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Dürnkrut liegt am Ostrand des Weinviertels an der
March im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich und ist vor allem durch
eine historische Schlacht vom Sommer 1278 zwischen dem Böhmenkönig
Ottokar und dem Habsburger Rudolf I. bekannt. Schloss Dürnkrut und
Pfarrkirche hl. Jakobus der Ältere befinden sich im Ortszentrum.
Katholische Pfarrkirche Dürnkrut hl. Jakobus der Ältere: Der
einheitliche Barockbau mit vorgestelltem Westturm wurde unter Graf
Jakob Hamilton 1698 errichtet. Leider war es trotz telefonischer
Kontaktaufnahmen nicht möglich, dass der Kirchenraum entsperrt wurde.

Die Pfarrkirche Dürnkrut steht erhöht im Westen des Ortes in der
Marktgemeinde Dürnkrut im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich. Die
dem Patrozinium hl. Jakobus der Ältere unterstellte römisch-katholische
Pfarrkirche gehört zum Dekanat Zistersdorf im Vikariat Unter dem
Manhartsberg der Erzdiözese Wien. Der einheitliche Barockbau zeigt sich
mit einem mächtigen Langhaus mit hohen Rundbogenfenstern und einer
strengen Lisenengliederung. Der Chor ist eingezogen. Vor der Westfront
steht ein hoher dreigeschoßiger Turm mit rundbogigen Schallfenstern und
einem barocken Zwiebelhelm. Im südlichen Choreck steht eine
zweigeschoßige Sakristei. Das südliche Steinportal mittig in der
Langhaussüdwand hat eine geschwungene Verdachung.
1698 wurde der Grundstein für den Bau der Pfarrkirche gelegt. Die Kirche ist dem Hl. Jakobus d. Älteren geweiht.
Vor der Kirche stehen barocke Sockelfiguren der Heiligen Donatus und Hl. Florian aus 1746.

Das Hochaltarbild zeigt den Kirchenpatron vor der Allerheiligsten
Dreifaltigkeit. Die Seitenaltäre sind der Gottesmutter und dem Hl.
Franz Xaver geweiht. Am großen Marienaltar stehen neben der
Marienstatue die Statuen des Hl.
Joachym und der Hl. Anna. Die Wände des Kirchenschiffes sind geschmückt
mit den Statuten des Hl. Josef, des Hl. Johannes Nepomuk und der
Schmerzensmuttergottes.
Die gesamte Kirche zeigt reichen Stuckdekor und in den Gewölben vier
gerahmte Medaillons mit den Gemälden Verklärung des hl. Jakobus,
Gottvater, Christus am Ölberg und Heiliger Geist, in kleinen Medaillons
Evangelisten und Propheten, an der Emporenwand Jüngstes Gericht. Der
bemerkenswerte Hochaltar mit seitlichen Opfergangsportalen vor einer
mitgestalteten Chorschlusswand ist ein prächtiger reich dekorierter
Stuckaltar mit Engelfiguren, Putten und üppigem Blattwerk, er zeigt das
Hochaltarblatt hl. Jakobus der Ältere, im baldachinartigen Auszug mit
dem Wappen der Hamilton steht die bekrönende Figur hl. Jakobus der
Ältere, über dem Tabernakel befindet sich eine Aussetzungsnische.
Oben am Hochaltar ist das Wappen des Grafen Jakob von Hamilton, des
Erbauers der Kirche. Über der Patronatsloge, im Altarraum befindet sich
das Wappen der Familie Sachsen-Gotha-Coburg. Diese Adelsfamilie war bis
1941 Patron der Kirche. Die zwei Grabplatten im rückwärtigen Teil der
Kirchen waren ursprünglich in der Sakristei. Die Inschrift weist auf
die Leistungen der Familie Dittrich hin, die als Besitzer des
Dürnkruter Freihofes, große Wohltäter der Pfarrkirche waren.

Es gibt bereits Funde aus der Steinzeit. Diese Werkzeuge sind vom Homo
erectus hergestellt und ca. 800 000 Jahre alt und sind im Museum in
Dürnkrut ausgestellt.

Um 1045 wurde Dürnkrut mit seiner Burg als Grenzsiedlung angelegt. In
einem Besitzverzeichnis des Hochstiftes Freising aus dem Jahr 1160 wird
Dürnkrut erstmals urkundlich erwähnt. Die Schlacht bei Dürnkrut und
Jedenspeigen am 26. August 1278 zwischen dem Böhmenkönig Ottokar II.
Przemysl und dem Habsburger Rudolf I. gilt nach der Schlacht bei
Hastings als die zweitgrößte Ritterschlacht in der Geschichte. Sie
endete mit dem Sieg des Habsburgers, Ottokar II. wurde auf der Flucht
erschlagen.

Das Schloss Dürnkrut steht in der Marktgemeinde Dürnkrut im östlichen Weinviertel in Niederösterreich.

Im 14. Jahrhundert gehört Dürnkrut zur landesfürstlichen Herrschaft
Orth. Nach mehreren Besitzerwechsel gelangt die Herrschaft an die
Herren von Landau die ein festes Schloss errichten. 1622 erwirbt Rudolf
von Teuffenbach Schloss und Herrschaft und lässt die frühbarocke
Schlosskapelle ausstatten. 1696 erwirbt der schottische Adelige Jakob
von Hamilton das Schloss und lässt es barock umbauen.

Nach dem Aussterben der Hamiltons kauft Graf Franz Joseph Koháry 1778
das Schloss. Durch die Heirat seiner Tochter Maria Antonia mit
Ferdinand Georg von Sachsen-Coburg fällt es an das Haus
Sachsen-Coburg-Koháry, das den Turm historistisch umgestalten lässt.
1985 erwirbt die Marktgemeinde Dürnkrut das Schloss und richtet Teile
als Gemeindeamt ein.

Schloss Dürnkrut ist ein vierflügeliger Bau mit dominierendem Torturm,
das auf einer Anhöhe in der Mitte des Ortes liegt. Der zweigeschoßigen
Renaissancebau um einen quadratischen Hof wird von Bastionen mit
Rundbasteien umgeben. Eine Rampe führt zu einem zum Teil erhaltenen
Graben. Südöstlich vom Schloss liegt eine symmetrisch konzipierte
Meierhofanlage aus dem 17. Jahrhundert, von der nur noch der
zweigeschoßige Südtrakt erhalten ist, der straßenseitige Trakt wurde
rekonstruiert.

Rampe zum Schloss Dürnkrut

Das Tor wird von einem von zwei Atlanten getragenen Balkon dominiert.
Oberhalb des Tors das Wappen der Familie Hamilton. An der Balustrade
des Balkons das Wappen der Familie Sachsen-Coburg die auch den Turm im
Stil des romantischen Historismus umbauen ließen. Die Eingangshalle
unter dem Turm zeigt ein Stuckrelief von Herkules mit dem nemeischen
Löwen in reicher Stuckumrahmung aus der Zeit der Hamiltons um 1700.

Schloss Dürnkrut und Kirchturm

Schloss Dürnkrut

Die Bernsteinhalle der Marktgemeinde Dürnkrut ist eine moderne,
barrierefreie Veranstaltungsräumlichkeit im Weinviertel und kann für
verschiedenste Events gebucht werden. Die Bernsteinhalle teilt sich in
einen großen Bernsteinsaal inkl. Ausschank und Barbereich (Erdgeschoss)
sowie der Galerie mit Ausschank und dem Bernsteinzimmer im 1. Stock.
Perfekt geeignet für Kulturveranstaltungen, Hochzeiten, Familienfeiern,
Tanzveranstaltungen, Ausstellungen, Messen, Firmenfeiern,
Vereinsveranstaltungen, usw. Für kleinere Feiern, Vorträge, Seminare
usw. kann das Bernsteinzimmer inkl. Galerie (im 1. Stock der
Bernsteinhalle) separat gebucht werden.

Bernsteinhalle Dürnkrut verfügt über Bernsteinsaal und Bernsteinzimmer

Dürnkrut liegt an der Nordbahn und hat somit eine gute Anbindung an
Wien. Nahezu jede Stunde verkehrt ein Zug der ÖBB zwischen Břeclav bzw.
Bernhardsthal und Wien und umgekehrt.

In Dürnkrut an der Nordbahn kommt der REX 1 durch.

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun: