Dresden

Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen, September 2024

Dresden ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Mit rund 570.000 Einwohnern ist die an der Elbe gelegene kreisfreie Stadt Dresden, nach Leipzig, die zweitgrößte sächsische Kommune und die zwölftgrößte Stadt Deutschlands.

 Dresden in Sachsen, September 2024

Wie der Zufall so will, ist kurz vor meiner Anreise am 11. September 2024 um 6 Uhr früh die Carolabrücke eingestürzt. Auch für morgensportliche Dresdner ein beliebtes Fotomotiv.

 Dresden in Sachsen, September 2024

Das Sächsisches Ständehaus ist ein ehemaliges Parlamentsgebäude am Schloßplatz in Dresden. Der Neubarockbau wurde 1901 bis 1907 durch König Albert von Paul Wallot für den Sächsischen Landtag geschaffen. Es ist heute Sitz des Landesamts für Denkmalpflege Sachsen und des Oberlandesgerichts Dresden.

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Denkmal „Friedrich August dem Gerechten“ beim Georgentor am Schlossplatz
Das Georgentor oder der Georgenbau ist der ursprüngliche Stadtausgang von Dresden zur Elbbrücke. Er liegt in der Inneren Altstadt am Schloßplatz zwischen dem Residenzschloss und dem Stallhof. Dieser erste Renaissancebau in Dresden wurde von Georg dem Bärtigen veranlasst, der das ehemalige Stadttor zur damals einzigen Dresdner Elbbrücke von 1530 bis 1535 zum Georgentor umbauen ließ. Der Bau besticht heute durch seine repräsentative Fassade im monumentalen Neorenaissancestil.

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Die Augustusbrücke ist eine Brücke über die Elbe in Dresden und verbindet die historischen Kerne der Altstadt und der Neustadt, die bis ins 16. Jahrhundert die selbstständige Stadt Altendresden war. Ursprünglich war sie der größte Brückenbau des deutschen Hochmittelalters sowie eines der größten mittelalterlichen Verkehrsbauwerke Europas. Unter August dem Starken wurde die Brücke durch Matthäus Daniel Pöppelmann grundlegend umgestaltet und zwischen 1907 und 1910 durch einen Neubau von Hermann Klette und Wilhelm Kreis ersetzt.

Augustusbrücke über die Elbe mit Altstadtensemble: Ständehaus, Georgentor/Georgenbau, Kathedrale Sanctissimae Trinitatis (Dresdener Hofkirche)

 Dresden in Sachsen, September 2024

Die Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK Dresden, auch Kunsthochschule Dresden oder Kunstakademie Dresden genannt) wurde 1764 gegründet und ist damit eine der ältesten Kunsthochschulen Deutschlands. An exponierter Stelle der Stadt, an der Brühlschen Terrasse, gleich neben der Frauenkirche, steht die Kunstakademie, eines der drei Gebäude der heutigen Hochschule für Bildende Künste Dresden. Constantin Lipsius entwarf den Vierflügelbau, der 1887 bis 1894 im Stil des Historismus errichtet wurde. Wegen seiner Monumentalität in der Stadt war er in dieser exponierten Lage umstritten. In dem Gebäude, dessen Glaskuppel wegen ihrer Form auch als Zitronenpresse bekannt ist, war neben der Kunstakademie das Ausstellungsgebäude des Sächsischen Kunstvereins untergebracht, seit 2005 wird es von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden als Kunsthalle genutzt.

Hochschule für Bildende Künste Dresden mit Brühlsche Terrasse

 Dresden in Sachsen, September 2024

Als Goldener Reiter wird das Reiterstandbild Augusts des Starken auf dem Neustädter Markt in Dresden bezeichnet. Es befindet sich in der Mittelachse der Hauptstraße und der Neustädter Wache. Der Goldene Reiter gilt als das bekannteste Denkmal Dresdens und gehört zu den bedeutendsten Skulpturen des Dresdner Barock. Die Statue zeigt August den Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, als römischen Caesar mit Rüstung in nordöstlicher Richtung zum polnischen Königreich auf einem courbettierenden Hengst reitend.

Die Inschriften auf dem Sockel des Reiterstandbilds lauten:   
„Friedrich August I. Herzog von Sachsen, Kurfürst und Erzmarschall des Heiligen Römischen Reiches, König von Polen. August II.“

Goldener Reiter - Berühmte, mit Blattgold belegte Statue von König August II. als römischer Caesar zu Pferde.

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Die Fahnenmasten mit ihren Sockeln und Reliefs zeigen Kaiser Wilhelm I. sowie den sächsischen König Albert. Errichtet wurden sie 1893 zum Gedenken an den Besuch des Kaisers in Dresden auf der Hauptstraße.

Fahnenmasten in Gedenken an Kaiser Wilhelm I und König Albert säumen die Hauptstraße.

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So bunt ist Dresden
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Kunsthofpassage Dresden - Komplex aus originell gestalteten Innenhöfen mit Cafés im Freien, Künstlerateliers und unabhängigen Boutiquen.

Der Hof der Elemente besteht aus einer blaufarbenen Fassade mit Regenrohren (Element Wasser) und einer gelben Fassade mit Alublechen (Element Licht) an der Westseite des Hofes. Geschaffen wurde die Gestaltung von den Künstlern Annette Paul, Christoph Roßner und André Tempel, die sich dabei in St. Petersburg „von der bizarren Architektur der Fallrohre“ inspirieren ließen.

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Die Kunsthofpassage ist eine Passage, bestehend aus fünf einzelnen Höfen, in der Äußeren Neustadt in Dresden, beginnend im Haus Görlitzer Straße 25, und die bis zur Alaunstraße 70 reicht. Dieser wurde nach Plänen der Architekten MüllerMüller, Knerer und Lang, Heike Böttcher und Meyer Bassin (alle Dresden) gestaltet und 2001 fertiggestellt.

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Ausblick über Park Elbewiesen
Die Elbwiesen in Dresden bilden das Ufer der Elbe und ziehen sich, mit Ausnahme der Brühlschen Terrasse und des davor gelegenen Terrassenufers sowie der Neuen Terrasse am Landtag, quer durch die Stadt. Es ergibt sich eine Gesamtlänge der Elbwiesen von etwa 30 Kilometern auf beiden Flussseiten. Ihre Breite schwankt zwischen wenigen Metern unterhalb der Elbschlösser, wo die Elbe dicht an den Elbhang heranrückt, und bis zu 400 Metern am gegenüberliegenden Ufer.

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Das Lingnerschloss, eigentlich Villa Stockhausen, ist das geografisch mittlere der drei Elbschlösser in Dresden. An zentraler Stelle des ehemaligen Weltkulturerbes Dresdner Elbtal (2004–2009) gelegen, bietet seine Terrasse einen imposanten Ausblick auf einen großen Teil des Areals und es wurde als Sitz des Welterbezentrums ausgewählt. Die Bezeichnung „Lingnerschloss“ (umgangssprachlich vergeben nach dem bekanntesten ehemaligen Eigentümer und Bewohner des Gebäudes, Karl August Lingner, dem Erfinder des Odol-Mundwassers) ist heute gebräuchlicher als der ursprüngliche Name „Villa Stockhausen“.

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Lingnerschloss Südseite
Die Villa wurde von 1850 bis 1853 im Auftrag des Prinzen Albrecht von Preußen im Zusammenhang von dessen zweiter Eheschließung mit Rosalie Gräfin von Hohenau geborene von Rauch auf einem der Weinbergsgrundstücke erbaut, die zuvor seit 1803 im Besitz des schottischen Adligen James Ogilvy, 7. Earl of Findlater gewesen waren. Sie war als Wohnsitz für Friedrich Ludwig Albert Freiherr von Stockhausen-Immenhausen (1810–1855) bestimmt, Sohn von Johann Karl Friedrich Ludwig von Stockhausen und Kammerherr des Prinzen. Bis zur Fertigstellung seines eigenen Anwesens, des benachbarten Schlosses Albrechtsberg, wohnte der Prinz selbst in dem Gebäude. Landbaumeister Adolph Lohse war der Architekt des klassizistischen Baus. Er gestaltete auch die Innenräume. Um das Schloss wurde ein Park angelegt. Auch ein Weinberg gehörte zum Areal.

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Lingners Weingarten an der Elbe und Park Elbewiesen
Die Dresdner Elbhänge sind ein kulturlandschaftlicher Raum in Dresden. Sie bilden den nordöstlichen Rand des Elbtalkessels. Lange Zeit waren sie auch die Stadtgrenze Dresdens und markieren seit der Eingemeindung weiterer Flächen oberhalb der Hänge einen Übergang von dicht besiedelten Stadtteilen zu den ländlichen Ortschaften Dresdens.

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Schloss Eckberg ist eines der drei Elbschlösser und befindet sich am rechten Elbhang in Dresden, etwa 3 Kilometer elbaufwärts vom Stadtzentrum entfernt. Westlich von Schloss Eckberg befindet sich das Lingnerschloss und neben diesem das Schloss Albrechtsberg.

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Sonnenanbeter Skulptur am Schloss Eckberg
Diese Bronzeplastik eines Sonnenanbeters steht auf der Terrasse von Schloss Eckberg und blickt von dort in das Elbtal hinab. Das Kunstwerk wurde von Sascha Schneider (1870-1927) geschaffen.

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Schloss Eckberg von Südosten
Das Schloss Eckberg entstand von 1859 bis 1861 im Auftrag des Großkaufmanns Johann Daniel Souchay, so dass es damals im Volksmund Villa Souchay genannt wurde. Souchay verwendete einen Teil seines großen Vermögens, das er im Textilhandel in Manchester erworben hatte, für Wohltätigkeitsstiftungen in Loschwitz und erwarb sich um die Entwicklung dieses Ortes große Verdienste. Mit dem Erwerb des Loschwitzer Weinberges Eckberg entschied sich Souchay im Jahr 1859, seinen Lebensmittelpunkt in das Dresdner Elbtal zu verlegen. In seinem Auftrag errichtete der Semper-Schüler Christian Friedrich Arnold an Stelle des 1675 auf dem Eckberg errichteten Klengelschen Landhauses den reich gegliederten neugotischen Schlossbau. Ihm sollen dabei etliche Landsitze und Landschaftsparks (Tudorstil) als Vorbild gedient haben. Mit der Gestaltung seines 15 Hektar großen Landschaftsgartens betraute Johann Daniel Souchay den preußischen Obergärtner Hermann Sigismund Neumann, der einige Jahre zuvor für die Anlage der Gärten im benachbarten Schloss Albrechtsberg und Villa Stockhausen (Lingnerschloss) nach Dresden geholt worden war. Gleichzeitig mit dem Schloss entstanden an der Bautzner Straße zahlreiche Nebengebäude, unter anderem Pferdeställe, Remise, Gärtnerhaus und ein großes neugotisches Gewächshaus.

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Das Schloss Albrechtsberg in Dresden, gelegentlich auch Albrechtsschloss genannt, ist eines der drei Elbschlösser am rechten Elbufer im Stadtbezirk Loschwitz. Es wurde zwischen 1850 und 1854 von Adolf Lohse erbaut für Prinz Albrecht von Preußen (1809–1872), den jüngsten Bruder der preußischen Könige Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I. (ab 1871 auch deutscher Kaiser). Der spätklassizistische Bau in der Tradition Karl Friedrich Schinkels ist das repräsentativste der drei Elbschlösser. 1925 wurde es von den Grafen von Hohenau, den Nachkommen und Erben des Prinzen Albrecht aus dessen zweiter Ehe, an die Stadt Dresden verkauft. Die Zerstörungen Dresdens 1945 betrafen das Schloss nicht. Nach zwischenzeitlicher Nutzung durch die SMAD-Verwaltung in Dresden sowie als Hotel wurde es bis 1990 Pionierpalast. Seit 1990 wieder an die Stadt Dresden rückübertragen dient es heute vorwiegend kulturell-künstlerischer Nutzung.

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Bereits 1850 hatte Prinz Albrecht auf Vermittlung der Ehefrau seines Kammerherren, Leutnant Albert von Stockhausen, den Findlater’schen Weinberg von der Mordgrundbrücke bis zur Saloppe in Dresden gekauft. Auf den Grundmauern des abgebrochenen Kaffeehauses sollte nunmehr ein angemessenes Prinzenschloss entstehen. Es sollte ein preußisches Schloss werden, so die Idee, am Bau waren ausschließlich preußische Architekten und Bauleute (mit Ausnahme der Fundamentgründung) beteiligt, auch das Material dafür wurde aus Preußen beschafft. Als Architekt wurde der Berliner Schinkelschüler und Landbaumeister Adolph Lohse gewonnen.

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Schloss Albrechtsberg Südseite
Der spätklassizistische Bau Adolf Lohses (1807–1867), eines Schülers Schinkels, hatte die Belvedere-Planungen für Potsdam (Schloss) und die Villa d’Este bei Rom (Terrassen) zum Vorbild. Das Schloss wirkt „wie ein Exot in der überwiegend barocken Architekturlandschaft Dresdens“. „Es liegt die Vermutung nahe, dass die ursprüngliche Idee zum Albrechtsberg-Komplex auf Entwürfe des Königs Friedrich Wilhelm IV. für das Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg bei Potsdam … zurückzuführen ist."

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Brunnen „Stille Wasser“ (1894; Robert Diez) am Albertplatz
Stille Wasser und Stürmische Wogen ist eine Zwillingsbrunnenanlage auf dem Albertplatz in Dresden. Sie wurde von 1883 bis 1894 von Robert Diez geschaffen und steht unter Denkmalschutz.

Das runde Granitbecken hat einen Durchmesser von 18 Metern. In ihm befindet sich eine im Durchmesser 7,20 Meter große Steinschale, in der sich wiederum die Brunnenplastik auf erhöhtem Sockel befindet. Über kurzem Schaft erhebt sich mittig in rund fünf Metern Höhe wiederum eine Brunnenschale, die einen Durchmesser von rund fünf Metern hat. Der Schaft ist mit figürlichem, überlebensgroßem Schmuck versehen, den Diez „in edelstem Wahlnaturalismus geschaffen“ hat. Auch die Unterseite der oberen Brunnenschale trägt reichen künstlerischen Schmuck. Die Brunnen bestehen aus Bronze, die mit grüner Patina überzogen wurden. Das Brunnenbecken wurde aus Granit gefertigt.

Stille Wasser zeigt elf überlebensgroße Figuren. Die Figuren sind in vier Gruppen unterteilt (im Uhrzeigersinn):
 Loreley mit Leier
 Perle und Nymphe – eine Nymphe trägt als Perle des Meeres ein junges Mädchen aus dem Wasser empor, eine Nymphe mit Lilie sitzt dabei
 Meerweib und Nixe (Najadengruppe) – ein Meerweib scherzt mit einem Nixen
 Wasserrose und schlafender Knabe (Gruppe des Schlafes) – eine schlafende Nymphe wird von einem Mädchen (als Libelle) und einem Jungen (als Schmetterling) umgarnt, zu ihren Füßen ein schlafender Knabe
Ergänzt werden die Gruppen, die „ungezwungen miteinander in Beziehung“ stehen, durch Putten sowie (langsame) Wassertiere, wie zum Beispiel Schildkröten, Frösche und kleine Fische.

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Brunnen „Stürmische Wogen" (1894; Robert Diez) am Albertplatz
Beide Brunnen bieten ein vielfältiges Wasserspiel. Aus der obersten Wasserschale steigt eine Fontäne rund zwei Meter in die Höhe – in den Zeiten der Inbetriebnahme war die Fontäne mit rund sieben Metern deutlich höher[4] – und ergießt sich in die Wasserschale. Von ihr läuft das Wasser in die mittlere Brunnenschale, wobei die Figurengruppen am Schaft in einen Wasserschleier eingehüllt werden bzw. wie hinter einem Wasservorhang liegen. Vom Rand des Hauptbeckens gehen zudem 56 in gleichmäßigem Abstand voneinander liegende Wasserstrahlen in das mittlere Becken. „Die Wirkung war überraschend schön“, so schrieben Zeitungen anlässlich der Brunneneinweihung.[16] Andere Blätter wiesen auf den großen Wasserverbrauch der Brunnen hin, der in der Stunde bis zu 250 Kubikmeter betrage

Auch der Brunnen Stürmische Wogen besteht aus verschiedenen Figurengruppen (im Uhrzeigersinn):
 Sturmgruppe – Sturm mit Schlangenpeitsche rast auf seinem Ross über das Meer
 Tritonengruppe – Kampf von Tritonen gegen Seeungeheuer (Geheul der Brandung)
 Kampf zweier Fischmenschen um einen Seestern, der als junger Knabe von den Wogen emporgetragen wird
 Stechergruppe – ein Nixe attackiert mit einer spitzen Muschel einen Wels
Ergänzt werden die Gruppen mit kleinen Details, darunter flüchtenden Echsen.

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An der Stelle des Albert-Denkmals steht am Schloßplatz in Dresden seit dem 29. Mai 2008 eine Skulptur von Ernst Rietschel, die den König Friedrich August I. „den Gerechten“ in sitzender Haltung zeigt. Das in der Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer gegossene Denkmal wurde 1843 im Zwinger aufgestellt und geweiht, fand 1929 einen Platz am Japanischen Palais und erhielt auf Bemühen der Stadt, der Sächsischen Akademie der Künste und privater Förderer 2008 seinen neuen Aufstellungsort vor dem Ständehaus auf dem Schloßplatz. Zur Weihe am 29. Mai 2008 wurde jene Weih-Hymne gesungen, die Richard Wagner anlässlich der Denkmalsenthüllung 1843 komponiert hatte.

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Die ehemalige Katholische Hofkirche (heute offiziell Kathedrale Ss. Trinitatis) in Dresden, mit dem Patrozinium der heiligsten Dreifaltigkeit (Sanctissimae Trinitatis), ist die Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen und eine Stadtpfarrkirche Dresdens. Mit der Wettinergruft beherbergt sie außerdem die historische Grabstätte der Kurfürsten und Könige von Sachsen.

Die Hofkirche wurde unter Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen von Gaetano Chiaveri von 1739 bis 1751 im Stil des Barock errichtet. Im Jahr 1964 zur Konkathedrale erhoben, wurde sie 1980 durch die Verlegung des Bischofssitzes von Bautzen nach Dresden zur Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen. Als ehemalige sächsische Hofkirche ist sie durch einen Übergang über die Chiaverigasse mit dem Residenzschloss verbunden. Sie steht am Altstädter Elbufer zwischen Schloss- und Theaterplatz. Ihre Planung begann ein Jahrzehnt nach dem Baubeginn der evangelischen Frauenkirche, die 300 Meter entfernt den Neumarkt prägt. Eigentümer des Kirchgebäudes ist heute der Freistaat Sachsen. Von der Ausstattung sind das monumentale Altargemälde von Anton Raphael Mengs, die barocke Kanzel von Balthasar Permoser und die erhaltene Silbermann-Orgel hervorzuheben.

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Den Hochaltar schufen die Gebrüder Aglio aus Marmor und vergoldeten Bronzeornamenten. Darüber befindet sich das Altargemälde, 1752 bis 1761 vom Dresdner Hofmaler Anton Raphael Mengs geschaffen, das die Himmelfahrt Jesu Christi darstellt und mit 10 Metern Höhe und 4,50 Metern Breite beachtliche Ausmaße besitzt. Das 1752 in Rom begonnene Gemälde kam 1765 nach Dresden. Der Hofgaleriebildhauer Joseph Deibel gestaltete dessen Rahmen.

Das Bild ist in der Senkrechten gegliedert durch einen starken Kontrast zwischen eher kühlen, dunklen Farben bei den beobachtenden Jünger(inne)n sowie gelben, goldenen und weißen Schattierungen im die Dreifaltigkeit symbolisierenden oberen Teil. Gott Vater, Geist (Taube als hellster Punkt des Gemäldes) und Sohn bilden eine Achse. Während Maria und die Jünger verehrend oder erregt nach oben sehen, ist die Geste Johannes’ spannungsvoll (hier werden traditionell der Apostel und Evangelist – Buch im linken Arm – identifiziert). Der Blick nach oben und das Knien auf dem Boden kreuzen sich mit der ausgestreckten und nach unten zeigenden Hand, als wollte Mengs daran erinnern, bei aller Verherrlichung Christi den Bezug zur Erde, auf den Menschen Jesus, nicht zu vergessen. Ein auf der Spitze stehendes Dreieck in der oberen Bildhälfte korrespondiert mit einem durch die Jünger und Jesus gebildeten Dreieck, dessen Basis durch den Arm Johannes’ markiert wird. Das 4,20 Meter hohe Kruzifix sowie die sechs Silberleuchter sind eine Arbeit des Augsburgers Joseph Ignaz Bauer.

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In der Hofkirche befindet sich eine von Gottfried Silbermann konzipierte Orgel, die von seinen Schülern fertig gebaut wurde. Sie ist das späteste und zugleich einzige erhaltene der ehemals vier Werke des Meisters in Dresden. Zwei Wochen nach Abschluss des Bauvertrags am 22. Juli 1750 über den – nach Ermutigung Silbermanns durch den König – sehr hohen Preis von 20 000 Talern übertrug der an Gicht schwer erkrankte Silbermann die Bauleitung seinem Schüler und Mitarbeiter Zacharias Hildebrandt.

Die Silbermann-Orgel umfasst 47 Register auf 3 Manualen und Pedal und hat etwa 3000 Pfeifen. Ursprünglich waren 66 Register vorgesehen. Das Brustwerk befindet sich über dem Spieltisch, darüber, über dem den gesamten Prospekt durchziehenden Sims steht das Hauptwerk. Hinter dem oberen Teil der Prospektpfeifen des Principal 16′ des Hauptwerks ist das Oberwerk aufgestellt. Die Pedalregister befinden sich im hinteren Teil der Orgel, hinter dem Hauptwerk.

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Besonders erwähnenswert ist die geschnitzte Barockkanzel von Balthasar Permoser, die bereits 1712 für die Alte Hofkirche im Opernhaus geschaffen wurde und für die Johann Joseph Hackl, von dem auch die Schnitzereien der Beichtstühle stammen, nach der Translozierung in die Hofkirche 1748 den Schalldeckel schuf. Die Schnitzwerke erhielten einen Anstrich aus weißem Alabasterlack.

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Im linken Seitenschiff befindet sich der Märtyreraltar mit den Urnen der drei Märtyrer Alois Andritzki, Bernhard Wensch und Aloys Scholze, deren Asche am 5. Februar 2011 in einer Prozession vom Alten Katholischen Friedhof hierher überführt wurde. Anschließend wurde am 13. Juni desselben Jahres Alois Andritzki in einem Pontifikalamt vor der Kathedrale seliggesprochen.

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Bis 1918 diente das Gotteshaus als Hof- und Pfarrkirche zugleich. Beim Luftangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 wurde es stark zerstört. Bereits seit Juni 1945 feierte man in der Bennokapelle, später im linken Seitenschiff die Heilige Messe. 1962 konnte das Hauptschiff wieder genutzt werden. 1980 wurde die Hofkirche zur Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen erhoben.

Drei der prächtig gestalteten Eckkapellen wurden fast originalgetreu restauriert. Eine Ausnahme bildet die Kapelle zum Gedächtnis der Opfer im 2. Weltkrieg. Friedrich Press schuf dafür die Pieta, das Bild der Schmerzensmutter Maria.

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Die Bilder der Seitenaltäre „Josephs Traum“ und „Sieg der christlichen Religion“ stammen von Anton Raphael Mengs.

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Die Gedächtniskapelle - Ursprünglich war die Kapelle dem böhmischen Heiligen Johann Nepomuk geweiht. Seit 1976 dient sie dem Gedächtnis der Opfer des Bombenangriffs auf Dresden am 13. Februar 1945 und aller ungerechten Gewalt. Der Dresdner Bildhauer Friedrich Press schuf mit dem Bild der Schmerzensmutter Maria, die ihren toten Sohn auf dem Schoß hält, ein beeindruckendes Mahnmal millionenfachen Leides. In den Händen hält Maria die Trümmer des Krieges, die sich zu einer Dornenkrone zusammensetzen. Die klaffende Herzwunde Jesu kündet von seiner Liebe, die uns trotz Krieg und Hass von Schuld freispricht und Versöhnung anbietet. Der frei im Raum stehende Blockaltar zeigt das brennende Dresden. Beide Kunstwerke schuf Friedrich Press aus Meißner Porzellan.

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Der Fürstenzug in Dresden ist ein überlebensgroßes Bild eines Reiterzuges, aufgetragen auf rund 23.000 Fliesen aus Meißner Porzellan. Das 102 Meter lange, als größtes Porzellanwandbild der Welt geltende Kunstwerk stellt die Ahnengalerie der zwischen 1127 und 1873 in Sachsen herrschenden 34 Markgrafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige aus dem Geschlecht des Fürstenhauses Wettin dar. Rechnet man jedoch noch den am Schluss des Zuges reitenden Prinzen Georg hinzu, der später auch König war, dann ergibt sich eine Gesamtzahl von 35 Herrschern der Wettiner, die im Reiterzug zu sehen sind.

Der Fürstenzug befindet sich in der Augustusstraße, unweit der Frauenkirche, zwischen Georgentor auf der einen Seite und dem Johanneum auf der anderen Seite. Hier wurde er in der heutigen Form im Jahre 1907 auf der Außenseite des Stallhofs vom Dresdner Residenzschloss angebracht.

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Der Fürstenzug von Markgraf Konrad dem Großen im 12. Jahrhundert (links) bis König Georg Anfang des 20. Jahrhunderts (rechts)

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Die Frauenkirche (offiziell: Kirche Unserer Lieben Frauen) ist ein evangelischer Sakralbau am Neumarkt in Dresden. Der 91 Meter hohe Kuppelbau wurde 1726 bis 1743 durch den Rat der Stadt von George Bähr geschaffen. Nach der Zerstörung 1945 blieb die Frauenkirche eine Ruine, bevor sie 1993 bis 2005 wiederaufgebaut wurde. Sie gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und zu den bedeutendsten Bauwerken des Barock.

Vor der Frauenkirche steht ein großes Martin-Luther-Standbild, eine bronzene Skulptur von Adolf von Donndorf, die 1885 in der Dresdner Kunstgießerei C. Albert Bierling gegossen und an dieser Stelle aufgestellt wurde. Die Bronze fiel 1945 durch die Luftangriffe auf Dresden um und wurde an selber Stelle wieder aufgestellt.

Frauenkirche Dresden - Im 2. Weltkrieg zerstörte und 2005 erneut geweihte Barockkirche

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Altar und Orgel sind harmonisch übereinander gesetzt und gehen optisch nahezu ineinander über. Der eigentliche Altar von Johann Christian Feige, bzw. sein Kernstück, das nach dem Krieg eingemauert wurde, wurde aus den Trümmern der alten Frauenkirche geborgen und bewusst mit seinen Beschädigungen im Neubau wiederverwendet. Er bildet in seiner optischen Rohheit einen Kontrast zum sonst üppigen Dresdner Barock der Kirche und somit ein dauerhaftes Mahnmal. In der größeren figürlichen Ebene des Altars sind neben der zentralen Szene mit Jesus am Ölberg zwei Personen des Neuen und zwei Personen des Alten Testamentes dargestellt: Ganz links Mose mit den Gesetzestafeln, in der Mitte links Paulus mit Schwert und Buch, in der Mitte rechts Philippus mit dem Kreuz und ganz rechts Moses Bruder Aaron mit Brustpanzer und Weihrauchfass als Priester. Über Mose und Paulus trägt ein Engel eine Kette aus Weizenähren und über Philippus und Aaron ein weiterer Engel eine Kette aus Weintrauben. Zusammen stehen sie für Brot und Wein bzw. Leib und Blut Christi und das Abendmahl. Links über Jesus befinden sich ein großer und ein kleiner Engel. Rechts neben ihm sind die schlafenden Jünger (farblos) dargestellt. Rechts über Jesus ist Jerusalem zu erkennen. Direkt über Jesus ist ein Engel mit einem Kreuz zu sehen – ein Hinweis auf die Art des kommenden Todes. Direkt darüber und über allem thront das Auge Gottes, auch Auge der Vorsehung genannt. Es ist, wie im Barock üblich, von Wolken umgeben. Darüber wiederum schließt sich die Balustrade der Orgel an.

Gottfried Silbermann erbaute 1732 bis 1736 eine dreimanualige Orgel mit 43 Registern. Johann Sebastian Bach gab am 1. Dezember 1736 ein zweistündiges Konzert auf der neuen Silbermann-Orgel und bedankte sich damit für den ihm verliehenen Titel „Hofkompositeur“. Die Zerstörung erfolgte bei Luftangriffe auf Dresden 1945.

Die neue Kern-Orgel von 2005 hat 4876 Pfeifen, 67 Register auf vier Manualen und Pedal und wurde im September 2005 fertiggestellt. Im oberen Teil des Orgelprospekts der Frauenkirche befinden sich die beiden Posaunenengel des Bildhauers Quirin Roth, die den beiden Dresdner Literaten Kurt Martens und Victor Klemperer gewidmet sind.

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Am 13. April 2004 wurde der letzte Stein der Hauptkuppel der Frauenkirche eingesetzt. Die Frauenkirche hat eine Länge von 50,02 Metern (West-Ost-Richtung) und eine Breite von 41,96 Metern (Nord-Süd-Richtung). Ihre Gesamthöhe, einschließlich des Turmkreuzes, beträgt 91,23 Meter. Im Innenraum reicht die Kuppeldecke bis zu einer Höhe von 36,65 Meter. Die Kuppel ist, ohne den Kuppelanlauf und die Laterne, 24 Meter hoch. Ihr Außendurchmesser beträgt 26,15 Meter, das Kuppelmauerwerk ist zwischen 1,19 Meter und 1,75 Meter stark.

Die acht Gemälde in der Innenkuppel wurden ursprünglich 1734 vom italienischen Theatermaler Giovanni Battista Grone geschaffen. Sie stellten die Evangelisten Lukas, Matthäus, Markus und Johannes sowie Bildnisse der christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung, Liebe und Barmherzigkeit dar. Ein erster Rekonstruktionsversuch schlug fehl, der Evangelist Johannes geriet zu bunt. Nach langem Auswahlverfahren bekam daraufhin der Maler Christoph Wetzel den Auftrag, die Innenkuppelgemälde möglichst stilgetreu wiederherzustellen. Als Vorlage für die acht Kuppelgemälde wurden Aufnahmen des Historischen Farbdiaarchivs zur Wand- und Deckenmalerei des Kunsthistorischen Zentralinstituts in München verwendet, die 1943 im Rahmen des „Führerauftrages Monumentalmalerei“ von der damals noch intakten Frauenkirche erstellt worden waren.

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Das Johanneum ist ein zwischen 1586 und 1888 errichtetes Renaissancegebäude in Dresden. Es wurde ab dem 19. Jahrhundert nach König Johann von Sachsen benannt und diente als Stallgebäude (Marstall) ursprünglich der Unterbringung der kurfürstlichen Elite-Pferde und ihrer Ausstattung. Als öffentlich zu besichtigendes Prunkgebäude war es das erste Museum der Neuzeit. Es befindet sich am Neumarkt nahe der Frauenkirche. An das Gebäude schließt sich der Stallhof, der einzige noch original erhaltene Ringstechplatz Europas an, und der Lange Gang, ein Verbindungsgang zum Schloss. Hinter dem Johanneum befand sich ab 1618 die erste Reithalle der Welt, die heute nicht mehr existiert.

Johanneum (1872-76; Karl Moritz Haenel)

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Vor dem Hôtel de Saxe befindet sich ein weiteres Standbild zum Gedenken an König Friedrich August II. Dieses wurde nach Entwürfen von Ernst Hähnel um 1867 geschaffen.

Friedrich August II. (* 18. Mai 1797 in Weißensee, Kurfürstentum Sachsen; † 9. August 1854 in Brennbichl in Tirol) aus dem Haus der albertinischen Wettiner war von 1836 bis zu seinem Tode dritter König von Sachsen.

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Das Gottfried-Semper-Denkmal ist ein Denkmal in Dresden zum Gedächtnis an den Architekten und Hochschullehrer Gottfried Semper (1803–1879), als dessen bekanntestes und wichtigstes Werk in der sächsischen Landeshauptstadt die nach ihm benannte Semperoper gilt. Das Denkmal steht im Nordosten des Stadtteils Innere Altstadt auf der Brühlschen Terrasse, einem Relikt der Dresdner Befestigungsanlagen. Direkt unter ihm liegt der Eingang zum Museum Festung Dresden. Das Gottfried-Semper-Denkmal befindet sich an der Straße Brühlscher Garten, die nach der anliegenden gleichnamigen Grünfläche benannt ist.

Denkmal für Gottfried Semper (1892; Johannes Schilling)

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Die Kunsthalle im Lipsius-Bau ist einer der Ausstellungsorte der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Sie befindet sich im als Kunstakademie bekannten und kuppelgekrönten Lipsius-Bau an der Brühlschen Terrasse, in dem auch die Hochschule für Bildende Künste Dresden ihren Sitz hat. Dort liegt sie in unmittelbarer Nachbarschaft zum Albertinum in einem Flügel, der auch als Ausstellungsgebäude Brühlsche Terrasse bezeichnet wird. Es ist ein Ort für Sonderausstellungen, insbesondere für die Auseinandersetzung mit zeitgenössischem Kunstschaffen.

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Die 4,8 Meter hohe und 1,7 Tonnen schwere Fama (Pheme) auf der Spitze der Zitronenpresse. Das Bauwerk Dresdner Kunstakademie wurde als unausgewogen und der Dresdner Bautradition zuwider, der Fassadenschmuck als überladen und die bald als Zitronenpresse verspottete Kuppel wegen ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zur Frauenkirche als störend kritisiert.

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Das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) ist als Kultusministerium eine Oberste Landesbehörde des Freistaates Sachsen mit Sitz in der Landeshauptstadt Dresden. Es ist seit der Gründung des Freistaates 1990 die oberste Schulbehörde. Das Ministerium befindet sich im Westflügel des Gebäudes des Finanzministeriums am Carolaplatz 1 im Dresdner Regierungsviertel in der Inneren Neustadt.

Sächsisches Staatsministerium für Kultus

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Kunsthallenportal im Lipsius-Bau, von der Brühlschen Terrasse aus gesehen

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Das Museum Festung Dresden, auch bekannt als Dresdner Kasematten, ist ein 1992 eröffnetes Museum im erhaltenen Teil der Dresdner Befestigungsanlagen am elbwärtigen Abschluss der Altstadt von Dresden.

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Die Carolabrücke ist eine der vier Elbbrücken in der Dresdner Innenstadt. Sie wird im Süden in der Altstadt durch den Rathenauplatz und im Norden in der Inneren Neustadt durch den Carolaplatz begrenzt. Am frühen Morgen des 11. September 2024 stürzte ein Teil der Brücke ein. Ein zur Ursache dieses Einsturzes in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zum Schluss, dass als Folgemaßnahme die Brücke komplett abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden muss.

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Akademieportal der Kunstakademie (Dresden) mit Skulpturen der Bildenden Künste auf der Attika über dem Hauptportal

 Dresden in Sachsen, September 2024

Die Augustusbrücke ist eine Brücke über die Elbe in Dresden und verbindet die historischen Kerne der Altstadt und der Neustadt. Die Firmen Philipp Holzmann und Dyckerhoff & Widmann führten den Brückenbau von 1907 bis 1910 aus. Das heutige Bauwerk besteht aus neun Bögen (statisch als Dreigelenkbögen ausgelegt), von denen vier über Strompfeiler (bei Normalwasserstand) getragen werden. Die Gesamtlänge des Bauwerks beträgt etwa 390 Meter, die Bögen haben lichte Weiten von 17,6 bis 39,3 Meter. Die Breite der Brücke ist 18 Meter, in den Pfeilerkanzeln sind es 25 Meter. An der Augustusbrücke wird sehr deutlich, wie stark sich die Ufer am innerstädtischen Elbbogen unterscheiden. Auf Altstädter Elbseite setzt die Brücke direkt am Prallhang an und führt bereits unter dem dritten Bogen den Schiffsverkehr in der Fahrrinne. Im Norden fällt das Ufer sehr flach ab, weshalb dort vier Bögen die Elbwiesen überspannen.

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Die Mattielli-Statuen auf der Hofkirche
Im Gegensatz zur inneren Ausstattung der Kirche ist das geistige Programm des Kirchenäußeren erhalten geblieben. Der italienische Bildhauer Lorenzo Mattielli (1688 - 1748) schuf in den Jahren 1738 bis zu seinem Tod die 74 Heiligenstatuen und die vier allegorischen Figuren Glaube, Hoffnung. Liebe und Gerechtigkeit am Turm, an den Fassaden und auf den Balustraden. Vollendet wurde dieses gewaltige Werk von seinem Sohn Francesco bis 1752 hauptsächlich mit den Statuen am Turm. Sie bestimmen mit einer Größe von 3.50 Meter das äußere Bild der Hofkirche. Als Material bediente sich Mattielli des Cottaer Sandsteins, der in der Sächsischen Schweiz gebrochen wird.

Die Auswahl der Heiligen trafen Königin Maria Josepha, Gaetano Chiaveri und vor allem Pater Ignaz Guarini, der Beichtvater des Königs. Neben Aposteln und Kirchenvätern sind jene Frauen und Männer dargestellt, die als Schutzpatrone für die sächsischen, habsburgischen, böhmischen und polnischen Lande eine Bedeutung haben und im wettinischen Herrscherhaus besonders verehrt wurden. Jeder der dargestellten Heiligen wurde in ein bestimmtes Beziehungsfeld gesetzt, das heute nicht mehr in allen Teilen erkennbar ist. Von den 78 Figuren wurden bei der Bombardierung der Kirche am 13. Februar 1945 viele Statuen, vor allem der obersten Attika, total zerstört oder bis zur Unkenntlichkeit beschädigt Die Restaurierung bzw. Neuanfertigung vieler Figuren wurde im Jahr 2002 abgeschlossen.

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Semperoper Dresden - Das ursprünglich 1841 errichtete Gebäude wurde 1869 nach einem Brand vom Originalarchitekten neu erbaut.

Die Semperoper in Dresden ist die Spielstätte der Staatsoper Dresden, die als ehemalige königliche Hofoper Sachsens eine lange geschichtliche Tradition hat. Die Oper befindet sich am Theaterplatz im historischen Stadtkern von Dresden in der Nähe der Elbe. Sie ist nach ihrem Architekten Gottfried Semper benannt, der sie im Auftrag von König Johann 1871 bis 1878 im Stil der Neurenaissance erbaute. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Semperoper 1977 bis 1985 rekonstruiert.

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Sein städtebaulich so wirkungsvoller Baukörper wird über dem Hauptportal von einer bronzenen Panther-Quadriga mit Dionysos und Ariadne von Johannes Schilling bekrönt. Die Westfassade der Hinterbühne zieren das sächsische Wappen, die Figuren „Liebe“ und „Gerechtigkeit“ sowie eine Büste Gottfried Sempers. Neben dem Eingang stehen als Statuen Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, in den Seitennischen der Fassade William Shakespeare, Sophokles, Molière und Euripides.

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Der Wallpavillon ist der bedeutendste Pavillon des Dresdner Zwingers. Das im Jahre 1715 errichtete Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg durch die Bombenangriffe vom 13. und 14. Februar 1945 schwer beschädigt.

Mittelkartusche, links Venus und die Darstellung Augusts des Starken als Paris mit polnischer Königskrone (Heermann), rechts Minerva und Juno (Heermann), oben: Herkules (Permoser)

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Der Zwinger ist ein höfischer Orangerie-, Fest- und Sammlungsbau in Dresden, der nach einem früheren Festungsteil benannt ist. Er wurde 1711 bis 1728 durch August den Starken von Matthäus Daniel Pöppelmann und Balthasar Permoser geschaffen. Mit dem Bau der Sempergalerie 1855 wandelte sich die offene Dreiflügelanlage zur geschlossenen Vierflügelanlage. Nach der Zerstörung 1945 wurde der Zwinger bis 1963 wiederaufgebaut und ist seitdem Sitz des Mathematisch-Physikalischen Salons und der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Er gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und zu den bedeutendsten Bauwerken des Barock.

Seit 2021 wird der Zwingerhof umfassend saniert. Durch zahlreiche archäologische Funde verzögert sich die Bauzeit, die Ende 2024 enden soll.

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Zahlreiche Plastiken bevölkern die Außenansicht des Wallpavillons: Hercules Saxonicus (Permoser), Prinz Paris mit drei Göttinnen (Heermann), Vier Winde (Kirchner) sowie Juno und Jupiter (Thomae). Die Originale befinden sich heute teilweise im Lapidarium.

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Das Kronentor ist ein Pavillon und neben dem Wallpavillon der bekannteste Teil und auf Abbildungen häufig das Sinnbild des Dresdner Zwingers. Mit den zu beiden Seiten anschließenden Langgalerien steht es mit seiner Front auf der alten Festungsmauer; Tor und Galerien bilden zu ihr jedoch einen kleinen Winkel. Das Kronentor ermöglichte über die Wallgrabenbrücke ursprünglich den Zugang von außerhalb der Stadt durch die Festungsmauer. Deswegen führte keine der Bedeutung des Baus entsprechende Steinbrücke über den Zwingergraben zum Kronentor, sondern nur ein schmaler hölzerner Steg, der im Falle eines Angriffs rasch abzubauen gewesen wäre.

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Der Glockenspielpavillon trägt seinen Namen aufgrund des Glockenspiels aus Meissner Porzellan, welches alle Viertelstunde gespielt wird. Er ist im Vergleich zum restlichen Zwinger relativ jung, denn erst im Jahre 1728 wurde er hinzugefügt. Der Bau wurde mehrmals beschädigt, so bei einem Brand 1849 und beim Luftangriff 1945. Sein Reiz liegt an der Uhr in Richtung Zwingerhof, die mit dem besonderen Glockenspiel ausgestattet ist. Neben den Stundenschlagmelodien sind zusätzlich, je nach Jahreszeit zu festgelegten Zeiten, weitere bekannte Melodien zu hören.

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Ausblick vom Zwinger Deutscher Pavillon auf Grünes Gewölbe und Residenzschloss

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Das ehemalige Fabrikgebäude der Zigarettenfabrik Yenidze gehört zu den architektonischen Sehenswürdigkeiten der Stadt Dresden. Es steht an der Weißeritzstraße am östlichen Rand der Friedrichstadt, unweit des Kongresszentrums. Das von 1908 bis 1909 von Martin Hammitzsch geplante Bauwerk hat eine Gesamthöhe von 62 Metern und wird heute als Bürogebäude genutzt.

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Als außergewöhnliches Baudenkmal wurde die Yenidze 1996 saniert; der hintere Gebäudeteil wird seitdem für Büros benutzt. Im vorderen „Kuppelteil“ befindet sich das Kuppelrestaurant mit dem höchsten Biergarten Dresdens, der im Sommer geöffnet ist; das Restaurant selbst hat ganzjährig und jeden Tag von Mittags an geöffnet. Darüber, direkt unter der Kuppel, finden Veranstaltungen des Yenidze-Theaters statt.

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Zwingergraben mit Meridianhaus, Mathematisch-Physikalischer Salon, Langgalerie, Kronentor und Wallgrabenbrücke

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Die ursprüngliche Wallgrabenbrücke verband ab 1718 die westlichen Dresdner Vorstädte (heutige Wilsdruffer Vorstadt) außerhalb der Dresdner Befestigungsanlagen mit dem ab 1709 entstandenen Zwinger. Der Name Zwinger geht auf die im Mittelalter übliche Bezeichnung für einen Festungsteil zwischen der äußeren und inneren Festungsmauer zurück, obschon der Zwinger bereits bei Baubeginn keine dem Namen entsprechende Funktion mehr erfüllte. Dabei führte die Brücke über den vor der äußeren Festungsmauer gelegenen Stadtgraben (Zwingergraben). Gesamtlänge 32 Meter, Breite 5,50 Meter

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Gläserne Manufaktur | Home of ID. | Erlebnisfertigung
Gläserne Manufaktur von VW mit Führungen, interaktiven Exponaten und Testfahrten in Elektro-/Hybridfahrzeugen am Großen Garten

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Der Mosaikbrunnen steht im Großen Garten in Dresden-Altstadt. Er wurde anlässlich der Jubiläums-Gartenbau-Ausstellung 1926 nach einem Entwurf von Hans Poelzig und seiner Frau Marlene Moeschke-Poelzig im Stil des Expressionismus bzw. des Art déco errichtet. Der Brunnen befindet sich an seinem ursprünglichen Standort nahe der Hauptallee im südwestlichen Teil des Großen Gartens auf einer Wegkreuzung. Diese ist nur mit hohen Bäumen bepflanzt, der Brunnen ist also an dieser eher dunklen Stelle das einzig Farbige. Seit der Brunnensanierung 2006/2007 gibt es rund um den Brunnen Sitzbänke.

Die Form des Brunnens ist, passend zur Umgebung, nach dem Vorbild einer Pflanze gestaltet. Drei stilisierte Blüten wachsen aus einer runden Brunnenschale. Der ganze Brunnen ist mit rund einer halben Million Mosaiksteinen in den Farben Erdbraun, Grau, Grün, Blau, Orange, Gelb und Gold belegt. Der Brunnen zeigt eine expressionistische Formensprache mit orientalischen Einflüssen. In Bezug auf die Fallhöhe des Wassers und den Beckendurchmesser ist der Brunnen falsch konstruiert, daher spritzt das Wasser über den Beckenrand.

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Das Palais im Großen Garten, auch bezeichnet als Sommer- oder Gartenpalais, ist ein ab 1679 errichtetes barockes Lustschloss in Dresden. Es befindet sich im Großen Garten, einer weitläufigen Grünanlage am Rande des Stadtzentrums. Das Palais gilt als erster bedeutender Profanbau in Sachsen, der nach dem Dreißigjährigen Krieg errichtet wurde. Es ist außerdem eines der frühesten Barockbauwerke im deutschsprachigen Raum und zählt zu den kunst- und kulturhistorisch wichtigsten Gebäuden Dresdens. Es gilt als „Auftakt“ zum Dresdner Barock.

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Großer Garten Park - Ein gartenkünstlerisches Meisterwerk
Nicht weit vom Stadtzentrum Dresdens entfernt befindet sich der Große Garten, der mit seiner derzeitigen Fläche von rund 200 ha die älteste und größte Parkanlage der Stadt ist. Der erste Gartenplan, der 1676 durch den Hofgärtner Göttler entstand, sah bereits als Mittelpunkt der Anlage ein Palais vor. Während im gleichen Jahr die ersten Felder für den künftigen Park angekauft wurden, begann der Bau des Palais unter der Planung des Oberlandesbaumeisters Starcke erst zwei Jahre später. Er gilt als frühester barocker Palaisbau Dresdens und diente dem Wettinischen Hof zunächst als Stätte für Spiele, Theater und Jagdessen. Mit dem Jahr 1683 begann nach Plänen Karchers die Umgestaltung des Gartens, die auch eine Ergänzung des Palaisbaus mit acht Kavaliershäusern mit sich brachte. Parterre- und Boskettenanlagen entstanden, 1715 wurden Palaisteich und Gartenparterre, in den folgenden Jahren Remisen zur Fasanenaufzucht angelegt. Der barocke Gartenplan wurde vermutlich 1719 abgeschlossen und bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts beibehalten.

Unter dem Generalgouvernement des russischen Fürsten Repnin-Wolkonski setzte man eine eigene Behörde für den während der Kämpfe 1813 verwüsteten Park ein. Der Garten wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Gartenarchitekt Lenné entwarf im Rahmen einer Gesamtgestaltungskonzeption Bürgerwiese und Zoologischen Garten, weitere Ideen des Gartendirektors Bouché flossen ebenfalls ein. Die barocke Grundstruktur blieb jedoch gewahrt, wenn auch einzelne Bereiche großzügig umgeformt wurden. Die Eröffnung des Botanischen
Gartens sowie Gartenbauausstellungen verschafften dem Großen Garten im 19. und 20. Jahrhundert europaweite Resonanz. Bombenangriffe gegen Ende des 2. Weltkrieges richteten in den Gartenanlagen, an Gebäuden und Skulpturen erhebliche Schäden an. Aufwändige Restaurierungsarbeiten lassen jedoch den alten Glanz in Teilen wiedererstehen. Neuerungen wie Parkeisenbahn, Freilichtbühne und Puppentheater erhöhen die Attraktivität des Naherholungsgebietes für Besucher aus Dresden und Umgebung.

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Die Semperoper am Theaterplatz in Dresden bei Nacht

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Kathedrale Sanctissimae Trinitatis (Dresdener Hofkirche) und Residenzschloss

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Als Bekrönung auf der Semperoper ist eine Quadriga von Johannes Schilling zu sehen, die von vier Panthern gezogen sowie von Ariadne und Dionysos geführt wird. Dieses beliebte Motiv haben sich viele Künstler zu eigen gemacht, so auch der Komponist Richard Strauss, der zahlreiche Opern unter seinem Freund Ernst von Schuch in Dresden uraufführte. Seine Oper „Ariandne auf Naxos“ ist auch im Spielplan der Semperoper zu finden.

Laut griechischer Mythologie war Ariadne die Tochter des kretischen Königs Minos, der in seinem Palast im Kellerlabyrinth das sagenumwobene Ungeheuer Minotaurus gefangen hielt. Ariadne half Theseus mit Hilfe eines Knäuels, den roten Faden wiederzufinden und somit den Ausgang des Labyrinths. So gelang es ihm, den Minotaurus zu töten und mit Ariadne zu fliehen. Doch welch Pech: Theseus‘ seine Liebe zu Ariadne erlosch und er setzte sie auf der Insel Naxos ab. Dort entdeckte Dionysos die Schöne auf seiner Flucht vor den Sirenen und führte sie in seinem Wagen zum Himmel, wo sie zur Göttin wurde.

Die Semperoper am Theaterplatz in Dresden bei Nacht

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Altstädter Brückenkopf der Augustusbrücke am Schlossplatz mit Georgentor und Kathedrale Sanctissimae Trinitatis (Dresdener Hofkirche)

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Die Kunstakademie (links) ist ein Hochschul- und Ausstellungsgebäude an der Brühlschen Terrasse in Dresden. Der Neurenaissancebau wurde 1887 bis 1893 durch König Albert von Constantin Lipsius für die Königliche Akademie der Bildenden Künste und den Sächsischen Kunstverein geschaffen. Sie ist heute Sitz der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Kunsthalle der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

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Augustusbrücke am Schlossplatz mit Georgentor und Kathedrale Sanctissimae Trinitatis (Dresdener Hofkirche)

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Bereits 1704 hatte August der Starke den Bildhauer Balthasar Permoser beauftragt, den Entwurf eines „Pferd mit der darauf sitzenden Person, so Eu.: Maj.: praesentieren soll, von mir verferttigen zu lassen“. Ursprünglich waren Reiter und Ross feuervergoldet. Die Plastik wurde 1884 erstmals durch Constantin Lipsius restauriert. Außerdem vollendete Lipsius 1885 den Sockel mit einer lateinischen Inschrift. 1956 wurde das Reiterdenkmal im Rahmen der 750-Jahr-Feier Dresdens wieder aufgestellt. Es wurde 1965 erneut mit Blattgold überzogen. Der Goldene Reiter gilt als eines der Wahrzeichen Dresdens.

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Die Augustusbrücke ist eine von fünf Brücken im Innenstadtbereich Dresdens. Mehrere Linien der Dresdner Straßenbahnen verlaufen über die Brücke. Südlich der Elbe befindet sich der touristisch bedeutsame Theaterplatz und kurz dahinter der Postplatz als wichtigster Straßenbahnkreuzungspunkt. Über die Augustusbrücke fahren daher etwa im Zweiminutentakkt je Richtung Straßenbahnen der Linien 3, 4, 7 und 9. Nach dem Wegfall der teileingestürzten Carolabrücke trägt sie die Hauptlast der Straßenbahnen. Sie ist zudem eine wichtige Verkehrsader für den Fuß- und Radverkehr.

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Canaletto-Blick vom Königsufer

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Sophienstraße am Theaterplatz mit Semperoper Dresden

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Die Brühlsche Terrasse bzw. Brühl-Terrasse ist ein architektonisches Ensemble und eine touristische Sehenswürdigkeit in Dresden. Sie liegt im Stadtzentrum in der Altstadt und erstreckt sich über etwa 500 Meter entlang der Elbe zwischen der Augustusbrücke und der Carolabrücke. Die Brühlsche Terrasse wird auch als Balkon Europas bezeichnet. Der Begriff wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts geprägt und später vielfach in der Literatur verwendet.

Brühlsche Terrasse beim Ständehaus

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Georgentor am Schlossplatz

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Denkmal „Friedrich August dem Gerechten“ und Fürstenzug am Schlossplatz

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Frauenkirche Dresden am Neumarkt

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Die exakten Abmessungen des gesamten Wandbildes betragen – einer zeitgenössischen Bauzeichnung zufolge – 101,9 m Länge und 10,51 m Höhe. Da sich im oberen Teil des Frieses 18 Fenster befinden, beträgt die mit Fliesen belegte Fläche lediglich 968 Quadratmeter. Die Abmessungen der einzelnen Fliesen sind 20,5 cm × 20,5 cm. Bei einer fugenfreien Verlegung sind damit ungefähr 23.000 Fliesen an der Wand angebracht, wobei wegen der eingeschlossenen Fenster auch Teilstücke zum Einsatz kamen.

Im Fürstenzug werden insgesamt 94 Personen dargestellt, davon reiten 45 Personen zu Pferd und 49 Personen gehen zu Fuß. Obwohl viele Personen anscheinend intensiv miteinander kommunizieren, ist bei den Beteiligten der Mund geschlossen. Der Künstler W. Walther überließ Gestik und Gestikulation den Vorrang. Die einzige sichtbar sprechende Person ist der Köhler Georg Schmidt, Retter des entführten Prinzen Albrecht im Altenburger Prinzenraub, welcher als mittlere Person hinter Albrecht dem Beherzten schreitet. Sechzehn Personen schauen aus dem Bild heraus und treten mit dem Betrachter in direkten Blickkontakt. Neben den 45 Pferden gibt es noch zwei Hunde und im Zierrahmen sind Vögel sowie Schmetterlinge zu sehen.

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Altmarkt und Kreuzkirche Dresden

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Residenzschloss am Taschenberg

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Schloßstraße mit Georgentor

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Stallhof Dresden - Langer, für Spiele und Turniere genutzter Innenhof des 16. Jh., der heute für seine Weihnachtsmärkte bekannt ist.

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Das Wandbild "Der Weg der Roten Fahne" ist seit 2001 Kulturdenkmal und ein Überbleibsel aus DDR-Zeiten. Wenn man es genau betrachtet kann man das eine oder andere gut darauf erkennen (Karl Marx, Friedrich Engels, Ernst Thälmann, Soldaten der Revolution, Arbeiter, Trauer um gefallene Genossen, die Fahne und Verwirklichung der DDR und vieles mehr).

Das Wandbild nimmt die Westseite des Gebäudes ein. Es ist 30 Meter mal 10,5 Meter. 1968-1969 wurde es unter Leitung von Gerhard Bondzin umgesetzt, von der Arbeitsgemeinschaft der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Der Arbeitstitel lautete: „1849 – 1969: 120 Jahre Kampf der revolutionären Kräfte der Stadt für Fortschritt und Sozialismus“. Es besteht aus Farbglas auf Betonplatten, die elektrostatisch beschichtet wurden – eine Technik, die bei einem Wandbild dieser Größe erstmals angewendet wurde.

Wandbild am Kulturpalast

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Kathedrale Sanctissimae Trinitatis (Dresdener Hofkirche) - Berühmtes von Gaetano Chiaveri im 18. Jh. entworfenes und nach dem Zweiten Weltkrieg restauriertes Bauwerk.

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DER CANALETTO-BLICK
Bernardo Bellotto (1722-1780), genannt Canaletto, war Hofmaler Augusts III., dem Sohn und Thronfolger Augusts des Starken. Er schuf zwischen 1747 und 1758 eine Serie von 14 großformatigen Ansichten des barocken Dresdens. Diese Stadtpanoramen prägten maßgeblich das Bild Dresdens in der Welt und die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt. Der Blick auf das „Venedig an der Elbe" aus dieser Perspektive zeigt, wie die im 18. Jahrhundert entstandenen markanten Prachtbauten der Dresdner Altstadt die Hofkirche und die Frauenkirche die Stadtsilhouette bis heute prägen.

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Ausblick vom der Terrasse des Felix Suiten Am Zwinger Dresden auf den Zwinger ohne Orangerie

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Der Cholerabrunnen (auch Gutschmid-Brunnen) ist ein neugotischer Brunnen. Er steht in Dresden an der Sophienstraße, zwischen Zwinger und Taschenbergpalais. Er wurde von Freiherr Eugen von Gutschmid finanziert, der so seine Dankbarkeit dafür zeigen wollte, dass Dresden von der Cholera-Epidemie (1841/1842) verschont geblieben war, die an Oder und Unterelbe ausgebrochen war und auch Dresden bedroht hatte. Neben Gottfried Semper als Architekt übernahmen Karl-Moritz Seelig den Entwurf, der am 15. Juli 1846 feierlich an die Stadt übergeben wurde.

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Kreuzkirche Dresden - Evangelische Kirche im Spätbarockstil mit 92 m hohem Turm und Aussichtsplattform in 54 m Höhe. Hier heiratete am 21. Januar 1818 der Maler Caspar David Friedrich.

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Die Kreuzkirche ist als evangelische Hauptkirche Dresdens ein Ort der Emeuerung und des Aufbruchs sowie mit Kreuzchor und Kreuzorganist kirchenmusikalisches Zentrum der Stadt. Bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung Dresdens im Jahre 1206 stand an dieser Stelle eine Kapelle. Um 1215 wurde eine romanische Basilika errichtet und nach dem Kaufmanns-, Markt- und Brückenheiligen St. Nikolaus St. Nikolaikirche benannt. 1234 erhielt sie vom Markgrafen Heinrich einen „Splitter vom Kreuz Christi". Die Reliquie wurde sehr verehrt und gleichzeitig wurde um diese Zeit ein schwarzes Holzkreuz unerfindlicher Herkunft aus der Elbe gezogen, so dass der Bischof von Meißen die Kirche 1388 als Kirche zum heiligen Kreuz neu weihte.

Am 6. Juli 1539 fand hier der erste evangelische Abendmahlsgottesdienst und damit die Einführung der Reformation im gesamten Herzogtum Sachsen statt. Seitdem ist die Kreuzkirche evangelisch. Im Laufe ihrer Geschichte wurde sie fünfmal zerstört bzw. brannte aus: 1491, 1669, 1760, 1897 und 1945. Der spätbarock-klassizistische Bau, 1766-1792 errichtet, ist in seiner äußeren Gestalt bis heute erhalten. 1894/95 erfolgte eine umfangreiche Innenerneuerung der Kirche, die aber bereits am 16.2.1897 durch einen Brand im Dachstuhl restlos zerstört wurde. Nun erfolgte bis 1900 der innere Wiederaufbau im Jugendstil, bis in der Nacht und den auf den 13. Februar 1945 folgenden Tagen auch dieser ein Opfer der Zerstörung durch den 2. Weltkrieg wurde. 10 Jahre später, am 13. Februar 1955, konnte die Kreuzkirche, im Inneren bewusst gebrochen und unfertig belassen, wieder geweiht werden. Seit 1976 erfolgt die schrittweise Beseitigung der noch vorhandenen Schäden am gesamten Baukörper, der sich jetzt im neuen Jahrtausend in eine umfangreiche Sanierung über vier Bauabschnitte erstreckt.

In den 80er Jahren war die Kreuzkirche Treffpunkt von Friedens- und Umweltgruppen. 1989 wurde sie zum Zentrum der friedlichen Revolution in Dresden. Zur stillen Andacht und Besichtigung ist die Kirche in der Regel täglich geöffnet, auch der Turm lädt zu Besteigung und Besichtigung ein. Die jeweils aktuellen Öffnungszeiten können Sie den Aushängen am Eingang entnehmen. Zu Gottesdiensten, Vespern, Metten und Kirchenkonzerten singt in einer Tradition seit 1216 der Dresdner Kreuzchor, ein weltweit anerkannter und geschätzter Knabenchor.

ALTAR von der Zerstörung verschont
KREUZIGUNGSGEMÄLDE VON ANTON DIETRICH MIT BRANDSPUREN VON 1945
BRONZERELIEF ZEIGT DAS 1. EVANG. ABENDMAHL IN SACHSEN AM 15.7.1539, LEUCHTER & KRUZIFIX VON 1900

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ALTAR - Infolge der Brandwirkung musste er weitgehend abgetragen werden.
ALTARGEMÄLDE - „Golgatha", von Professor Anton Dietrich 1900 gemalt, hatte durch die Brandeinwirkungen im 2. Weltkrieg seine leuchtenden Farben verloren und wurde im Jahre 2001 restauriert.
PREDELLA - Ein Bronzerelief, 1900 von Professor Heinrich Epler geschaffen, stellt die erste evangelische Abendmahlsfeier in der Kreuzkirche im Juli 1539 dar.
ORGEL - Sie wurde von der Dresdner Orgelbaufirma Jehmlich gebaut, 1963 geweiht und 2005 grundlegend saniert. Sie hat 76 Register auf 4 Manualen und Pedal mit 6111 tönenden Pfeifen, mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur.
KIRCHENRAUM - Er wirkt in seiner Größe und Proportion durch bewusste Schlichtheit. Mit ca. 3000 Sitzplätzen ist er der größte Kirchenraum der Stadt und fasst insgesamt 4000-5000 Menschen:
TAIZE-FENSTER - Es befindet sich im rechten Seitenschiff und ist ein Geschenk von Roger Schutz und den Brüdern von Taize aus dem Jahre 1980. Inhaltlich ist die Verklärung Christi dargestellt und eine Inschrift lautet: „Wende dich im Augenblick Gott zu und versöhne dich".
HEINRICH-SCHÜTZ-KAPELLE - Kruzifix und Epitaphe stammen aus der Schützzeit. Heinrich Schütz wirkte zwischen 1615-1672 als Hofkapellmeister in Dresden. Die Reliefplatte und das farbige Glasfenster wurden von Prof. Rudolf Mauersberger gestiftet. Er war als Kreuzkantor von 1930-1971 tätig. Vorläufig befindet sich auch das Nagelkreuz aus Coventry noch an diesem Ort.
NAGELKREUZ - Es wurde der Kreuzkirche 1986 als ein Zeichen der Versöhnung aus der zerstörten Kathedrale von Coventry überreicht. Die Kreuzkirche gehört damit zum weltweiten Verband der Nagelkreuzgemeinschaften.
RAUM DER STILLE - Er befindet sich links vom Altar (Nordsakristei) und ist ausgestaltet mit den Bildern des Malers Heinz Quintscher zum Zyklus, „Lied der Kerze".
TURM - Bis zur Kreuzspitze hat er eine Höhe von 92 Metern, der Umgang befindet sich in 54 Meter Höhe. Der Turm ist in der Regel täglich geöffnet.
GELÄUT - Nach dem Kölner Dom ist es mit einem Gesamtgewicht von 28,45 Tonnen das zweitgrößte Geläut Deutschlands. Es wurde 1900 von der Firma Schilling in Apolda gegossen. Die fünf Bronzeglocken sind auf die Töne E-G-A-H-D gestimmt.
TURMUHR - Sie wurde 1957 mit einem Zifferblattdurchmesser von drei Metern gebaut. Im Jahre 2006 erfolgte die Erneuerung der Zifferblätter und Zeiger. Die Schlagglocken (Seigerschellen) stammen aus dem Jahre1787.
HAUPTEINGANG - Zu sehen sind eine Barock-Skulptur "Ecce homo" aus der Zeit der beiden Epitaphe, die steinerne Abbildung des Brückensiegels (Grundlage für das Kirchensiegel), sowie der in 13 Sprachen entbotene Friedensgruß auf zwei gläsernen Tafeln. Im Gedenken an die ermordeten jüdischen Bürger unsererStadt ist links vom Haupteingang eine Bronzetafel mit dem abschließenden Text: „Wir bitten um Vergebung und Schalom" an der Kirchenmauer angebracht.

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KIRCHE unverändert seit 1792, URSPRÜNGL. DEM HL. NIKOLAUS GEWEIHT, 5 X ABGEBRANNT UND WIEDERERRICHTET, EVANG. HAUPTKIRCHE SACHSENS, HEIMSTÄTTE DES DRESDNER KREUZCHORES PLÄTZE FÜR ÜBER 3.000 PERSONEN

ORGEL Große Jehmlich-Orgel, AM 31.10.1963 GEWEIHT, 6.293 PFEIFEN, 80 REGISTER, 4 MANUALE, PEDAL

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DIE SCHÜTZKAPELLE in der Kreuzkirche
Die zielstrebigen Aktivitäten von Kreuzkantor Rudolf Mauersberger für den Wiederaufhau der Kreuzkirche umfussten auch die Konzeption und Finanzierung der Schützkapelle. Sie diente der Aufführung der Kleinen geistlichen Konzerte und Kompositionen in kleiner Besetzung. Aus den Trümmern der total zerstörten Innenstadt wurden Erinnerungsstücke geborgen und bewahrt: die Gedenktafein am Wohnhaus und Sterbehaus von Schütz sowie der „Kinderfries" (jetzt wieder an den früheren Standorten. Das Fenster von Helmar Helas aus Dresden (1914 1961) zeigt ohen die Alte Frauenkirche, wo Schütz hegrahen wurde, links sein Sterbehaus in der Moritzstraße, rechts sein Wohnhaus am Neumarkt (bis 1657, jetzt „Schutzresidenz"), unten die Kreuzkirche zur Schütz-Zeit. In der Mitte steht, ein persönliches Credo von Schütz, das er ans Ende der Auferstehungs-Historie (1623) setzte.

Das Porträt-Relief schuf nach alten Vorlagen der Bildhauer Otto Rast (1887-1970).
Das Positiv (Schütz-Orgel) erbaute nach der Disposition von Gerhard Paulik die Orgelbaufirma Jehmlich, Dresden. Bei der Innensanierung der Kreuzkirche (bis 2006) wurde sie entfernt. Ein Heizkörper und eine Bank wurden installiert. Am 1. Juli 1955 wurde die Schützkapelle ihrer Bestimmung übergeben, dem Tag des 25jährigen Dienstjubiläums von Mauersberger als Kreuzkantor. Sie ist mit ihrem Inventar seine persönliche Stiftung an die Kreuzkirche zum Gedächtnis an Heinrich Schutz. An jedem Freitag wird hier mittags 12 Uhr seit 1986 das Versöhnungsgebet von Coventy gebetel.

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TURM Aussicht aus 54 m Höhe
92 M BIS ZUM TURMKREUZ, 259 STUFEN ZUR PLATTFORM, BIS 1950 MIT TÜRMERWOHNUNG, 2 STUNDENSCHELLEN VON 1790 IN DER TURMSPITZE

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Ernst Julius Otto war ein bedeutender Musiker, der von 1828 bis 1875 den Dresdner Kreuzchor leitete. Das Denkmal für den 22. Evangelischen Kreuzkantor auf dem neu gestalteten Platz zwischen Kreuzkirche und neuem Hotel am Altmarkt wurde restauriert und neu gestaltet. Der Künstler Niklas Klotz orientierte sich an den historischen Vorlagen von Gustav Kietz (1824-1908) sowie den noch vorhandenen Gipsabgüssen und fügte der ursprünglichen Gruppe als zeitgenössischen Kommentar eine neue Figur hinzu. Diese Plastik hebt sich in Bearbeitung, Material und Farbe von der historischen Figurengruppe ab und stellt damit diesen aktuellen Zeitbezug her.

Denkmal für Kreuzkantor Ernst Julius Otto

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Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: