Amsterdam

Rundreise Niederlande, August 2021

Eher zufällig hat sich die Möglichkeit einer Rundreise Niederlande ergeben. Nach kurzer Planung stand Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Utrecht mit je zwei Nächten am Programm. Die größte Überraschung war gleich zu Beginn, dass das Königreich die weltweite, wellenartige Virenwarnung ganz anders handhabt, als mein Vaterland Österreich.

KLM Royal Dutch Airlines (niederländisch Koninklijke Luchtvaart Maatschappij, kurz KLM; deutsch „Königliche Luftfahrtgesellschaft“) ist die nationale Fluggesellschaft der Niederlande und die älteste noch existierende Fluggesellschaft der Welt. Die Fluggesellschaft hat ihre Basis auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol.

 Amsterdam, August 2021

Die OV-chipkaart (OV steht für Openbaar Vervoer, deutsch Öffentlicher Verkehr) ist eine Karte für den elektronischen Zahlungsverkehr und die Regelung der Zugangsberechtigung für den öffentlichen Verkehr in den Niederlanden.
Um die OV-Chipkarte als gültigen Fahrschein einsetzen zu können, muss jede Fahrt registriert werden. Dies geschieht am Start-, Ziel- oder Umsteigebahnhof durch Auslesen der Karte durch ein entsprechendes kontaktloses Kartenlesegerät des Verkehrsunternehmens, das die Beförderungsdienstleistung auf dem betreffenden Abschnitt erbringt. Dazu muss die Karte vor Fahrtantritt mit einem Saldo (in Euro)  aufgeladen werden.

Vorteil der OV-Chipkarte ist, dass sich der Reisende praktisch im gesamten Land mit einer Karte bewegen kann, ohne sich Gedanken über verschiedene Tarife und Zahlungswege machen zu müssen.

Was recht kompliziert klingt, ist dann doch recht einfach:
Als Tourist kauft man beim Automaten (nur Kartenzahlung möglich!) zuerst eine anonyme OV-Chipkarte um EUR 7,50 und lädt diese dann mit mindestens EUR 20,- auf, weil das der Minimumbetrag ist, um in einen Zug einsteigen zu dürfen. Die verfahrenen Kosten werden dann beim Auschecken am Ausstiegspunkt angezeigt.
Ich folgere daraus, dass man um maximal EUR 20,- ganz Niederlande mit der NS-Eisenbahn (Nederlandse Spoorwegen) durchqueren kann.

Bei der Ausreise kann man sich übrigens ein Restguthaben unter EUR 30,- wieder auszahlen lassen. Sehr schön!

 Amsterdam, August 2021


Das bemerkenswerteste bei der Anreise ist die vorhandene Unkontrolle. Vom Flugzeugsitz bis zur Unterkunft gab es keine Temperaturmessung, Impfnachweise, 3G-Kontrollen, ja nicht einmal einen Reisepass-Check. Niemand wollte beim Verlassen des Flughafens irgendwas von mir! Einfach rausmarschiert. Habe ich noch nie erlebt.

 Amsterdam, August 2021

Mein Quartier habe ich wie immer so gewählt, dass ich nachts durch die Innenstadt laufen kann. In Bahnhofsnähe kann ich beim IJ-tunnel auf meine Unterkunft blicken. Mein Schlafraum ist auf einem Hotelschiff und dort wirklich unter Deck.

 Amsterdam, August 2021

An der Ecke Oudeschans und Oude Waal steht der Montelbaanstoren, ein im 16. Jahrhundert als Teil der Stadtmauer erbauter Wachturm mit Glocken und einer Uhr aus dem Jahr 1606.

 Amsterdam, August 2021

Blick in die Waalseilandsgracht zur Buiten Bantammerstraat.

 Amsterdam, August 2021

Museum Het Rembrandthuis ist ein restauriertes Haus aus dem 17. Jh., Wohn- und Arbeitsstätte Rembrandts, mit einer Sammlung seiner Radierungen. Es befindet sich an der Jodenbreestraat.

 Amsterdam, August 2021

Am Zusammenfluss von Rokin und Amstel beim Muntplein ist der Munttoren (1620 wiedererrichteter, ursprünglich zur Stadtmauer gehörender Turm mit einem Glockenspiel) und das 5-Sterne Hotel 'De L'Europe Amsterdam'.

 Amsterdam, August 2021

Typische Häuserfront mit kippenden Fassaden in Amsterdam

 Amsterdam, August 2021

Nationale Opera en Ballet (vormals Het Muziektheater) ist ein Theatergebäude in Amsterdam, das eigens für die Aufführungen von Opern, Balletten, aber auch anderen Gattungen des Musiktheaters gebaut wurde. Den neuen Namen trägt das Gebäude seit 2014 nach dem Zusammenschluss von Het Muziektheater, De Nederlandse Opera und Het Nationale Ballet.
Das Gebäude wurde von den Architekten Wilhelm Holzbauer und Cees Dam entworfen und am 23. September 1986 offiziell eröffnet. Im Volksmund wird es Stopera genannt, da es zusätzlich von der Stadtverwaltung genutzt wird. Die Bezeichnung stellt eine Kombination von Stadthaus und Oper (Stadhuis en opera) dar.

 Amsterdam, August 2021

Von der Blauwbrug sieht man gut zur Magere Brug, einer nachts beleuchteten schmalen Brücke für Fußgänger und Radfahrer und beliebte historische Sehenswürdigkeit.

 Amsterdam, August 2021

Die Walter Süskindbrug über die Nieuwe Herengracht ist auch nett anzusehen.

 Amsterdam, August 2021

Rembrandtplein ist ein großer Platz in Amsterdam der 1876 nach dem Maler Rembrandt van Rijn benannt wurde. Der Platz war einst der Buttermarkt in Amsterdam. 1852 wurde hier im Beisein von König Wilhelm III. eine Statue von Rembrandt enthüllt und 1876 dann der Name des Platzes von Botermarkt in Rembrandtplein geändert.

 Amsterdam, August 2021

Dam Square Amsterdam ist ein zentraler Platz neben dem Königspalast und beliebter Treffpunkt seit dem 17. Jahrhundert. Außer dem 'Paleis op de Dam' (Koninklijk Paleis Amsterdam) ist dort ebenso 'De Nieuwe Kerk'.
Den absolut sehenswerte Palast hatte ich bereits besucht und einen eigenen Bericht gewidmet.

 Amsterdam, August 2021

Gegenüber vom Dam steht das Nationalmonument (Nationaal Monument), ein als Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs 1952 errichtetes nationales Denkmal aus weißem Travertin mit Reliefs.

 Amsterdam, August 2021

Das Nationalmonument ist ein niederländisches nationales Denkmal in der Amsterdamer Innenstadt auf dem Platz Dam, gegenüber dem Königlichen Palast. Es handelt sich um ein aus Beton und Travertin gefertigtes Monument mit einem 22 Meter hohen Obelisken und einer teilweise um diesen geschwungenen Gedenkmauer, das 1956 von dem Architekten J.J.P. Oud entworfen und von dem Bildhauer John Rädecker ausgeführt wurde. Die Reliefs sind von Paul Grégoire. Das Denkmal wurde zum Rijksmonument erklärt.

 Amsterdam, August 2021

Von der Sint Jansbrug blickt man über die Oudezijds Voorburgwal auf die Oude Doelenstraat.

 Amsterdam, August 2021

Ein kurzer Kontrollblick im Red-Light-District bestätigt, dass das Leihpersonal in den Kabinen noch immer einsatzbereit ist.

 Amsterdam, August 2021

Der Nieuwmarkt (Neumarkt) ist ein Platz (Plein) und Wohnviertel in der Innenstadt von Amsterdam mit zahlreichen Restaurants, Geschäften, Cafés, Bars, einem Warenmarkt und dem Rijksmonument De Waag.
Ein Rijksmonument (wörtlich „Reichsdenkmal“, im Sinne von Nationaldenkmal) ist ein mindestens 50 Jahre altes Kulturdenkmal in den Niederlanden, das wegen seiner Schönheit, seiner Bedeutung für die Wissenschaft oder seines kulturhistorischen Werts unter Denkmalschutz gestellt wurde.

 Amsterdam, August 2021

De Waag, das ehemalige Waagenhaus der Stadt Amsterdam, stammt aus dem 15. Jahrhundert und war ursprünglich mal ein Stadttor namens Sint Antoniespoort, das Teil der Stadtmauer war. Nachdem man die Stadt erweiterte und das Stadttor nicht mehr nützlich war, zog in das Gebäude die Stadtwaage ein. Schwere Gegenstände wie Kanonen oder Anker wurden hier gewogen. In den oberen Geschossen hatten sich verschiedene Zünfte niedergelassen. Auch die Chirurgen hatten in De Waag ihren Operationssaal. Rembrandt malte in diesem Saal sein berühmtes Gemälde Die Anatomiestunde von Dr. Nicolaes Tulp.

 Amsterdam, August 2021

An der Ecke Oudeschans und Oude Waal steht noch immer der Montelbaanstoren. Beim Blick in die Gegenrichtung erkennt man das Wissenschaftsmuseum NEMO im Hintergrund.

 Amsterdam, August 2021

NEMO ist ein Science Center in Amsterdam in der Nähe des Hauptbahnhofes. Das 1997 erbaute und von Renzo Piano entworfene Gebäude steht auf den Fundamenten des IJtunnels. Es bildet den Eingang des Tunnels und wird – wohl beabsichtigt – oft mit einem Schiff verglichen. Das Dach ist ein beliebter Treff- und Aussichtspunkt. Picknicke sind ausdrücklich erlaubt. Wenn sich nur wenige Besucher im Museum aufhalten, ist das Dach auch für Nichtbesucher geöffnet.

 Amsterdam, August 2021

Het Scheepvaartmuseum (wörtlich: „Das Schifffahrtmuseum“) ist ein Schifffahrts- und Rijksmuseum (Reichsmuseum) für die Geschichte der Seefahrt in Amsterdam. Seit 1973 befindet sich das Museum im Zeemagazijn (Seemagazin), dem früheren Magazin der Admiralität Amsterdam. Dieses monumentale Gebäude wurde von Daniel Stalpaert (1615–1676) entworfen und diente ursprünglich als Lagerhaus.

 Amsterdam, August 2021

Dies ist ein nachgebautes niederländisches Ostindienschiff, das direkt neben dem National Maritime Museum angedockt ist. Die Replik ist eine Kopie der niederländisch-ostindischen 'Amsterdam', die 1749 auf ihrer ersten Reise nach Asien in einem Sturm vor der englischen Küste nahe der Stadt Hastings zerstört wurde.

 Amsterdam, August 2021

Die 'Amsterdam' war das größte Frachtschiff der Niederländischen Ostindien-Kompanie oder VOC (auf Niederländisch: Vereenigde Oost-Indische Compagnie). Im 17. und 18. Jahrhundert wurden solche Schiffe verwendet, um nach Asien zu segeln und Waren wie Gewürze, Porzellan, Tee, Seide und Textilien aus Asien nach Europa zurückzubringen. Die durchschnittliche Reise dauerte etwa acht Monate. Alle Ostindienfahrer zusammen machten fast fünftausend Reisen.

 Amsterdam, August 2021

Im Januar 1749 verließ das ursprüngliche Amsterdamer Schiff die Insel Texel für seine erste Reise nach Batavia, dem heutigen Jacarta in Indonesien. Nach zwei Wochen auf der Nordsee geriet das Schiff im Ärmelkanal in einen Sturm. Während dieses heftigen Sturms brach das Ruder des Schiffes ab und Kapitän Willem Klump beschloss schließlich, das Schiff in der Nähe der englischen Stadt Hastings an den Strand zu legen, um die 333 Menschen, die Fracht und das Schiff zu retten. Nachdem das Schiff gestrandet war, begann es im weichen Schlamm zu versinken, aber nicht bevor die Besatzung und die wertvollsten Gegenstände der Schiffsladung – 28 Silberkisten – in Sicherheit gebracht worden waren.

 Amsterdam, August 2021

In gewisser Weise war es ein Glück, dass die 'Amsterdam' im Schlamm versank; es bewahrte viele der Gegenstände, die von der Besatzung verwendet wurden. Als es in den 1980er Jahren von Archäologen ausgegraben wurde, erwies sich das Schiffswrack als Zeitkapsel des täglichen Lebens an Bord eines Ostindienfahrers aus dem 18. Jahrhundert. Das Wrack der Amsterdam lieferte auch viele neue Einblicke in die niederländische Schiffbaupraxis des 18. Jahrhunderts. Mit Unterstützung der Stadtverwaltung von Amsterdam wurde beschlossen, diese neuen Erkenntnisse durch den Bau einer originalgroßen Nachbildung der 'Amsterdam' auf die Probe zu stellen. Der Bau begann 1985 und nach Fertigstellung des neuen Schiffes fand es seinen festen Liegeplatz neben dem National Maritime Museum in Amsterdam.

 Amsterdam, August 2021

Jedes Deck wurde umgebaut, um  einen Einblick in das tägliche Leben an Bord eines niederländischen Ostindienfahrers zu geben. Am engne Orlop-Deck schliefen die Matrosen. Im geräumigen Frachtraum wurden sowohl die Fracht als auch Proviant für die Besatzung gelagert . In den luxuriöseren Kapitänsquartieren und der Offiziersmesse wurden die wichtigen Besucher unterhalten und blieben die Schiffsoffiziere. Vom Achterdeck genießt man einen Panoramablick über Amsterdam, wie es vor mehr als 300 Jahren war.

 Amsterdam, August 2021

Der Kapitän verfügte über zwei Toilettenräume.

 Amsterdam, August 2021

Dimensionen der 'Amsterdam':
Länge des Kiels: 42,5 m
Länge vom Heck bis zur Bugspitze: 48 m
Breite: 11,5 m
Tiefgang: 5,5 m
Höhe: 56 m
Wasserverdrängung: 1.100 Tonnen
Anzahl Kanonen: 16

 Amsterdam, August 2021

Die Amsterdam war ein Handelsschiff des 18. Jahrhunderts unter der Flagge der Niederländischen Ostindien-Kompanie (V.O.C.). Das Schiff begann seine Jungfernfahrt am 8. Januar 1749 von Texel nach Batavia, geriet jedoch am 26. Januar 1749 in einen Sturm in der Nordsee und lief an der englischen Küste auf Grund. Hier musste es aufgegeben werden. Das Wrack wurde 1969 in der Nähe der Stadt Hastings wiederentdeckt und stellt das besterhaltene Wrack eines V.O.C-Schiffes dar; es ragt bei extremem Niedrigwasser aus dem es umgebenden Schlick gut sichtbar heraus. Einige der Wrackteile sind im Schiffswrackmuseum (Shipwreck and Coastal Heritage Centre) in Hastings ausgestellt. 1985 bis 1990 wurde eine Replik des Schiffes in den Niederlanden gebaut, das heute als Teil des Amsterdamer Schifffahrtsmuseums besichtigt werden kann.

Sehr zur Freude der Kinder (und damit auch deren Eltern) darf auf dem Schiff herumgelaufen und geklettert werden. Im Frachtraum wird Physik anhand der Hebetechnik mit Flaschenzug und Umlenkrollen anschaulich (be)greifbar gemacht. Top!

 Amsterdam, August 2021

Im Jahr 1650 wurden in Amsterdam drei künstliche Inseln („eilanden“) für Schiffswerften, Wohnungen und Lagerhäuser angelegt. Auf der Insel Kattenburg entstand das Zeemagazijn der Admiralität Amsterdam, das 1656 eröffnet wurde. Es diente als Lagerstätte für Kanonen, Schiffsausrüstungen und vieles andere mehr. 1791 wurde das Gebäude durch einen Brand verwüstet und 1795, nach dem Wiederaufbau, wurde das Zeemagazijn zum Lagerhaus der niederländischen Marine, was es offiziell bis zum Anfang der 1970er Jahre blieb.

 Amsterdam, August 2021

Der königliche Lastkahn: Vor 200 Jahren gab König Wilhelm I. den Bau eines königlichen Schiffes in Auftrag. Damals waren reich verzierte Ruderschaluppen ein „Must-have“ für europäische Monarchen. Als Seefahrernation par excellence passte ein königliches Ruderboot auch perfekt zu den Niederlanden. Neben der wunderschönen Royal Barge gibt es eine Präsentation über die Royal Barge und das Bootshaus. Zu entdecken sind alle feinen Veredelungen des goldenen Lastkahns und dass dieses Schiff nur für echte Royals gedacht war.

Die Royal Chaloupe oder Royal Barge kann mit der goldenen Kutsche verglichen werden, aber im Wasser. Das Schiff wurde von Cornelis Jan Glavimans für König Wilhelm I. entworfen und zwischen 1816 und 1818 auf der Marinewerft in Rotterdam gebaut. König Wilhelm I. hat es selbst nie benutzt. Es oblag König Wilhelm II., es bei seiner Amtseinführung im Jahr 1841 zum ersten Mal zu nutzen. Inzwischen wurde die Royal Barge etwa dreißig Mal für Staatsbesuche und andere offizielle Anlässe genutzt. Königin Juliana und Prinz Bernhard nutzten die Royal Barge zum letzten Mal anlässlich ihrer Silberhochzeit im Jahr 1962.

Mit einer Länge von siebzehn Metern ist die Royal Barge nicht nur lang, sondern auch sehr schlank und reich mit Blattgoldornamenten verziert. Neptun und seine drei Seepferdchen schmücken den Bug. Neptun ist natürlich das Symbol für die Größe des Staatsoberhauptes, aber auch für eine sichere Reise. Die Barkasse ist mit zahlreichen weiteren, kleineren Ornamenten wie Krabben und Wasserpflanzen geschmückt. Diese Ornamente haben alle ihre eigenen Geschichten. Die Royal Barge ist wirklich eine Augenweide, aber auch ihre Symbolik macht sie zu einem interessanten Objekt.

 Amsterdam, August 2021

Mit über fünfzig Meisterwerken aus der Sammlung des Museums erzählt die Hauptgalerie 'Republik auf See' die bemerkenswerte Geschichte der Niederlande als Seefahrernation.

 Amsterdam, August 2021

Noch ein Kommentar zum Geldverkehr: Ich habe den Eindruck, die Pandemie hat die Kartenzahlung nicht nur gesteigert, sondern dominiert den Alltag. Es ist im Grunde unmöglich Bargeld zu verwenden, egal ob Restaurant, Museum, Hotel oder Kaffeehaus. Die Annahme wird schlicht verweigert.
Und ich wahrsage weiters, dass diese Bequemlichkeit (für Anbieter) auch bleiben wird.

Nachdem zB. Museen auch vorgebucht und online bezahlt werden müssen (keine Alternative!), macht das spontane Besuche mit Bargeld in der Hand unmöglich. Ärgerlich.

 Amsterdam, August 2021

Figur eines afrikanischen Mannes, Porzellan mit Emaille. China, Kangxi-Zeit (1662-1722), ca. 1720.

 Im Auftrag eines wohlhabenden Europäers wurde diese Figur
von einem chinesischen Porzellanhersteller in schwarz modelliert -  bemaltes Porzellan (famille noire) . Afrikaner wurden in China selten gesehen; das Ergebnis ist eine Mischung aus Vorurteilen und Fantasie. Die Statue verfügt über typische chinesische Elemente wie die Kleidung und Lotusblätter, während die Sonne auf seiner Stirn ist ein Hinweis auf den afrikanischen  Kontinent ist. Die goldenen Ringe sind ein klarer - europäischer - Hinweis auf Sklaverei,  die es in China nicht gab.

 Amsterdam, August 2021

Dies ist eine Ausstellung, die im Mai 2019 im National Maritime Museum Amsterdam eröffnet wurde. Gezeigt werden Marinemalereien und Porträts, die Schlachtgeschichten erzählen, Modellschiffe wie ein niederländischer "Kriegsmann", der seine vielen Kanonen zeigt, eine dekorative Freizeit-Schleppjacht, antike Globen, Kunstwerke, echte Waffen wie eine Kanone oder ein Schwert und eine geborgene Kanonenkugel von Wehrmauern.

 Amsterdam, August 2021

Kelch aus Glas von David Wolff (1732-1798),  Den Haag, 1784

 Dieser Kelch wurde graviert mit dem Porträt des Konteradmirals Johan Arnold Zoutman (1725-1793).
 Zoutman kommandierte das Holländische Geschwader in der Schlacht von Dogger Bank. Das Ergebnis war unentschieden, wurde jedoch in der niederländischen Republik als großer Sieg gefeiert.
 Alle Arten von Objekten, von Dogger Bank Bänder bis zu einem Dogger Bankspiel wurden zum Gedenken  an diese Seeschlacht gemacht.

 Amsterdam, August 2021

Die Entwicklung von Yachtmodellen im Laufe der Jahrhunderte sind im Ostflügel des National Maritime Museum zu sehen. Schon im 17. Jahrhundert liebten es Menschen, die es sich leisten konnten, ihre reich verzierten Yachten zur Schau zu stellen. Diese Ausstellung von Schiffsmodellen zeigt ein schönes Bild luxuriöser Sportboote im Wandel der Zeit. Jede Replik ist exquisit. Yachten aller Art: Boyer, Rundboden und mehr. In vielen Fällen waren sie genauso kunstvoll wie das Original gefertigt, mit allen Dekorationen bis ins kleinste Detail.

 Amsterdam, August 2021

Zur Erinnerung an die glorreichen Zeiten des Erschlagens, Erstechens und Dahinmetzeln von Meeressäugern gibt es einen eigenen Raum zum Thema Walfang.

 Amsterdam, August 2021

Gelria (Schiff, 1913), ein 1913 in Dienst gestelltes Passagierschiff des Koninklijke Hollandsche Lloyd.

 Amsterdam, August 2021

Der seit 2011 überdeckte Hof, Open Pleyn, des Scheepvaartmuseums.

 Amsterdam, August 2021

Poffertjes werden als Niederländische Mini-Pfannkuchen übersetzt. Für mich sieht das wie Waffel und Macarons aus und zu denen habe ich wegen dieser Sache damals in Paris ein gestörtes Verhältnis.

 Amsterdam, August 2021

Amsterdam Centraal ist der Hauptbahnhof der niederländischen Hauptstadt Amsterdam. Mit etwa 200.000 Fahrgästen am Tag ist der Amsterdamer Hauptbahnhof nach dem Bahnhof Utrecht Centraal der am zweitstärksten frequentierte Bahnhof der Niederlande.

1875 bekamen der Architekt P. J. H. Cuypers und der Ingenieur A. L. van Gendt den Auftrag für einen Entwurf des Empfangsgebäudes. Es besteht aus rotem Backstein mit Dekorationen aus Naturstein und ist im Stil der Neorenaissance gehalten. Der etwas vorspringende Haupteingang wurde von Cuypers bewusst als „Stadttor“ (Stadspoort) mit zwei Türmen entworfen, wodurch die Reisenden den Eindruck bekommen, durch „das Tor“ die Stadt zu betreten. Die Verzierungen der Türme zeigen Szenen von dem damaligen Handel, der Industrie und der Schifffahrt.

 Amsterdam, August 2021

Amsterdam Centraal wurde auf drei künstlichen Inseln gebaut und steht wegen des sandigen, feuchten Untergrundes auf rund 9000 Holzpfählen. Der Architekt Cuypers hatte zwar den Bahnhof entworfen, die beiden großen röhrenförmig anmutenden Bahnsteighallen entstammen jedoch einer Planung des Eisenbahn-Ingenieurs L.J. Eijmer. Die Fertigstellung der ersten Halle auf der Stadtseite erfolgte im Jahr 1889, die schmalere und längere Halle auf der IJ-Seite (zum Gewässer hin) wurde im Jahr 1922 fertiggestellt.

Der beleuchtete Turm ist der A’DAM Toren mit dem Aussichtsdeck A’DAM LOOKOUT auf der anderen Seite des IJ. Die Fähre, die den IJ alle paar Minuten in 130 Sekunden überquert, ist kostenlos!

 Amsterdam, August 2021

Am Oosterdok reiht sich das Wissenschaftsmuseum NEMO an das VOC-Schiff 'Amsterdam' und das Schifffahrtsmuseum 'Het Scheepvaartmuseum'.

 Amsterdam, August 2021

Einer dieser klassischen Fotostopps beim 'Cafe Aen't Water' von der Oudezijds Voorburgwal.

 Amsterdam, August 2021

Was so einladend rot strahlt ist ausnahmsweise kein Bordell, sondern das Café The Queen's Head.

 Amsterdam, August 2021

Hinter der niedlichen Brücke Zeedijk ist die Rückseite der Basilika St. Nikolaus (Basiliek van de Heilige Nicolaas).

 Amsterdam, August 2021

Die prächtige katholische Kirche Basilika St. Nikolaus (Basiliek van de Heilige Nicolaas) an der Prins Hendrikkade von Amsterdam Centraal gesehen.

 Amsterdam, August 2021

Das 'Grand Hotel Amrâth Amsterdam' liegt im monumentalen Scheepvaarthuis (1913–1916).
Dieses hundertjährige Jugendstilhotel mit Blick auf den Kanal befindet sich in einer ehemaligen Reederei.

 Amsterdam, August 2021

Die Brücke 'Mr. J.J. van der Veldebrug' verbindet Oosterdokskade (Hauptbahnhof) mit dem Wissenschaftsmuseum NEMO und ist für Fußgänger und natürlich auch für Radfahrer. In den Niederlanden ist vorrangig alles für Radfahrer. Man könnte neidisch werden.

 Amsterdam, August 2021

Noch ein letzte Blick auf Scheepvaarthuis, Basiliek van de Heilige Nicolaas und Sea Palace Restaurant, bevor es in die Koje auf mein Hotelschiff geht.

 Amsterdam, August 2021

Der kostenfreie Ausblick von der Dachterrasse des NEMO ermöglicht folgende Perspektiven. Die Aussicht ist günstig und gut, trotzdem hätte ich gerne auch das Museum NEMO besucht. Ohne Vorbuchung mit Termin und Online-Zahlung läuft in den Niederlanden aber gar nicht mehr, wer unangekündigt und/oder mit Bargeld auftaucht ist absolut  chancenlos. Sehr schade.

 Amsterdam, August 2021

Das 5-Sterne-Hotel 'Grand Hotel Amrâth Amsterdam' an der Prins Hendrikkade über die Open Havenfront.

 Amsterdam, August 2021

Die Basilika St. Nikolaus (Sint-Nicolaasbasiliek) ist eine römisch-katholische Kirche im Zentrum von Amsterdam. Der Architekt Adrianus Bleijs (1842–1912) entwarf die Kirche basierend auf einer Kombination von mehreren historistischen Stilen, insbesondere des Neo-Barock und der Neo-Renaissance.
Sie wurde zwischen 1884 und 1887 erbaut und schließlich am 7. Februar 1887 feierlich eingeweiht.

 Amsterdam, August 2021

Neben den Waffeln, die hier wie aus Belgien aussehen, haben die Niederlande schon ihre eigene Spezialität. Eine Stroopwafel (Sirupwaffel) besteht aus zwei runden, aufeinander liegenden Teigwaffeln mit einem Durchmesser von etwa 10 Zentimetern, zwischen denen sich eine Füllung aus Karamell befindet.
Die Stroopwafel wurde im 19. Jahrhundert in Gouda erfunden und wird traditionell mit Kaffee, Tee oder Kakao konsumiert. Mit Kaffee kann ich es auf jeden Fall empfehlen, aber Kaffee geht bei mir ja immer.

 Amsterdam, August 2021

Am Beursplein steht Beurs van Berlage, die große ehemalige Börse mit quadratischem Turm, heute Zentrum für Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen. An der Front lockt das Beurs van Berlage Grand Café.

 Amsterdam, August 2021

Wer an Amsterdam denkt, denkt sofort an Coffee Shops, Blumen oder „Sex, Drugs & Rock ’n‘ Roll“. Allen voran aber an Fahrräder – DAS Verkehrsmittel Nummer Eins in der niederländischen Metropole. In kaum einer anderen Stadt der Welt wird so viel Fahrrad gefahren wie in Amsterdam, und quer durch die City zieht sich ein Netz von Fahrradwegen, das mehr als 500 km umfasst. Aktuellen Schätzungen zufolge gibt es in Amsterdam ca. 880.000 Fahrräder. Somit übertrifft diese Zahl sogar die Einwohnerzahl, denn derzeit leben in der eigentlichen City von Amsterdam ca. 810.000 Menschen.

 Amsterdam, August 2021

Weiter geht es nach Den Haag.