeth benannt,
die deren Fertigstellung nicht mehr erlebt hat.

Die Elisabethbrücke wurde am 10. Oktober 1903
eingeweiht. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Brücke am 18.
Januar 1945 beim Rückzug von den deutschen Truppen gesprengt. Sie ist
die einzige der Brücken in der Hauptstadt Ungarns, die nach dem Krieg
nicht originalgetreu wiederaufgebaut wurde, da sie dem modernen
Verkehrsaufkommen gewachsen sein sollte. Das neue Bauwerk wurde 1964
dem Verkehr übergeben.

Vincent Hall, Piarista köz 1

Sörforrás étterem ist ein ungarisches Restaurant

Kaffeehaus Gerbeaud
(Gerbeaud Kávéház): Kaffee, Kuchen und ungarische Bistrogerichte in
einem prachtvollen Speisesaal mit hoher Decke und Kronleuchtern.
Das Café Gerbeaud am Vörösmarty tér 7 in der ungarischen Hauptstadt
Budapest ist eines der größten und traditionsreichsten Kaffeehäuser in
Europa. Das Unternehmen war ein k.u.k. Hoflieferant. Noch heute zeigt
es sich im Stil der Gründerzeit, mit seinem Stuck, den Kronleuchtern,
den aus verschiedenen Edelhölzern gefertigten Verkleidungen und dem
Mobiliar.

Riesenrad (Budapest Óriáskereke) am Elisabethplatz (Erzsébet park)

Parlamentsgebäude (Országház) - unbeleuchtet, da nach 22 Uhr

„Der dicke Polizist“ (Rendőr
szobor), die beliebte Bronzefigur des Polizisten, wacht über den
Stephansdom, während die Menschen seinen Glücksbauch streicheln.
Die Statue des „Dicker Polizisten“ auf dem Marktplatz wurde vom
finnischen Bildhauer Kaarlo Mikkonen (1920–2001) geschaffen und ist
seither zu einem beliebten Wahrzeichen der Stadt geworden. Der
freundliche Bronze-Kupfer, liebevoll Onkel Karl genannt, trägt eine
Uniform aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, komplett mit einem
altmodischen Helm und einem eleganten Schnurrbart.
Onkel Karls Bauch ist besonders auffällig, da er eine prächtige goldene
Patina aufweist – ein deutliches Zeichen dafür, dass er schon oft
gestreichelt wurde. Der lokale Aberglaube besagt, dass das Streicheln
seines Bauches Glück und Schutz vor Gewichtszunahme bringt, sodass man
nach Herzenslust ungarisches Essen genießen kann.

MITICO All-You-Can-Eat Breakfast & Brunch, wo man um EUR 12,60 (nur
Kartenzahlung, direkt in Euro) hervorragend brunchen kann.

Mika Tivadar Geheimmuseum: Wenn Sie neugierig auf Ungarns erstes
Geheimmuseum sind, lohnt es sich, umzudrehen und die Treppe
hinunterzugehen. Hier erfahren Sie nicht nur mehr über die Geschichte
des von Mika Tivadar erbauten Gebäudes, in dem sich heute das Hotel
befindet, sondern auch über die faszinierende Vergangenheit von
Gebäuden im Umkreis von 140 Metern um den Ausstellungsraum.

Kupfergießerei in Pest mit einer gewölbten Werkstatt aus dem späten 19.
Jahrhundert. Das Gipsrelief entstand 1909 anlässlich der Einweihung des
Mika-Tivadar-Hauses und der Metallwarenfabrik in der Kazinczy-Straße
47. Ursprünglich war das Kunstwerk in die Wand des Treppenhausfoyers
eingelassen. Es befindet sich noch heute dort, und dies ist eine
Nachbildung davon.

In der gleichen Gegend finden Sie auch Europas berühmtesten Nachtclub,
die Blaue Katze; Ungarns erstes Kino, in dem Michael Curtiz, der
Regisseur, der für den Film Casablanca einen Oscar gewann, seine
Karriere begann; und Sie entdecken die Verbindung zwischen den
amerikanischen Filmschauspielern Sylvester Stallone und Arnold
Schwarzenegger und einem kleinen Haus in der Kazinczy-Straße.

Synagoge der Dohánystraße
(Dohány utcai Zsinagóga): Synagoge im maurischen Stil mit prächtigen
Kuppeln, mit Museum, Friedhof und Holocaust-Gedenkstätte.

Als Eintrittspreis werden 14500 HUF genannt, also etwa EUR 38.
Die religiöse Toleranz unterliegt hier eindeutig meiner pekuniären Intoleranz.

Raoul Wallenberg Holocaust Memorial Park - Kleiner Platz mit
eindrucksvoller Skulptur in Form einer Trauerweide zum Gedenken an
ungarische Juden.
Der Lebensbaum in Budapest, auch bekannt als Emanuelbaum, ist ein
Mahnmal im Hof der Großen Synagoge in der Dohány-Straße. Er ist den
Opfern des Holocaust gewidmet und die Metallskulptur einer Trauerweide
mit auf den Blättern eingravierten Namen lokaler Holocaustopfer.

Street Food Karavan Budapest - Burger, Currys und traditionelle
ungarische Gerichte in einem lebhaften Food-Court zwischen Wohngebäuden.

Anantara New York Palace Budapest Hotel ist ein 5-Sterne-Hotel an der Erzsébet körút.

Im Erdgeschoß befindet sich das Kaffeehaus New York (New York Café Budapest)
Das Café New York ist ein prunkvolles Kaffeehaus der Gründerzeit in
Budapest. Die New York Life Insurance Company ließ zu Beginn der 1890er
Jahre an der heutigen Adresse Erzsébet körút 9–11 im VII. Budapester
Bezirk (Erzsébetváros) ein prunkvolles Gebäude errichten. Im
Erdgeschoss und Tiefgeschoss befand sich und befindet sich noch heute
das genannte Café (ungarisch New York kávéház). Es wurde am 23. Oktober
1894 eröffnet und überdauerte Kriege und Regimewechsel weitgehend
unbeschädigt.

Haus des Terrors
(Terror Háza Múzeum): Museum, das die Folgen der Nazi- und
Sowjetregimes in Ungarn dokumentiert, eine Gedenkstätte für die Opfer.
Das Terror Háza (deutsch: Haus des Terrors) ist ein als Gedenkstätte
konzipiertes historisches Museum in Budapest. Es ist in der Andrássy út
60 untergebracht und soll sowohl an die Herrschaft der faschistischen
Pfeilkreuzler (1944–1945) als auch die marxistisch-leninistische
Diktatur der Kommunisten (1949–1989) in Ungarn erinnern und stellt
dabei beide Regime in seiner Ausstellung gegenüber.

Die Ungarische Akademie der Bildenden Künste (Magyar Képzőművészeti
Egyetem, kurz MKE) in der Andrássy út wurde 1871 gegründet und ist die
bedeutendste Kunsthochschule in Ungarn.

Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs (Első világháborús
emlékmű) und Denkmal für den Zweiten Weltkrieg (világháborús emlékmű)
an der Ecke Andrássy út und Izabella utca

Bottyán Vak Statue (Vak Bottyán szobor) vor der Wohnhausanlage MÁV Vasutasház an der Felsőerdősor utca beim Kodály körönd

Heldenplatz (Hősök tere): UNESCO-Welterbestätte mit Statuen der Heerführer der 7 Gründungsstämme Ungarns.

Millenniumsdenkmal (Millenniumi emlékmű): Historische Statue der 7 Heerführer der Magyaren und anderer bedeutender Landesführer.

Freilicht-Eislaufbahn (Városligeti
Műjégpálya és Csónakázótó): Öffentliche Open-Air-Eislaufbahn aus dem
19. Jh. im Park, mit Kursen, Schlittschuhverleih und Schleifservice.

Die Burg Vajdahunyad (ungarisch
Vajdahunyad vára) ist eine historisierte Burg im Stadtwäldchen
(Városliget) in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Sie entstand 1896
im Rahmen der Budapester Millenniumsausstellung zunächst als temporärer
Bau und wurde von 1901 bis 1907 in ihrer heutigen Form. Seit 1907
beherbergt sie das Ungarische Landwirtschaftsmuseum.

Jáki-Kapelle (Jáki kápolna): Neben dem Landwirtschaftsmuseum ist die
neoromanische Kapelle, die der Abteikirche von Ják nachempfunden ist
Ignác Darányi Statue (Darányi Ignác szobor): Die Statue von Ignác
Darányi (1849–1927), einem bedeutenden ungarischen Politiker und
ehemaligen Landwirtschaftsminister, ist für seine Verdienste während
seiner Amtszeit als Minister bekannt.

Die Burg Vajdahunyad gilt als bedeutende Vertreterin des ungarischen
Historismus. Im Gebäudekomplex finden sich zahlreiche Baustile auf
engerem Raum, von der Romanik über die Gotik und Renaissance bis zum
Barock. Während sich die romanischen und gotischen Gebäudeteile um den
stilprägenden Nachbau der Burg Hunedoara gruppieren, ist der große
Gebäudeteil im Renaissance- und Barockstil nicht direkt einem anderen
Gebäude nachempfunden.

Das ungarische Landwirtschaftsmuseum (Magyar Mezőgazdasági Múzeum)
nimmt den größten Teil der rechts vom Burgtor gelegenen Gebäudeflügel
ein. Es umfasst eine neunteilige Dauerausstellung und wechselnde
Sonderausstellungen. Hier werden bäuerliches Handwerkszeug,
Landmaschinen und andere Objekte der ungarischen Land- und
Forstwirtschaft ausgestellt. Die Ausstellung widmet sich auch der
Fischerei, dem Weinbau, der Viehzucht und der ungarischen Flora.

Denkmal des Anonymus: Vor dem Landwirtschaftsmuseum, aber noch auf der
Burginsel, befindet sich die 1903 von Miklós Ligeti entworfene Statue
des Anonymus. Es wurde zu Ehren eines im 12./13. Jahrhundert lebenden
anonymen Geschichtenschreibers hier errichtet, der im Auftrag von König
Béla IV. die erste ungarische Chronik (lateinisch Gesta Hungarorum)
niederschrieb.

Im Széchenyi Thermalbad Park (Parque del balneario termal Széchenyi) findet sich das Széchenyi-Heilbad
(Széchenyi Gyógyfürdő és Uszoda), ein im Jahr 1913 erbautes kunstvolles
Thermalbad mit Kuppeldach, großen Schwimmbecken und
Wasserstrahlmassagen.
Praktischerweise ist dort auch die U-Bahnstation Széchenyi fürdő der
M1. Das zu entwertende Ticket ist bei der Conduktor als Einzelfahrt um
HUF 500 Ft (EUR 1,30) gegen Cash zu haben.

Die 3,6 km bis zum Vörösmarty tér lassen sich so viel bequemer
zurücklegen. Die Budapester U-Bahn (nicht die Metro!) war die erste auf
dem Kontinent. Dieser Bahnhof ist der innerstädtische Endbahnhof der
1896 gebauten „Millenniumslinie“.

Harry Hill Bandholtz Statue am Freiheitsplatz (Szabadság tér) vor der Magyar Nemzeti Bank.
Die Statue im Zentrum des Parks am Szabadság tér, gegenüber der
US-Botschaft, stellt Harry Hill Bandholtz, Brigadegeneral der US-Armee,
dar, der gegen Ende des Ersten Weltkriegs als Militärpolizeichef unter
General Pershing diente. Berühmt wurde er, als er in der Nacht des 5.
Oktober 1919, nur mit einer Reitgerte bewaffnet und im Wesentlichen
durch Bluff, eine Gruppe rumänischer Soldaten daran hinderte,
transsilvanische Schätze aus dem Nationalmuseum zu entfernen.

Sowjetisches Kriegsdenkmal (Szovjet hősi emlékmű): Weißer Obelisk zum
Gedenken an die im Zweiten Weltkrieg dienende russische Armee am
Freiheitsplatz (Szabadság tér).

Ronald-Reagan-Denkmal (Ronald Reagan szobor)
Auf dem Freiheitsplatz steht ein Denkmal des ehemaligen US Präsidenten
Ronald Reagan, der durch seine umstrittene Rüstungspolitik die
Sowjetunion gezwungen hat, ihre Militärausgaben ebenfalls drastisch zu
erhöhen. Das hat letztlich zu deren Zusammenbruch geführt. Dieses
Denkmal des ehemaligen US-Präsidenten wurde vom Bildhauer István Máté
geschaffen. Die Enthüllung erfolgte im Juni 2011. Es dient als
Erinnerung an seine Rolle bei der Unterstützung des Übergangs Ungarns
zur Demokratie während der Zeit des Kalten Krieges.

Das Parlamentsgebäude (Országház; wörtlich: „Landeshaus“) in Budapest
ist Sitz des Ungarischen Parlaments (Országgyűlés). Der neugotische Bau
wurde von 1885 bis 1904 nach Plänen des Architekten Imre Steindl für
den Reichstag des Königreichs Ungarn errichtet. Das Gebäude, eines der
Wahrzeichen Budapests, ist am Donauufer gelegen und eines der größten
Parlamentsgebäude der Welt. Als Vorbild diente der Palace of
Westminster, Sitz des Britischen Parlaments in London.

1873 vereinigten sich die drei Städte Buda, Pest und Óbuda zur
Hauptstadt Budapest. Sieben Jahre später beschloss man, ein neues und
repräsentatives Parlamentsgebäude zu errichten, das die
Eigenständigkeit und Souveränität der ungarischen Nation symbolisieren
sollte. Bei der folgenden Ausschreibung gewann am 22. April 1883 der
ungarische Architekt Imre Steindl, wobei auch die Pläne der weiteren
Erstplatzierten in Bauten wie dem Justizpalast und dem
Landwirtschaftsministerium umgesetzt wurden. Die meisten
Wettbewerbsentwürfe waren im Stil der Neorenaissance gehalten, so auch
die Beiträge von Otto Wagner mit zwei ungarischen Partnern und dem
bekannten Büro Fellner & Helmer; Steindl dagegen orientierte sich
am Vorbild des neogotischen Palace of Westminster in London.

Kossuth-Denkmal / Skulpturengruppe Lajos Kossuth (Kossuth Emlékmű / Kossuth Lajos szoborcsoport)
Das Kossuth-Lajos-Denkmal, das vor dem ungarischen Parlamentsgebäude in
Budapest steht, ist eine bemerkenswerte Hommage an Lajos Kossuth, eine
bedeutende Figur der ungarischen Geschichte. Das 1927 von Miklós Ligeti
geschaffene Denkmal zeigt Kossuth auf einem Sockel mit Schwert und
Lorbeerkranz. Dieses neoklassizistische Meisterwerk ist bekannt für
seine feinen Details und Pracht. Es dient als wichtiges Nationalsymbol
und ist Schauplatz offizieller Gedenkfeiern.
Lajos Kossuth von Udvard und Kossuthfalva (1802-1894) war ein
ungarischer Rechtsanwalt, Politiker und in den Jahren 1848/49 einer der
Anführer der Ungarischen Unabhängigkeitserhebung gegen Österreich. Auch
nach der Niederschlagung der Revolution setzte er sich im Exil bis zu
seinem Tod für die Unabhängigkeit Ungarns vom Kaisertum Österreich (ab
1867 Österreich-Ungarn) ein. Bis in die Gegenwart gilt Kossuth als
ungarischer Nationalheld.

Mit dem Bau des Parlamentsgebäudes wurde 1885 begonnen. Etwa 1000
Arbeiter waren in den nächsten Jahren damit beschäftigt, über 40
Millionen Steine, darunter eine halbe Million Schmucksteine, für das
Bauwerk aufeinanderzuschichten. Des Weiteren wurden etwa 40 Kilogramm
Gold verwendet. Eröffnet wurde das Gebäude 1896 zu den
Millenniumsfeierlichkeiten, endgültig abgeschlossen werden konnten die
Bauarbeiten aber erst im Jahre 1904. Tragisch für Architekt Steindl
war, dass er sein Werk niemals zu Gesicht bekam, da er vor der
Vollendung erblindete. Fortan beherbergte das Gebäude den aus
Magnatenhaus (Oberhaus) und Abgeordnetenhaus (Unterhaus) bestehenden
Reichstag des Königreichs Ungarn innerhalb der im Ausgleich von 1867
geschaffenen Österreichisch-Ungarischen Monarchie.

Imre-Nagy-Denkmal (Nagy Imre szobor) am Jászai Mari tér bei der Margaretenbrücke (Margit híd).
Das Denkmal wurde die zu Ehren des ungarischen Politikers Imre Nagy
gebaut wurde. Nach seiner Hinrichtung 1956 wird er heute als
Nationalheld verehrt.

Die Margaretenbrücke (Margit
híd) ist eine von neun Straßenbrücken über die Donau in Ungarns
Hauptstadt Budapest. Sie ist eine der wenigen erhaltenen älteren
Brücken über die Donau mit steinernen Strompfeilern. Die Brücke
verläuft über die Südspitze der Margareteninsel, von der aus die beiden
Brückenteile mit jeweils drei Segmentbögen abgehen. Danach erhielt die
Konstruktion auch ihren Namen. Die Pfeiler sind unterhalb der Fahrbahn
durch stählerne Bögen verbunden. Eine Besonderheit der Margaretenbrücke
ist, dass sie aus zwei Teilen mit je drei Segmentbögen besteht, die
sich auf der Margareteninsel treffen und dort einen Winkel von 150 Grad
bilden. An dieser Stelle führt eine zusätzliche Flügelbrücke auf die
Margareteninsel und bildet einen siebten Brückenbogen.

Das direkt am Donauufer gelegene Parlamentsgebäude
(Országház) ist eines der Wahrzeichen Budapests. Es hat eine Länge von
268 Metern und eine Breite von 123 Metern. Mit seiner Höhe von 96
Metern ist es neben der St.-Stephans-Basilika das höchste Gebäude
Budapests. Es besitzt 10 Innenhöfe, 13 Personen- und Lastenaufzüge, 27
Eingänge, 29 Treppenhäuser, 691 Räume (darunter mehr als 200 Räume für
offizielle Anlässe und Empfänge) und 365 Türmchen. Als Vorbild diente
der Palace of Westminster, Sitz des britischen Parlaments in London.

Denkmal zum hundertjährigen Jubiläum (Centenáriumi Emlékmű)
Monument an der Südspitze der Margareteninseln, unweit des
Musikbrunnens. Erstellt wurde das Werk 1972 von István Kiss zum
100jährigen Jubiläum der Vereinigung von Pest, Buda und Óbuda zu
Budapest.

Die Margareteninsel
(Margit-sziget) ist die bekannteste Donauinsel in der ungarischen
Hauptstadt Budapest. Sie befindet sich im Stadtzentrum, zwischen den
beiden Stadthälften Buda und Pest, und ist durch die Margaretenbrücke
im Süden und durch die Árpádbrücke im Norden mit jeweils beiden
verbunden. Die Insel hat eine Länge von etwa 2,5 km, eine Fläche von
0,965 km² und ist durch ihre ausgedehnten Parkanlagen sowohl bei
Touristen als auch bei der Budapester Bevölkerung als Erholungsort
bekannt und beliebt. Die Insel ist zu Fuß, per Straßenbahn (über die
Margaretenbrücke) und Fahrrad erreichbar und frei von privatem
Autoverkehr. Kraftfahrzeuge sind auf der autofreien Insel im
Allgemeinen verboten

Margareteninsel-Minizoo (Margitszigeti kisállatkert): Idyllischer,
kompakter Zoo mit vielen unterschiedlichen Tieren, darunter Vögel,
Rehe, Hasen und Ponys.

Margareteninsel-Minizoo: Versteckt auf Margaret Island liegt dieser
kleine Zoo, der gerettete Tiere und einheimische Wildtiere wie Hirsche,
Eulen und Ziegen pflegt.

Die St.-Stephans-Basilika (Szent István-bazilika) liegt am
St.-Stephans-Platz (Szent István tér) im Stadtteil Pest und ist seit
ihrer Einweihung im Jahre 1905 die größte Kirche der ungarischen
Hauptstadt Budapest und Konkathedrale des römisch-katholischen
Erzbistums Esztergom-Budapest.

Königspalast (Budavári Palota): Palast und Standort der Ungarischen
Nationalgalerie sowie Ausstellungsort mit gotischen Altären &
Skulpturen.

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und Königspalast (Budavári Palota)

Burgviertel von Buda (Budai Várnegyed) mit Fischerbastei (Halászbástya) und Matthiaskirche (Budavári Nagyboldogasszony-templom)

Parlamentsgebäude (Országház) - diesmal beleuchtet, da vor 22 Uhr.

Parlamentsgebäude (Országház) an der Donau im Mondlicht

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika) hinter dem Gresham-Palast

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika)

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika)

Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) und Königspalast (Budavári Palota) beim Budaer Burgtunnel (Budai Váralagút)

St.-Stephans-Basilika (Szent István Bazilika) mit dem Dicken Polizisten (Rendőr szobor)

Sisi Statue (Sisi szobor), Bronze-Statue auf dem Imre-Platz. Die in
Ungarn beliebte Habsburger Prinzessin, eine gebürtige Wittelsbacherin,
steht seit 2018 auf dem Platz. Mit einem Regenschirm in der Hand und
einer eleganten Haltung strahlt die Statue eine gewisse Grazie und
Anmut aus, die den Charakter der Kaiserin perfekt einfängt.

Schuhe am Donauufer (ungarisch
Cipők a Duna-parton) ist ein 2005 errichtetes Mahnmal in Budapest, das
von Gyula Pauer und Can Togay zur Erinnerung an die Pogrome an Juden
durch Pfeilkreuzler in Ungarn während des Zweiten Weltkriegs gestaltet
wurde.
Insgesamt beläuft sich die Anzahl der jüdischen Todesopfer unter dem
Szálasi-Regime auf ungefähr 50.000 Menschen. Südlich des ungarischen
Parlaments in Budapest, am unteren Donaukai, wurde im Jahr 2005 das
Mahnmal Schuhe am Donauufer errichtet. Auf einer Länge von 40 Metern
wurden zum Andenken an die Erschießungen von 1944/45 sechzig Paar
Schuhe aus Metall gereiht.

Die Fassade des ungarischen Parlamentsgebäudes besteht aus neogotischen
Elementen, die ihre Charakteristik durch die zahlreichen Türme und
Giebel bekommen. Der Komplex auf annähernd T-förmigen Grundriss ist in
vier Bereiche gegliedert. Mittig angeordnet ist der Kuppelsaal, in dem
die Stephanskrone mit den ungarischen Reichsinsignien aufbewahrt
werden. Östlich davon ragt zur Stadtseite hin der Trakt mit dem
Haupteingang hervor, in dem sich auch die Prunkstiege befindet, die zur
Kuppelhalle hinaufführt. Nördlich und südlich der Kuppelhalle befinden
sich die Sitzungssäle und Repräsentationsräume sowie knapp 700 weitere
Räumlichkeiten. Dazu gehören auch die Amtszimmer des Staatspräsidenten,
des Ministerpräsidenten und des Parlaments. Da Ungarn zur Bauzeit ein
Zweikammersystem hatte, das aus dem Magnatenhaus (Oberhaus) und dem
Abgeordnetenhaus (Unterhaus) bestand, sind auch zwei weitgehend
identische Sitzungssäle vorhanden. Während im südlichen Saal das
heutige Parlament tagt, wird der nördliche Saal des ehemaligen
Magnatenhauses für Kongresse und Konferenzen genutzt.

Der im mittleren Teil angeordnete Kuppelsaal, mit seiner 96 Meter hohen
und mit neogotischen Motiven geschmückten Kuppel, dient heute vor allem
zu repräsentativen Zwecken. Seit dem 1. Januar 2000 werden in der
Kuppelhalle auch die Stephanskrone und die ungarischen Kronjuwelen
aufbewahrt und durch die Kronwache mit ihren traditionellen Uniformen
bewacht. Viele Ungarn nutzten seitdem die Gelegenheit, die wichtigsten
Symbole der Nation zu besichtigen. Gruppenführungen werden in
verschiedenen Sprachen, unter anderem auf Deutsch, durchgeführt. Ticket
für EWG-Bürger um 7000 HUF.

Margaretenbrücke (Margit híd)

Parlamentsgebäude (Országház)

Parlamentsgebäude (Országház)

Der Memento Park (ehemals Szoborpark Múzeum) ist ein Freilandmuseum im
XXII. Bezirk im südwestlichen Teil der ungarischen Hauptstadt Budapest.
Er wurde 1993 eröffnet und umfasst eine von dem Architekten Ákos Eleőd
gestaltete Sammlung von 42 Denkmälern und Statuen aus der Zeit des
Realsozialismus und danach. Der Eintrittspreis von 3000 HUF ist auch hier zu hoch, die Hälfte wäre okay.
Ein interessantes Denkmal stellt die Statue des Befreiungsarmeesoldaten
dar: Die sechs Meter hohe Statue stand einst vor der Budapester
Freiheitsstatue auf dem Gellértberg und feierte die Befreiung Budapests
durch die Rote Armee. Auch sie wurde abgerissen, 1956 allerdings durch
eine genaue Nachbildung ersetzt.

Das größte Denkmal des Parks ist das moderne und unruhig wirkende Béla-Kun-Denkmal
aus dem Jahr 1986. Das Denkmal bildet den ungarischen Kommunistenführer
Béla Kun ab, wie er eine Gruppe aus Soldaten und Arbeitern anführt.

Die Sammlung geht auf eine Idee des ungarischen Literaturhistorikers
Lászlo Szörényi zurück. Dieser schlug am 5. Juli 1989 in der Zeitung
Hitel vor, einen „Leningarten“ zu schaffen, in dem alle Leninstatuen
und -büsten Ungarns versammelt werden sollten. Die heutige Anlage
verwirklicht diese Intention nur in bescheidener Weise, denn die
Relikte der kommunistischen Epoche wurden ja nach der Wende vielfach zu
Sammlerobjekten und informell „privatisiert“. Heute sind einige der
prominentesten Statuen der Zeit vor 1989 in ironisch postmoderner
Präsentation versammelt.
Denkmal der Räterepublik: Ein
weiteres Denkmal erinnert an die Ungarische Räterepublik von 1919. Die
ikonische Statue basiert auf einem berühmten revolutionären Poster
eines voranstürmenden Seemanns, der eine Fahne hochhält. Es befand sich
am Rande des Stadtwäldchens (Városliget).

Ein Höhepunkt des Parks ist eine Skulptur zweier riesiger Hände, die
eine Kugel halten. Diese symbolisiert ein allegorisches Bild für die
Arbeiterbewegung und die „Sowjetisch-ungarische Freundschaft“, indem
sich zwei Menschen die Hände reichen.

Das Denkmal für Miklós Steinmetz (mittig) stammt von Sándor Mikus und entstand 1958.

Nach Meinung von Valerie Laukat von der Budapester Zeitung ist der
Budapester Statuenpark „ein gutes Beispiel für einen realistischen und
doch distanzierten Umgang mit den unerfreulichen Zeugnissen der
Vergangenheit.“.

Trabant? Trabant!
Der berühmte sozialistische „Volkswagen“ wurde in Zwickau,
Ostdeutschland, gefertigt. Der Trabant wurde zwischen 1958 und 1990
produziert. Man musste die Hälfte des Preises im Voraus bezahlen und
sechs bis acht Jahre warten, bis man ihn endlich besitzen konnte.
Technisch war der Trabant mit dem westdeutschen Lloyd-Automobil
vergleichbar, das in der gleichen Fahrzeuggröße einen luftgekühlten
Zweizylinder-Viertaktmotor besaß.
Funktion/Motorübersicht: Kleiner Zweitaktmotor, Zwei Zylinder, 26 PS,
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 21 Sekunden,
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h, Kraftstoffverbrauch: 7 l/100 km,
Schadstoffemissionen: Neunmal so viele Kohlenwasserstoffe und fünfmal
so viel Kohlenmonoxid wie ein durchschnittliches europäisches Auto im
Jahr 2007
Der Trabant war das zweite Auto, das mit Duroplast verkleidet wurde.
Die Karosserie des Trabant bestand aus recyceltem Material,
Baumwollabfällen aus Russland und Phenolharzen der ostdeutschen
Farbstoffindustrie. Damit war der Trabant das erste Auto mit einer
Karosserie aus Recyclingmaterial.
Der ehemalige bulgarische Außenminister und Gründungspräsident des
Bulgarischen Atlantik-Clubs, Solomon Passy, besaß einen berühmten
Trabant, mit dem er gerne Ausfahrten unternahm. Passys Trabant wurde
2002 von Papst Johannes Paul II. gesegnet.
1997 erlangte der Trabant Berühmtheit, weil er den „Elchtest“ – einen
Slalom mit 60 km/h – bestand, ohne wie die Mercedes-Benz A-Klasse
umzukippen. Eine thüringische Zeitung titelte: „Kommt und holt uns,
Elch! Trabi besteht den A-Klasse-Killertest.“

Standbild von Karl Marx und Friedrich Engels
Das Denkmal von Marx und Engels stand einst vor dem Gebäude der USAP. Es stammt von György Segesdi.

Mit seiner Trauerfeier am 27. Januar 1924 begann der Lenin-Kult. In der
Zeit des Realen Sozialismus wurden Statuen und Denkmäler zu Ehren
Lenins errichtet, Straßen und Plätze nach ihm benannt, Gedichte und
Lieder zu seinem Lob verfasst und sogar der höchste Gipfel des
Pamir-Gebirges trug seinen Namen. Auch Städte wurden umbenannt: Sankt
Petersburg hieß von 1924 bis 1991 Leningrad, während Tiszaújváros in
Ungarn von 1970 bis 1991 den Namen Leninváros trug.
Der um ihn entstandene Kult erhob ihn zu einem beinahe göttlichen
Status. Aus diesem Grund wurde sein Leichnam konserviert und im
Lenin-Mausoleum in Moskau beigesetzt, das ihm buchstäblich
Unsterblichkeit verleihen sollte. Das eigentliche Ziel der Schöpfer des
Lenin-Kults war die Machterhaltung. Lenins spätere Nachfolger nutzten
ihn als Bezugspunkt und sahen sich selbst als die wahren Anhänger, die
das Erbe der leninistischen Ideologie weiterführen würden. So wurde der
Leninismus zu einer Art „Staatsreligion“ mit einem Gründer als
übernatürlichem Führer und Propheten, der die heiligen Texte schuf, die
immer wieder neu interpretiert und somit auf jede erdenkliche Situation
angewendet werden konnten.

Stalins Stiefel: Das
bedeutendste Denkmal aus der Ära des Realsozialismus in Budapest war
eine acht Meter hohe Bronzestatue von Stalin. Die Statue stand auf
einem riesigen 9,3 Meter hohen Podium am Paradeplatz (Felvonulási tér)
in der Nähe des Stadtwäldchens (Városliget). Vom Podium aus, das mit
symbolischen Reliefs verziert war, beaufsichtigten kommunistische
Parteikader die Militärparaden. Heute steht auf diesem Platz ein
Denkmal an den Volksaufstand, das der antisowjetischen Revolte des
Jahres 1956 gedenkt. Im Zuge des Aufstandes wurde die Statue gestürzt,
sodass lediglich die Stiefel stehen blieben. So hat Ákos Eleőd im
Memento Park eine Nachbildung von Stalins Podium und Stiefeln
geschaffen.

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun:
Wachablöse am Palais Sándor Budapest, 2. März 2026, 13 Uhr:
Labirintus Budapest - Labyrinth Buda Castle, March 2026:
Memento Park Budapest, März 2026: