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Das Eisenbahnmuseum Südbahn Heizhaus in Lienz bietet
Besuchern eine spannende Reise durch 150 Jahre Eisenbahntechnik. In
einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1871 präsentiert der
Verein der Eisenbahnfreunde in Lienz (EBFL) auf 1.800 m²
Ausstellungsfläche beeindruckende Exponate.
Tauchen Sie ein in die Welt der Dampfloks und Eisenbahnromantik! Im
historischen Heizhaus Lienz erleben Sie spannende Geschichten rund um
Technik, Reisen und das Leben auf der Schiene. Original-Lokomotiven,
historische Waggons und Signalanlagen sowie liebevoll gestaltete
Ausstellungsräume laden zum Staunen und Entdecken ein – ein
Ausflugsziel für die ganze Familie und alle Bahnliebhaber.

Das Museum befindet sich im 1871 erbauten Langlokschuppen der
ehemaligen k.k. priv. Südbahn Gesellschaft, in dem die Dampflokomotiven
gewartet und betriebsbereit gehalten wurden. Mit seiner historischen
Bedeutung für das Eisenbahnwesen im Drau- und Pustertal, beheimatet das
Museum auf 1.800 m² Ausstellungsfläche Dampf-, Elektro- und
Diesellokomotiven, Waggone, Signalanlagen, technische Gerätschaften,
historische Fotografien und Pläne, ein umfassendes Archiv, eine
Bibliothek über Eisenbahnliteratur sowie eine Modellbahnanlage. Das
Gebäude und die dazugehörende Drehscheibe stehen unter Denkmalschutz.

Bau der Drau- und Pustertalbahn
Nach Erteilung der Konzession durch Kaiser Franz Joseph 1858 und
nachdem die Lombardei, Venetien und Friaul durch Krieg an Italien
verloren gingen, begann man 1869 mit dem Bau der Pustertalbahn. Nach
Unterschreitung der geplanten Bauzeit um zehn Monate und unter
Gesamtkosten von 27,3 Millionen Gulden wurde der Verkehr auf der
eingleisigen, 210 km langen Kärntner Pustertallinie Villach - Lienz -
Franzensfeste am 20. November 1871 aufgenommen. Die Strecke Marburg -
Villach war bereits 1864 fertig gestellt worden. Die Anbindung an die
„große weite Welt", sprich, nach Marburg - Wien bzw. Klagenfurt -
Leoben - Wien auf der einen und nach Innsbruck/Verona auf der anderen
Seite war nun gegeben. Nunmehr konnte man auch die bis dato abseits der
Großglockner- und Großvenediger Gruppe praktisch unbekannte Region in
nur einer Tagesreise von den österreichisch-süddeutschen Städten her
erreichen.

Der Verein der Eisenbahnfreunde in Lienz (kurz EBFL) ist ein Verein für
Eisenbahngeschichte in Lienz, Tirol. Der Verein wurde im Jahre 1980
gegründet. Grund dafür war der Ankauf einer Dampflokomotive der
Baureihe 52 durch die Stadt Lienz, die dem Verein als Dauerleihgabe zur
Verfügung steht. 1985 wurde die Sektion Modelleisenbahn gegründet.
Innerhalb von 40 Jahren wurde ein vereinseigenes Museum aufgebaut,
welches im Sommer zu besichtigen ist.

Chronik Bahnhof Lienz
1868: Übergabe des Bahnhofes Lienz an die Öffentlichkeit (23.11.).
1871: Eröffnung der 209,2 km langen Bahnlinie Villach - Lienz - Franzensfeste (20.11.).
1936: Umgestaltung des Aufnahmegebäudes (neue Kassen- und Bahnsteighalle)
1945: Zerstörung des Bahnhofes und der Gleisanlagen durch schwere Bombenangriffe (26.4.).
1948: Einsatz Triebwagen der Reihe 5044 im Korridorverkehr zwischen Ost- und Nordtirol (16.11.).
1950: Inbetriebnahme des neu errichteten Bahnhofes (19.12.).
1965/66: Länger andauernde Streckenunterbrechung durch drei Hochwasserkatastrophen.
1978: Neugestaltung Bahnhofsvorplatz.
1979: Jungfernfahrt des Expresszuges „Val Pusteria/Pustertal" von Wien/Süd nach Innsbruck über Lienz (15.6.).
1986: Bau der „Amlacher Unterführung" (Beginn: 1.9.1986, Fertigstellung 15.7.1987). damit verbundenen Bahnhofsumbaus (25.11.).
1988: Fertigstellung der
Elektroarbeiten und des Feierliche Aufnahme des elektrischen Betriebes
zwischen Spittal/Millstättersee und Innichen/San Candido (27.5.).
1990: Prämierung des Bahnhofes Lienz für die vorbildliche Pflege der Bahnanlagen (11.7.).
1992: Feier „750 Jahre Stadt Lienz" Eintreffen des Salonwagens mit Bundespräsident Dr. Kurt Waldheim (21.2.).
2021: 150 Jahrfeier Südbahnstrecke Villach - Lienz - Franzensfeste.
2018-2022: Umbau und Eröffnung Mobilitätszentrum Lienz.

Baureihe 1161
Bereits in den 1920er Jahren entstand ein Bedarf an leistungsstarken
Verschublokomotiven, um die meist von alten Dampflokomotiven
übernommenen Verschubfahrten zu rationalisieren. Die neuen Lokomotiven
sollten für den leichten Verschubdienst in Bahnhöfen, dem leichten
Streckendienst und dem Dienst auf Ablaufbergen geeignet sein sowie eine
Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h und eine maximale Achslast von 14 t
aufweisen. Die BBÖ bestellten im Jahre 1925 fünf derartige Lokomotiven
bei AEG in Wien (elektrischer Teil) und der Lokomotivfabrik Floridsdorf
(mechanischer Teil).

In den Jahren 1940 und 1941 wurden sechs weitere Lokomotiven der Reihe
E 61.1 beschafft. Die E 61 103 war ein Kriegsverlust; alle anderen
Maschinen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von den Österreichischen
Bundesbahnen übernommen und als 1061 (ex E 61) und 1161 (ex E 61.1)
bezeichnet. Die Lokomotiven erfüllten die in sie gesteckten Erwartungen recht gut
und blieben ohne größere Umbauten. Die Ausmusterung der Reihe 1161
erfolgte bis 1994.

„SULM 1" - Baureihe 32d
Die österreichische Südbahngesellschaft beschaffte für die
Lokalbahnstrecken kleine Tenderlokomotiven der Baureihe 32d, von
welcher insgesamt 44 Stück gebaut wurden. Ein typisches Merkmal war der
übergroße Kegelschlot. Die AG Sulmtal bestellte 1907 zwei Maschinen,
die als Nr. 1 „Wies" und Nr. 2 „Leibnitz" bezeichnet wurden. Diese
wurden später zu „Sulm 1" und „Sulm 2" umbenannt. Die „Sulm 2" blieb
bis 1956 und die „Sulm 1" bis 1983 im Einsatz. Die „Sulm 1" wurde dann
an die Lienzer Eisenbahnfreunde weitergegeben, wo sie museal erhalten
wird.

ÖBB 2062 049-8
Die Baureihe 2062 ist eine zweiachsige Diesellokomotive der
Österreichischen Bundesbahnen. Die ÖBB beschaffte zwischen 1958 und
1966 insgesamt 65 Stück, um gemeinsam mit der kleinen Schwesterbaureihe
2060 veraltete und unwirtschaftliche Dampflokomotiven im Verschub und
leichten Streckendienst abzulösen. Der Lokomotivtyp wurde von den JW
auch in die Sowjetunion, nach Italien, Luxemburg und Jugoslawien
exportiert, sowie an Privat- und Werksbahnen verkauft.

ÖBB 2062 049-8
Die Lokomotiven haben eine hydraulische Kraftübertragung
(Strömungsgetriebe: Voith L26 St) und einen Dieselmotor
(Zweitakt-Achtzylinder Typ JW400, unaufgeladen) mit 294 kW (400 PS),
zudem haben sie auch einen zweiten kleinen 20 PS starken
Einzylinder-Viertakt Dieselmotor, ebenso von JW, welcher die Druckluft
erzeugt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 40/60 km/h
(Rangiergang/Streckengang). Länge über Puffer 7,9 m, Dienstgewicht 32,7
t, Achsfolge B. Die Lok war die erste Normalspurlok der ÖBB mit
Scheibenbremsen und eine der ersten in größerer Stückzahl gebauten
weltweit. Anders als neuere Lokomotiven und Wagen haben sie allerdings
keine Schauzeichen.

Seitenansicht der 1907 gebauten Dampflokomotive Sulm-B 1.

Führerstand der Dampflokomotive Sulm-B 1.

Das Eisenbahnmuseum Südbahn Heizhaus in Lienz versteht sich als
lebendiger Ort der Vermittlung von Eisenbahngeschichte. Im Mittelpunkt
steht die Bewahrung des historischen Heizhauses und seiner Fahrzeuge
sowie die anschauliche Darstellung der technischen und
gesellschaftlichen Bedeutung der Eisenbahn für Lienz und die Region.
Durch Ausstellungen, Führungen und Bildungsangebote möchte das Museum
Menschen aller Generationen für dieses einzigartige Kulturerbe
begeistern.

Diesellokomotive Baureihe 2043
In den Jahren 1964-1977 lieferten die Jenbacher Werke - inklusive der
Vorserie - 77 Lokomotiven der Reihe 2043 an die ÖBB. In der ehemaligen
Zugförderungsstelle Lienz waren über zwei Jahrzehnte ständig an die 20
Lokomotiven stationiert. Sie wurden unter anderem vor schweren
Güterzügen zwischen Spittal an der Drau und Innichen sowie im
Korridorverkehr Lienz - Innsbruck - Lienz eingesetzt. Unter der Leitung
des damaligen Heizhauschefs Josef Steiber wurden einige wesentliche
technische Verbesserungen an dieser Baureihe durchgeführt.

KLIMA SCHNEEPFLUG 80819760310
Der österreichische Konstrukteur und Erfinder Rudolf Klima aus
Saalfelden montierte Anfang der 1920er Jahre auf einem Schlepptender
Schneeräumschilde, der von einer Schublokomotive geschoben wurde.
Dieses Räumsystem war ab 1926 einsatzfähig und eröffnete eine
verbesserte Möglichkeit der Schneeräumung. Die Trägerlokomotive
lieferte Druckluft über die Bremsleitung, die Räumbreite betrug 3,86 m.
Das Personal befand sich in einer geschlossenen, geschützten
Arbeitskabine.

Rahmen und Räder unseres Schneepfluges der Bauart KLIMA stammen von
einer Dampflokomotive der Reihe 52 (1944 in Esslingen gebaut). Das
Heben, Senken, Aus- und Einfahren der Räumer erfolgt pneumatisch. Funk
und Sprecheinrichtungen waren ursprünglich nicht vorhanden. Die
Verständigung zwischen dem Personal auf dem Führerstand des Pfluges mit
dem Lokführer erfolgte über eine Anzeigentafel, die am Ende des Pfluges
wiederholt ist. Gebaut wurde das Fahrzeug in der Hauptwerkstätte
Knittelfeld 1960. 1997 hätte der Pflug verschrottet werden sollen, ehe
ihn die Eisenbahnfreunde nach Lienz holten.

Der Klimaschneepflug 80 81 976 310-9 kann innen wie außen besichtigt werden.

Armaturen im Klimaschneepflug 80 81 976 310-9.

Im Arbeitsraum des Klimaschneepfluges 80 81 976 310-9 der ÖBB.

Der Architekt Wilhelm von Flattich – er war in der damaligen Zeit für
die Hochbauten an der Brenner- und Pustertalbahn zuständig – ließ in
Lienz eine dreigleisige und 94 m lange Remise mit zwei Anbauten und
zusätzlich ein Rundhaus mit Drehscheibe für Dampflokomotiven errichten.
Diese Heizhausanlage bestand in diesem Umfang bis zum Jahre 1945: Auf
Grund von Bombardierungen (2. Weltkrieg) wurde das Rundhaus zur Gänze
zerstört und die lange Remise arg beschädigt. Während vom Rundhaus nur
mehr ein Segment wieder aufgebaut wurde und man die Drehscheibe
entfernte, wurde die lange Remise vollständig instandgesetzt. Lediglich
ein Anbau wurde nur mehr erdgeschossig ausgeführt.

Blick auf die Front und Rauchkammer der 1944 gebauten Dampflokomotive 52.

Der Führerstand der Dampflokomotive 52.

BAUREIHE 52
In der Zeit des Zweiten Weltkrieges wurden von allen Reichsdeutschen
Lokomotivfabriken (1942-1945) ca. 7.000 Stück dieser Lokomotiven
gebaut. Die Lokomotivfabrik Floridsdorf lieferte insgesamt 1172 Stück
Lokomotiven dieser Baureihe an die Deutsche Reichsbahngesellschaft.
Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges befanden sich über 700 Stück in
Österreich. Da ein großer Teil dieser Maschinen bis 1948 als
Kriegsbeute in die Sowjetunion abgefahren wurde, konnten 1953 nur mehr
303 Stück in den Bestand der ÖBB übernommen werden. 36 dieser
verbliebenen Lokomotiven mit Blechrahmen wurden schließlich als Reihe
152 in das Nummernschema der ÖBB eingereiht.

An vielen Maschinen wurden Verbesserungen vorgenommen, so wurden
teilweise die Wannentender in Kabinentender umgebaut, sodass ein
Zugführerabteil möglich wurde. 1976 wurde von der ÖBB der Planeinsatz
dieser sogenannten „Kriegslokomotiven" beendet, da sie aber führend am
Wiederaufbau eingesetzt waren, kann man sie auch als
„Friedenslokomotive" bezeichnen.


Die Elektrolokomotive 1020.023-6 der ÖBB wurde 1940 für die DR als E 94 006 gebaut.

DRAISINE X 626.122 - MOTORWAGEN BM 100
Da die Österreichischen Bundesbahnen in der Nachkriegszeit keine
geeigneten Bahndienstfahrzeuge hatten und zur Wartung des
Streckennetzes nur sehr einfache Gerätschaften zur Verfügung standen,
wurde über die Neuanschaffung solcher Fahrzeuge nachgedacht, die sowohl
für den Transport von Personal als auch Material geeignet sein sollten.
So entstand zunächst 1958 die Reihe X625. Da deren Jenbacher
2-Takt-Dieselmotor JW 70 nicht zufriedenstellend war, wurde dieser ab
1974 durch 6-Zylinder 4-Takt-Motoren von Steyr (150 PS) ersetzt. Daraus
entstand die ansonsten identische Reihe X626. In den 1970er Jahren
wurden 131 Stück dieser Fahrzeuge gebaut; somit stellt die X626 das
meist gebaute österreichische Bahndienstfahrzeug dar. In dieser Zeit
bekamen die X625 auch den Steyr-Motor und wurden demnach in X626
umbezeichnet. Alle Fahrzeuge der Reihe X626 weisen eine gelbe
Lackierung auf und kommen landesweit zum Einsatz. Diese gelbe
Lackierung zusammen mit ihrer kastenförmigen Form brachte der Draisine
den Spitznamen "Postkasterl" ein.

GEDECKTER GÜTERWAGEN - Gbs zweiachsig
Der gedeckte Güterwagen (auch bedeckter Güterwagen oder Kastenwagen)
ist ein Eisenbahngüterwagen, dessen Laderaum aus einem durch die
Seitenwände und das Dach abgeschlossenen Kasten gebildet wird. Diese
Wagen werden vorzugsweise zum Transport von Gütern verwendet, die gegen
Witterungseinflüsse, Verlust oder Entwendung geschützt werden sollen.
Sie dienen vornehmlich dem Stückguttransport und sind fast so alt wie
die Eisenbahn in Europa selbst. Zur Gruppe der gedeckten Güterwagen der
Regelbauart, durch den Gattungsbuchstaben G gekennzeichnet, gehören
alle Güterwagen mit einem ebenen Wagenboden, rundum festen und
geschlossenen Wänden sowie Schiebetüren an den Längsseiten. Der Aufbau
war anfangs noch eine Holz-Stahl-Verbundbauweise, später die
Ganzstahlbauweise.
Da Stückgüter in der Anfangszeit der Eisenbahn die meisttransportierten
Ladegüter waren, stellten die gedeckten Güterwagen die wichtigste
Güterwagenbauart dar. Sie machten bis in die 1960er Jahre etwa 40% des
Gesamtbestands vieler Bahngesellschaften aus. Inzwischen sind jedoch
die offenen Güterwagen und Flachwagen weitaus häufiger als die
gedeckten Güterwagen. Im Gegensatz zu diesen sind die gedeckten
Güterwagen in der Mehrzahl immer noch zweiachsig, da die
vergleichsweise leichten Ladegüter keine Drehgestellwagen erfordern.

Signalanlagen



Im Innern einer "Donnerbüchse".

Das Museum des Vereins ist das einzige Eisenbahnmuseum in Tirol. Es
befindet sich im ehemaligen, 1871 in Betrieb genommenen Heizhaus der
Südbahn-Gesellschaft, wo damals die Wartung und Vorbereitung der
Dampflokomotiven stattfand.[6] Das seit 1999 unter Denkmalschutz
stehende Gebäude wurde nach einer umfangreichen Sanierung in den Jahren
1999 bis 2014 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Die vom Architekten Wilhelm von Flattich geplante Remise ist
dreigleisig, 97 m lang und hat eine Fläche von 1.800 m2. Auch eine
Drehscheibe aus dem Jahr 1942 steht unter Denkmalschutz. Das Museum
beherbergt Dampf-, Elektro- und Diesellokomotiven, Waggons,
Signalanlagen, technische Gerätschaften, historische Fotografien und
Pläne sowie eine Bibliothek über Eisenbahnliteratur mit ca. 5000
Büchern. Im Oktober 2022 erhielt das Eisenbahn Museum Südbahn Heizhaus
das Österreichische Museumsgütesiegel.

BAUREIHE 1020
Die Fahrzeuge der Baureihe 1020 wurden kurz vor Beginn des Zweiten
Weltkrieges zur Beschleunigung des Güterverkehrs in Süddeutschland und
Österreich konzipiert und gebaut. Als Kriegslokomotive des Typs "KEL 2"
wurde die Baureihe auch während des Krieges weitergebaut. Aufgrund des
hohen Bedarfs Anfang der 1950er Jahre wurde die Baureihe noch von der
jungen DB und der ÖBB nachbeschafft. Insgesamt wurden zwischen 1940 und
1956 200 Lokomotiven gebaut, die den Nummernbereich E 94 001 bis E 94
285 (mit Lücken) belegten.

Bei der Österreichischen Bundesbahn wurden insgesamt 47 Lokomotiven
eingesetzt, die ab 1954 die Nummern 1020.01 bis 1020.47 zugeteilt
bekamen. Von diesen Maschinen sind noch 17 Lokomotiven erhalten. 13
Lokomotiven sind als Museumslokomotiven in mehr oder weniger gepflegtem
Zustand erhalten (davon 6 betriebsfähig) während die restlichen 4
Maschinen als Ersatzteilspender dienen oder in schrottreifem Zustand
erhalten sind.

Schaltgerüst einer 1020

Diesellokomotive ÖBB 2043.49, ÖBB 2043.049-2 Baujahr 1973

Diesellokomotive ÖBB 2043.49, ÖBB 2043.049-2 Baujahr 1973

Köf Magnesit AG Hochfilzen – Schwartzkopff, Baujahr 1940

Köf Magnesit AG Hochfilzen – Schwartzkopff, Baujahr 1940

Generaldirektion der Österr. Bundesbahnen / Betriebsdirektion / Wien, im Juni 1969 / Zahl 15-170-69
Kampf der Verspätung
Regelmäßigkeit des Zugverkehres ist eine der Grundlagen der
Verkehrssicherheit. Zugverspätungen schädigen das Ansehen der
Österreichischen Bundesbahnen.
Darum: Vermeidet und verhindert
jede Nachlässigkeit und Säumigkeit im Verkehrsdienst.
Sorgt für zeitgerechtes
Zusammenstellen, Bereitstellen und Bespannen der Züge, für
zeitgerechtes Anfordern von Vorspann-Tfz sowie für ungesäumte
Durchführung der technischen Wagenuntersuchung und Bremsprobe.
Beobachtet den Zuglauf und vereinbart bef Verspätungen rechtzeitig und richtig Kreuzungen und Vorfahren.
Vermeidet Verzögerungen des Zuglaufes durch genaue Berechnung und rationelle Regelung der Zugfolge.
Meldet frühzeitig und
gewissenhaft alle Verspätungen und Abweichungen vom regelmäßigen
Verkehr und haltet engste Fühlung mit den Verkehrsüberwachungsstellen.
Macht rechtzeitig die Ein- und Durchfahrgleise frei und stellt gefährdende Verschubbewegungen zeitgerecht ein.
Gebt jenen Verschubarbeiten den Vorrang, deren Verzögerung sich auf den Zugverkehr am ungünstigsten auswirken würde.
Nützt bei Güterzügen die
Möglichkeit des Vorsprungfahrens, insbesondere durch zweckmäßige
Anordnung und Durch-führung der Verschubarbeiten. Sorgt für genaue Ein
haltung der Güterzugbildevorschrift.
Verhindert Aufenthaltsüberschreitungen wegen Ladearbeiten
a) durch Beachtung der Beförderungsbeschränkungen für bestimmte Züge, Güter und Abfertigungsarten,
b) durch rechtzeitige Bereitstellung von Gütern, Lade-geräten und
ausreichendem Ladepersonal vor Ankunft des Zuges am Halteort der Gepäck
und Kurswagen,
c) durch zeitgerechte Vormeldung größerer Aus- und Zuladungen,
d) durch Vorbereitung der Ausladung im Zug.
e) durch rechtzeitigen Abbruch der Ladearbeiten für Post- und Bahngut.
Meldet die Beendigung der Ladearbeiten sofort und gut verständlich.
Nehmt Einfluß auf rasches Aus, Ein- und Umsteigen der Reisenden
a) schon während der Fahrt durch zeitgerechte Bekanntgabe des nächsten
Anhaltebahnhofes sowie der Anschlüsse, durch Freihalten der Zugänge zu
den Ausstiegen in Personen-wagen und Unterstützung von Hilfsbedürftigen,
b) im Bahnhof durch rechtzeitige Bekanntgabe der Reihung von.
bestellten Wagen und Plätzen, von Platzkartenwagen. und wichtigen
Kurswagen bereits vor Ankunft des Zuges,
durch deutliches Ausrufen des Bahnhofnamens sowie Aufforderung zum raschen Aus- und Einsteigen,
durch Hilfe beim Ein- und Aussteigen sowie beim Auffinden reservierter und freier Plätze.
Kürzt die Aufenthalte bei Verspätungen. Es besteht kein Anspruch auf die fahrplanmäßige Aufenthaltsdauer.
Schenkt der Abfertigung der Züge volle Aufmerksamkeit.
Beschleunigt die Abfertigung der Züge durch
rasche Herstellung der Abfahrbereitschaft und gut sichtbare Abgabe des Signals „Abfahrbereit",
Abgabe des Signals Abfahrt" genau zur Abfahrtminute, bei Springuhren im
Augenblick, in dem der Zeiger die Abfahrtminute erreicht,
aufmerksame Signalbeachtung und sofortige Befolgung des Abfahrauftrages,
gewissenhafte Einhaltung der Wartezeitenvorschrift.
Vermeidet Geschwindigkeitsminderung und Verhaltung vor Signalen durch zeitgerechte Bedienung.
Bedenkt, daß jede verlorene Minute kosthar und die Ursache weiterer Verzögerungen sowie die Quelle von Betriebsgefahren ist.
Achtet die Minute!
Ihr erhöht damit die Verkehrssicherheit und fördert den Dienst am Kunden.

K. k. privilegierte Südbahn-Gesellschaft
DAMPFLOKOMOTIVE "Sulm 1" für die Sulmtalbahn A.G. Serie 32d - Ctn2 gebaut 1907 – Fabrik-Nr. 4731
Aktien Gesellschaft der Lokomotivfabrik Wiener Neustadt

Die Sektion Modellbahn im Verein der Eisenbahnfreunde Lienz wurde Mitte
der 1980er-Jahre gegründet und bringt seitdem Modellbahnfreunde aus der
Region und darüber hinaus zusammen. Im Mittelpunkt stehen eine
historische Märklinanlage sowie der im Waggon entstehende H0-Nachbau
der Strecke Lienz - Sillian, an dem die Mitglieder mit großem Einsatz
arbeiten. Ergänzt wird das Angebot durch eine aktive Jugendgruppe, eine
kindgerechte Spielecke mit Holzeisenbahn und die jährlich im Rahmen der
Südbahntage stattfindende Modellbahnbörse, die zum Treffpunkt für
Sammlerinnen und Sammler aus mehreren Ländern geworden ist.
Fahrkartenschalter im Eisenbahnmuseum Südbahn Heizhaus in Lienz

Österreichischer Eisenbahndirektorenclub 1881, mit den Vertretern der
„k.k. priv. Südbahn-Gesellschaft" Carl Prenninger (1. Reihe sitzend, 4.
von links) und Wilhelm Ritter von Flattich (2. Reihe stehend, 5. von
links) (Foto: Victor Angerer; Österreichisches Staatsarchiv)

Schnellzugtenderlokomotive 77.244
Hersteller: Lokomotivfabrik Krauss & Comp. (Linz), Baujahr: 1927, Fabriknummer: 1424
1974 wurde die Lok durch die Brenner & Brenner Dampflokomotiven
Betriebsgesellschaft mbH von der ÖBB übernommen. Die Lok trug seit der
Wiederinbetriebnahme 1985 die falsche Nummer "77.250". Vom 22. August
bis zum 13. September 1987 nahm die Lok aus Anlaß der Feiern "150 Jahre
Eisenbahn in Österreich" an den Fahrzeug-Paraden in Strasshof bei Wien
teil und führte einen Personenzug. Am 2.Oktober 2012 wurde die Lok an
dien Verein der Eisenbahnfreunde Lienz abgegeben und am 3.September
2014 erfolgte die Überführung nach Lienz.

77.244 der EFL auf der Drehscheibe in Lienz
Bezeichnungen und Eigentümer:
1927-1938: 629.59 (BBÖ)
1938-1949: 77.244 (DRB)
1949-1973: 77.244 (ÖBB)
1974-2012: "77.250" (Brenner & Brenner Dampflokomotiven Betriebsgesellschaft mbH)
seit 2012: 77.244 (Verein der Eisenbahnfreunde Lienz)

Die Elektrolokomotive 1245 522-6 der ÖBB wurde 1938 für die DR als E 45 222 gebaut.

Auf rund 1800 m2 kommen nicht nur Eisenbahnliebhaber auf ihre Rechnung.
Im großen Gebäude werden rare Exemplare von dampfbetriebenen
Lokomotiven aus dem 20. Jahrhundert präsentiert, wobei ein Teil der
Exemplare betreten werden kann. Neben den älteren Dampflokomotiven
werden mehrere Diesel- und Elektrolokomotiven, sowie Sonderfahrzeuge
wie Kran- und Silowagen für Getreidetransporte gezeigt. Abgerundet wird
die Präsentation durch verschiedene Waggons und Güterwagen. 1871 wurde
die Eisenbahnlinie Villach – Franzensfeste (Südtirol) mit einer Länge
von rund 212 km in Betrieb genommen. Damals wurde in der Region mit
einfachen Maschinen, Wasser und Kohle ein technisches Zeitalter,
welches das Wirtschafts- und Gesellschaftsleben im wahrsten Sinne des
Wortes revolutionierte, eingeleitet.

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun: