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Gmunden, eine Stadt im oberösterreichischen
Salzkammergut am Nordufer des Traunsees, ist unter anderem bekannt als
Herkunftsort der Gmundner Keramik, als renommierte Sommerfrische in der
Zeit der k. u. k. Monarchie sowie als Schauplatz der in den 1990er
Jahren produzierten Fernsehserie Schlosshotel Orth.

Die römisch-katholische Stadtpfarrkirche Gmunden (Patrozinien: Jungfrau
Maria, Erscheinung des Herrn/Epiphanie oder Hl Drei Könige) steht in
der Stadtgemeinde Gmunden im Salzkammergut in Oberösterreich. Sie
gehört zum Dekanat Gmunden in der Diözese Linz und steht unter
Denkmalschutz. Die Kirche ist geostet, sie befindet sich auf einer
Anhöhe, nahe dem Nordufer des Traunsees und ist nur 200 m vom linken
Ufer der daraus ausfließenden Traun entfernt.

Die im Jahr 1270 erstmals urkundlich erwähnte, nach Osten ausgerichtete
Kirche ist dreischiffig und im gotischen Stil errichtet. In der
Barockzeit erfuhr die Kirche eine Neugestaltung. Der Turm wurde von
Baumeister Johann Michael Prunner umgebaut. Gleichzeitig erhielt das
Gotteshaus sein Zwiebeldach, wodurch der Turm eine Höhe von 51,45 m
erreicht. Nach dem Umbau wurde die Kirche 1723 durch den Passauer
Bischof Joseph Dominikus von Lamberg neu geweiht.
Die Kirche war ursprünglich Maria Himmelfahrt (15. August) geweiht und
erst nach dem barocken Umbau der Erscheinung des Herrn, Hl. 3 Könige
(6. Jänner). Somit hat diese prächtige Kirche zwei sehr schöne
Patrozinien. Die dreischiffige Kirche entspricht nicht nur von der Größe und
Anordnung her den Kriterien einer Basilika, viel mehr sind es die
Kunstschätze und vor allem der Dreikönigs-Altar, die in ihrer
Verbundenheit zum Großen Ganzen, Christen weit über die Grenzen
Österreichs hinaus in diese Kirche strömen lassen.

Die Figurengruppe des Hochaltares stellt die Anbetung der Heiligen Drei
Könige dar und wurde um 1678 vom berühmten Rieder Bildhauer Thomas
Schwanthaler (1634-1705) geschaffen. Nach Fertigstellung dieses Werkes
durch Schwanthalers Sohn Bonaventura soll Thomas Schwanthaler nach
Gmunden geeilt sein. Von der Schönheit seines Werkes so überwältigt,
rief er: „Gott, ich danke dir, dass du meine Hand gesegnet und mich
befähigt hast, dieses wunderschöne Werk zu schaffen. Dir sei Ruhm und
Ehre!" Die Dreikönigsgruppe - der Dreikönigs-Hochaltar ist von Gmunden
ausgehend zunächst in das Salzkammergut und weiter über die
oberösterreichischen und mittlerweile österreichischen Grenzen hinaus
bekannt und dient als Vorbild für viele Krippenbauer.
Die Seitenfiguren Zacharias und Elisabeth sind Spätwerke des Barock-Bildhauers Michael Zürn dem Jüngeren (1626-1691)
Hochaltar der Stadtpfarrkirche mit den lebensgroßen Figuren aus der Werkstatt Thomas Schwanthalers

Die fünfte Orgel der Stadtpfarrkirche hat ein dreimanualiges Werk mit
Pedal, 24 Register und wurde von Dreher & Reinisch aus Salzburg im
Jahr 1964 gebaut. Sie besitzt 1826 Pfeifen.

Die Wandmalerei im Presbyterium stellt die drei Weisen auf dem Weg nach
Bethlehem dar. Sie stammt von Franz Xaver Fux aus dem Jahr 1931.

Der Seitenaltar an der Ostwand der Seitenschiffe ist nach alten
Vorbildern (Spätrenaissance) 1834 neu errichtet worden. Der
Katharinenaltar zeigt drei Märtyrerinnen: Margarete, Barbara und
Katharina. Ein Steinrelief neben dem Katharinen-Altar zeigt eine
Darstellung des Letzten Abendmahles (1600).

Den Nikolausaltar finden wir mit den Aposteln Petrus und Paulus im
linken Seitenschiff. Der Altar ist eine selten ausgezeichnete
Stuck-Marmor-Arbeit von 1834. Die Altarblätter zu den Seitenaltären
malte der kk. Salzoberamts-Konzipient Andreas Plassy (1865).

Die Kanzel (Predigtstuhl) wurde 1686 in der Spätrenaissance neu
aufgerichtet. Die vier Reliefs zeigen die vier Evangelisten. Über dem
Schalldeckel finden sich drei Puti. Diese stellen die drei göttlichen
Tugenden dar: Glaube, Hoffnung und Liebe.
Gegenüber am Fronbogen befindet sich eine barocke gekrönte
Mondsichel-Madonna mit Strahlenkranz. Ein bemerkenswertes Holzbildwerk
eines unbekannten Meisters aus dem frühen 17. Jahrhundert.

Die Stadt Gmunden blieb während des 2. Weltkrieges von Bomben und
schweren Angriffen verschont. Dies führt man auf den Schutz der
Heiligen Gottesmutter zurück. Deshalb wurde im Jahr 1947 von Emilie
Schleiß-Simandl die Schutzmantelmadonna, welche sich über dem rechten
Seiteneingang befindet, als Dank dafür angefertigt.

Der Altar der Heiligen Anna ist in schwarz und gold gehalten. Die
Eltern Jesu (Maria und Josef) flankieren das Bild. Dieser Altar stammt
aus der ehemals nordwestlich der Kirche im Friedhof gelegenen
Annakapelle, wo er in der ersten Hälfte des 16. Jhdt. aufgestellt war.
Historisch bedeutend ist, dass an diesem Altar ausschließlich
katholische Heilige Messen gefeiert wurden. Während das ganze Land
weitgehend protestantisch geprägt war, versammelten sich die letzten 4
Katholiken Gmundens an diesem Altar.

Erstmals urkundlich genannt wurde die Kirche im Jahr 1270. Auf einer
kleinen Anhöhe stehend, dominiert sie das Stadtbild und entwickelte
sich seit dem Mittelalter gleichlaufend mit der Stadt Gmunden. Stadt
und Bürger lebten wegen des seit dem Mittelalter betriebenen Salzabbaus
und -Handels im Wohlstand, was man an den etlichen erhaltenen
Bürgerhäusern aus Mittelalter, Renaissance und Barock erkennen kann. Im
15./16. Jahrhundert hat man die Kirche mit einem Friedhof umgeben, auf
dem sich die Anna-Kapelle befand, die 1844 abgerissen wurde. Von ihr
blieben einige Teile der Einrichtung und das Tor erhalten, das nun als
Turmtor der jetzigen Kirche dient. Im 17. und 18. Jahrhundert erhielt
das Gotteshaus Zu- und Anbauten und wurde im Stil der Zeit neu
ausgestattet.

Ältester Kunstschatz der Stadtpfarrkirche um 1500

Der Arme-Seelen-Altar stammt aus der Totenkapelle der ehem.
Anna-Kapelle. Architekturteile (Hermen) sind aus dem 16. Jhdt. Das
Marmorrelief zeigt Christus am Kreuz mit Armen Seelen. (1673). Alle
sechs in der Kirche aufgestellten Altäre (einschließlich des
Volksaltares) sind konsekriert und beherbergen verschiedene Reliquien.
Auch eine schöne Reliquienmonstranz mit einem Kreuzpartikel vom Kreuz
Jesu aus dem Jahre 1784 nennt die Stadtpfarrkirche ihr eigen.

STADTPFARRKIRCHE - 1. URKUNDLICHE ERWÄHNUNG 1323.
DREISCHIFFIGES FRÜHGOTISCHES GOTTESHAUS MIT BAROCKEM DREIKÖNIGS-ALTAR VON THOMAS SCHWANTHALER.
An der Außenwand der Pfarrkirche befinden sich unter gotischen
Halbbögen Fresken aus der Zeit um 1525. Eine Christophorus-Darstellung
und ein Szenarium aus dem „Jüngsten Gericht".

SALZFERTIGER- UND HERBERGSHAUS (links)
VOR 1400 ERBAUT. BIS 1969 DAS „GASTHAUS ZUR STADT GMUNDEN" DER DICHTER FRANZ KEIM IST IN DIESEM HAUS AUFGEWACHSEN.

BÜRGERHAUS
ERSTE ERWÄHNUNG 1593. HERBERGE DER SALZKNECHT-BRUDERSCHAFT.
FENSTERGESIMSE AUS ROTEM MARMOR.

WEINHAUS SPIESBERGER
1602 SALZFERTIGERHAUS, SEIT 1896/97 IM BESITZ DES WEINHÄNDLERS KARL SPIESBERGER.

BÜRGERHAUS
VON 1598 BIS 1786 SALZFERTIGERHAUS. AB 1663 HERBERGE DER SALZKNECHT-BRUDERSCHAFT.

AKTUELLES RATHAUS
EIN AUS DEM 16. JHDT. STAMMENDER RENAISSANCEBAU. IN DER LOGGIA BEFINDET SICH EIN KERAMIKGLOCKENSPIEL.

Rathaus - Ein Bauwerk, dessen Kernsubstanz aus dem 16. Jahrhundert stammt. Die Stuckdekoration wurde im Jahr 1756 angebracht.

MS J. Ruston - Seit 2014 bei
der Traunseeschifffahrt. Nach Reparatur und Generalsanierung wurde die
MS J. Ruston (Bj. 1931) als kleinstes Schiff der Traunseeschifffahrt in
Dienst gestellt. Mit einer Länge von 16,60 Meter und einer Breite von
3,33 Meter bietet die MS J. Ruston Platz für ca. 40 Fahrgäste.

Der Traunsee nimmt einen wesentlichen Teil des Gemeindegebietes ein.
Vor dem Jahr 1900 verursachte der See immer wieder Hochwasser. Mehrere
Male war der gesamte Rathausplatz überschwemmt. Die Wassermarken mit
den jeweiligen Jahreszahlen sind an manchen Hauswänden und an Schloss
Ort zu sehen. Bei Ebensee fließt die Traun in den Traunsee, bei Gmunden
verlässt sie den See wieder. Die östlich gelegene Katastralgemeinde
Traundorf ist durch den Fluss vom Stadtzentrum getrennt.

Die Esplanade - Eine glanzvolle Strandpromenade seit der Kaiserzeit
Der Bau der Gmundner Esplanade durch Anschüttung von Seegrund wurde
unter Bürgermeister Johann Tagwerker in den Wintermonaten 1850/51
begonnen und fand erst 1862 ihren Abschluss. Seither bietet diese
einzigartige Seepromenade eine beliebte Flaniermeile für Gäste und
Einheimische, die von hier aus den prachtvollen Ausblick auf See und
Gebirge genießen. In den Jahren 1867/68 erbaute man an der Stelle des
ehemaligen „Fasslhauses" nach Plänen von Ing. Franz Schuppler den
Gmundner Cursalon (Casino) der als Treffpunkt des internationalen
Gmundner Kurpublikums und als Veranstaltungsort diente. Leider
fiel das Gmundner Kurhaus in den Morgenstunden des 24. März 1941 einem
Brand zum Opfer und wurde nicht mehr aufgebaut. 1874 eröffnete man
neben dem Cursalon das ebenfalls nach Plänen von Ing. Franz Schuppler
errichtete Hotel Austria, das seinen Gästen neben 100 bestens
ausgestatteten Zimmern und zahlreichen Appartements diverse
Kuranwendungen wie z. B. Sole- und Fichtennadelbäder, anbot.

Franz Josef I. im Kurpark

Kurpark

"Der Gnom mit dem Kristall"
Auf einer Bergwanderung mit Fürst Hanau im Sommer 1886 waren dem
Künstler Heinrich Natter (1844-1892) Bergknappen begegnet, die einen
eben gebrochenen, großen, schönen Kristall herabtrugen. Voll Freude
erwarb er den pyramidal geformten Block und brachte ihn nach Gmunden.
Durch die farbige Pracht wurde die Phantasie des Künstlers angeregt. Er
sah im Berginneren Gnome an ihrer Arbeit, wie sie die Last auf die
Schulter hoben und mit grinsender Freude die Felsstufe nach aufwärts
schafften. So enstand sein "Gnom mit dem Kristall".
Durch das Entgegenkommen der Erben, gelang es der Stadt Gmunden im
Jahre 1953, in Brunnenbecken auf dem Franz-Joseph-Platz die Skulptur
"Der Gnom mit dem Kristall" aufzustellen, welche seitdem das Stadtbild
von Gmunden prägt. Am 1. September 1961 wurde seitens der Stadtgemeinde
Gmunden der 60 kg schwere Bergkristall vom damaligen Besitzer, Herrn
Michael Natter-Hornbostel angekauft.

Ein Foto zur Erinnerung im „Gmundner Keramik Bilderrahmen"
Schießen Sie ein Foto mit dem traumhaften Seeschloss Ort im Hintergund.
Die perfekte Erinnerung an Ihren Ausflug an den Traunsee.

Das aktuelle Rathaus stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Das genaue
Entstehungsjahr ist unbekannt. Der Mittelbau gibt zur Vermutung Anlass,
dass hier italienische Baumeister tätig waren oder diese zumindest den
Entwurf beeinflusst haben. Es ist auf jeden Fall ein Renaissancebau.
Oberhalb der Rathausuhr ist eine färbige Darstellung des
österreichischen Doppeladlers angebracht, zu beiden Seiten der Uhr der
österreichische Bindenschild und das Wappen des Landes Oberösterreich
und darunter befindet sich das „Auge Gottes“. In der Loggia befindet
sich ein Keramikglockenspiel.
Rathaus Gmunden - Ein aus dem 16. Jhdt. stammender Renaissancebau in der Loggia ein Keramikglockenspiel

Seeschloss Ort
Das Schloss Ort (bis ins frühe 20. Jahrhundert auch Orth geschrieben)
ist ein Komplex aus zwei Schlössern am Traunsee und befindet sich auf
der Insel Ort im Ortschaftbestandteil Ort der Stadt Gmunden in
Oberösterreich. Es besteht aus dem bekannteren Seeschloss auf einer
Insel im Traunsee und dem über der Brücke angebundenen Landschloss. Das
Seeschloss zählt zu den ältesten Gebäuden des Salzkammergutes. Es
diente als Außenkulisse für die Fernsehserie Schlosshotel Orth.
Das malerisch auf einer winzigen Insel im Traunsee gelegene Schloss Ort
verdankt einen Großteil seiner Berühmtheit einer
deutsch-österreichischen Fernsehserie: Acht Jahre lang, von 1996 bis
2004, wird im „Schlosshotel Orth“ gelebt, geliebt und geheiratet. Bis
heute ist die Serie ein starker Publikumsmagnet und sorgt jährlich im
Seeschloss Ort für zahlreiche Besucher.
Das Seeschloss Ort zählt nicht nur zu den ältesten Gebäuden des
Salzkammergutes, es hat vor allem auch spannende Geschichten zu
erzählen: etwa die Sage vom Riesen Erla, der das Schloss aus Liebe zur
Traunseenixe Blondchen erbaut haben soll. Und vom ersten geschichtlich
erwähnten Besitzer, dem Ritter Hartneid von Ort, über den grausamen
Grafen Herbestorff, bis hin zum Habsburger Erzherzog Johann Nepomuk
Salvator, hat hier so manch schillernde Persönlichkeit residiert. Seit
1995 befindet sich das Seeschloss Ort wieder im Besitz der
Stadtgemeinde Gmunden und steht der Öffentlichkeit sowohl als Museum
als auch als Veranstaltungsort zur Verfügung.

Das Trauntor ist eines der
historischen Stadttore von Gmunden und stammt aus dem 16. Jahrhundert.
Es diente einst als Zugang zur Stadt und Teil der Befestigungsanlagen.
Das Tor beeindruckt durch seinen spätgotischen Baustil und seine
markante Architektur. Heute ist es ein beliebtes Fotomotiv und
symbolisches Wahrzeichen der Stadt. Das Trauntor verbindet die Altstadt
mit dem Seeufer.

Dampfschiff Gisela - Das Dampfschiff GISELA und die Traunseeschifffahrt
Die „Gisela” (Baujahr 1871) ist einer der ältesten Raddampfer der Welt
und verfügt noch über eine „oszillierende Verbunddampfmaschine“. Das
Dampfschiff Gisela ist im Juli und August an Sonntagen auf dem Traunsee
unterwegs. Der Traunsee und die Traun besaßen seit jeher grosse
Bedeutung als Wasserstrasse. Da bis zum Jahre 1839 die Uferstraße von
Gmunden Richtung Ebensee nur bis Traunkirchen führte - bildete der
Schiffsverkehr das ganze Jahr über die einzige Verbindung zum oberen
Trauntal bzw. ins innere Salzkammergut.
1837 erwarb daher der Engländer John Andrews (1787-1847) das Privileg
für die Dampfschifffahrt auf dem Traunsee und ließ sich von seinem
Ingenieur Joseph John Ruston I (1809-1895) das erste hölzerne
Dampfschiff „SOPHIE" entwerfen, mit dessen Bau 1838 in Ebensee begonnen
wurde. Bereits am 15. Mai 1839 fand die erste offizielle Fahrt statt.
Weitere Dampfschiffe, die ebenfalls alle Namen von Damen des
Kaiserhauses trugen, folgten. Die unter Denkmalschutz stehende „GISELA"
fährt heute noch als Touristenattraktion über den Traunsee. 1911
erfolgt die Gründung der „Traunsee-Motorboot Gesellschaft m.b.H.
Ebensee" unter der Leitung von Rudolf Ippisch. 1918 erwirbt dieser auch
die Traunsee Dampfschifffahrt von Joseph John Ruston II (1857-1934) und
fasst nun beide Betriebe unter der Firmenbezeichnung „Traunseer
Schifffahrtsgesellschaft" zusammen. Anfang 1977 erwirbt dann der
Gmundner Schifffahrtsunternehmer Karl Eder die „Ippisch-Flotte" samt
Steganlagen und vereinigt diesen bestehenden Schiffspark zur
„Traunseeschifffahrt Eder".

Krackowizerhaus An der Traunbrücke 7
1866 kaufte der praktische Arzt Dr. Ferdinand Krackowizer senior das
alte dort befindliche „Schneiderhaus“ und hat an dessen Stelle 1867 ein
neues Haus erbauen lassen. 1882 ließ er es vergrößern. Ab 1886 besaßen
es sein namensgleicher Sohn und dessen Frau Agnes. Da das Ehepaar Dr.
Krackowizer kinderlos war, wurde das Haus nach dessen Tod der
Bürgerspitalstiftung überlassen, daher erhielt es auch den Namen Dr.
Krackowizer-Stiftungshaus. Auf einer Tafel an der Straßenseite des
Hauses wird diese Schenkung ausdrücklich dokumentiert.

Klosterplatz 10 auch Linzerstraße 2
Das Vorgänger-Haus wird erstmals 1582 als Hafnerhaus bezeichnet und
beherbergte einige Jahrhunderte lang diesen Berufsstand (noch 1894 war
ein Hafner Eigentümer). Dann wurde es von der Bäckerfamilie
Kemmetmüller erworben und 1906 neu erbaut. Es befindet sich noch heute
im Eigentum von Kemmetmüller-Nachfahren. Josef Kemmetmüller war
Hofbäcker. Heute ist dort ein Verkaufslokal mit Café der Bäckerei
Hinterwirth untergebracht. Bis 1901 stand vor diesem Haus die
Pestsäule, die dann auf den Klosterplatz verlegt wurde und jetzt beim
„Haus-Salzkammergut“ steht. Bis in die 1960er Jahre hatte der Zahnarzt
Schwarzäugl hier seine Ordination, in den 1970er und 1980er Jahren der
praktische Arzt Dr. Ofner.

SCHIFFMANNSHAUS
SEIT 1623 HAUS DER TRAUNSEESCHIFFER, STEURER UND NAUFERGEN. AB 1829 KLAUSENMEISTERHAUS.

Der Brunnen am Gmundner Klosterplatz wurde 1811 angefertigt und
aufgestellt. Er wird mit dem Trinkwasser des Heiligen Bründl gespeist.

Der Orden der Kapuziner erhielt 1635 von Kaiser Ferdinand II. die
Erlaubnis von Wels aus in Gmunden eine Niederlassung zu gründen. Die
Grundsteinlegung des heutigen Kapuzinerklosters fand am 5.10.1636
statt. Die Kirche wurde erst 1645 eingeweiht, nachdem der Klosterbau
und die Kirche bereits 1639 fertiggestellt waren. Leider ist der Kirchenraum versperrt.

Die Kapuzinerkirche Gmunden steht in der oberösterreichischen
Stadtgemeinde Gmunden im Bezirk Gmunden. Die Kirche wurde in den Jahren
von 1636 bis 1638 errichtet. Seit Auflassung des Klosters im Jahr 2007
ist der Sakralbau eine Filialkirche zur römisch-katholischen
Pfarrkirche Gmunden im Dekanat Gmunden der Diözese Linz. Die
Kapuzinerkirche ist dem Patrozinium der Heimsuchung Mariens unterstellt.
Die Kapuzinerkirche Gmunden wurde ab 1636 von Marx Martin Spaz aus Linz
errichtet. Die Kirche ist einschiffig mit einem dreijochigem Langhaus.
Das eingezogene dreijochige Chor hat einen geraden Abschluss. Langhaus
und Chor sind mit Kreuzgewölben ausgestattet. Die Kircheneinrichtung
ist in der Art der Neuromanik aus der Zeit von 1872 bis 1875. Die
Kirche verfügt über Ölbilder aus dem 18. Jahrhundert, deren Stil ist
italienisch beeinflusst. Die Motive Mariä Heimsuchung (Hochaltarbild
von 1753), hl. Fidelis und hl. Josef von Leonessa sind mit P.H.
monogrammiert und werden dem Barockmaler Philipp Haller zugeschrieben.
Haller war ein Schüler von Paul Troger.

Kapuzinerkloster samt Kirche
Gründer des Gmundner Kapuzinerkonvents, dessen Grundsteinlegung 1636
erfolgte, war Kaiser Ferdinand II. Kirche und Kloster wurden
architektonisch betont schmucklos gestaltet, um der franziskanischen
Lebensweise gerecht zu werden. Besonders beachtenswert ist das
Hochaltarbild Maria Heimsuchung, das der Tiroler Barockmaler Philipp
Haller 1753 geschaffen hat.

Evangelische Auferstehungskirche - Die neugotische Kirche wurde nach
Plänen von Hermann Wehrenfennig in den Jahren 1871 bis 1876 erbaut.

EVANGELISCHE PFARRKIRCHE
WURDE 1871 BIS 1876 NACH DEN PLÄNEN DES WIENER ARCHITEKTEN HERRMANN WEHRENFENNIG IM NEUGOTISCHEN STIL ERRICHTET.

Die Evangelische Pfarrkirche Gmunden in der Bezirkshauptstadt Gmunden
in Oberösterreich stammt aus den Jahren 1871 bis 1876. Die Kirche ist
eine Pfarrkirche der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich und gehört
zur Evangelischen Superintendentur Oberösterreich. Die evangelische
Kirche in Gmunden wurde in Form der Neugotik (altenglischer Stil)
erbaut. Den Plan entwarf der Architekt Hermann Wehrenfennig.

Das auf der rechten Seite des Altars befindliche Ölgemälde Das letzte
Abendmahl stammt vom Münchner Kunstmaler Heinrich Vossberg. Die
farbigen Kirchenfenster entstammen der Münchner Firma Burkhart. Anlass
für die neuen Fenster war die Silberne Hochzeit von Herzog Ernst August
und Herzogin Thyra 1903. Die Spender aus dem Familienkreis sind
unterhalb der Kirchenfenster angebracht. Der Dresdner Maler Andräe
schuf das Altarbild mit dem Motiv der Auferstehung. Altar und Kanzel
stifteten ebenfalls die Hannoveraner, als Material verwendete der
Gmundern Schnitzer Goebel eine slawonische Eiche.

So wie die anderen Orte im Salzkammergut, hielt auch im Traunseeort die
Reformation Einzug. Zwischen 1550 und 1624 gab es evangelische Pfarrer
in Gmunden. Nach der Rekatholisierung der (heutigen) Stadtpfarrkirche
im Jahr 1599 erbauten die Evangelischen eine Kirche außerhalb der
Stadtmauern. 1626 wurden die Bewohner aufgefordert, dass sie sich
entweder bis Ostern zum katholischen Glauben zu bekennen oder das Land
zu verlassen haben. Im weiteren Verlauf kam es zum Oberösterreichischen
Bauernkrieg. Der vor den Gmundner Stadttoren gelegene Ort Pinsdorf war
im November 1626 Schauplatz einer blutigen Schlacht, auf Seiten der
Aufständischen gab es über 2.000 Gefallene. Nach Niederschlagung der
Rebellion und Einsetzung von Jesuiten im Nahe gelegenen Kloster
Traunkirchen setzte sich die Gegenreformation durch.

Die Glasfenster in der Apsis waren ein Geschenk des Hauses Hannover.
Die Kirchenfassaden schmücken Ableger des Rosenstocks vom Dom in
Hildesheim. Die Orgel stiftete König Georg V. von Hannover, sie wurde
1913 umgebaut und wesentlich erweitert.

Die Kirche ist für 500 Sitzplätze ausgelegt. Die Bauausführung wurde
durch Maurermeister Lechner aus Gmunden durchgeführt. Die Bearbeitung
des rötlichen Kalksteins (Hirlatz Kalk) geschah im Zeitraum von fünf
Jahren durch italienische Steinmetzen direkt am Bauplatz.

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun: