Marseille

die älteste Stadt Frankreichs, Februar 2026

Marseille ist eine französische Großstadt mit über 880.000 Einwohnern und die zweitgrößte Stadt Frankreichs. Sie ist die Hauptstadt des Départements Bouches-du-Rhône und der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Marseille wurde in der Antike von Griechen gegründet und ist die älteste Stadt Frankreichs; ihre Einwohner nennen sich Marseillais. Am Mittelmeer ist Marseille die wichtigste französische und eine bedeutende europäische Hafenstadt.

Ausblick vom Escalier Gare Saint-Charles am Gare Marseille zur Basilique Notre-Dame de la Garde

 Marseille, Februar 2026

Escalier Gare Saint-Charles
Die monumentale Treppe des Gare Saint-Charles in Marseille gewährt einen atemberaubenden Panoramablick über die Stadt. Geschmückt mit eindrucksvollen kolonialen Skulpturen aus Afrika und Asien, unterstreicht sie Marseilles historische Rolle als Tor zwischen Europa und dem Nahen Osten. Die kunstvollen Figuren verstärken diese Verbindung und verleihen der Treppe eine faszinierende Symbolkraft.

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Palais Longchamp: Bauwerk aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit Wasserfall und Speicher zur Trinkwasserversorgung der Stadt.

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Das Palais Longchamp ist ein 1862–1869 errichtetes Bauwerk im Stil des Historismus in Marseille. Es liegt im 4. Arrondissement im Quartier des Cinq-Avenues am nördlichen Ende des Boulevard Longchamp.

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Der Palast wurde 1869 eingeweiht und besteht aus mehreren Teilen:
 Wasserspeicher für das Wasser der Durance, das durch einen 85 km langen Kanal zugeführt wird, welcher historisch die Haupttrinkwasserquelle der Stadt Marseille darstellt, da sie nicht an einem Fluss gelegen ist.
 Museum der Schönen Künste von Marseille (im linken Flügel des Palastes).
 Naturkundemuseum von Marseille (im rechten Flügel des Palastes).
 Garten (vor dem Palast) mit Grünfläche, künstlichem Wasserfall, allegorischen Statuen zu Ehren des Wassers und der Fruchtbarkeit und zahlreiche Brunnen.
 Longchamp-Park (hinter dem Palast) mit dem Observatorium von Marseille, botanischem Garten und ehemaligem Tierpark.

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Wer das Palais Longchamp zum ersten Mal sieht, der wird kaum auf die Idee kommen, dass es ursprünglich aus einer reinen Notwendigkeit heraus entstanden ist. Zu monumental und imposant ist die Architektur, zu luxuriös ist die Tatsache, dass es zwei Museen beherbergt, zu angenehm und erholsam der Botanische Garten, der sich an den Prachtbau anschließt. Und doch war es die Angst vor Dürre und Trinkwassermangel, der die Stadtväter von Marseille einst dazu bewogen hat, die Errichtung des Palais Longchamps in Angriff zu nehmen. Ein Plan, der allerdings diverse Anläufe brauchte, um schließlich tatsächlich umgesetzt werden zu können.

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Für meisten Besucher ist das Vorhandensein von gutem Trinkwasser heute wohl eine Selbstverständlichkeit. Sie interessieren sich vielleicht mehr für die Kunst- und Kulturschätze, die das Palais Longchamp zu bieten hat. Der linke Flügel des Baus beherbergt das „Museum der schönen Künste“ und ist das älteste Museum von Marseille. Nach langer und aufwendiger Renovierung ist es im Jahr 2013 wiedereröffnet worden. Die Permanente zeigt Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen aus der Zeit vom 16. Bis zum 19. Jahrhundert.

Im rechten Flügel befindet sich das „Museum für Naturgeschichte“, dass aus einem „Kuriositätenkabinett“ der Stadt hervorgegangen ist und das heute in Frankreich einen erstklassigen Ruf genießt. Auch die älteste naturwissenschaftliche Einrichtung von Marseille, das Observatoruium, ist hier im Palais Longchamp untergebracht.

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Hausecke Bd Jard. Zoologique und Rue Lacépède

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Église Saint-Vincent de Paul: 1886 fertiggestellte neugotische Kirche mit imposanten Zwillingstürmen, Buntglasfenstern und Innenbögen.

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Die Kirche St-Vincent-de-Paul (auch: Église des Réformés) ist eine römisch-katholische Kirche und befindet sich im 1. Arrondissement am oberen Ende der berühmten Straße Canebière, im Viertel Thiers. Sie ist zu Ehren des heiligen Vinzenz von Paul geweiht. Sie wird von der Gemeinschaft Emmanuel betreut. Der Name Église des Réformés geht auf die reformierten Augustiner zurück, die zuvor am Ort eine Kapelle besaßen

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Die Kirchenfenster mit einer Gesamtfläche von 1270 Quadratmetern stammen von Édouard Didron. 1948 wurde die Merklin-Orgel von 1888 durch eine neue Chororgel ergänzt. Beide Orgeln wurden 2009 restauriert.

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Der Hochaltar besticht durch seine polychromen Marmor- und vergoldeten Bronzearbeiten. Er wurde 1887 von Jules Cantini, Bildhauer und Marmorarbeiter, geschaffen und besteht aus sechs mit Emaille und Edelsteinen verzierten Bögen auf einem mit Gold eingelegten Hintergrund. Diese Bögen ruhen auf einer Doppelsäule aus Lapislazuli. Zwischen den Säulen befinden sich die Statuen der zwölf von Jesus erwählten Apostel aus vergoldeter Bronze, einander paarweise zugewandt. Zu beiden Seiten des Tabernakels zeigen Emaille-Reliefs Szenen aus dem Alten Testament (dem ersten Teil der Bibel). Zu beiden Seiten der Tabernakeltür stehen die Symbole der vier Evangelisten: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Das Holz des Tabernakels, eine Spende des französischen Konsuls in Jerusalem, stammt von Ölbäumen aus Gethsemane, dem Ort der Todesangst Christi in Jerusalem.

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Der 1852 noch unter Bischof Eugen von Mazenod begonnene neugotische Kirchenbau wurde 1886 fertiggestellt und 1888 feierlich eingeweiht. Die Kirche ist 63 Meter lang und 30 Meter breit. Die Fassadenhöhe beträgt 60 Meter, die Höhe der beiden Spitztürme 70 Meter und die innere Gewölbehöhe 23 Meter.

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Kapelle St. Johannes Paul II.
KAROL JOZEF WOJTYLA wurde am 18. Mai 1920 in Wadowice, einer kleinen Stadt in der Nähe von Krakau, geboren. Er war das jüngste von drei Kindern von Karol Wojtyła und Emilie Kaczorowska. Er wurde am 20. Juni 1920 in der Pfarrkirche von Wadowice getauft, empfing mit neun Jahren die Erstkommunion und wurde mit achtzehn Jahren gefirmt.

Nach seinem Schulabschluss schrieb er sich 1938 an der Jagiellonen-Universität in Krakau für ein Theaterstudium ein. Als die Universität 1939 von den nationalsozialistischen Besatzern geschlossen wurde, musste der junge Karol auf einer Baustelle des Chemiewerks Solvay arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen und der Deportation nach Deutschland zu entgehen. 1942, getrieben von dem Wunsch, Priester zu werden, besuchte er das geheime Priesterseminar in Krakau. Gleichzeitig war er einer der Gründer des geheimen Rhapsodischen Theaters. Nach dem Zweiten Weltkrieg schloss er sein Theologiestudium ab und wurde am 1. November 1946 von Kardinal Adam Stefan Sapieha zum Priester geweiht. Er wurde nach Rom entsandt, wo er seine Dissertation über den Glauben anhand der Werke des Heiligen Johannes vom Kreuz verteidigte. 1948 kehrte er nach Polen zurück und wirkte bis 1951 als Vikar in verschiedenen Pfarreien in Krakau und als Studentenseelsorger. Anschließend spezialisierte er sich an der Universität Lublin auf Philosophie. Danach wurde er Professor für Moraltheologie und Sozialethik am Priesterseminar in Krakau und an der Theologischen Fakultät in Lublin. Am 4. Juli 1958 ernannte ihn Papst Pius XII. zum Titularbischof von Ombi und Weihbischof von Krakau, und am 28. September desselben Jahres empfing er in der Wawel-Kathedrale (Krakau) von Erzbischof Eugeniusz Baziak die Bischofsweihe. Am 13. Januar 1964 wurde er von Papst Paul VI. zum Erzbischof von Krakau ernannt und am 26. Juni 1967 zum Kardinal erhoben.

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Nach seiner Teilnahme am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965), wo er maßgeblich zur Ausarbeitung der Konstitution Gaudium et spes beitrug, nahm Kardinal Wojtyła an allen Versammlungen der Bischofssynode teil. Im Zweiten Konklave von 1978 wurde er am 16. Oktober von den Kardinälen zum Papst gewählt und nahm den Namen Johannes Paul II. an. Am 22. Oktober trat er feierlich sein Amt als 263. Nachfolger des Apostels Petrus an. Sein fast 27-jähriges Pontifikat sollte eines der längsten in der Geschichte der Kirche werden.

Johannes Paul II. wirkte in seinem Amt mit unermüdlichem missionarischem Eifer, getragen von einer apostolischen Nächstenliebe, die der gesamten Menschheit offenstand. Seine Liebe zu jungen Menschen veranlasste ihn 1985 zur Gründung des Weltjugendtags, und die 19 Weltjugendtage seines Pontifikats brachten Millionen junger Menschen in verschiedenen Teilen der Welt zusammen. Sein Engagement für die Familie zeigte sich hingegen in der Ausrichtung des Weltfamilientreffens, das er 1994 ins Leben rief. Unter seiner Führung trat die Kirche in das dritte Jahrtausend ein und feierte das Große Jubiläum des Jahres 2000. Mit dem Jahr der Erlösung, dem Marianischen Jahr und dem Jahr der Eucharistie förderte er die spirituelle Erneuerung der Kirche. Er gab Heiligsprechungen und Seligsprechungen außerordentlichen Auftrieb, um unzählige Beispiele der Heiligkeit zu schaffen, die den Menschen unserer Zeit Mut machen. Johannes Paul II. hat 1338 Menschen selig- und 482 heiliggesprochen . Zu seinen wichtigsten Dokumenten zählen 14 Enzykliken, 15 Apostolische Schreiben, 11 Apostolische Konstitutionen und 45 Apostolische Briefe. Er verkündete den Katechismus der Katholischen Kirche im Lichte der Tradition, der vom Zweiten Vatikanischen Konzil autoritativ ausgelegt wurde. Johannes Paul II. starb am 2. April 2005 um 21:37 Uhr, zu Beginn des Sonntags, der Osteroktav und des Sonntags der Göttlichen Barmherzigkeit – ein Fest, das er selbst 1994 eingeführt hatte. Sein Begräbnis fand am 8. April 2005 statt, und seit seinem Tod sind mehr als drei Millionen Gläubige nach Rom gekommen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen und ihre tiefe Verehrung für ihn zum Ausdruck zu bringen. Johannes Paul II. wurde am 1. Mai 2011 von Papst Benedikt XVI. in den Seligpreisungskatalog aufgenommen und am 27. April 2014 von Papst Franziskus heiliggesprochen.

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 Marseille, Februar 2026

Den Einwohnern Marseilles besser bekannt als die „Reformierte Kirche“, erhebt sich die Kirche Saint-Vinzenz-de-Paul mit ihren hoch aufragenden Türmen im Herzen der Stadt, am oberen Ende der La Canebière, der weltberühmten Allee, die vom Alten Hafen hinaufführt. Die prächtige Kirche, deren Bau 1852 begann und die 1888 geweiht wurde, bezaubert mit ihrem neugotischen Stil, der im südlichen Mittelmeerraum Frankreichs eher selten anzutreffen ist.

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Monument Des Mobiles
Das „Monument aux Mobiles“ wurde 1894 für die im Krieg von 1870 gefallenen Soldaten errichtet. Es zeigt die Verkörperung des bewaffneten Frankreichs, zu deren Füßen tapfere Soldaten liegen. Das Gefallenendenkmal ist häufig der Ausgangspunkt von Demonstrationen, die je nach Protestziel den Weg über die Canebière und dem Alten Hafen zum historischen Rathaus oder zur Präfektur einschlagen. Häufig gehen hier aber auch Paraden und Umzüge los, wie z. B. am Nationalfeiertag, dem 14. Juli, oder beim Karneval, wo die Helden des Tages unter dem Jubel des stets zum Feiern aufgelegten Publikums stolz ihre Kostüme auf der Canebière vorführen!

Das Denkmal für die Mobile Garde ist ein Mahnmal, das Ende des 19. Jahrhunderts in Marseille errichtet wurde, um die Freiwilligen der Mobilen Garde des Départements Bouches-du-Rhône zu ehren, die im Deutsch-Französischen Krieg von 1870–1871 fielen. In diesem Konflikt standen sich Frankreich und die von Preußen angeführte Koalition gegenüber. Er führte zum Untergang des Zweiten Kaiserreichs und zur Gründung der Dritten Republik. Das Denkmal, entworfen vom Architekten Gaudensi Allar unter Mitwirkung der Bildhauer Jean Turcan (für die Soldatengruppen) und Constant Roux (für die große Bronzefigur an der Spitze), veranschaulicht ihren Mut und ihre Opferbereitschaft. Auf einem steinernen Sockel sind vier Soldatengruppen verschiedener Waffengattungen im Kampf dargestellt – überlebensgroße Figuren, die den Angriff inmitten von Kanonenkugeln und Granaten symbolisieren. Auf der Spitze erhebt sich eine Bronzestatue des siegreichen Frankreichs mit einem blanken Schwert, Symbol patriotischer Verteidigung und republikanischen Mutes. Um den Sockel herum erinnern Gedenktafeln und Inschriften an die wichtigsten Schlachten, in denen die Nationalgarde fiel, da es unmöglich war, alle Namen der Gefallenen in das Denkmal einzugravieren.

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Bourse et Chambre de Commerce am Place Général de Gaulle
Der Palais de la Bourse symbolisiert das Wachstum Marseilles im 19. Jahrhundert, das dem Aufschwung des Handels zu verdanken war. Die Pläne entstanden 1849, die Bauarbeiten begannen 1852. Die Einweihung fand 1860 in Anwesenheit von Napoleon III. und Prinzessin Eugénie statt. Auch heute noch ist hier die Handelskammer untergebracht – die älteste Frankreichs!

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Die Opéra de Marseille, offiziell Opéra municipal de Marseille, ist ein Opernhaus in Marseille, Frankreich. 1685 war die Stadt nach Bordeaux die zweite in Frankreich, die ein Opernhaus hatte.

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Statue von Milon de Crotone
Die Statue von Crotone, einem der antiken griechischen Ringer, wurde 1682 von Pierre Puget geschaffen und im 20. Jahrhundert vom Bildhauer Jules Cantini geschaffen. Es handelt sich um eine Replik, die zu Beginn angefertigt wurde. Die Originalstatue befindet sich im Louvre-Museum.

Diese Darstellung zeigt den Tod des Athleten Milo von Kroton im 4. Jahrhundert v. Chr. Er soll von Wölfen (hier einem Löwen) gerissen worden sein, als seine Hand in einem Spalt eines Baumstumpfes eingeklemmt war, den er abzutrennen versuchte. Das Werk entstand während des Aufenthalts des Künstlers in Toulon. Pierre Puget war damals mit der Anfertigung der Skulpturen für die Schiffe der Flotte Ludwigs XIV. beauftragt, die in Toulon gebaut wurden. Im Arsenal, in dem Puget arbeitete, wurden zwei ungenutzte Marmorblöcke gefunden (zu einer Zeit, als Marmor ein hochgeschätztes Material war). Er erhielt von Jean-Baptiste Colbert die Erlaubnis, diese für zwei Kompositionen seiner Wahl zu verwenden, ohne Einschränkungen hinsichtlich Thema oder Format. Colberts Zustimmung zu diesem Projekt war außergewöhnlich in einer Zeit, in der die künstlerische Tätigkeit weitgehend von der königlichen Macht, der Akademie oder den Zünften kontrolliert wurde. Aus diesen beiden Marmorblöcken entstanden knapp zehn Jahre später Milo von Kroton und Alexander und Diogenes (1671–1691, Paris, Louvre), zwei der bedeutendsten Werke des Künstlers.

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Der Vieux Port entstand in der Antike. Er ist das historische und kulturelle Zentrum von Marseille und war bis Mitte des 19. Jahrhunderts auch sein wirtschaftliches Zentrum für den Seehandel im Mittelmeer und für den Handel mit den französischen Kolonien. Das Hafengewerbe verlagerte sich dann allmählich nach Norden zum jetzigen Marseille Europort. Heute ist der Alte Hafen ein Yachthafen, ein beliebter Versammlungsort und das touristische Wahrzeichen der Stadt. Auch einige Fischerboote ankern noch hier, täglich findet am Morgen am Quai de la Fraternité ein Fischmarkt statt.

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Um 600 vor Chr. landeten die Phokäer ihre Schiffe im Lacydon, wie sie den natürlichen Hafen nannten. In diesem Gebiet konzentrierten sich alle Meeresaktivitäten der Stadt bis ins 19. Jahrhundert.

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Am Südufer wurde zwischen dem 3. und dem 9. Jahrhundert die Abtei Saint-Victor de Marseille errichtet.
Abteikirche St-Victor, Nordseite mit den zwei befestigten Türmen, der linke dient als Glockenturm, links davon der zinnenbewehrte Chor

 Marseille, Februar 2026

Die Abtei Saint-Victor de Marseille wurde im frühen 5. Jahrhundert durch Johannes Cassianus (um 360 – um 435) in der Nähe der Gräber der Märtyrer von Marseille gegründet. Unter diesen Gräbern war namengebend Viktor von Marseille, † 303 oder 304. Die Abtei ist seither, fast ununterbrochen, eines der Zentren des Katholizismus in Südfrankreich.

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Die Kirche, in deren Architektur sich romanische und gotische Elemente mischen, wurde vom 12. bis zum 14. Jahrhundert erbaut. Am ältesten sind die unteren Teile des Turms des Isarn, mit der Eingangshalle und der sich darunter in der Krypta befindenden Kapelle des hl. Andreas. Das Schiff wurde im 13. Jahrhundert unter Hugo von Glazinis erbaut. Sein Epitaph befindet sich in der Krypta. Der Chor wurde unter Papst Urban V. im 14. Jahrhundert errichtet. Hier befand sich auch dessen Grabmal, das während der Französischen Revolution verschwand.

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1840 erhielt A. Zeiger den Auftrag, eine neue Orgel auf einer gemauerten Empore im hinteren Teil der Kirche zu errichten (3 Manuale – 30 Register). 1890 reduzierte F. Mader die Spezifikation im Einklang mit der romantischen Ästhetik der Zeit auf 2 Manuale. 1912 nahmen Michel Merklin & Kuhn einige Änderungen vor, und 1964 erstellte A. Dunand eine neue Spezifikation.

1974 wurde das von D. Godel (Genf) entworfene Orgelgehäuse von der Firma Foix aus Marseille auf einem bestehenden Sockel und Korb errichtet. Der Orgelbauer J. Dunand aus Villeurbanne fertigte das Instrument selbst und verwendete dabei etwa zwanzig Register von A. Zeiger und F. Mader wieder. Das neue Instrument eignet sich besonders für die Werke der französischen Klassik, bleibt aber gleichzeitig weitgehend offen für die Aufführung nordischer Musik. Die Intonation übernahm C. Marcel. KOMPOSITION: 50 Register, 4 Manuale mit je 56 Tasten und ein Pedal mit 32 Tasten

 Marseille, Februar 2026

Linkes Seitenschiff (Nordseite): Statue der sitzenden Madonna mit Kind, Kopie einer katalanischen Skulptur aus dem 11. Jh.
Gemälde der Jungfrau Maria 'Unserer Lieben Frau von der Erwartung' des Marseiller Malers Michel Serres (1658–1733)

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Reliquien des Hl. Johannes Cassianus, vom Kreuz des Hl. Andreas

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Rechtes Seitenschiff (Südseite): Sarkophag der Tradition Legis bzw. der Schlüsselübergabe an Petrus (Ende 5./Anfang 6. Jahrhundert)

Das Werk, vermutlich aus lokalem Travertin gefertigt, stammt aus dem späten 5. oder frühen 6. Jahrhundert. Sein Becken ist an der Vorderseite und den kürzeren Seiten verziert. Die zentrale Szene zeigt die Gesetzesübergabe. Christus steht auf dem Berg, von dem die vier Paradiesströme entspringen. Er übergibt Petrus die Schriftrolle mit seinem Gesetz, der sie mit verschleierten Händen entgegennimmt, während Paulus, der andere Apostelfürst, mit einer Geste der Anerkennung und des Zeugnisses dies bekräftigt.

Links findet sich die biblische Szene von Abrahams Opfer in der Dekoration der kurzen Seite wieder, die Christus als das Lamm des Opfers darstellt. Sein Haupt wird von einem Kreuz gekrönt, zu dem zwei Lämmer zu beiden Seiten ihre Blicke erheben. Rechts, inspiriert von Szenen aus dem Neuen Testament, wird die wundersame Heilung eines Blinden durch Christus auf der kurzen Seite durch ein Lichtsymbol in Form einer Lampe, die zwischen zugezogenen Vorhängen leuchtet, erweitert. Der Deckel ist in Form eines Ziegeldachs verziert. Laboruntersuchungen der Grabstätte im Inneren des Sarkophags brachten den grob einbalsamierten Leichnam einer jungen Frau zum Vorschein, die vermutlich an den Spätfolgen von Kinderlähmung litt. Sie trug einen Blumenkranz, und ein goldenes Kreuz war auf ihre Stirn gesetzt worden. Auf dem Leichnam, der in mit Goldfäden verzierte Kleidung gehüllt war, lagen Blumensträuße.

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Kapelle des Heiligen Sakraments und Frühchristlicher Altartisch (5. Jahrhundert), links: Unsere Liebe Frau von der Weisheit

ALTARTISCH: Zweite Hälfte des 5. Jahrhunderts, weißer Marmor. Länge 178 cm, Breite 112,5 cm, Dicke 13,5 cm.
Dieses Stück wurde aus der Krypta der Abtei St. Viktor entfernt, aber 1968 dorthin zurückgebracht und auf einem massiven, modernen Sockel aufgestellt. Die Oberseite ist ausgehöhlt und ihr Rand mit einem Flachrelief-Rankenmotiv verziert. Sie ist an allen vier Seiten mit Flachreliefs eingefasst und besitzt an jeder Ecke eine Säule. Auf der Vorderseite, die an jedem Ende eine Palme aufweist, bewegen sich zwei Reihen mit je sechs Tauben auf das zentrale Monogramm zu, das in einem Lorbeerkranz eingefasst und von den griechischen Buchstaben Alpha und Omega flankiert ist. Auf der Rückseite ziehen zwei Reihen mit je sechs Schafen in einer Prozession auf das Lamm zu, das auf dem Berg steht, aus dem die vier Paradiesflüsse entspringen. An den Seiten verlaufen zwei Weinrebenmotive von einer zentralen Schale zu den Enden, an denen Tauben picken. Durch jede Ecke verläuft ein horizontales Loch, möglicherweise zum Aufhängen von Schleiern (um die Reliquien zu verbergen?) oder eines Schmuckstücks wie einer Girlande. Zu beiden Seiten des Monogramms auf der Vorderseite trägt das untere Band eine Votivinschrift in Griechisch: „Cal…, für ihn und seine ganze Familie…“. Die imposante Größe des Altars stützt die Annahme, dass sich der Schrein, zu dem er gehörte, im zentralen Bereich befand, der den Blick auf die frühchristlichen Gebäude im Süden abrundete, auf Höhe der heutigen Krypten.

 Marseille, Februar 2026

Citadelle de Marseille (Fort Saint-Nicolas): Imposante Festung aus dem 17. Jahrhundert mit Blick über den Alten Hafen

 Marseille, Februar 2026

Parc Émile Duclaux: Weitläufige gepflegte Rasenfläche am Palais du Pharo mit weitem Blick über die Stadt und das Meer.

Pharo-Palast (Palais du Pharo): 1858 für Napoleon III. errichteter Palast, heute ein Konferenzzentrum mit einer Gartenanlage mit Meerblick

Das Palais du Pharo ist ein Palast in Marseille, der ab 1858 von Napoleon III. für seine Frau Eugénie de Montijo erbaut wurde. Er überragt die Hafenpassage des Vieux Port und grenzt an den Jardin du Pharo.

 Marseille, Februar 2026

Louis-Napoleon Bonaparte hatte 1851 als französischer Staatspräsident, kurz bevor er als Napoleon III. Kaiser wurde, bei einem seiner Besuche in Marseille den Wunsch geäußert, einen Wohnsitz in der Stadt zu bauen. Mit dem Bau wurde am 15. August 1858, dem Geburtstag von Napoleon Bonaparte, begonnen. Beim Sturz von Napoleon III. 1870 war der Palast nach zwölf Jahren Bauzeit nicht fertiggestellt; das Kaiserpaar hat dort nie gelebt.

 Marseille, Februar 2026

Monument aux héros et victimes de la mer - Neben dem Palast befindet sich das Denkmal für die Helden und Opfer des Meeres, das unter Denkmalschutz steht.

 Marseille, Februar 2026

Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Mucem - Musée des civilisations de l’Europe et de la Méditerranée) und die Kathedrale von Marseille (Cathédrale la Major), rechts Fort Saint-Jean

 Marseille, Februar 2026

Le vieux Port

 Marseille, Februar 2026

Citadelle de Marseille (Fort Saint-Nicolas) und Notre Dame de la Garde (Basilique Notre-Dame de la Garde)

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Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Mucem - Musée des civilisations de l’Europe et de la Méditerranée) und die Kathedrale von Marseille (Cathédrale la Major), rechts Fort Saint-Jean

 Marseille, Februar 2026

Die Galerie Alcázar, heute die Bibliothek Alcázar, ist ein historisches Wahrzeichen Marseilles in der Cours Belsunce 58. Sie wurde 1857 als Veranstaltungsort im Stil maurischer Paläste eröffnet. Der beliebte Veranstaltungsort beherbergte viele berühmte Künstler wie Dalida, Fernandel und Yves Montand. Nach einem Brand im Jahr 1873 wurde sie wiederaufgebaut und blieb bis zu ihrer Schließung 1966 aufgrund mangelnder Rentabilität im Zuge des Fernsehbooms ein bedeutendes Kulturzentrum.

2004 wurde das Gebäude umfassend renoviert und in eine große Stadtbibliothek umgewandelt. Auf 18.000 Quadratmetern beherbergt sie über eine Million Dokumente, Lesesäle, Kinderbereiche, Musiksammlungen, Sammlungen zum Kulturerbe und vieles mehr. Darüber hinaus bietet sie das ganze Jahr über Ausstellungen, Vorträge, Konzerte und Workshops an. Heute ist der Alcázar ein lebendiger, kostenloser und sehr beliebter Ort für die Einwohner Marseilles. Er ist ein hervorragendes Beispiel für die gelungene Umwandlung eines historischen Gebäudes in eine moderne Kultureinrichtung.

 Marseille, Februar 2026

Porte d’Aix: Von Michel-Robert Penchaud entworfener Triumphbogen mit Szenen zu Siegen aus den Napoleonischen Kriegen.

 Marseille, Februar 2026

Die Porte d'Aix, auch als Triumphbogen von Marseille bekannt, ist ein monumentales Stadttor in Marseille. Es wurde im frühen 19. Jahrhundert im neoklassizistischen Stil erbaut und erinnert an den Sieg von Napoleon Bonaparte in Austerlitz. Die Porte d'Aix dient als symbolischer Eingang zur Stadt und ist für ihre imposante Architektur sowie für die Reliefs und Skulpturen an ihren Seiten bekannt.

 Marseille, Februar 2026

Le Panier Marseillais (Le Panier de Marseille): Historisches Viertel von Marseille mit Pflasterstraßen, farbenprächtigen Gebäuden und Handwerksläden. Street-Art Viertel und viele kleine Läden mit sehr individuellen Angeboten, viele kleine Gassen und Künstler, die sich hier verewigt haben.

 Marseille, Februar 2026

Le Panier ist die Wiege von Marseille. Das Altstadtviertel, das hinter dem Vieux-Port den Hügel bedeckt, gilt als ältester besiedelter Ort der Hafenmetropole. Bereits 600 vor Christus gründeten die Griechen dort ihre Kolonie Massalia. Das heutige Altstadtviertel stellt nur einen Bruchteil der einstigen Altstadt dar. Als im 19. Jahrhundert die Rue de la République gebaut wurde, mussten viele Bauten weichen. Im 20. Jahrhundert sprengten deutsche Besatzer im Februar 1943 das quartier Saint-Jean und zerstörten das historische Herz von Marseille.

 Marseille, Februar 2026

Museum und Kulturzentrum Vieille Charité: Kulturzentrum in einem ehemaligen Armenhospiz aus dem 17. Jh. mit Kino sowie Archäologie- und Kunstmuseum.

 Marseille, Februar 2026

Die Vieille Charité (deutsch Alte Charité) ist ein ehemaliges Armenhospiz in der französischen Stadt Marseille. Sie befindet sich im Zentrum des Panier-Viertels und dient heute als Museums- und Kulturzentrum. Sie beherbergt die archäologische Sammlung des Musée d’Archéologie Méditerranéenne und das Musée d’Arts Africains, Océaniens, Amérindiens.

 Marseille, Februar 2026

Das Armenhaus entstand zwischen 1671 und 1749 nach den Plänen des Architekten Pierre Puget. Dieser entwarf eine dreistöckige Arkadengalerie, die einen rechteckigen Innenhof und eine Kapelle umschließt. Das Gebäude war für die Unterbringung von Kranken, Armen und Obdachlosen vorgesehen, daneben aber auch für Familien, die wegen des Börsenbaus in einem abgerissenen Viertel am Vieux Port ihr Heim verloren.

LE CENTRE DE LA VIEILLE CHARITÉ
Das Alte Wohltätigkeitszentrum ist ein Wahrzeichen Marseilles und ein Zeugnis seines reichen Erbes. Heute beherbergt es das Museum für Mittelmeerarchäologie (MAM), das Museum für afrikanische, ozeanische und indigene Kunst (MAAOA), das Internationale Poesiezentrum Marseille (cipM), mehrere international renommierte Universitäten und Forschungszentren (EHESS, Norbert-Elias-Zentrum, CNRS) sowie ein Kino.

 Marseille, Februar 2026

Die barocke Kapelle hat eine elliptische Form und wurde 1704 mit einer eiförmigen Kuppel erbaut. Die klassizistische Vorhalle mit korinthischen Säulen kam als Ergänzung 1863 hinzu. In dieser Zeit wurde die Charité in eine Kaserne umgewandelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in dem Gebäude Opfer durch die deutschen Zerstörungen aufgenommen. Nach einer mehrjährigen Hausbesetzung wurde die Anlage 1962 wegen Baufälligkeit evakuiert und erst in den letzten Jahren einer vollständigen Restaurierung unterzogen. Seit 1985 finden in dem Haus Konzerte und Ausstellungen statt.

 Marseille, Februar 2026

Tour du fanal am Fort Saint-Jean, Bassin du J4, Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers
(Mucem - Musée des civilisations de l’Europe et de la Méditerranée) und Kulturzentrum Cosquer Méditerranée

 Marseille, Februar 2026

Vieux-Port und Notre Dame de la Garde

 Marseille, Februar 2026

Der Bärenjungentrainer von Louis Botinelly (Le dresseur d'oursons)
Diese mit einer Bronzemedaille ausgezeichnete Schöpfung von Louis Marcel Botinelly aus dem Jahr 1911 steht auf der Esplanade de la Tourette gegenüber dem Fort Saint-Jean. Das Werk zeigt einen jungen Akrobaten in Lendenschurz, der Tamburin spielt und dessen Fuß auf einem Ball ruht. Er bringt zwei Bärenjungen einen Balanceakt bei.

 Marseille, Februar 2026

St-Laurent (Église Saint-Laurent): Auf einem Hügel gelegene, historische katholische Kirche mit schlichter, eleganter Architektur & weitem Blick.

SAINT-LAURENT UND SAINTE-CATHERINE
Die Kirche Saint-Laurent, ein dreischiffiges Gebäude im romanisch-provenzalischen Stil mit quadratischen Säulen, wurde vor dem 14. Jahrhundert erbaut. Sie ist die Pfarrkirche der Fischer und Seeleute. Ein Joch und die Westfassade wurden beim Bau des Fort Saint-Jean abgerissen. Die Weißen Büßer errichteten die Kapelle Sainte-Catherine neben der Kirche Saint-Laurent zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Diese Gebäude wurden aus rosafarbenem Kalkstein aus den Steinbrüchen von La Couronne erbaut.

 Marseille, Februar 2026

Rathaus (Mairie de Marseille): Das Rathaus von Marseille ist ein beeindruckendes historisches Gebäude und ein Symbol für das reiche Erbe der Stadt. Seine atemberaubende Architektur und die zentrale Lage machen es zu einem absoluten Muss und spiegeln Marseilles lebendige Kultur und Geschichte wider.

 Marseille, Februar 2026

Statue du Taureau und Statue du Lion
Am Quai du Port im 2. Arrondissement, hinter dem Rathaus, befindet sich das zeitgenössische Werk „Der Löwe und der Stier“, das 2013 von Stephan Muntaner geschaffen wurde. Dieses Werk ist direkt vom Wappen von Marseille inspiriert: Der Stier steht für Geduld, Landwirtschaft und die Verbundenheit mit dem Land. In diesem Wappen (das 1883 angenommen oder angepasst wurde) wird der Löwe von einem Caduceus (Symbol für Handel und Gewerbe) und einem Stier begleitet, der einen Dreizack (Symbol für Meer und Reisen) als linken Träger hält. Dies verdeutlicht die duale Natur Marseilles als Stadt des See- und Landhandels.

 Marseille, Februar 2026

La Maison Diamantée: Im Diamantenhaus lebten einst einflussreiche Marseiller Patrizier, ehe der Prunkbau aus dem Jahr 1570 während der Revolution in Wohnungen aufgeteilt wurde. Seine Fassade ist bis heute ein Juwel des provenzalischen Manierismus. Natursteine, wie Diamanten geschliffen, schmücken sie.

 Marseille, Februar 2026

Am Quai du Port und 4 Rue de la République, 13001 Marseille, Frankreich

 Marseille, Februar 2026

Le vieux Port, St-Victor (Abbaye Saint-Victor) und Basilika Notre Dame de la Garde (Basilique Notre-Dame de la Garde)

 Marseille, Februar 2026

Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Mucem - Musée des civilisations de l’Europe et de la Méditerranée)

 Marseille, Februar 2026

Le vieux Port, La Criée Theatre (Théâtre de La Criée) und Basilika Notre Dame de la Garde (Basilique Notre-Dame de la Garde)

 Marseille, Februar 2026

Rathaus Mairie de Marseille 13002

 Marseille, Februar 2026

Église Saint-Ferréol les Augustins

 Marseille, Februar 2026

Die Kirche St-Ferréol (auch: Église des Augustins, oder mit Doppelnamen: St-Ferréol Les Augustins) ist eine römisch-katholische Kirche in der südfranzösischen Stadt Marseille und befindet sich im 1. Arrondissement unmittelbar am Vieux Port in der Straße Quai de la Fraternité. Seit dem frühen 19. Jahrhundert ist sie zu Ehren des heiligen Ferreolus von Vienne geweiht. Vorher war sie Augustinerkirche. Seit 2017 wird sie von den Jesuiten betreut.

 Marseille, Februar 2026

Der Kirchenbau stammt im Wesentlichen aus dem 16. Jahrhundert, wurde aber im 19. Jahrhundert erheblich umgestaltet. 1533 wurde die Kirche anlässlich der Hochzeit Heinrichs von Orléans mit Caterina de’ Medici von Papst Clemens VII. besucht.

Orgel (1844) von Augustin Zeiger (1805–1868), 2015 restauriert.

 Marseille, Februar 2026

Das neue liturgische Mobiliar ist das Ergebnis mehrjähriger Überlegungen von Pater Steves Babooram SJ, Rektor von Saint-Ferréol (2017-2025), dem pastoralen Team und dem "conseil économique" der Kirche. Sie wurden von der Architektin Mariam Saad entworfen und vom Tischler Paul Hoffmann kunstvoll hergestellt. Die Möbel wurden aus Eichenholz aus den naturbelassenen Wäldern des Allier handgefertigt und am 30. Oktober 2025 aufgestellt.
Die Originalität des Mobiliars liegt zweifellos in den Bibelversen, die in die Armlehnen der Bänke eingraviert sind, und denen, die in Form einer Spitze in den Ambo und die Vorstehersitze geschnitzt sind.

Hauptaltar von Dominique Fossati (1710–1792)

 Marseille, Februar 2026

Statue der Heiligen Familie

 Marseille, Februar 2026

Altar der Lastenträger (portefaix) und Gemälde der Petrus und Paulus erscheinenden Madonna mit Kind von Michel Serre (1658–1733)

 Marseille, Februar 2026

Pharo-Palast (Palais du Pharo) und Monument aux héros et victimes de la mer

 Marseille, Februar 2026

Kathedrale von Marseille (Cathédrale la Major) und Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Mucem - Musée des civilisations de l’Europe et de la Méditerranée)

 Marseille, Februar 2026

Chateau d'If: Inselfestung aus dem 16. Jh. von Franz I. und ehemaliges Gefängnis, Schauplatz in "Der Graf von Monte Christo".

 Marseille, Februar 2026

Das Château d’If ist eine Festung und ein ehemaliges Gefängnis auf der Île d’If, einer Felseninsel zirka eine Seemeile vor der Küste von Marseille. Heute ist es eine Touristenattraktion. Die Insel besteht aus Kalkstein und hat eine Fläche von ca. 3 Hektar. Ihre Berühmtheit verdankt die Festung dem Schriftsteller Alexandre Dumas, der einen Teil der Handlung seines 1844 erschienenen Romans Le Comte de Monte-Cristo (Der Graf von Monte Christo) auf der Insel ansiedelt.

 Marseille, Februar 2026

Große Schwefelbucht im Osten der Insel Frioul (Îles du Frioul)

 Marseille, Februar 2026

Die Frioul-Inseln (französisch Îles du Frioul) sind eine Inselgruppe, die vier Kilometer westlich der französischen Hafenstadt Marseille im Mittelmeer liegt. Sie bilden das Quartier Les Îles im 7. Arrondissement von Marseille.

 Marseille, Februar 2026

Calanque du Cap Frioul

 Marseille, Februar 2026

Tour de l'Ile Pomègues

 Marseille, Februar 2026

Inselbewohner

 Marseille, Februar 2026

Tour de l'Ile Pomègues

 Marseille, Februar 2026

Die Inseln Pomègues und Ratonneau sind mit dem Damm Digue de Berry – oder nach dem Herzog von Berry auch Berry-Deich genannt – miteinander verbunden. Das Bauwerk wurde in den Jahren 1822 bis 1824 im Auftrag der französischen Regierung nach den Plänen von Michel-Robert Penchaud (1772–1833), Architekt der Stadt Marseille und des Départements Bouches-du-Rhône errichtet.

 Marseille, Februar 2026

Fort de Ratonneau: Am höchsten Punkt der Insel gelegene Ruine einer Festung aus dem 19. Jahrhundert mit Panoramablick.

 Marseille, Februar 2026

Pointe Escourbidon mit Chateau d'If und Basilique Notre-Dame de la Garde

 Marseille, Februar 2026

Kathedrale von Marseille (Cathédrale la Major)

 Marseille, Februar 2026

Pharo-Palast (Palais du Pharo) und Monument aux héros et victimes de la mer

 Marseille, Februar 2026

Kathedrale von Marseille (Cathédrale la Major): Große neobyzantinische Kathedrale aus dem 19. Jh. mit opulentem Innenraum mit Wandbildern, Mosaiken & Marmor.

 Marseille, Februar 2026

Die Kathedrale von Marseille (Cathédrale Sainte-Marie-Majeure de Marseille, meist Cathédrale de la Major) ist die Bischofskirche der römisch-katholischen Erzdiözese Marseille in der französischen Stadt Marseille. Das ab 1852 erbaute monumentale neoromanisch-byzantinische Gotteshaus steht am Westrand der Altstadt oberhalb des Quai de la Joliette. Entworfen wurde es von Léon Vaudoyer und Henri-Jacques Espérandieu. Bei seiner Vollendung 1896 erhielt es den Titel einer Basilica minor. Seit 1906 steht die Kathedrale als Monument historique unter Denkmalschutz.

Die Fassade besteht aus einer imposanten, 20 Meter hohen Vorhalle, die von zwei Glockentürmen flankiert wird. Über der Vorhalle befinden sich sieben Statuen. Bischof Charles Place legte deren Anordnung fest. Im Zentrum steht Jesus von Guillaume. Zu seiner Linken befinden sich der Heilige Paulus von Tournier, der Heilige Maximin von Gaudran und die Heilige Martha von Cabuchet. Rechts vom Erlöser stehen der Heilige Petrus von Pascal, der Heilige Lazarus von Maniglier und die Heilige Maria Magdalena von Allard.

 Marseille, Februar 2026

Die heutige Marienkathedrale von Marseille ist eine dreischiffige Emporenbasilika von 141 m Länge mit einem 50 m breiten Querhaus und einer Vierungs-Kuppel von 60 m Höhe. Auch die Querhausarme und der langgestreckte Umgangschor tragen Kuppeln. Sie vor allem erzeugen den byzantinischen Gesamteindruck. Die Apsis ist von einem Kapellenkranz umgeben. Am Apsisscheitel ist die Marienkapelle mit dem Grab des 1995 heiliggesprochenen Bischofs Mazenod angefügt; auch sie trägt eine Kuppel. Flankiert wird der Chor von der Herz-Jesu- und der Lazarus-Kapelle. Der Westbau – geografisch im Süden – ist als Portalriegel mit hohem Zentralbogen, zwei aufgesetzten, kuppelhaubenbekrönten Glockentürmen und reichem Skulpturenschmuck gestaltet. Prägende Gestaltungselemente des Gesamtbaus sind der streifenweise Wechsel von hellem und dunklem Werkstein sowie die Kombination von Rundbögen mit Dreiecksgiebeldächern.

Im Inneren der Vorhalle befinden sich auf jeder Seite sechs weitere Statuen, von innen nach außen: der Heilige Cannat, Bischof von Marseille, von Moulin; Urban V., Papst, von Tournier; der Heilige Viktor, Märtyrer, von Captier; auf der anderen Seite der Heilige Mauront von Gaudran; der Heilige Serenus von Gautherin; und der Heilige Theodor von Pascal. Das Gewölbe der Vorhalle ist mit Mosaiken verziert. Im Zentrum befindet sich ein Kreuz, flankiert von zwei Tauben und den griechischen Buchstaben Alpha und Omega: Anfang und Ende. Der Hintergrund zeigt Marienfiguren und Sterne zu Ehren Marias.

 Marseille, Februar 2026

Auch der Innenraum erhält seine Wirkung durch die byzantinisierenden Kuppeln und Bögen und durch den farblichen Wechsel der Steinlagen. In die drei von massiven Pfeilern getragenen Jochbögen des Langhauses sind Emporen eingezogen, die von je zwei schlanken Säulen getragen werden. Chor und Vierungsbereich sind mit figürlichen und ornamentalen Mosaiken ausgestattet. Der übrige Bauschmuck ist eher karg; er blieb hinter den Planungen zurück. In Hauptblickrichtung steht das große neuromanische Altarziborium mit dem ursprünglichen Hochaltar. Davor befindet sich im Chorbogen die nachkonziliare Altarinsel. Die wirkungsvoll platzierten Skulpturen im Hauptraum und in den Kapellen sind qualitätvolle Arbeiten des späten 19. Jahrhunderts.

 Marseille, Februar 2026

Léon Vaudoyer entwarf für Marseille ein Monument, das das maritime und mediterrane Erbe der Stadt widerspiegeln sollte. Der Stil ist romanisch (Rundbögen, Kuppeln, Rippengewölbe), während der Wechsel von dunklem Stein (aus dem toskanischen Golfalina) und weißem Stein (aus Calissanne am Étang de Berre) an orientalische Bauwerke erinnert.

Beim Betreten der Kathedrale erkennt man die drei Joche des Langhauses zu beiden Seiten. Weiter hinten, in einem Lichthof, befinden sich Querschiff und Chor. Dahinter liegen Ziborium und Altarraum. Die Kuppeln des Langhauses und der Apsis sind in einem goldähnlichen Farbton gestrichen. Ursprünglich hatte der Architekt Revoil Mosaiken als Decke vorgesehen. Leider reichten die Mittel dafür nicht aus!

 Marseille, Februar 2026

Die Kathedrale ist 142 Meter lang und an ihrer breitesten Stelle im Querschiff 54 Meter breit. Die Hauptkuppel ragt 70 Meter in die Höhe und hat einen Durchmesser von 17,70 Metern. Sie wird von zwei Nebenkuppeln über dem Querschiff flankiert. Eine vierte Kuppel befindet sich weiter hinten über dem Ziborium, während die fünfte über der Marienkapelle thront. Zwei kleinere Kuppeln krönen die beiden Glockentürme der Eingangshalle, die in den Narthex führt. Links befinden sich die Taufbecken, rechts das Denkmal für die Verstorbenen. Das Hauptschiff ist 50 Meter lang und 25 Meter breit und besteht aus drei identischen Jochen.

Das Gebäude, das den Hafen von Joliette überblickt, ist aus weißem Quaderstein aus Calissanne errichtet, der sich mit grünem Stein aus Golfalina bei Florenz abwechselt. Dieser Farbwechsel erinnert an den byzantinischen Stil, während die Rundformen, die Kuppeln und das Fehlen von Strebebögen romanisch sind. Es handelt sich um ein Bauwerk im romanisch-byzantinischen Stil.

 Marseille, Februar 2026

Christus und die heilige Veronika, Auguste Carli (1868 Marseille – 1930 Paris)
Auf dem Kreuzweg wischt Veronika dem leidenden Christus das Gesicht ab. Die Statue wurde 1900 in Paris ausgestellt, vom Staat erworben und im Musée des Beaux-Arts in Carlis Geburtsstadt deponiert. 1952 wurde sie auf der Esplanade von Notre-Dame de la Garde aufgestellt. Die Skulptur erregte so große Bewunderung, dass eine Replik durch Spenden in Auftrag gegeben und der Kathedrale geschenkt wurde.

Carli stellte in einer pyramidenförmigen Komposition, deren Sockel mit der Landschaft verschmilzt, die angespannte Muskulatur Christi und die innerliche Trauer Veronikas mit großer Ausdruckskraft dar. Auguste Carli studierte an der École des Beaux-Arts in Marseille und Paris. Er schuf verschiedene Skulpturen im öffentlichen Raum (z. B. den Amphitrite-Brunnen in Marseille). Sein Bruder François (1872–1957) war ebenfalls Bildhauer und Formenbauer; sie hatten eine Werkstatt (Rue Jean Roque 6, 1. Arrondissement), die sowohl Ausstellungs- als auch Arbeitsstätte war, in der Nähe der Kunsthochschule von Marseille.

 Marseille, Februar 2026

Das Sanktuarium der Kathedrale
Die gestuften Sitzreihen, die sich über die gesamte Breite des Querschiffs erstrecken, ermöglichen den Zugang zum Sanktuarium und zum Umgang. Der Hochaltar, bestehend aus einem Grabmal und einer gestuften Sitzreihe, ist aus Carrara-Marmor gefertigt. Er wurde nach der Fertigstellung der Kathedrale im Jahr 1896 aufgestellt. Das Grabmal weist drei Bögen mit Mosaiken auf Goldgrund auf, die durch Pilaster und vergoldete Bronzekapitelle getrennt sind. Die gestufte Sitzreihe ist identisch verziert.

Der Ziborium umgibt den Hochaltar. Er besteht aus vier identischen Säulen, Giebeln und einer Kuppel mit Laterne. Die Säulen sind aus tunesischem Onyx gefertigt. Sie ruhen auf grauen Marmorsockeln, an deren Basis Delfine dargestellt sind, die einen Fisch im Maul halten – ein Symbol für Christus, das den Katakomben entlehnt ist. Über den vier Säulen ist auf dem steinernen Gebälk ein vergoldeter Bronzefries mit emaillierten Palmetten zu sehen. Ein vergoldeter Bronzebaldachin verbindet die Gebälke. Der Giebel ist mit polychromen Mosaiken mit symbolischen Motiven, Tauben und anderen Darstellungen verziert. Ein durchbrochenes griechisches Kreuz krönt den Ziborium und ruht auf einer blau emaillierten Kuppel. Der Innenraum ist mit Mosaiken geschmückt, darunter ein Lotusmotiv mit einem Kreuz in der Mitte. Der Entwurf für dieses Ensemble stammt von Revoil. Die Ausführung erfolgte unter der Leitung von Errard, wobei Cantini und Galinier die Marmorarbeiten, Granoux die Bronzen und die Musiva Venezianna die Mosaiken ausführten.

Es sei angemerkt, dass der Ziborium 1931 um einige Meter nach hinten versetzt wurde, um Platz für den Einbau einer neuen monumentalen Orgel zu schaffen. Das Sanktuarium umfasst den gesamten Presbyteriumsraum: die Kathedrale, den Bischofssitz und die Chorgestühle der Kanoniker und Priester, die den Bischof umgeben. Der Bischofssitz aus vergoldetem Holz war ein Geschenk von Kaiser Napoleon III. an Bischof Eugène de Mazenod, den damaligen Bischof von Marseille.

 Marseille, Februar 2026

Ostflügel
„Der Engel des Traums", Originalkunstwerk 2025, Künstlerin: Sylvianne ADLOFF
„Hab keine Angst, Maria in dein Haus aufzunehmen." Der Engel des Traums, der Engel des Herrn, hüllt den heiligen Josef in die Sanftmut Gottes, symbolisiert durch das Tuch, und flüstert ihm zu, dass das Kind, das Maria trägt, das Werk des Heiligen Geistes ist. „Er wird Jesus genannt werden, das heißt: Der Herr rettet."

Der heilige Josef, Ehemann Marias und Ziehvater Jesu. Seine Aufgabe war es, „wie ein Vater über Jesus zu wachen“. Doch der Herr wollte, dass das Oberhaupt der Heiligen Familie von Nazareth diese Rolle auch weiterhin in der Kirche, dem Leib Christi, ausfüllt. Wenn Maria die Mutter der Kirche ist, so ist Josef ihr Beschützer. Deshalb ist sein Gedenktag ein Hochfest in der Liturgie. Durch seinen Glauben und seine Hingabe an Gottes Willen, in den schwierigsten Momenten, wie etwa bei der Aufnahme Marias in sein Haus oder der Flucht nach Ägypten, um Jesus vor König Herodes zu retten, ist er ein ständiger Begleiter jedes Christen. Er wird auch als Schutzpatron eines seligen Todes angerufen, da er einer sehr alten Überlieferung zufolge in seinen letzten Augenblicken von Jesus und Maria begleitet wurde. Das Fest des heiligen Josef wird am 19. März gefeiert. Am 1. Mai gedenkt die Kirche des heiligen Josef des Arbeiters.

 Marseille, Februar 2026

Altar in der Lazaruskapelle

 Marseille, Februar 2026

Am Ende befindet sich die axiale Kapelle, die sogenannte Marienkapelle, die ursprünglich Maria geweiht war. Sie liegt direkt unter der fünften Kuppel der Kathedrale und bildet mit ihrem Narthex einen in sich geschlossenen Bau, ähnlich der alten Hauptkathedrale, deren Ostwand noch erhalten ist.

Die Kapelle wurde nie mit Mosaiken fertiggestellt. Ein roter Farbanstrich bedeckt die Wände und hebt die vier Engel an den Pendentifs der Kuppel hervor. In der Kapelle befindet sich das Grab von Émile Mazenod, Bischof von Marseille von 1837 bis 1861. Die Steine ​​wechseln sich hier mit weißem und grünem Marmor ab. Unterhalb der Kapelle liegt eine Krypta, die über eine Treppe im Altarraum zugänglich ist.

Die Kapelle der Jungfrau Maria und das Grabmal des Hl. Eugen von Mazenod (1782–1861)

 Marseille, Februar 2026

Der Altar, auf dem sich eine Kopie des Heiligen Grabtuchs befindet

 Marseille, Februar 2026

Im westlichen Querschiff trägt ein der Jungfrau Maria geweihter Altar die Mariä-Himmelfahrt-Statue aus dem 18. Jahrhundert.

Westflügel: Mariä Himmelfahrt

 Marseille, Februar 2026

Kreuzwegstation #3: Jesus fällt zum ersten Mal

 Marseille, Februar 2026

Das Hauptschiff der Kathedrale von Marseille
Beim Betreten durch das Hauptportal eröffnet sich ein umfassender Blick auf die Tiefe des Altarraums, das Licht des Querschiffs und die Weite der von Galerien gekrönten Schiffe. Drei gewaltige Joche bilden das Hauptschiff. Es ruht auf Pfeilern, deren Stein- und Marmortöne in Rot- und Hellockertönen wechseln. Getragen werden sie von halbrunden Bögen, die in einem quadratischen Grundriss angeordnet sind und so ein Kreuzgewölbe bilden, das den Schub ohne äußere Pfeiler oder Strebepfeiler aufnimmt.

Die Seitenschiffe, die in die Pfeiler eingelassen sind, tragen die Galerien. Diese wiederum werden von einem dreifachen Arkadengang getragen, der auf monolithischen Säulen aus dunklem Porphyr ruht. Diese bilden einen Kontrast zu ihren Basen und Kapitellen aus kühlem Stein.“ Die Pracht der Mosaiken an den Gebälken und die weißen Marmorbaluster der Galerien bilden einen prachtvollen Auftakt zum Heiligtum.

 Marseille, Februar 2026

Die Orgel wurde 1931 von den Orgelbauern Michel-Merklin und Kuhn erbaut, und zuletzt 2001 von dem Orgelbauer Lestrez umfassend überarbeitet. Das Instrument hat 61 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Trakturen sind elektrisch.

 Marseille, Februar 2026

Das Baptisterium
Christus bot allen Menschen die Taufe an, damit alle das Leben in Gott haben. Er vertraute sie seiner Kirche zusammen mit dem Evangelium an, als er zu seinen Aposteln sagte: „Geht nun hin und macht alle Völker zu Jüngern, indem ihr sie tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Matthäus 28,19–20).

Das Wort „Taufe“ stammt von einem griechischen Verb, das „eintauchen“ bedeutet. Getauft zu werden heißt, in den Tod und die Auferstehung Christi eingetaucht zu werden; es ist ein Übergangsritus. Christus ähnlich werdend, werden wir durch den Heiligen Geist Kinder desselben Vaters und Brüder und Schwestern Jesu Christi. Die Taufe ist das Sakrament der Geburt in das christliche Leben: Gekennzeichnet mit dem Kreuzzeichen und im Wasser untergetaucht, wird der Neugetaufte zu neuem Leben wiedergeboren. Als Christ kann der Neugetaufte im Geist Gottes leben. Die Feier der Taufe gipfelt in der Untertauchung im Wasser, begleitet von den Worten: Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 Marseille, Februar 2026

Tympanon mit seiner Rosette, eingerahmt von Darstellungen Bethlehems und des Sterns von Bethlehem auf der linken Seite sowie der Stadt Jerusalem auf der rechten Seite. Diese beiden in Mosaiken ausgeführten Motive erinnern an die Geburt und den Tod Jesu. In den Zwickeln des Archivoltenbogens der Haupttür und der Galerie sehen wir links den Lebensbaum mit dem Kreuz und der Inschrift „Ego sum vita“ (Ich bin das Leben) und rechts den Phönix mit der Inschrift „Ego sum resurrectio“ (Ich bin die Auferstehung) – Worte, die Jesus an Martha und Thomas richtete. Die Mosaiken der Vorhalle wurden von Francesco und Camille Mora aus Nîmes geschaffen.

 Marseille, Februar 2026

Die Haupttür ist nicht weniger prachtvoll als die umliegenden Kunstschätze. Roter und weißer Marmor, der kunstvoll gestaltete Archivoltenbogen und die Bronze der Eichentüren bilden einen prachtvollen Rahmen für die Krönung Mariens, die im Tympanon der Tür dargestellt ist.

 Marseille, Februar 2026

Kathedrale von Marseille (Cathédrale la Major) und die Statue von Monseigneur Belsunce
Henri François-Xavier de Belsunce de Castelmoron (1671-1755), Bischof von Marseille

 Marseille, Februar 2026

Fotospot auf der Espl. Jean-Paul II, 13002 Marseille, Frankreich

 Marseille, Februar 2026

Vieux-Port de Marseille et Basilique Notre-Dame de la Garde

 Marseille, Februar 2026

Notre Dame de la Garde (Basilique Notre-Dame de la Garde): Große neobyzantinische Kathedrale aus dem 19. Jh. mit opulentem Innenraum mit Wandbildern, Mosaiken & Marmor. Aufgenommen vom Fort Saint-Jean.

Was man dem Bild nicht ansieht ist die Langzeitbelichtung von 30 Sekunden durch den ND4000. Dank eines flachen Steinsockels konnte ich die Kamera gut auflegen, da ich mein Stativ am Eingang zum Plateaugarten abgeben musste. Wie mir die Wächterin zu verstehen gab, ist die Mitnahme von Stativen gefährlich, auch wenn dies nicht auf der ausgehängten und umfangreichen Tafel an verbotenen Gegenständen genannt wird. Nach einer längeren Diskussion mit drei weiteren Festungswächtern und auch deren Oberaufseherin kamen wir schießlich überein, dass ich zwar jedem meine Kamera auf den Kopf schlagen könnte, aber mein Stativ beim Eingang verwahrt bleiben muss.

 Marseille, Februar 2026

Passerelle vom Fort Saint-Jean zum Mucem

 Marseille, Februar 2026

Tour du fanal: Imposanter Turm von 1644, der Schiffe in den Hafen leitete, heute ein Panorama-Aussichtsturm für Besucher und das Museum Bâtiment Georges Henri Rivière

 Marseille, Februar 2026

Sonnenuntergang am Le vieux Port

 Marseille, Februar 2026

Pharo-Palast (Palais du Pharo) und der Bd Charles Livon

 Marseille, Februar 2026

Statue von Milon de Crotone am Cours Honoré d'Estienne d'Orves beim Cours Jean Ballard

 Marseille, Februar 2026

Opéra de Marseille zwischen Rue Molière, Rue Corneille und Rue Saint-Saëns

 Marseille, Februar 2026

Bahnhof Marseille-St-Charles

 Marseille, Februar 2026

Escalier Gare Saint-Charles

 Marseille, Februar 2026

Die Edmond Dantes im Alten Hafen (Le vieux Port)
Kapazität: 160 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder / Länge: 24 Meter / Geschwindigkeit: 20 Knoten

Edmond Dantès: Hier begegnen wir einem fiktiven Helden und einem realen Ort, der jedem durch die berühmte Geschichte von Edmond Dantès, gefangen im Schloss If, bekannt ist. Alexandre Dumas' Roman, 1844 vollendet, war ein internationaler Erfolg.

 Marseille, Februar 2026

L'Ombrière de Norman Foster: Pavillon von Norman Foster mit polierter Stahloberfläche, auf der sich die Fußgänger darunter spiegeln.

 Marseille, Februar 2026

Rathaus Mairie de Marseille und Hôtel Dieu Intercontinental Marseille

 Marseille, Februar 2026

Rathaus Mairie de Marseille und Hôtel Dieu Intercontinental Marseille

 Marseille, Februar 2026

Cours Belsunce in Marseille, Frankreich

 Marseille, Februar 2026

Notre-Dame de la Garde, im Volksmund La Bonne Mère – „die gute Mutter“, ist eine Marien-Wallfahrtskirche in Marseille. Sie wird jährlich von zwei Millionen Menschen besucht. Das neuromanisch-byzantinische Gotteshaus steht auf einer 161 m hohen Anhöhe und ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt. Die Kirche wurde an der Stelle einer mittelalterlichen Kapelle ab 1853 nach Plänen von Henri-Jacques Espérandieu erbaut und am 4. Juni 1864 durch den Kurienkardinal Clément Villecourt geweiht. 1879 erhielt sie den Rang einer Basilica minor.

 Marseille, Februar 2026

Erst 1866 fand die große Glocke Marie-Joséphine dort ihren Platz. Es folgte die Anfertigung und Aufstellung der 11,20 m hohen Marienstatue auf der Turmspitze, ein Entwurf von Eugène-Louis Lequesne, ausgeführt von der Firma Christofle als feuervergoldete Galvanoplastik. Sie war 1870 vollendet.

 Marseille, Februar 2026

Auf dem dreieckigen Felsplateau des Hügels La Garde, der später der Kirche den Beinamen gab, ließ ein Marseiller Priester Pierre im Jahr 1214 eine kleine Marienkapelle errichten.

 Marseille, Februar 2026

Der Bau der neuen Kirche musste wegen Geldmangels mehrfach unterbrochen werden. 1861 war die in den Felsen gehauene Krypta fertiggestellt. Bei der feierlichen Weihe der Oberkirche, die Kardinal Villecourt im Juni 1864 in Anwesenheit von 41 Bischöfen vornahm, war der Glockenturm noch unvollendet.

 Marseille, Februar 2026

Weitere Jahrzehnte nahm die aufwendige Innenausstattung, vor allem die großflächigen Mosaiken, in Anspruch. Am 26. April 1886 weihte Kardinal Charles Martial Lavigerie den Hauptaltar. Das Jahr 1897 mit dem Einbau der schweren Bronzeportale markiert die Vollendung der Basilika Notre-Dame de la Garde.

 Marseille, Februar 2026

Die Basilika ist nach Südosten ausgerichtet. Im Nordwesten befindet sich, oberhalb der Doppeltreppenanlage, die zur Stadt hinunterführt, der quadratische, statuenbekrönte Glockenturm mit dem Hauptportal. Die Maße der Kirche sind verhältnismäßig bescheiden. Die äußere Länge beträgt 52,50 m, die äußere Breite nur 16,80 m. Der Turm ist bis zur Engelsgalerie 41 m hoch. Mit der Marienfigur und der Laterne, die sie trägt, erreicht er eine Höhe von 65 m.

 Marseille, Februar 2026

Die Basilika ist eine Wandpfeilerkirche auf rechteckigem Grundriss. Das Hauptschiff umfasst drei Joche, die statt von Seitenschiffen von Kapellen flankiert und mit flachen, unter dem Satteldach verborgenen Kuppeln überwölbt sind. Die von außen sichtbare Hauptkuppel auf oktogonalem Tambour steht über einer nur angedeuteten Vierung, an die sich unmittelbar die Apsis anschließt. Das Mauerwerk besteht außen und innen aus farblich kontrastierenden Schichten, die wesentlich zum orientalischen Charakter des Gebäudes beitragen.

 Marseille, Februar 2026

 Marseille, Februar 2026

Die Kirche verfügt über drei Orgeln. Die Hauptorgel wurde 1927 von den Orgelbauern Michel-Merklin & Kuhn erbaut. Das Instrument hat 27 Register auf zwei Manualen und Pedal.

 Marseille, Februar 2026

Im Inneren beeindruckt vor allem der reiche figürliche und ornamentale Mosaikenschmuck auf Goldgrund, der sich an Vorbildern aus Ravenna und Rom orientiert. Er bedeckt die gesamte Apsis, die Vierungs- und die Langhauskuppeln sowie die Seitenkapellen. In der Oberkirche und in der Krypta befinden sich insgesamt fünf Marienstatuen aus verschiedenen Epochen und Materialien, außerdem weitere Heiligenstatuen, die von Joseph Marius Ramus geschaffen wurden. Zur Ausstattung gehören auch die zahlreichen Votivgaben, die von Gebetserhörungen erzählen.

 Marseille, Februar 2026

Basilika Notre Dame de la Garde (Basilique Notre-Dame de la Garde): Prächtige Basilika am höchsten Punkt der Stadt, gekrönt von der goldenen Marienstatue von Lequesne.

 Marseille, Februar 2026

Le vieux Port et Port de Marseille

 Marseille, Februar 2026

Église Saint-Vincent de Paul et Palais Longchamp

 Marseille, Februar 2026

Stade Vélodrome (Orange Vélodrome): Neu gestaltetes Stadion von Olympique Marseille mit einem auffälligen, wellenförmigen Dach.

 Marseille, Februar 2026

Citadelle de Marseille (Fort Saint-Nicolas) und Pharo-Palast (Palais du Pharo)

 Marseille, Februar 2026

Le vieux Port, Mairie de Marseille 13002, Hôtel Dieu Intercontinental Marseille

 Marseille, Februar 2026

Von der Terrasse Mnt de la Bonne Mère hat der Besucher einen eindrucksvollen Blick über die Stadt mit dem Alten Hafen (Vieux-Port) und der Kathedrale von Marseille und auf das Mittelmeer mit den Frioul-Inseln Ratonneau, Pomègues und dem Château d’If.

 Marseille, Februar 2026

Chateau d'If et Îles du Frioul

 Marseille, Februar 2026



Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun:



Fährfahrt auf die Îles du Frioul, Marseille, 23. Februar 2026:



Flug Wien - Marseille, VIE-MRS, OS383, Februar 2026:



Flug Marseille - Wien, MRS-VIE, OS384, Februar 2026: