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Marseille ist eine französische Großstadt mit über
880.000 Einwohnern und die zweitgrößte Stadt Frankreichs. Sie ist die
Hauptstadt des Départements Bouches-du-Rhône und der Region
Provence-Alpes-Côte d’Azur. Marseille wurde in der Antike von Griechen
gegründet und ist die älteste Stadt Frankreichs; ihre Einwohner nennen
sich Marseillais. Am Mittelmeer ist Marseille die wichtigste
französische und eine bedeutende europäische Hafenstadt.
Ausblick vom Escalier Gare Saint-Charles am Gare Marseille zur Basilique Notre-Dame de la Garde

Escalier Gare Saint-Charles
Die monumentale Treppe des Gare Saint-Charles in Marseille gewährt
einen atemberaubenden Panoramablick über die Stadt. Geschmückt mit
eindrucksvollen kolonialen Skulpturen aus Afrika und Asien,
unterstreicht sie Marseilles historische Rolle als Tor zwischen Europa
und dem Nahen Osten. Die kunstvollen Figuren verstärken diese
Verbindung und verleihen der Treppe eine faszinierende Symbolkraft.

Palais Longchamp: Bauwerk aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit Wasserfall und Speicher zur Trinkwasserversorgung der Stadt.

Das Palais Longchamp ist ein 1862–1869 errichtetes Bauwerk im Stil des
Historismus in Marseille. Es liegt im 4. Arrondissement im Quartier des
Cinq-Avenues am nördlichen Ende des Boulevard Longchamp.

Der Palast wurde 1869 eingeweiht und besteht aus mehreren Teilen:
Wasserspeicher für das
Wasser der Durance, das durch einen 85 km langen Kanal zugeführt wird,
welcher historisch die Haupttrinkwasserquelle der Stadt Marseille
darstellt, da sie nicht an einem Fluss gelegen ist.
Museum der Schönen Künste von Marseille (im linken Flügel des Palastes).
Naturkundemuseum von Marseille (im rechten Flügel des Palastes).
Garten (vor dem Palast)
mit Grünfläche, künstlichem Wasserfall, allegorischen Statuen zu Ehren
des Wassers und der Fruchtbarkeit und zahlreiche Brunnen.
Longchamp-Park (hinter dem Palast) mit dem Observatorium von Marseille, botanischem Garten und ehemaligem Tierpark.

Wer das Palais Longchamp zum ersten Mal sieht, der wird kaum auf die
Idee kommen, dass es ursprünglich aus einer reinen Notwendigkeit heraus
entstanden ist. Zu monumental und imposant ist die Architektur, zu
luxuriös ist die Tatsache, dass es zwei Museen beherbergt, zu angenehm
und erholsam der Botanische Garten, der sich an den Prachtbau
anschließt. Und doch war es die Angst vor Dürre und Trinkwassermangel,
der die Stadtväter von Marseille einst dazu bewogen hat, die Errichtung
des Palais Longchamps in Angriff zu nehmen. Ein Plan, der allerdings
diverse Anläufe brauchte, um schließlich tatsächlich umgesetzt werden
zu können.

Für meisten Besucher ist das Vorhandensein von gutem Trinkwasser heute
wohl eine Selbstverständlichkeit. Sie interessieren sich vielleicht
mehr für die Kunst- und Kulturschätze, die das Palais Longchamp zu
bieten hat. Der linke Flügel des Baus beherbergt das „Museum der
schönen Künste“ und ist das älteste Museum von Marseille. Nach langer
und aufwendiger Renovierung ist es im Jahr 2013 wiedereröffnet worden.
Die Permanente zeigt Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen aus der Zeit
vom 16. Bis zum 19. Jahrhundert.
Im rechten Flügel befindet sich das „Museum für Naturgeschichte“, dass
aus einem „Kuriositätenkabinett“ der Stadt hervorgegangen ist und das
heute in Frankreich einen erstklassigen Ruf genießt. Auch die älteste
naturwissenschaftliche Einrichtung von Marseille, das Observatoruium,
ist hier im Palais Longchamp untergebracht.

Hausecke Bd Jard. Zoologique und Rue Lacépède

Église Saint-Vincent de Paul: 1886 fertiggestellte neugotische Kirche mit imposanten Zwillingstürmen, Buntglasfenstern und Innenbögen.

Die Kirche St-Vincent-de-Paul (auch: Église des Réformés) ist eine
römisch-katholische Kirche und befindet sich im 1. Arrondissement am
oberen Ende der berühmten Straße Canebière, im Viertel Thiers. Sie ist
zu Ehren des heiligen Vinzenz von Paul geweiht. Sie wird von der
Gemeinschaft Emmanuel betreut. Der Name Église des Réformés geht auf
die reformierten Augustiner zurück, die zuvor am Ort eine Kapelle
besaßen

Die Kirchenfenster mit einer Gesamtfläche von 1270 Quadratmetern
stammen von Édouard Didron. 1948 wurde die Merklin-Orgel von 1888 durch
eine neue Chororgel ergänzt. Beide Orgeln wurden 2009 restauriert.

Der Hochaltar besticht durch seine polychromen Marmor- und vergoldeten
Bronzearbeiten. Er wurde 1887 von Jules Cantini, Bildhauer und
Marmorarbeiter, geschaffen und besteht aus sechs mit Emaille und
Edelsteinen verzierten Bögen auf einem mit Gold eingelegten
Hintergrund. Diese Bögen ruhen auf einer Doppelsäule aus Lapislazuli.
Zwischen den Säulen befinden sich die Statuen der zwölf von Jesus
erwählten Apostel aus vergoldeter Bronze, einander paarweise zugewandt.
Zu beiden Seiten des Tabernakels zeigen Emaille-Reliefs Szenen aus dem
Alten Testament (dem ersten Teil der Bibel). Zu beiden Seiten der
Tabernakeltür stehen die Symbole der vier Evangelisten: Matthäus,
Markus, Lukas und Johannes. Das Holz des Tabernakels, eine Spende des
französischen Konsuls in Jerusalem, stammt von Ölbäumen aus Gethsemane,
dem Ort der Todesangst Christi in Jerusalem.

Der 1852 noch unter Bischof Eugen von Mazenod begonnene neugotische
Kirchenbau wurde 1886 fertiggestellt und 1888 feierlich eingeweiht. Die
Kirche ist 63 Meter lang und 30 Meter breit. Die Fassadenhöhe beträgt
60 Meter, die Höhe der beiden Spitztürme 70 Meter und die innere
Gewölbehöhe 23 Meter.

Kapelle St. Johannes Paul II.
KAROL JOZEF WOJTYLA wurde am 18. Mai 1920 in Wadowice, einer kleinen
Stadt in der Nähe von Krakau, geboren. Er war das jüngste von drei
Kindern von Karol Wojtyła und Emilie Kaczorowska. Er wurde am 20. Juni
1920 in der Pfarrkirche von Wadowice getauft, empfing mit neun Jahren
die Erstkommunion und wurde mit achtzehn Jahren gefirmt.
Nach seinem Schulabschluss schrieb er sich 1938 an der
Jagiellonen-Universität in Krakau für ein Theaterstudium ein. Als die
Universität 1939 von den nationalsozialistischen Besatzern geschlossen
wurde, musste der junge Karol auf einer Baustelle des Chemiewerks
Solvay arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen und der
Deportation nach Deutschland zu entgehen. 1942, getrieben von dem
Wunsch, Priester zu werden, besuchte er das geheime Priesterseminar in
Krakau. Gleichzeitig war er einer der Gründer des geheimen
Rhapsodischen Theaters. Nach dem Zweiten Weltkrieg schloss er sein
Theologiestudium ab und wurde am 1. November 1946 von Kardinal Adam
Stefan Sapieha zum Priester geweiht. Er wurde nach Rom entsandt, wo er
seine Dissertation über den Glauben anhand der Werke des Heiligen
Johannes vom Kreuz verteidigte. 1948 kehrte er nach Polen zurück und
wirkte bis 1951 als Vikar in verschiedenen Pfarreien in Krakau und als
Studentenseelsorger. Anschließend spezialisierte er sich an der
Universität Lublin auf Philosophie. Danach wurde er Professor für
Moraltheologie und Sozialethik am Priesterseminar in Krakau und an der
Theologischen Fakultät in Lublin. Am 4. Juli 1958 ernannte ihn Papst
Pius XII. zum Titularbischof von Ombi und Weihbischof von Krakau, und
am 28. September desselben Jahres empfing er in der Wawel-Kathedrale
(Krakau) von Erzbischof Eugeniusz Baziak die Bischofsweihe. Am 13.
Januar 1964 wurde er von Papst Paul VI. zum Erzbischof von Krakau
ernannt und am 26. Juni 1967 zum Kardinal erhoben.

Nach seiner Teilnahme am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965), wo
er maßgeblich zur Ausarbeitung der Konstitution Gaudium et spes
beitrug, nahm Kardinal Wojtyła an allen Versammlungen der
Bischofssynode teil. Im Zweiten Konklave von 1978 wurde er am 16.
Oktober von den Kardinälen zum Papst gewählt und nahm den Namen
Johannes Paul II. an. Am 22. Oktober trat er feierlich sein Amt als
263. Nachfolger des Apostels Petrus an. Sein fast 27-jähriges
Pontifikat sollte eines der längsten in der Geschichte der Kirche
werden.
Johannes Paul II. wirkte in seinem Amt mit unermüdlichem
missionarischem Eifer, getragen von einer apostolischen Nächstenliebe,
die der gesamten Menschheit offenstand. Seine Liebe zu jungen Menschen
veranlasste ihn 1985 zur Gründung des Weltjugendtags, und die 19
Weltjugendtage seines Pontifikats brachten Millionen junger Menschen in
verschiedenen Teilen der Welt zusammen. Sein Engagement für die Familie
zeigte sich hingegen in der Ausrichtung des Weltfamilientreffens, das
er 1994 ins Leben rief. Unter seiner Führung trat die Kirche in das
dritte Jahrtausend ein und feierte das Große Jubiläum des Jahres 2000.
Mit dem Jahr der Erlösung, dem Marianischen Jahr und dem Jahr der
Eucharistie förderte er die spirituelle Erneuerung der Kirche. Er gab
Heiligsprechungen und Seligsprechungen außerordentlichen Auftrieb, um
unzählige Beispiele der Heiligkeit zu schaffen, die den Menschen
unserer Zeit Mut machen. Johannes Paul II. hat 1338 Menschen selig- und
482 heiliggesprochen . Zu seinen wichtigsten Dokumenten zählen 14
Enzykliken,
15 Apostolische Schreiben, 11 Apostolische Konstitutionen und 45
Apostolische Briefe. Er verkündete den Katechismus der Katholischen
Kirche im Lichte der Tradition, der vom Zweiten Vatikanischen Konzil
autoritativ ausgelegt wurde. Johannes Paul II. starb am 2. April 2005
um 21:37 Uhr, zu Beginn des Sonntags, der Osteroktav und des Sonntags
der Göttlichen Barmherzigkeit – ein Fest, das er selbst 1994 eingeführt
hatte. Sein Begräbnis fand am 8. April 2005 statt, und seit seinem Tod
sind mehr als drei Millionen Gläubige nach Rom gekommen, um ihm die
letzte Ehre zu erweisen und ihre tiefe Verehrung für ihn zum Ausdruck
zu bringen. Johannes Paul II. wurde am 1. Mai 2011 von Papst Benedikt
XVI. in den Seligpreisungskatalog aufgenommen und am 27. April 2014 von
Papst Franziskus heiliggesprochen.


Den Einwohnern Marseilles besser bekannt als die „Reformierte Kirche“,
erhebt sich die Kirche Saint-Vinzenz-de-Paul mit ihren hoch aufragenden
Türmen im Herzen der Stadt, am oberen Ende der La Canebière, der
weltberühmten Allee, die vom Alten Hafen hinaufführt. Die prächtige
Kirche, deren Bau 1852 begann und die 1888 geweiht wurde, bezaubert mit
ihrem neugotischen Stil, der im südlichen Mittelmeerraum Frankreichs
eher selten anzutreffen ist.

Monument Des Mobiles
Das „Monument aux Mobiles“ wurde 1894 für die im Krieg von 1870
gefallenen Soldaten errichtet. Es zeigt die Verkörperung des
bewaffneten Frankreichs, zu deren Füßen tapfere Soldaten liegen. Das
Gefallenendenkmal ist häufig der Ausgangspunkt von Demonstrationen, die
je nach Protestziel den Weg über die Canebière und dem Alten Hafen zum
historischen Rathaus oder zur Präfektur einschlagen. Häufig gehen hier
aber auch Paraden und Umzüge los, wie z. B. am Nationalfeiertag, dem
14. Juli, oder beim Karneval, wo die Helden des Tages unter dem Jubel
des stets zum Feiern aufgelegten Publikums stolz ihre Kostüme auf der
Canebière vorführen!
Das Denkmal für die Mobile Garde ist ein Mahnmal, das Ende des 19.
Jahrhunderts in Marseille errichtet wurde, um die Freiwilligen der
Mobilen Garde des Départements Bouches-du-Rhône zu ehren, die im
Deutsch-Französischen Krieg von 1870–1871 fielen. In diesem Konflikt
standen sich Frankreich und die von Preußen angeführte Koalition
gegenüber. Er führte zum Untergang des Zweiten Kaiserreichs und zur
Gründung der Dritten Republik. Das Denkmal, entworfen vom Architekten
Gaudensi Allar unter Mitwirkung der Bildhauer Jean Turcan (für die
Soldatengruppen) und Constant Roux (für die große Bronzefigur an der
Spitze), veranschaulicht ihren Mut und ihre Opferbereitschaft. Auf
einem steinernen Sockel sind vier Soldatengruppen verschiedener
Waffengattungen im Kampf dargestellt – überlebensgroße Figuren, die den
Angriff inmitten von Kanonenkugeln und Granaten symbolisieren. Auf der
Spitze erhebt sich eine Bronzestatue des siegreichen Frankreichs mit
einem blanken Schwert, Symbol patriotischer Verteidigung und
republikanischen Mutes. Um den Sockel herum erinnern Gedenktafeln und
Inschriften an die wichtigsten Schlachten, in denen die Nationalgarde
fiel, da es unmöglich war, alle Namen der Gefallenen in das Denkmal
einzugravieren.

Bourse et Chambre de Commerce am Place Général de Gaulle
Der Palais de la Bourse symbolisiert das Wachstum Marseilles im 19.
Jahrhundert, das dem Aufschwung des Handels zu verdanken war. Die Pläne
entstanden 1849, die Bauarbeiten begannen 1852. Die Einweihung fand
1860 in Anwesenheit von Napoleon III. und Prinzessin Eugénie statt.
Auch heute noch ist hier die Handelskammer untergebracht – die älteste
Frankreichs!

Die Opéra de Marseille,
offiziell Opéra municipal de Marseille, ist ein Opernhaus in Marseille,
Frankreich. 1685 war die Stadt nach Bordeaux die zweite in Frankreich,
die ein Opernhaus hatte.

Statue von Milon de Crotone
Die Statue von Crotone, einem der antiken griechischen Ringer, wurde
1682 von Pierre Puget geschaffen und im 20. Jahrhundert vom Bildhauer
Jules Cantini geschaffen. Es handelt sich um eine Replik, die zu Beginn
angefertigt wurde. Die Originalstatue befindet sich im Louvre-Museum.
Diese Darstellung zeigt den Tod des Athleten Milo von Kroton im 4.
Jahrhundert v. Chr. Er soll von Wölfen (hier einem Löwen) gerissen
worden sein, als seine Hand in einem Spalt eines Baumstumpfes
eingeklemmt war, den er abzutrennen versuchte. Das Werk entstand
während des Aufenthalts des Künstlers in Toulon. Pierre Puget war
damals mit der Anfertigung der Skulpturen für die Schiffe der Flotte
Ludwigs XIV. beauftragt, die in Toulon gebaut wurden. Im Arsenal, in
dem Puget arbeitete, wurden zwei ungenutzte Marmorblöcke gefunden (zu
einer Zeit, als Marmor ein hochgeschätztes Material war). Er erhielt
von Jean-Baptiste Colbert die Erlaubnis, diese für zwei Kompositionen
seiner Wahl zu verwenden, ohne Einschränkungen hinsichtlich Thema oder
Format. Colberts Zustimmung zu diesem Projekt war außergewöhnlich in
einer Zeit, in der die künstlerische Tätigkeit weitgehend von der
königlichen Macht, der Akademie oder den Zünften kontrolliert wurde.
Aus diesen beiden Marmorblöcken entstanden knapp zehn Jahre später Milo
von Kroton und Alexander und Diogenes (1671–1691, Paris, Louvre), zwei
der bedeutendsten Werke des Künstlers.

Der Vieux Port entstand in der Antike. Er ist das historische und
kulturelle Zentrum von Marseille und war bis Mitte des 19. Jahrhunderts
auch sein wirtschaftliches Zentrum für den Seehandel im Mittelmeer und
für den Handel mit den französischen Kolonien. Das Hafengewerbe
verlagerte sich dann allmählich nach Norden zum jetzigen Marseille
Europort. Heute ist der Alte Hafen ein Yachthafen, ein beliebter
Versammlungsort und das touristische Wahrzeichen der Stadt. Auch einige
Fischerboote ankern noch hier, täglich findet am Morgen am Quai de la
Fraternité ein Fischmarkt statt.

Um 600 vor Chr. landeten die Phokäer ihre Schiffe im Lacydon, wie sie
den natürlichen Hafen nannten. In diesem Gebiet konzentrierten sich
alle Meeresaktivitäten der Stadt bis ins 19. Jahrhundert.

Am Südufer wurde zwischen dem 3. und dem 9. Jahrhundert die Abtei Saint-Victor de Marseille errichtet.
Abteikirche St-Victor, Nordseite mit den zwei befestigten Türmen, der
linke dient als Glockenturm, links davon der zinnenbewehrte Chor

Die Abtei Saint-Victor de Marseille
wurde im frühen 5. Jahrhundert durch Johannes Cassianus (um 360 – um
435) in der Nähe der Gräber der Märtyrer von Marseille gegründet. Unter
diesen Gräbern war namengebend Viktor von Marseille, † 303 oder 304.
Die Abtei ist seither, fast ununterbrochen, eines der Zentren des
Katholizismus in Südfrankreich.

Die Kirche, in deren Architektur sich romanische und gotische Elemente
mischen, wurde vom 12. bis zum 14. Jahrhundert erbaut. Am ältesten sind
die unteren Teile des Turms des Isarn, mit der Eingangshalle und der
sich darunter in der Krypta befindenden Kapelle des hl. Andreas. Das
Schiff wurde im 13. Jahrhundert unter Hugo von Glazinis erbaut. Sein
Epitaph befindet sich in der Krypta. Der Chor wurde unter Papst Urban
V. im 14. Jahrhundert errichtet. Hier befand sich auch dessen Grabmal,
das während der Französischen Revolution verschwand.

1840 erhielt A. Zeiger den Auftrag, eine neue Orgel
auf einer gemauerten Empore im hinteren Teil der Kirche zu errichten (3
Manuale – 30 Register). 1890 reduzierte F. Mader die Spezifikation im
Einklang mit der romantischen Ästhetik der Zeit auf 2 Manuale. 1912
nahmen Michel Merklin & Kuhn einige Änderungen vor, und 1964
erstellte A. Dunand eine neue Spezifikation.
1974 wurde das von D. Godel (Genf) entworfene Orgelgehäuse von
der
Firma Foix aus Marseille auf einem bestehenden Sockel und Korb
errichtet. Der Orgelbauer J. Dunand aus Villeurbanne fertigte das
Instrument selbst und verwendete dabei etwa zwanzig Register von A.
Zeiger und F. Mader wieder. Das neue Instrument eignet sich besonders
für die Werke der
französischen Klassik, bleibt aber gleichzeitig weitgehend offen für
die Aufführung nordischer Musik. Die Intonation übernahm C. Marcel.
KOMPOSITION: 50 Register, 4 Manuale mit je 56 Tasten und ein Pedal mit
32 Tasten

Linkes Seitenschiff (Nordseite): Statue der sitzenden Madonna mit Kind, Kopie einer katalanischen Skulptur aus dem 11. Jh.
Gemälde der Jungfrau Maria 'Unserer Lieben Frau von der Erwartung' des Marseiller Malers Michel Serres (1658–1733)

Reliquien des Hl. Johannes Cassianus, vom Kreuz des Hl. Andreas

Rechtes Seitenschiff (Südseite): Sarkophag der Tradition Legis bzw. der Schlüsselübergabe an Petrus (Ende 5./Anfang 6. Jahrhundert)
Das Werk, vermutlich aus lokalem Travertin gefertigt, stammt aus dem
späten 5. oder frühen 6. Jahrhundert. Sein Becken ist an der
Vorderseite und den kürzeren Seiten verziert. Die zentrale Szene zeigt
die Gesetzesübergabe. Christus steht auf dem Berg, von dem die vier
Paradiesströme entspringen. Er übergibt Petrus die Schriftrolle mit
seinem Gesetz, der sie mit verschleierten Händen entgegennimmt, während
Paulus, der andere Apostelfürst, mit einer Geste der Anerkennung und
des Zeugnisses dies bekräftigt.
Links findet sich die biblische Szene von Abrahams Opfer in der
Dekoration der kurzen Seite wieder, die Christus als das Lamm des
Opfers darstellt. Sein Haupt wird von einem Kreuz gekrönt, zu dem zwei
Lämmer zu beiden Seiten ihre Blicke erheben. Rechts, inspiriert von
Szenen aus dem Neuen Testament, wird die wundersame Heilung eines
Blinden durch Christus auf der kurzen Seite durch ein Lichtsymbol in
Form einer Lampe, die zwischen zugezogenen Vorhängen leuchtet,
erweitert. Der Deckel ist in Form eines Ziegeldachs verziert.
Laboruntersuchungen der Grabstätte im Inneren des Sarkophags brachten
den grob einbalsamierten Leichnam einer jungen Frau zum Vorschein, die
vermutlich an den Spätfolgen von Kinderlähmung litt. Sie trug einen
Blumenkranz, und ein goldenes Kreuz war auf ihre Stirn gesetzt worden.
Auf dem Leichnam, der in mit Goldfäden verzierte Kleidung gehüllt war,
lagen Blumensträuße.

Kapelle des Heiligen Sakraments und Frühchristlicher Altartisch (5. Jahrhundert), links: Unsere Liebe Frau von der Weisheit
ALTARTISCH: Zweite Hälfte des 5. Jahrhunderts, weißer Marmor. Länge 178 cm, Breite 112,5 cm, Dicke 13,5 cm.
Dieses Stück wurde aus der Krypta der Abtei St. Viktor entfernt, aber
1968 dorthin zurückgebracht und auf einem massiven, modernen Sockel
aufgestellt. Die Oberseite ist ausgehöhlt und ihr Rand mit einem
Flachrelief-Rankenmotiv verziert. Sie ist an allen vier Seiten mit
Flachreliefs eingefasst und besitzt an jeder Ecke eine Säule. Auf der
Vorderseite, die an jedem Ende eine Palme aufweist, bewegen sich zwei
Reihen mit je sechs Tauben auf das zentrale Monogramm zu, das in einem
Lorbeerkranz eingefasst und von den griechischen Buchstaben Alpha und
Omega flankiert ist. Auf der Rückseite ziehen zwei Reihen mit je sechs
Schafen in einer Prozession auf das Lamm zu, das auf dem Berg steht,
aus dem die vier Paradiesflüsse entspringen. An den Seiten verlaufen
zwei Weinrebenmotive von einer zentralen Schale zu den Enden, an denen
Tauben picken. Durch jede Ecke verläuft ein horizontales Loch,
möglicherweise zum Aufhängen von Schleiern (um die Reliquien zu
verbergen?) oder eines Schmuckstücks wie einer Girlande. Zu beiden
Seiten des Monogramms auf der Vorderseite trägt das untere Band eine
Votivinschrift in Griechisch: „Cal…, für ihn und seine ganze Familie…“.
Die imposante Größe des Altars stützt die Annahme, dass sich der
Schrein, zu dem er gehörte, im zentralen Bereich befand, der den Blick
auf die frühchristlichen Gebäude im Süden abrundete, auf Höhe der
heutigen Krypten.

Citadelle de Marseille (Fort Saint-Nicolas): Imposante Festung aus dem 17. Jahrhundert mit Blick über den Alten Hafen

Parc Émile Duclaux: Weitläufige gepflegte Rasenfläche am Palais du Pharo mit weitem Blick über die Stadt und das Meer.
Pharo-Palast (Palais du Pharo): 1858 für Napoleon III.
errichteter Palast, heute ein Konferenzzentrum mit einer Gartenanlage
mit Meerblick
Das Palais du Pharo ist ein
Palast in Marseille, der ab 1858 von Napoleon III. für seine Frau
Eugénie de Montijo erbaut wurde. Er überragt die Hafenpassage des Vieux
Port und grenzt an den Jardin du Pharo.

Louis-Napoleon Bonaparte hatte 1851 als französischer Staatspräsident,
kurz bevor er als Napoleon III. Kaiser wurde, bei einem seiner Besuche
in Marseille den Wunsch geäußert, einen Wohnsitz in der Stadt zu bauen.
Mit dem Bau wurde am 15. August 1858, dem Geburtstag von Napoleon
Bonaparte, begonnen. Beim Sturz von Napoleon III. 1870 war der Palast
nach zwölf Jahren Bauzeit nicht fertiggestellt; das Kaiserpaar hat dort
nie gelebt.

Monument aux héros et victimes de la mer - Neben dem Palast befindet
sich das Denkmal für die Helden und Opfer des Meeres, das unter
Denkmalschutz steht.

Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Mucem - Musée
des civilisations de l’Europe et de la Méditerranée) und die Kathedrale
von Marseille (Cathédrale la Major), rechts Fort Saint-Jean

Le vieux Port

Citadelle de Marseille (Fort Saint-Nicolas) und Notre Dame de la Garde (Basilique Notre-Dame de la Garde)

Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Mucem - Musée
des civilisations de l’Europe et de la Méditerranée) und die Kathedrale
von Marseille (Cathédrale la Major), rechts Fort Saint-Jean

Die Galerie Alcázar, heute die
Bibliothek Alcázar, ist ein historisches Wahrzeichen Marseilles in der
Cours Belsunce 58. Sie wurde 1857 als Veranstaltungsort im Stil
maurischer Paläste eröffnet. Der beliebte Veranstaltungsort beherbergte
viele berühmte Künstler wie Dalida, Fernandel und Yves Montand. Nach
einem Brand im Jahr 1873 wurde sie wiederaufgebaut und blieb bis zu
ihrer Schließung 1966 aufgrund mangelnder Rentabilität im Zuge des
Fernsehbooms ein bedeutendes Kulturzentrum.
2004 wurde das Gebäude umfassend renoviert und in eine große
Stadtbibliothek umgewandelt. Auf 18.000 Quadratmetern beherbergt sie
über eine Million Dokumente, Lesesäle, Kinderbereiche, Musiksammlungen,
Sammlungen zum Kulturerbe und vieles mehr. Darüber hinaus bietet sie
das ganze Jahr über Ausstellungen, Vorträge, Konzerte und Workshops an.
Heute ist der Alcázar ein lebendiger, kostenloser und sehr beliebter
Ort für die Einwohner Marseilles. Er ist ein hervorragendes Beispiel
für die gelungene Umwandlung eines historischen Gebäudes in eine
moderne Kultureinrichtung.

Porte d’Aix: Von Michel-Robert Penchaud entworfener Triumphbogen mit Szenen zu Siegen aus den Napoleonischen Kriegen.

Die Porte d'Aix, auch als Triumphbogen von Marseille bekannt, ist ein
monumentales Stadttor in Marseille. Es wurde im frühen 19. Jahrhundert
im neoklassizistischen Stil erbaut und erinnert an den Sieg von
Napoleon Bonaparte in Austerlitz. Die Porte d'Aix dient als
symbolischer Eingang zur Stadt und ist für ihre imposante Architektur
sowie für die Reliefs und Skulpturen an ihren Seiten bekannt.

Le Panier Marseillais (Le Panier de Marseille): Historisches Viertel
von Marseille mit Pflasterstraßen, farbenprächtigen Gebäuden und
Handwerksläden. Street-Art Viertel und viele kleine Läden mit sehr
individuellen
Angeboten, viele kleine Gassen und Künstler, die sich hier verewigt
haben.

Le Panier ist die Wiege von Marseille. Das Altstadtviertel, das hinter
dem Vieux-Port den Hügel bedeckt, gilt als ältester besiedelter Ort der
Hafenmetropole. Bereits 600 vor Christus gründeten die Griechen dort
ihre Kolonie Massalia. Das heutige Altstadtviertel stellt nur einen
Bruchteil der einstigen Altstadt dar. Als im 19. Jahrhundert die Rue de
la République gebaut wurde, mussten viele Bauten weichen. Im 20.
Jahrhundert sprengten deutsche Besatzer im Februar 1943 das quartier
Saint-Jean und zerstörten das historische Herz von Marseille.

Museum und Kulturzentrum Vieille Charité: Kulturzentrum in einem
ehemaligen Armenhospiz aus dem 17. Jh. mit Kino sowie Archäologie- und
Kunstmuseum.

Die Vieille Charité (deutsch Alte Charité) ist ein ehemaliges
Armenhospiz in der französischen Stadt Marseille. Sie befindet sich im
Zentrum des Panier-Viertels und dient heute als Museums- und
Kulturzentrum. Sie beherbergt die archäologische Sammlung des Musée
d’Archéologie Méditerranéenne und das Musée d’Arts Africains,
Océaniens, Amérindiens.

Das Armenhaus entstand zwischen 1671 und 1749 nach den Plänen des
Architekten Pierre Puget. Dieser entwarf eine dreistöckige
Arkadengalerie, die einen rechteckigen Innenhof und eine Kapelle
umschließt. Das Gebäude war für die Unterbringung von Kranken, Armen
und Obdachlosen vorgesehen, daneben aber auch für Familien, die wegen
des Börsenbaus in einem abgerissenen Viertel am Vieux Port ihr Heim
verloren.
LE CENTRE DE LA VIEILLE CHARITÉ
Das Alte Wohltätigkeitszentrum ist ein Wahrzeichen Marseilles und ein
Zeugnis seines reichen Erbes. Heute beherbergt es das Museum für
Mittelmeerarchäologie (MAM), das Museum für afrikanische, ozeanische
und indigene Kunst (MAAOA), das Internationale Poesiezentrum Marseille
(cipM), mehrere international renommierte Universitäten und
Forschungszentren (EHESS, Norbert-Elias-Zentrum, CNRS) sowie ein Kino.

Die barocke Kapelle hat eine elliptische Form und wurde 1704 mit einer
eiförmigen Kuppel erbaut. Die klassizistische Vorhalle mit
korinthischen Säulen kam als Ergänzung 1863 hinzu. In dieser Zeit wurde
die Charité in eine Kaserne umgewandelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg
wurden in dem Gebäude Opfer durch die deutschen Zerstörungen
aufgenommen. Nach einer mehrjährigen Hausbesetzung wurde die Anlage
1962 wegen Baufälligkeit evakuiert und erst in den letzten Jahren einer
vollständigen Restaurierung unterzogen. Seit 1985 finden in dem Haus
Konzerte und Ausstellungen statt.

Tour du fanal am Fort Saint-Jean, Bassin du J4, Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers
(Mucem - Musée des civilisations de l’Europe et de la Méditerranée) und Kulturzentrum Cosquer Méditerranée

Vieux-Port und Notre Dame de la Garde

Der Bärenjungentrainer von Louis Botinelly (Le dresseur d'oursons)
Diese mit einer Bronzemedaille ausgezeichnete Schöpfung von Louis
Marcel Botinelly aus dem Jahr 1911 steht auf der Esplanade de la
Tourette gegenüber dem Fort Saint-Jean. Das Werk zeigt einen jungen
Akrobaten in Lendenschurz, der Tamburin spielt und dessen Fuß auf einem
Ball ruht. Er bringt zwei Bärenjungen einen Balanceakt bei.

St-Laurent (Église Saint-Laurent): Auf einem Hügel gelegene,
historische katholische Kirche mit schlichter, eleganter Architektur
& weitem Blick.
SAINT-LAURENT UND SAINTE-CATHERINE
Die Kirche Saint-Laurent, ein dreischiffiges Gebäude im
romanisch-provenzalischen Stil mit quadratischen Säulen, wurde vor dem
14. Jahrhundert erbaut. Sie ist die Pfarrkirche der Fischer und
Seeleute. Ein Joch und die Westfassade wurden beim Bau des Fort
Saint-Jean abgerissen. Die Weißen Büßer errichteten die Kapelle
Sainte-Catherine neben der Kirche Saint-Laurent zu Beginn des 17.
Jahrhunderts. Diese Gebäude wurden aus rosafarbenem Kalkstein aus den
Steinbrüchen von La Couronne erbaut.

Rathaus (Mairie de Marseille): Das Rathaus von Marseille ist ein
beeindruckendes historisches Gebäude und ein Symbol für das reiche Erbe
der Stadt. Seine atemberaubende Architektur und die zentrale Lage
machen es zu einem absoluten Muss und spiegeln Marseilles lebendige
Kultur und Geschichte wider.

Statue du Taureau und Statue du Lion
Am Quai du Port im 2. Arrondissement, hinter dem Rathaus, befindet sich
das zeitgenössische Werk „Der Löwe und der Stier“, das 2013 von Stephan
Muntaner geschaffen wurde. Dieses Werk ist direkt vom Wappen von
Marseille inspiriert: Der Stier steht für Geduld, Landwirtschaft und
die Verbundenheit mit dem Land. In diesem Wappen (das 1883 angenommen
oder angepasst wurde) wird der Löwe von einem Caduceus (Symbol für
Handel und Gewerbe) und einem Stier begleitet, der einen Dreizack
(Symbol für Meer und Reisen) als linken Träger hält. Dies verdeutlicht
die duale Natur Marseilles als Stadt des See- und Landhandels.

La Maison Diamantée: Im Diamantenhaus lebten einst einflussreiche
Marseiller Patrizier, ehe der Prunkbau aus dem Jahr 1570 während der
Revolution in Wohnungen aufgeteilt wurde. Seine Fassade ist bis heute
ein Juwel des provenzalischen Manierismus. Natursteine, wie Diamanten
geschliffen, schmücken sie.

Am Quai du Port und 4 Rue de la République, 13001 Marseille, Frankreich

Le vieux Port, St-Victor (Abbaye Saint-Victor) und Basilika Notre Dame de la Garde (Basilique Notre-Dame de la Garde)

Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Mucem - Musée des civilisations de l’Europe et de la Méditerranée)

Le vieux Port, La Criée Theatre (Théâtre de La Criée) und Basilika Notre Dame de la Garde (Basilique Notre-Dame de la Garde)

Rathaus Mairie de Marseille 13002

Église Saint-Ferréol les Augustins

Die Kirche St-Ferréol (auch: Église des Augustins, oder mit
Doppelnamen: St-Ferréol Les Augustins) ist eine römisch-katholische
Kirche in der südfranzösischen Stadt Marseille und befindet sich im 1.
Arrondissement unmittelbar am Vieux Port in der Straße Quai de la
Fraternité. Seit dem frühen 19. Jahrhundert ist sie zu Ehren des
heiligen Ferreolus von Vienne geweiht. Vorher war sie Augustinerkirche.
Seit 2017 wird sie von den Jesuiten betreut.

Der Kirchenbau stammt im Wesentlichen aus dem 16. Jahrhundert, wurde
aber im 19. Jahrhundert erheblich umgestaltet. 1533 wurde die Kirche
anlässlich der Hochzeit Heinrichs von Orléans mit Caterina de’ Medici
von Papst Clemens VII. besucht.
Orgel (1844) von Augustin Zeiger (1805–1868), 2015 restauriert.

Das neue liturgische Mobiliar ist das Ergebnis mehrjähriger
Überlegungen von Pater Steves Babooram SJ, Rektor von Saint-Ferréol
(2017-2025), dem pastoralen Team und dem "conseil économique" der
Kirche. Sie wurden von der Architektin Mariam Saad entworfen und vom
Tischler Paul Hoffmann kunstvoll hergestellt. Die Möbel wurden aus
Eichenholz aus den naturbelassenen Wäldern des Allier handgefertigt und
am 30. Oktober 2025 aufgestellt.
Die Originalität des Mobiliars liegt zweifellos in den Bibelversen, die
in die Armlehnen der Bänke eingraviert sind, und denen, die in Form
einer Spitze in den Ambo und die Vorstehersitze geschnitzt sind.
Hauptaltar von Dominique Fossati (1710–1792)

Statue der Heiligen Familie

Altar der Lastenträger (portefaix) und Gemälde der Petrus und Paulus erscheinenden Madonna mit Kind von Michel Serre (1658–1733)

Pharo-Palast (Palais du Pharo) und Monument aux héros et victimes de la mer

Kathedrale von Marseille (Cathédrale la Major) und Museum der
Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Mucem - Musée des
civilisations de l’Europe et de la Méditerranée)

Chateau d'If: Inselfestung aus dem 16. Jh. von Franz I. und ehemaliges Gefängnis, Schauplatz in "Der Graf von Monte Christo".

Das Château d’If ist eine Festung und ein ehemaliges Gefängnis auf der
Île d’If, einer Felseninsel zirka eine Seemeile vor der Küste von
Marseille. Heute ist es eine Touristenattraktion. Die Insel besteht aus
Kalkstein und hat eine Fläche von ca. 3 Hektar. Ihre Berühmtheit
verdankt die Festung dem Schriftsteller Alexandre Dumas, der einen Teil
der Handlung seines 1844 erschienenen Romans Le Comte de Monte-Cristo
(Der Graf von Monte Christo) auf der Insel ansiedelt.

Große Schwefelbucht im Osten der Insel Frioul (Îles du Frioul)

Die Frioul-Inseln (französisch Îles du Frioul) sind eine Inselgruppe,
die vier Kilometer westlich der französischen Hafenstadt Marseille im
Mittelmeer liegt. Sie bilden das Quartier Les Îles im 7. Arrondissement
von Marseille.

Calanque du Cap Frioul

Tour de l'Ile Pomègues

Inselbewohner

Tour de l'Ile Pomègues

Die Inseln Pomègues und Ratonneau sind mit dem Damm Digue de Berry –
oder nach dem Herzog von Berry auch Berry-Deich genannt – miteinander
verbunden. Das Bauwerk wurde in den Jahren 1822 bis 1824 im Auftrag der
französischen Regierung nach den Plänen von Michel-Robert Penchaud
(1772–1833), Architekt der Stadt Marseille und des Départements
Bouches-du-Rhône errichtet.

Fort de Ratonneau: Am höchsten Punkt der Insel gelegene Ruine einer Festung aus dem 19. Jahrhundert mit Panoramablick.

Pointe Escourbidon mit Chateau d'If und Basilique Notre-Dame de la Garde

Kathedrale von Marseille (Cathédrale la Major)

Pharo-Palast (Palais du Pharo) und Monument aux héros et victimes de la mer

Kathedrale von Marseille (Cathédrale la Major): Große neobyzantinische
Kathedrale aus dem 19. Jh. mit opulentem Innenraum mit Wandbildern,
Mosaiken & Marmor.

Die Kathedrale von Marseille (Cathédrale Sainte-Marie-Majeure de
Marseille, meist Cathédrale de la Major) ist die Bischofskirche der
römisch-katholischen Erzdiözese Marseille in der französischen Stadt
Marseille. Das ab 1852 erbaute monumentale neoromanisch-byzantinische
Gotteshaus steht am Westrand der Altstadt oberhalb des Quai de la
Joliette. Entworfen wurde es von Léon Vaudoyer und Henri-Jacques
Espérandieu. Bei seiner Vollendung 1896 erhielt es den Titel einer
Basilica minor. Seit 1906 steht die Kathedrale als Monument historique
unter Denkmalschutz.
Die Fassade besteht aus einer imposanten, 20 Meter hohen Vorhalle, die
von zwei Glockentürmen flankiert wird. Über der Vorhalle befinden sich
sieben Statuen. Bischof Charles Place legte deren Anordnung fest. Im
Zentrum steht Jesus von Guillaume. Zu seiner Linken befinden sich der
Heilige Paulus von Tournier, der Heilige Maximin von Gaudran und die
Heilige Martha von Cabuchet. Rechts vom Erlöser stehen der Heilige
Petrus von Pascal, der Heilige Lazarus von Maniglier und die Heilige
Maria Magdalena von Allard.

Die heutige Marienkathedrale von Marseille ist eine dreischiffige
Emporenbasilika von 141 m Länge mit einem 50 m breiten Querhaus und
einer Vierungs-Kuppel von 60 m Höhe. Auch die Querhausarme und der
langgestreckte Umgangschor tragen Kuppeln. Sie vor allem erzeugen den
byzantinischen Gesamteindruck. Die Apsis ist von einem Kapellenkranz
umgeben. Am Apsisscheitel ist die Marienkapelle mit dem Grab des 1995
heiliggesprochenen Bischofs Mazenod angefügt; auch sie trägt eine
Kuppel. Flankiert wird der Chor von der Herz-Jesu- und der
Lazarus-Kapelle. Der Westbau – geografisch im Süden – ist als
Portalriegel mit hohem Zentralbogen, zwei aufgesetzten,
kuppelhaubenbekrönten Glockentürmen und reichem Skulpturenschmuck
gestaltet. Prägende Gestaltungselemente des Gesamtbaus sind der
streifenweise Wechsel von hellem und dunklem Werkstein sowie die
Kombination von Rundbögen mit Dreiecksgiebeldächern.
Im Inneren der Vorhalle befinden sich auf jeder Seite sechs weitere
Statuen, von innen nach außen: der Heilige Cannat, Bischof von
Marseille, von Moulin; Urban V., Papst, von Tournier; der Heilige
Viktor, Märtyrer, von Captier; auf der anderen Seite der Heilige
Mauront von Gaudran; der Heilige Serenus von Gautherin; und der Heilige
Theodor von Pascal. Das Gewölbe der Vorhalle ist mit Mosaiken verziert.
Im Zentrum befindet sich ein Kreuz, flankiert von zwei Tauben und den
griechischen Buchstaben Alpha und Omega: Anfang und Ende. Der
Hintergrund zeigt Marienfiguren und Sterne zu Ehren Marias.

Auch der Innenraum erhält seine Wirkung durch die byzantinisierenden
Kuppeln und Bögen und durch den farblichen Wechsel der Steinlagen. In
die drei von massiven Pfeilern getragenen Jochbögen des Langhauses sind
Emporen eingezogen, die von je zwei schlanken Säulen getragen werden.
Chor und Vierungsbereich sind mit figürlichen und ornamentalen Mosaiken
ausgestattet. Der übrige Bauschmuck ist eher karg; er blieb hinter den
Planungen zurück. In Hauptblickrichtung steht das große neuromanische
Altarziborium mit dem ursprünglichen Hochaltar. Davor befindet sich im
Chorbogen die nachkonziliare Altarinsel. Die wirkungsvoll platzierten
Skulpturen im Hauptraum und in den Kapellen sind qualitätvolle Arbeiten
des späten 19. Jahrhunderts.

Léon Vaudoyer entwarf für Marseille ein Monument, das das maritime und
mediterrane Erbe der Stadt widerspiegeln sollte. Der Stil ist romanisch
(Rundbögen, Kuppeln, Rippengewölbe), während der Wechsel von dunklem
Stein (aus dem toskanischen Golfalina) und weißem Stein (aus Calissanne
am Étang de Berre) an orientalische Bauwerke erinnert.
Beim Betreten der Kathedrale erkennt man die drei Joche des Langhauses
zu beiden Seiten. Weiter hinten, in einem Lichthof, befinden sich
Querschiff und Chor. Dahinter liegen Ziborium und Altarraum. Die
Kuppeln des Langhauses und der Apsis sind in einem goldähnlichen
Farbton gestrichen. Ursprünglich hatte der Architekt Revoil Mosaiken
als Decke vorgesehen. Leider reichten die Mittel dafür nicht aus!

Die Kathedrale ist 142 Meter lang und an ihrer breitesten Stelle im
Querschiff 54 Meter breit. Die Hauptkuppel ragt 70 Meter in die Höhe
und hat einen Durchmesser von 17,70 Metern. Sie wird von zwei
Nebenkuppeln über dem Querschiff flankiert. Eine vierte Kuppel befindet
sich weiter hinten über dem Ziborium, während die fünfte über der
Marienkapelle thront. Zwei kleinere Kuppeln krönen die beiden
Glockentürme der Eingangshalle, die in den Narthex führt. Links
befinden sich die Taufbecken, rechts das Denkmal für die Verstorbenen.
Das Hauptschiff ist 50 Meter lang und 25 Meter breit und besteht aus
drei identischen Jochen.
Das Gebäude, das den Hafen von Joliette überblickt, ist aus weißem
Quaderstein aus Calissanne errichtet, der sich mit grünem Stein aus
Golfalina bei Florenz abwechselt. Dieser Farbwechsel erinnert an den
byzantinischen Stil, während die Rundformen, die Kuppeln und das Fehlen
von Strebebögen romanisch sind. Es handelt sich um ein Bauwerk im
romanisch-byzantinischen Stil.

Christus und die heilige Veronika, Auguste Carli (1868 Marseille – 1930 Paris)
Auf dem Kreuzweg wischt Veronika dem leidenden Christus das Gesicht ab.
Die Statue wurde 1900 in Paris ausgestellt, vom Staat erworben und im
Musée des Beaux-Arts in Carlis Geburtsstadt deponiert. 1952 wurde sie
auf der Esplanade von Notre-Dame de la Garde aufgestellt. Die Skulptur
erregte so große Bewunderung, dass eine Replik durch Spenden in Auftrag
gegeben und der Kathedrale geschenkt wurde.
Carli stellte in einer pyramidenförmigen Komposition, deren Sockel mit
der Landschaft verschmilzt, die angespannte Muskulatur Christi und die
innerliche Trauer Veronikas mit großer Ausdruckskraft dar. Auguste
Carli studierte an der École des Beaux-Arts in Marseille und Paris. Er
schuf verschiedene Skulpturen im öffentlichen Raum (z. B. den
Amphitrite-Brunnen in Marseille). Sein Bruder François (1872–1957) war
ebenfalls Bildhauer und Formenbauer; sie hatten eine Werkstatt (Rue
Jean Roque 6, 1. Arrondissement), die sowohl Ausstellungs- als auch
Arbeitsstätte war, in der Nähe der Kunsthochschule von Marseille.

Das Sanktuarium der Kathedrale
Die gestuften Sitzreihen, die sich über die gesamte Breite des
Querschiffs erstrecken, ermöglichen den Zugang zum Sanktuarium und zum
Umgang. Der Hochaltar,
bestehend aus einem Grabmal und einer gestuften Sitzreihe, ist aus
Carrara-Marmor gefertigt. Er wurde nach der Fertigstellung der
Kathedrale im Jahr 1896 aufgestellt. Das Grabmal weist drei Bögen mit
Mosaiken auf Goldgrund auf, die durch Pilaster und vergoldete
Bronzekapitelle getrennt sind. Die gestufte Sitzreihe ist identisch
verziert.
Der Ziborium umgibt den
Hochaltar. Er besteht aus vier identischen Säulen, Giebeln und einer
Kuppel mit Laterne. Die Säulen sind aus tunesischem Onyx gefertigt. Sie
ruhen auf grauen Marmorsockeln, an deren Basis Delfine dargestellt
sind, die einen Fisch im Maul halten – ein Symbol für Christus, das den
Katakomben entlehnt ist. Über den vier Säulen ist auf dem steinernen
Gebälk ein vergoldeter Bronzefries mit emaillierten Palmetten zu sehen.
Ein vergoldeter Bronzebaldachin verbindet die Gebälke. Der Giebel ist
mit polychromen Mosaiken mit symbolischen Motiven, Tauben und anderen
Darstellungen verziert. Ein durchbrochenes griechisches Kreuz krönt den
Ziborium und ruht auf einer blau emaillierten Kuppel. Der Innenraum ist
mit Mosaiken geschmückt, darunter ein Lotusmotiv mit einem Kreuz in der
Mitte. Der Entwurf für dieses Ensemble stammt von Revoil. Die
Ausführung erfolgte unter der Leitung von Errard, wobei Cantini und
Galinier die Marmorarbeiten, Granoux die Bronzen und die Musiva
Venezianna die Mosaiken ausführten.
Es sei angemerkt, dass der Ziborium 1931 um einige Meter nach hinten
versetzt wurde, um Platz für den Einbau einer neuen monumentalen Orgel
zu schaffen. Das Sanktuarium umfasst den gesamten Presbyteriumsraum:
die Kathedrale, den Bischofssitz und die Chorgestühle der Kanoniker und
Priester, die den Bischof umgeben. Der Bischofssitz aus vergoldetem
Holz war ein Geschenk von Kaiser Napoleon III. an Bischof Eugène de
Mazenod, den damaligen Bischof von Marseille.

Ostflügel
„Der Engel des Traums", Originalkunstwerk 2025, Künstlerin: Sylvianne ADLOFF
„Hab keine Angst, Maria in dein Haus aufzunehmen." Der Engel des
Traums, der Engel des Herrn, hüllt den heiligen Josef in die Sanftmut
Gottes, symbolisiert durch das Tuch, und flüstert ihm zu, dass das
Kind, das Maria trägt, das Werk des Heiligen Geistes ist. „Er wird
Jesus genannt werden, das heißt: Der Herr rettet."
Der heilige Josef, Ehemann
Marias und Ziehvater Jesu. Seine Aufgabe war es, „wie ein Vater über
Jesus zu wachen“. Doch der Herr wollte, dass das Oberhaupt der Heiligen
Familie von Nazareth diese Rolle auch weiterhin in der Kirche, dem Leib
Christi, ausfüllt. Wenn Maria die Mutter der Kirche ist, so ist Josef
ihr Beschützer. Deshalb ist sein Gedenktag ein Hochfest in der
Liturgie. Durch seinen Glauben und seine Hingabe an Gottes Willen, in
den schwierigsten Momenten, wie etwa bei der Aufnahme Marias in sein
Haus oder der Flucht nach Ägypten, um Jesus vor König Herodes zu
retten, ist er ein ständiger Begleiter jedes Christen. Er wird auch als
Schutzpatron eines seligen Todes angerufen, da er einer sehr alten
Überlieferung zufolge in seinen letzten Augenblicken von Jesus und
Maria begleitet wurde. Das Fest des heiligen Josef wird am 19. März
gefeiert. Am 1. Mai gedenkt die Kirche des heiligen Josef des Arbeiters.

Altar in der Lazaruskapelle

Am Ende befindet sich die axiale Kapelle, die sogenannte Marienkapelle,
die ursprünglich Maria geweiht war. Sie liegt direkt unter der fünften
Kuppel der Kathedrale und bildet mit ihrem Narthex einen in sich
geschlossenen Bau, ähnlich der alten Hauptkathedrale, deren Ostwand
noch erhalten ist.
Die Kapelle wurde nie mit Mosaiken fertiggestellt. Ein roter
Farbanstrich bedeckt die Wände und hebt die vier Engel an den
Pendentifs der Kuppel hervor. In der Kapelle befindet sich das Grab von
Émile Mazenod, Bischof von Marseille von 1837 bis 1861. Die Steine
wechseln sich hier mit weißem und grünem Marmor ab. Unterhalb der
Kapelle liegt eine Krypta, die über eine Treppe im Altarraum zugänglich
ist.
Die Kapelle der Jungfrau Maria und das Grabmal des Hl. Eugen von Mazenod (1782–1861)

Der Altar, auf dem sich eine Kopie des Heiligen Grabtuchs befindet

Im westlichen Querschiff trägt ein der Jungfrau Maria geweihter Altar die Mariä-Himmelfahrt-Statue aus dem 18. Jahrhundert.
Westflügel: Mariä Himmelfahrt

Kreuzwegstation #3: Jesus fällt zum ersten Mal

Das Hauptschiff der Kathedrale von Marseille
Beim Betreten durch das Hauptportal eröffnet sich ein umfassender Blick
auf die Tiefe des Altarraums, das Licht des Querschiffs und die Weite
der von Galerien gekrönten Schiffe. Drei gewaltige Joche bilden das
Hauptschiff. Es ruht auf Pfeilern, deren Stein- und Marmortöne in Rot-
und Hellockertönen wechseln. Getragen werden sie von halbrunden Bögen,
die in einem quadratischen Grundriss angeordnet sind und so ein
Kreuzgewölbe bilden, das den Schub ohne äußere Pfeiler oder
Strebepfeiler aufnimmt.
Die Seitenschiffe, die in die Pfeiler eingelassen sind, tragen die
Galerien. Diese wiederum werden von einem dreifachen Arkadengang
getragen, der auf monolithischen Säulen aus dunklem Porphyr ruht. Diese
bilden einen Kontrast zu ihren Basen und Kapitellen aus kühlem Stein.“
Die Pracht der Mosaiken an den Gebälken und die weißen Marmorbaluster
der Galerien bilden einen prachtvollen Auftakt zum Heiligtum.

Die Orgel wurde 1931 von den Orgelbauern Michel-Merklin und Kuhn
erbaut, und zuletzt 2001 von dem Orgelbauer Lestrez umfassend
überarbeitet. Das Instrument hat 61 Register auf drei Manualen und
Pedal. Die Trakturen sind elektrisch.

Das Baptisterium
Christus bot allen Menschen die Taufe
an, damit alle das Leben in Gott haben. Er vertraute sie seiner Kirche
zusammen mit dem Evangelium an, als er zu seinen Aposteln sagte: „Geht
nun hin und macht alle Völker zu Jüngern, indem ihr sie tauft auf den
Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Matthäus
28,19–20).
Das Wort „Taufe“ stammt von einem griechischen Verb, das „eintauchen“
bedeutet. Getauft zu werden heißt, in den Tod und die Auferstehung
Christi eingetaucht zu werden; es ist ein Übergangsritus. Christus
ähnlich werdend, werden wir durch den Heiligen Geist Kinder desselben
Vaters und Brüder und Schwestern Jesu Christi. Die Taufe ist das
Sakrament der Geburt in das christliche Leben: Gekennzeichnet mit dem
Kreuzzeichen und im Wasser untergetaucht, wird der Neugetaufte zu neuem
Leben wiedergeboren. Als Christ kann der Neugetaufte im Geist Gottes
leben. Die Feier der Taufe gipfelt in der Untertauchung im Wasser,
begleitet von den Worten: Ich taufe dich im Namen des Vaters und des
Sohnes und des Heiligen Geistes.

Tympanon mit seiner Rosette, eingerahmt von Darstellungen Bethlehems
und des Sterns von Bethlehem auf der linken Seite sowie der Stadt
Jerusalem auf der rechten Seite. Diese beiden in Mosaiken ausgeführten
Motive erinnern an die Geburt und den Tod Jesu. In den Zwickeln des
Archivoltenbogens der Haupttür und der Galerie sehen wir links den
Lebensbaum mit dem Kreuz und der Inschrift „Ego sum vita“ (Ich bin das
Leben) und rechts den Phönix mit der Inschrift „Ego sum resurrectio“
(Ich bin die Auferstehung) – Worte, die Jesus an Martha und Thomas
richtete. Die Mosaiken der Vorhalle wurden von Francesco und Camille
Mora aus Nîmes geschaffen.

Die Haupttür ist nicht weniger prachtvoll als die umliegenden
Kunstschätze. Roter und weißer Marmor, der kunstvoll gestaltete
Archivoltenbogen und die Bronze der Eichentüren bilden einen
prachtvollen Rahmen für die Krönung Mariens, die im Tympanon der Tür
dargestellt ist.

Kathedrale von Marseille (Cathédrale la Major) und die Statue von Monseigneur Belsunce
Henri François-Xavier de Belsunce de Castelmoron (1671-1755), Bischof von Marseille

Fotospot auf der Espl. Jean-Paul II, 13002 Marseille, Frankreich

Vieux-Port de Marseille et Basilique Notre-Dame de la Garde

Notre Dame de la Garde (Basilique Notre-Dame de la Garde): Große
neobyzantinische Kathedrale aus dem 19. Jh. mit opulentem Innenraum mit
Wandbildern, Mosaiken & Marmor. Aufgenommen vom Fort Saint-Jean.
Was man dem Bild nicht ansieht ist die Langzeitbelichtung von 30
Sekunden durch den ND4000. Dank eines flachen Steinsockels konnte ich
die Kamera gut auflegen, da ich mein Stativ am Eingang zum
Plateaugarten abgeben musste. Wie mir die Wächterin zu verstehen gab,
ist die Mitnahme von Stativen gefährlich, auch wenn dies nicht auf der
ausgehängten und umfangreichen Tafel an verbotenen Gegenständen genannt
wird. Nach einer längeren Diskussion mit drei weiteren Festungswächtern
und auch deren Oberaufseherin kamen wir schießlich überein, dass ich
zwar jedem meine Kamera auf den Kopf schlagen könnte, aber mein Stativ
beim Eingang verwahrt bleiben muss.

Passerelle vom Fort Saint-Jean zum Mucem

Tour du fanal: Imposanter Turm von 1644, der Schiffe in den Hafen
leitete, heute ein Panorama-Aussichtsturm für Besucher und das Museum
Bâtiment Georges Henri Rivière

Sonnenuntergang am Le vieux Port

Pharo-Palast (Palais du Pharo) und der Bd Charles Livon

Statue von Milon de Crotone am Cours Honoré d'Estienne d'Orves beim Cours Jean Ballard

Opéra de Marseille zwischen Rue Molière, Rue Corneille und Rue Saint-Saëns

Bahnhof Marseille-St-Charles

Escalier Gare Saint-Charles

Die Edmond Dantes im Alten Hafen (Le vieux Port)
Kapazität: 160 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder / Länge: 24 Meter / Geschwindigkeit: 20 Knoten
Edmond Dantès: Hier begegnen wir einem fiktiven Helden und einem realen
Ort, der jedem durch die berühmte Geschichte von Edmond Dantès,
gefangen im Schloss If, bekannt ist. Alexandre Dumas' Roman, 1844
vollendet, war ein internationaler Erfolg.

L'Ombrière de Norman Foster: Pavillon von Norman Foster mit polierter
Stahloberfläche, auf der sich die Fußgänger darunter spiegeln.

Rathaus Mairie de Marseille und Hôtel Dieu Intercontinental Marseille

Rathaus Mairie de Marseille und Hôtel Dieu Intercontinental Marseille

Cours Belsunce in Marseille, Frankreich

Notre-Dame de la Garde, im Volksmund La Bonne Mère – „die gute Mutter“,
ist eine Marien-Wallfahrtskirche in Marseille. Sie wird jährlich von
zwei Millionen Menschen besucht. Das neuromanisch-byzantinische
Gotteshaus steht auf einer 161 m hohen Anhöhe und ist ein weithin
sichtbares Wahrzeichen der Stadt. Die Kirche wurde an der Stelle einer
mittelalterlichen Kapelle ab 1853 nach Plänen von Henri-Jacques
Espérandieu erbaut und am 4. Juni 1864 durch den Kurienkardinal Clément
Villecourt geweiht. 1879 erhielt sie den Rang einer Basilica minor.

Erst 1866 fand die große Glocke Marie-Joséphine dort ihren Platz. Es
folgte die Anfertigung und Aufstellung der 11,20 m hohen Marienstatue
auf der Turmspitze, ein Entwurf von Eugène-Louis Lequesne, ausgeführt
von der Firma Christofle als feuervergoldete Galvanoplastik. Sie war
1870 vollendet.

Auf dem dreieckigen Felsplateau des Hügels La Garde, der später der
Kirche den Beinamen gab, ließ ein Marseiller Priester Pierre im Jahr
1214 eine kleine Marienkapelle errichten.

Der Bau der neuen Kirche musste wegen Geldmangels mehrfach unterbrochen
werden. 1861 war die in den Felsen gehauene Krypta fertiggestellt. Bei
der feierlichen Weihe der Oberkirche, die Kardinal Villecourt im Juni
1864 in Anwesenheit von 41 Bischöfen vornahm, war der Glockenturm noch
unvollendet.

Weitere Jahrzehnte nahm die aufwendige Innenausstattung, vor allem die
großflächigen Mosaiken, in Anspruch. Am 26. April 1886 weihte Kardinal
Charles Martial Lavigerie den Hauptaltar. Das Jahr 1897 mit dem Einbau
der schweren Bronzeportale markiert die Vollendung der Basilika
Notre-Dame de la Garde.

Die Basilika ist nach Südosten ausgerichtet. Im Nordwesten befindet
sich, oberhalb der Doppeltreppenanlage, die zur Stadt hinunterführt,
der quadratische, statuenbekrönte Glockenturm mit dem Hauptportal. Die
Maße der Kirche sind verhältnismäßig bescheiden. Die äußere Länge
beträgt 52,50 m, die äußere Breite nur 16,80 m. Der Turm ist bis zur
Engelsgalerie 41 m hoch. Mit der Marienfigur und der Laterne, die sie
trägt, erreicht er eine Höhe von 65 m.

Die Basilika ist eine Wandpfeilerkirche auf rechteckigem Grundriss. Das
Hauptschiff umfasst drei Joche, die statt von Seitenschiffen von
Kapellen flankiert und mit flachen, unter dem Satteldach verborgenen
Kuppeln überwölbt sind. Die von außen sichtbare Hauptkuppel auf
oktogonalem Tambour steht über einer nur angedeuteten Vierung, an die
sich unmittelbar die Apsis anschließt. Das Mauerwerk besteht außen und
innen aus farblich kontrastierenden Schichten, die wesentlich zum
orientalischen Charakter des Gebäudes beitragen.


Die Kirche verfügt über drei Orgeln. Die Hauptorgel wurde 1927 von den
Orgelbauern Michel-Merklin & Kuhn erbaut. Das Instrument hat 27
Register auf zwei Manualen und Pedal.

Im Inneren beeindruckt vor allem der reiche figürliche und ornamentale
Mosaikenschmuck auf Goldgrund, der sich an Vorbildern aus Ravenna und
Rom orientiert. Er bedeckt die gesamte Apsis, die Vierungs- und die
Langhauskuppeln sowie die Seitenkapellen. In der Oberkirche und in der
Krypta befinden sich insgesamt fünf Marienstatuen aus verschiedenen
Epochen und Materialien, außerdem weitere Heiligenstatuen, die von
Joseph Marius Ramus geschaffen wurden. Zur Ausstattung gehören auch die
zahlreichen Votivgaben, die von Gebetserhörungen erzählen.

Basilika Notre Dame de la Garde (Basilique Notre-Dame de la Garde):
Prächtige Basilika am höchsten Punkt der Stadt, gekrönt von der
goldenen Marienstatue von Lequesne.

Le vieux Port et Port de Marseille

Église Saint-Vincent de Paul et Palais Longchamp

Stade Vélodrome (Orange Vélodrome): Neu gestaltetes Stadion von Olympique Marseille mit einem auffälligen, wellenförmigen Dach.

Citadelle de Marseille (Fort Saint-Nicolas) und Pharo-Palast (Palais du Pharo)

Le vieux Port, Mairie de Marseille 13002, Hôtel Dieu Intercontinental Marseille

Von der Terrasse Mnt de la Bonne Mère hat der Besucher einen
eindrucksvollen Blick über die Stadt mit dem Alten Hafen (Vieux-Port)
und der Kathedrale von Marseille und auf das Mittelmeer mit den
Frioul-Inseln Ratonneau, Pomègues und dem Château d’If.

Chateau d'If et Îles du Frioul

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun:
Fährfahrt auf die Îles du Frioul, Marseille, 23. Februar 2026:
Flug Wien - Marseille, VIE-MRS, OS383, Februar 2026:
Flug Marseille - Wien, MRS-VIE, OS384, Februar 2026: