Parma

Emilia-Romagna, Juni 2026

Parma ist eine oberitalienische Großstadt mit 200.000 Einwohnern am südlichen Rand der Po-Ebene am Fuß des Apennin. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und nach Bologna die zweitgrößte Stadt der Region Emilia-Romagna.

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Monumento a Giuseppe Verdi - Der monumentale Altar aus Bronze und Granit, dem Maestro der italienischen Musik gewidmet
Im Jahr 1913 beschloss Parma, das hundertjährige Geburtsjubiläum Giuseppe Verdis zu feiern. Der berühmte Komponist, im nahen Roncole geboren, war eine Quelle des Stolzes für Stadt und Region. Die Idee eines großen Denkmals entstand, um den Maestro und seine Musik zu ehren. Das Werk sollte ein Symbol der Größe Verdis und seiner Verbindung zur Heimat sein. Der Auftrag wurde dem Architekten Lamberto Cusani erteilt, der den Bau auf dem Platz vor dem Bahnhof begann. Der Palermitaner Bildhauer Ettore Ximenes wurde beauftragt, die Skulpturen aus Bronze und Granit zu schaffen. Ziel war es, ein majestätisches Werk zu schaffen, so hoch wie der Palazzo della Pilotta, das die Pracht des Verdi-Genies verkörperte. Vom imposanten Originalkomplex wurden nur der zentrale Altar, heute in Piazzale della Pace aufgestellt, und 9 der 28 Statuen gerettet. In der Mitte des ursprünglichen Halbkreises erhob sich ein monumentaler Altar aus Granit mit Bronzehochreliefs. Der vordere Teil stellte Giuseppe Verdi in Meditation dar, umgeben von den Musen, die ihm der Reihe nach Inspiration, Melodie, Gesang, Rhythmus des Tanzes, Liebe und Tod eingeben.

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Monumento al Partigiano - Seit den 1950er Jahren steht das Partisanendenkmal stolz auf der Piazzale della Pace in Parma, als Ehrung der italienischen Widerstandsbewegung und zum Gedenken an den Kampf gegen den Nationalsozialismus und Faschismus. Für die Realisierung des Denkmals wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, der schließlich dem Bildhauer Marino Mazzacurati und dem Architekten Guglielmo Lusignoli anvertraut wurde. Der gewählte Standort war von großer Bedeutung und starker Symbolkraft: Das Denkmal befindet sich gegenüber dem Palazzo della Pilotta, im Herzen der Stadt. Die offizielle Einweihung fand am 30. Juni 1956 mit einer großen Zeremonie im Beisein von Präsident Giovanni Gronchi und weiteren Staatsvertretern, mit dem Segen von Bischof Evasio Colli und Zehntausenden von Menschen statt.

Das Werk besteht aus zwei Statuen: Die erste zeigt einen sterbenden Partisanen. Er ist barfuß, sein Hemd ist offen, seine Hände sind auf dem Rücken gefesselt. Im Hintergrund ist die Mauer seiner Hinrichtung zu sehen, errichtet aus den Ziegeln eines Hauses, das bei den Bombenangriffen von 1944 zerstört wurde. Die zweite Statue stellt einen triumphierenden Partisanen dar, aufrecht stehend, bewaffnet mit einer Sten. Der Sockel ist aus einem großen Steinblock aus Sarnico gehauen. In den Darstellungen der beiden Partisanen werden zwei prägnante Momente des Widerstands eindrücklich hervorgehoben: der Kampf und das Martyrium.

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Das Teatro Regio di Parma ist ein Opern- und Theaterhaus in Parma. Im Auftrag von Maria Luigia (Marie-Louise von Österreich) und nach Entwürfen von Nicolò Bettoli wurde das Teatro Regio zwischen 1821 und 1829 erbaut. Die neoklassizistische Fassade besitzt einen Portikus mit zehn ionischen Säulen, eine doppelte Fensterreihe und beidseitig des Tympanons Verzierungen, die die Allegorien des Ruhms und der Leier darstellen. Das neoklassizistische Atrium führt zu den elliptischen Parketträumen, die 1853 von Girolamo Magnani gestaltet wurden und von vier Logenrängen und der Galerie umgeben sind. Die Besichtigung der inneren Einrichtung mit Bühnenbildern, Sälen, Decken und dem prächtigen Borghesi-Vorhang ist von großem Interesse. Der Kronleuchter wurde in Paris gefertigt und wiegt eine Tonne.

Das Teatro Regio wurde am 16. Mai 1829 mit der eigens für diesen Anlass komponierten Oper „Zaira“ von Vincenzo Bellini offiziell eröffnet. Die Opernsaison und das Verdi-Festival finden jedes Jahr statt, an denen international renommierte Künstler teilnehmen. Es gilt nach wie vor als eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt.

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Comune Di Parma & Palazzo del Podestà am Piazza Giuseppe Garibaldi

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Die Geschichte der Stadt geht bis auf die Etrusker zurück. Der römische Konsul Marcus Aemilius Lepidus gründete im Jahre 184 v. Chr. am rechten Ufer des Flusses Parma die Stadt Colonia Iulia Augusta Parmensis mit dem Status einer Römischen Kolonie. Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches wurde es von verschiedenen Mächten beherrscht: den Ostgoten, Langobarden, fränkischen Pfalzgrafen, dem Kirchenstaat, Mailand, den Herzögen Farnese, den Bourbonen, Habsburgern, wieder Bourbonen, Napoleon bis zu Marie-Louise von Österreich.

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Parco della Cittadella - Öffentlicher Park zum Spazierengehen und Joggen auf dem Gelände einer 5-eckigen Festungsanlage aus dem 16. Jh.

Eine fünfeckige Festung mit Wällen und Gräben wurde Ende des 16. Jahrhunderts von Alessandro Farnese nach dem Vorbild der Antwerpener Zitadelle von Francesco Paciotto erbaut. Die Festung wurde von den herzoglichen Ingenieuren Giovanni Antonio Stirpio de’ Brunelli und Genesio Bresciani in Zusammenarbeit mit Smeraldo Smeraldi errichtet. Sie diente als Kaserne, Gefängnis für politische Gefangene und wurde später in einen öffentlichen Park umgewandelt. Die Zitadelle bewahrt den fünfeckigen Grundriss der alten Gebäude sowie das Eingangsportal (1596), ein Werk von Simone Moschino, ausgeführt von Giovan Battista Carra. Unter dem Eingangsportal, rechts vom Eingang, befindet sich eine Stele mit dem Flachrelief-Porträt des Grafen Neipperg, möglicherweise ein Werk von Thomas Bandini.

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Chiesa Parrocchiale di San Pietro Apostolo
Die Kirche San Pietro wird erstmals in einer Urkunde vom 26. April 955 erwähnt. Sie wurde zwischen 1418 und 1492 unter der Leitung von Cristoforo Zaneschi vollständig im gotischen Stil neu erbaut. Ursprünglich wurde die Kirche von zwei Priestern betreut, doch 1516 wurde sie dem Stiftspastoral San Gerolamo anvertraut. 1707 ließen die Chorherren das Gebäude abreißen, um einen Neubau zu errichten, der von Ennemond Alexandre Petitot entworfen und 1762 fertiggestellt wurde. Die Wiedereinweihung erfolgte durch Alessandro Pisani, Bischof von Piacenza. 1978 wurde ein Fenster in die Fassade eingelassen, das Petitots ursprünglichem Entwurf entsprach. Die Kirche hat ein einschiffiges Kirchenschiff. Die Fassade ist mit den päpstlichen Symbolen der Tiara, der Schlüssel und der Girlanden verziert, die von Petitot entworfen und von Benigno Bossi in Stuck modelliert wurden.

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Die Decke des Kirchenschiffs und die Kuppel sind mit Fresken von Giovanni Antonio Vezzani geschmückt.

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Die erste Kapelle links beherbergt ein Altarbild mit der Darstellung der Verherrlichung des heiligen Josef von Alessandro Bernabei.

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Auf dem Hauptaltar befindet sich ein Gemälde, das Alessandro Mazzola zugeschrieben wird und die Madonna mit dem Kind und den Heiligen Petrus und Paulus zeigt.

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Basilica di Santa Maria della Steccata - Heilige Kirche in Form eines griechischen Kreuzes mit buntem, vergoldetem Innenraum und königlicher Gruft.

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Die Magistralbasilika Santa Maria della Steccata, seit 1718 Sitz des Konstantinischen Ordens vom Heiligen Georg, ist ein katholisches Marienheiligtum im Renaissance- und Barockstil. Sie befindet sich in der Strada Giuseppe Garibaldi 5 in Parma, Provinz und Diözese Parma. Das Gebäude wurde zwischen 1521 und 1539 errichtet und 2008 zur Basilica minor erhoben.

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Tommaso Bandini, Pietà

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Der große Bogen über dem Hauptaltar ist eines der Meisterwerke von Francesco Mazzola, genannt Parmigianino, das er zwischen 1533 und 1539 schuf. Auf der rechten Seite stellte er die "klugen Jungfrauen" mit brennenden Lampen dar, auf der linken Seite die "törichten Jungfrauen" mit erloschenen Lampen. Im Apsiskat hinter dem Hauptaltar wurde das Fresko der "Krönung Mariens" zwischen 1541 und 1547 von Michelangelo Anselmi nach Entwürfen von Giulio Romano geschaffen.

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Der Grundriss ist ein griechisches Kreuz mit Armen, die in halbrunden Apsiden enden. In den vier zurückgesetzten Ecken befinden sich ebenfalls Kapellen. Die Dekoration der Kuppel und der Trommel wurde 1560 Bernardino Gatti anvertraut, der in der Kuppel die Aufnahme Mariens mit einer Vielzahl von Heiligen und Patriarchen malte, während Christus zu ihr herabsteigt.

Kuppel mit der Himmelfahrt Mariens von Bernardino Gatti

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Das elegante Renaissancegebäude von Santa Maria della Steccata war die erste Kirche in Parma mit einem zentralen Grundriss. Der Name "Steccata" stammt aus dem 14. Jahrhundert, als sich an derselben Stelle ein Haus befand, in dem ein wundertätiges Bild des Heiligen Johannes des Täufers aufbewahrt wurde, das von einem Zaun umgeben war. 1392 wurde um dieses Bild ein Oratorium errichtet, das dem Heiligen (San Giovanni della Steccata) gewidmet war. Später wurde ein Fresko der "stillenden Jungfrau Maria mit dem Kind" hinzugefügt, das heute in der Kirche aufbewahrt wird.

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Die Anordnung der Fenster ist auf die Innenmalerei abgestimmt, und das Licht breitet sich allmählich im gesamten Kirchenraum aus: Die mittleren Joche sind etwas dunkler, die Apsis wird diffus und reichlich beleuchtet, und schließlich erstrahlt die Kuppel in intensivem Licht. In diesem Zusammenhang ist die Vergoldung der Querbalken und die Kupfervergoldung der Rosetten des Tonnengewölbes von großer Bedeutung.

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In den Seitenkapellen der Kirche befinden sich die Gräber von Sforzino Sforza (von G.F. D’Agrate, Kruzifixkapelle), Bertrando Rossi (von B. Spani, Bußkapelle) und Guido da Correggio (Kapelle des Heiligen Hilarius).

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JOHANNES PAUL II. UND DIE STECCATA
Während seines Besuchs in Parma im Jahr 1988 bezeichnete der Heilige Vater Johannes Paul II. das Heiligtum Santa Maria della Steccata als „die berühmteste der von Ihnen der Mutter Gottes geweihten Kirchen“.

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Der Palazzo della Pilotta beherbergt Complesso Monumentale della Pilotta - Palastanlage aus dem 16. Jahrhundert, heute mit Galleria nazionale di Parma, Teatro Farnese und 2 Museen.

Heute beherbergt die Gebäudegruppe das Archäologische Nationalmuseum Parma (Museo archeologico nazionale di Parma), die Kunsthochschule „Paolo Toschi“, die Biblioteca Palatina, das Bodonianische Museum, das Teatro Farnese und  die Galleria nazionale di Parma (Nationalgalerie Parma). Der Eintrittspreis von EUR 18,- ist am Besuchstag entfallen (yeah!), denn ... Festa della Repubblica (wörtlich Fest der Republik, auch Tag der Republik) ist der jedes Jahr am 2. Juni begangene Nationalfeiertag Italiens. Er erinnert an die Gründung der Italienischen Republik im Jahr 1946.

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Das Archäologische Nationalmuseum Parma (italienisch Museo archeologico nazionale di Parma) wurde 1760 als Ducale Museo d’antichità in Parma gegründet und ist damit eine der ältesten archäologischen Sammlungen der Welt.

DIE BRONZEZEIT IM RAUM PARMA
Funde aus den ersten Jahrhunderten der Bronzezeit (spätes 3. bis frühes 2. Jahrtausend v. Chr.) sind ausgesprochen selten: Statt einer entvölkerten oder nur sehr dünn besiedelten Region gehen wir heute eher davon aus, dass die Siedlungsgebiete dieser Phase in Tälern lagen, die heute tief begraben sind und daher nur selten ans Licht kommen. Die bedeutendste Entdeckung betrifft Bestattungen: Am südöstlichen Stadtrand von Parma wurden acht Hügelgräber entdeckt, der größte mit einem Durchmesser von 24 Metern, die anderen zwischen 8 und 13 Metern. In der Mitte jedes Hügels befand sich ein Begräbnis für eine einzelne Person, während weitere Leichen in den Gräben um die Hügel herum beigesetzt wurden. Südlich der großen Strukturen lagen zudem einige weitere einfache Gräber.

Ein charakteristisches Phänomen der ersten Jahrhunderte der Bronzezeit sind die Hortfunde, also Sammlungen von Metallgegenständen desselben Typs, meist Dolche, Äxte oder, seltener, Halsbänder. Insgesamt neun Hortfunde wurden entlang der Piemont-Linie zwischen Piacenza und Romagna entdeckt. Lange Zeit hielt man sie für Schätze oder Vorräte, die von Händlern und/oder Schmelzern versteckt wurden.

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Im Raum Parma wurden Dutzende Gräber aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. entdeckt, die der Kultur der quadratischen Vasen zuzuordnen sind. Die Verstorbenen wurden zusammengerollt auf der Seite liegend mit dem Kopf nach Osten in einfachen Erdgräbern beigesetzt. Nur wenige erhielten aufgrund ihrer Stellung oder ihres Alters Grabbeigaben: Vasen, Schmuck und Figuren für Frauen sowie Feuerstein- oder polierte Steinwaffen für Männer. Die bedeutendsten Funde stammen aus Parma (Via Guidorossi), Gaione, Pontetaro und Collecchio. Das hier abgebildete Grab stammt aus Collecchio.

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DIE ROMANISIERUNG DES GEBIETS
Die Eroberung der Po-Ebene durch die Römer begann 268 v. Chr. mit der Gründung der Kolonie Rimini und setzte sich 218 v. Chr. mit Piacenza und Cremona fort. Nach der Unterbrechung durch die Hannibalischen Kriege (218–202 v. Chr.) wurde sie mit der Gründung von Bologna (189 v. Chr.) und der römisch-rechtlichen Kolonien Parma und Modena (183 v. Chr.) wieder aufgenommen. Die Via Emilia, 187 v. Chr. von Konsul Marcus Aemilius Lepidus angelegt, wurde zum verbindenden Element der Region. An dieser Straße, rechts des Parmas, wurde die Kolonie Parma gegründet. Die Stadt sollte strategische Kontrollfunktionen über die von Ligurern bewohnten Apennintäler übernehmen, die sich noch im Krieg mit Rom befanden.

DER STATUENZYKLUS DER JULIOKLAUDIANISCHEN FAMILIE
Die zwölf Luna-Marmorstatuen der julioclaudischen Kaiserfamilie standen ursprünglich auf einem Podium entlang einer Mauer der Basilika im Forum von Veleia. Sie wurden zu drei verschiedenen Zeiten errichtet, um die Treue der Stadt zur Kaiserfamilie zu feiern, mit der sie durch die Figur des Pontifex Lucius Calpurnius Piso (48 v. Chr. – 32 n. Chr.), Patron von Veleia und Schwager Julius Caesars, eng verbunden war. Die Statuen wirken besonders flächig: Während die Gesichter hieratisch anmuten und eher Idolen als vergöttlichten Menschen ähneln, sind die Gewänder schematisch und zeugen von der Verwendung des Bohrers, einem Hinweis darauf, dass sich der Künstler vermutlich an Holzskulpturen orientierte. Insgesamt entsteht das Bild einer erzwungenen Anpassung an die offizielle Ästhetik der neuen Herrscher, unter der die alte Kultur und die alten religiösen Vorstellungen noch immer durchscheinen. So entsteht ein für die gesamte Provinzkunst der Iberischen Halbinsel typischer Hybrid.

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MÄNNLICHES PORTRÄT
Im Mai 1760 wurde in der nordöstlichen Ecke des Forums von Veleia ein etwas überlebensgroßer, vergoldeter Bronzekopf entdeckt, zusammen mit Stofffragmenten und einer Hand. Das Porträt zeigt einen Mann mit markanten Gesichtszügen, der an einen Philosophen erinnert. Die Darstellung von Bart und Haar sowie die fein gearbeiteten Augenbrauen und die Iris – eine charakteristische Neuerung der Antoninenzeit (2. Jahrhundert n. Chr.) – sind von großer Meisterschaft. Aufgrund der Physiognomie wird das Porträt Antoninus Pius, Kaiser von 138 bis 161 n. Chr., zugeschrieben.

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DIE WIEDERVERWENDUNG ANTIKER SKULPTUREN
In einer Stadt wie Parma, die sich durch ein kontinuierliches Leben auszeichnete, haben nur wenige Skulpturen die Wiederverwendung nach dem Untergang des Römischen Reiches überstanden. Die Skulpturen einer älteren Matrone und eines Gottes weisen nicht zum Original gehörende Köpfe auf, möglicherweise das Ergebnis einer späteren Umgestaltung. Die Wiederverwendung einer Stele als Brunnenornament und eines Grabmonuments als Brunnenkopf zeugt hingegen von der Absicht, die neue Funktion mit dem dekorativen Aspekt des antiken Werkes zu verbinden.

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Das Teatro Farnese ist ein barockes Hoftheater in Parma. Es wurde von 1617 bis 1618 nach Plänen von Giovanni Battista Aleotti errichtet und besitzt einen Fassungsraum von etwa 3000 Personen. Nach weitgehender Zerstörung im Zweiten Weltkrieg durch einen alliierten Bombenangriff vom 13. Mai 1944 wurde es von 1956 bis 1962 detailgetreu rekonstruiert. Ranuccio I, Herzog von Parma und Piacenza ließ das Theater im ersten Stock des Palazzo della Pilotta von Parma errichten, in einem früheren Turniersaal. Im Herbst 1618 wurde es eröffnet und der antiken Kriegsgöttin Bellona geweiht, blieb aber zehn Jahre lang unbespielt. In dem 87 m langen und 32 m breiten Saal wurden u-förmige Holztribünen errichtet, die auf 14 Reihen 22 m Höhe erreichten. Die Bühne misst 40 × 12 m. Die Holzkonstruktion wurde stuckiert, um Marmor vorzutäuschen. Auch der Figurenschmuck entsprach dem Charakter ephemerer Architektur.

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Das Farnese-Theater wurde 1618 für ein von Alfonso Pozzo geplantes Turnierspektakel, die „Verteidigung der Schönheit“, fertiggestellt. Dieses sollte jedoch nie aufgeführt werden, da Cosimo de’ Medicis geplante Reise nach Mailand aus gesundheitlichen Gründen abgesagt wurde. Tatsächlich wurde das Theater erst zehn Jahre später eingeweiht, um die Ankunft von Margherita de’ Medici, der jungen Braut Odoardo Farneses, in Parma zu feiern. Die geplante Veranstaltungsreihe wurde dem Literaten und Regisseur Marcello Buttigli anvertraut. Der Saal, der mit seiner Pracht beeindrucken sollte, war 87 Meter lang, 32 Meter breit und 22 Meter hoch – viel zu groß für den kleinen Hof. Daher wurde er nur neunmal genutzt, stets zu bedeutenden dynastischen Anlässen, zuletzt 1732 zu Ehren von Don Carlo de’ Borbone. Die im Theater aufgeführten Aufführungen galten allesamt als Höhepunkt komplexer Propagandaprozessionen, die sich entlang der zeremoniellen Einzugsstraße in die Stadt schlängelten und an vergänglichen szenografischen Konstruktionen vorbeiführten, welche die neuen Herzoginnen in die Stadt begleiteten. Diese Rituale hatten ihren Ursprung in der Renaissance, obwohl die Inspiration von den antiken Triumphzügen stammte. Sie wurden 1536 auf Anregung des Farneser Papstes Paul III. erstmals wiederbelebt, um die Reise Karls V. nach Rom zu würdigen. Diese Rituale wurden daraufhin modern und verbreiteten sich von Florenz, Neapel und Mailand aus in ganz Europa. Sie dienten dynastischen Feierlichkeiten und der Unterhaltung des Hofes und seiner Untertanen. In Parma wurde ein Höchstmaß an Pracht und Pomp erreicht, beinahe der Eintritt in die große Bühne des Barocktheaters, das darauf abzielte, die politische Legitimität des Herzogtums zu untermauern und zu erhöhen.

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Antonio Canova, Maria Luigia d’Asburgo als Concordia, 1810-1814
Antonio Canova - Statue von Maria Luisa, Herzogin von Parma

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Giuseppe Baldrighi (?) Stradella (PV) 1723 – Parma 1803
Familienporträt, um 1756, Öl auf Leinwand, Erworben 1989

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Die Galleria nazionale di Parma (deutsch Nationalgalerie Parma) ist ein Kunstmuseum in Parma im Palazzo della Pilotta. Das Museum unter der Trägerschaft der Provinz Parma enthält u. a. Werke von Beato Angelico, Leonardo da Vinci, Giambattista Pittoni, Canaletto, Correggio, Sebastiano del Piombo, Guercino, Parmigianino, Jacopo Tintoretto. Die Sammlung umfasst Werke des Mittelalters, der Renaissance, des Barocks und des Rokokos, aber auch moderne Künstler wie Renato Guttuso und Amedeo Bocchi. Der Großteil der ständigen Sammlung stammt von der Herzoglichen Akademie der bildenden Künste in demselben Palast, die 1752 vom Herzog Don Filippo di Borbone (1749–1765) gegründet wurde.

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Die Gründung der Akademie der Schönen Künste im Jahr 1752 mit Werken von Studenten und Preisträgern der berühmten Kunstwettbewerbe sowie die herzogliche Sammlung, die durch ein komplexes Netzwerk von Aufträgen, Ankäufen und Schenkungen entstanden war, trugen maßgeblich zur Entstehung einer neuen herzoglichen Galerie bei.

Ihre Umwandlung in eine öffentliche Museumsinstitution verdanken wir Maria Luigia von Österreich. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts beauftragte die Herzogin den Architekten Nicola Bettoli und den Maler Paolo Toschi mit der Planung einer neuen Anordnung der Sammlung, die den großen Altarbildern Correggios neben den zahlreichen Gemälden und Erwerbungen, die über die Jahre zusammengetragen worden waren, eine optimale Präsentation ermöglichen sollte. So entstand die erste städtische herzogliche Galerie.

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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging die Galerie in Staatsbesitz über. Unter den verschiedenen Direktoren wuchs die Sammlung dank bedeutender Ankäufe wie dem monumentalen Gemälde „San Michele Arcangelo e il Demonio“ (Der Erzengel Michael und der Teufel) von Dosso Dossi, das 1907 erworben wurde, oder der berühmten „Schiava Turca“ (Die türkische Sklavin) von Parmigianino, die 1928 dank eines Tauschs mit Gemälden der Florentiner Schule mit Goldgrund aus den Uffizien nach Parma gelangte.

1938/39 erfolgte die von Armando Ottaviano Quintavalle initiierte Reorganisation, in deren Rahmen die Gemälde nach Schulen unterteilt und eine chronologische Ordnung vorgeschlagen wurde. Die von Augusta Ghidiglia Quintavalle vorgeschlagene Organisation wurde 1967 zusammen mit einem umfassenden Rekonstruktionsprojekt unter der Leitung des Architekten Guido Canali umgesetzt.

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DIE KOLOSSE VOM PALATINO
Das spektakuläre Paar Kolosse aus Basanitstein aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., ursprünglich aus den kaiserlichen Residenzen auf dem Monte Palatino, bildet das Bindeglied zwischen dem ersten und letzten Abschnitt der Halle. Diese Kolosse wurden 1724 nach Parma gebracht, um den Garten des Palatinpalastes zu schmücken. Sie stehen im Zusammenhang mit zeitgenössischen Aufträgen der Farneser und wurden 1822 dank des meisterhaften architektonischen Entwurfs von Nicola Bettoli und auf Anregung von Herzogin Maria Luigia hier ausgestellt. Sie stellen den Abschluss der Entwicklung von der Porträtmalerei und der antiken Kodifizierung der modernen offiziellen Porträtkunst hin zu dekorativen Zyklen mythologischer Motive dar. Die Wiederbelebung mythologischer Ikonographie zu propagandistischen und ideologischen Zwecken beeinflusste hier sogar den Modegeschmack, wie der während des Directoire so beliebte Schnitt von Herakles' Koteletten beweist. Die neoklassizistische Ellipse, die möglicherweise von hellenistischen Vorbildern inspiriert ist, stellt einen wahren Schatz an Ausdruckskraft dar und dient als perfekter szenografischer Übergang zwischen den verschiedenen Bereichen der Halle. Die Kolosse, die ursprünglich in der Aula Regia der Domus Flavia standen, zeugen von den afrikanischen und östlichen Einflüssen, die ab dem späten 1. Jahrhundert n. Chr. in Rom wirkten – ein neues Paradigma, das den hellenistischen Rationalismus ablöste.

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Giovan Battista Borghesi, Parma, 1790 - 1846
Maria Luigia D'Asburgo, 1839 - Marie Louise von Habsburg, 1839
Öl auf Leinwand, Herzogliches Kabinett, Parma, Palazzo del Giardino bis 1867, in der Galleria seit 1887

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RELIGIÖSE AUFTRÄGE
Eines der Gebiete, in denen Luigis Mäzenatentum seinen größten Ausdruck fand, war zweifellos die religiöse Malerei, geprägt von einem paternalistischen Staatsverständnis. Barmherzige Ikonen, die karitative Aktivitäten oder die Großzügigkeit des Herrschers feierten, nahmen enorm zu und wurden von den Hofkünstlern aktiv gestaltet. In diesem Raum sind Francesco Scaramuzzas Johannes der Täufer und Enrico Barbieris David mit dem Haupt des Goliath voller retrospektiver Bezüge, ganz im Stil der akademischen Malerei jener Zeit, als die zeitgenössische Kunst die unübertroffenen nationalen Vorbilder der Antike nachahmte. Die erste Kapelle rechts der Kirche San Ludovico, die bereits von Ferdinand von Bourbon zu einem herzoglichen Tempel umgebaut worden war, wird mit den drei Altarbildern an der Nordwand neu präsentiert und 1840 auf Geheiß von Maria Luigia um diese Werke erweitert. Insgesamt strahlen alle hier ausgestellten Gemälde eine Anspielung auf die Meister der emilianischen Malerei in einer „nationalistischen“ Tonlage aus, die das Genie von Parma verherrlicht. Correggios klassizistischer und pathetischer Einfluss ist allgegenwärtig und wird, wie in den angrenzenden Räumen zu sehen sein wird, als Begründer der Schule gepriesen, jedoch vermittelt durch die Neuinterpretationen von Carracci und Guercino.

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Giovan Battista Volponi, genannt Scalabrino (zugeschrieben), Pistoia, 1489–1561
Anbetung der Heiligen Drei Könige mit den Heiligen Klara und Franziskus, um 1510
Öl auf Leinwand, Sammlung Tacoli Canacci, 1786–1787

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Jacopo Negretti, genannt Palma der Jüngere, Venedig, 1544–1628
Apollo und die Musen, um 1611
Öl auf Leinwand, Sammlung Parma, Dalla Rosa – Prati

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Giovanni Antonio Amadeo, Pavia 1447 - Mailand 1522
Flucht nach Ägypten, ca. 1490
Carrara-Marmor Parma, Certosa di Sancta Maria Schola Dei

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Leonardo da Vinci (Vinci, 1452 – Amboise 1519)
Frauenkopf „La Scapiliata“, ca. 1492–1501
Rohe Umbra, grüner Bernstein und Bleiweiß auf Nussbaumholz, Sammlung Callani
Ädikula-Rahmen, Mittel- und Norditalien, spätes 15. – frühes 16. Jahrhundert

Kopf eines Mädchens, die so genannte La Scapigliata (italienisch: die Zerzauste, die Strubblige) ist ein Gemälde von Leonardo da Vinci. Das um 1508 datierte Werk im Format von 24,7 × 21 Zentimeter ist seit 1839 in der Sammlung der Galleria nazionale in Parma.

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Meister von Barga, Lucca, frühes 15. Jahrhundert
Thronende Madonna mit Kind und zwei musizierenden Engeln, dem Heiligen Stephanus, der Heiligen Julianus, dem Heiligen Laurentius und dem Heiligen Antonius von Padua, 1420–1430
Tempera und Blattgold auf Holz, Parma, Herzogliches Wachhaus, in der Galleria set 1865

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Giovanni di Paolo Siena, nachweisbar ab 1417 – gestorben 1482
Christus und Heilige mit Kreuz, 1460–1470
Tempera und Blattgold auf Holz, Sammlung Tacoli Canacci, 1786–1787

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Die Farnese waren Mäzene und bedeutende Sammler und trugen zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert eines der wichtigsten künstlerischen Erbe ihrer Zeit zusammen. Die Sammlung, die sich zwischen Parma und Rom erstreckte, umfasste etwa 3000 Werke, darunter Gemälde, Kunstgegenstände und Antiquitäten. Unter den in der Nationagalerie aufbewahrten Werken zeugen die Porträts, insbesondere das von Papst Paul III., gemalt von Sebastiano del Piombo, vom Wunsch der Familie, sich selbst zu verherrlichen, und bildeten den Grundstock der späteren Sammlung. Anfangs konzentrierte sich das Interesse der Farnese in Parma auf Gemälde der lokalen Schule, wie etwa „La Zingarella“ von Correggio, „La Lucrezia“ von Parmigianino und „Parma umarmt Alessandro Farnese“ von Bedoli. Hinzu kamen später Kunstwerke, die von lokalen Feudalfamilien beschlagnahmt worden waren. Dank eines Netzes politischer Beziehungen und Heiratsallianzen wuchs die Sammlung schließlich und umfasste Werke aus ganz Europa.

Ende des 17. Jahrhunderts gründete Ranuccio II., der hier durch zwei Büsten Berninis verewigt ist, die „Herzogliche Galerie“ und überführte einen Großteil des in Rom befindlichen Kulturerbes nach Parma. Damit begann die Geschichte des Farnesischen Museums, das in den höfischen Residenzen eine klare Trennung zwischen Einrichtungsgegenständen und Kunstwerken vornahm. Diese Entscheidung machte das Herzogtum zu einem der bedeutendsten europäischen Kultur- und Sammlungszentren. 1731 starb der letzte Farnesische Herzog, Antonio, kinderlos, und sein Nachfolger, Carlo von Bourbon, blieb nur vier Jahre in Parma. Nach seiner Krönung zum König beider Sizilien ließ er fast die gesamte Sammlung von Parma nach Neapel verlegen und leerte die Residenzpaläste.

Gian Lorenzo Bernini (Werkstatt), Neapel 1598 – Rom 1680
Ranuccio II. Farnese im Alter von fünfzig Jahren, um 1675
Carrara-Marmor, Sammlungen Farnese in Parma, Königlicher Palast von Caserta (1734), Nationalgalerie Parma (1943)

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Cristoforo Caselli, genannt Temperelli, Parma, um 1460–1521
Thronende Madonna mit Kind, die Heiligen Hilarius und Johannes der Täufer, musizierende und singende Engel, Gottvater segnet, 1499
Öl und Tempera auf Holz, Parma, Dom (Kapelle der Kongregation der Lebenden und der Toten); Versammlungssaal der Kongregation; seit August 1893 auf der Empore

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Jean-Baptiste Boudard (Paris 1710 - Sala Baganza 1768)
Büste von Sappho
Carrara-Marmor; Sockel aus Bardiglio-Marmor

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Die Biblioteca Palatina di Parma ist eine öffentliche Bibliothek im Zentrum von Parma. Sie befindet sich im Inneren des Palazzo della Pilotta.

Die Palatinische Bibliothek (ehemals bekannt als Königliche Bibliothek von Parma, Nationalbibliothek, Bibliothèque Imperiale, Bibliothèque de la Ville de Parme, Herzogliche Bibliothek) entstand am 1. August 1761, als der damalige Herzog, Don Filippo di Borbone, Herzog von Parma, Piacenza und Guastalla, den Theatinermönch Paolo Maria Paciaudi aus Turin zum „Leiter der Antikenverwaltung und Bibliothekar“ ernannte. Das Dekret zur Ernennung Paciaudis bekräftigte den politischen Willen, dem Herzogtum eine Bibliothek zu geben, die der Öffentlichkeit zugutekommen und von ihr genutzt werden sollte. Dies folgte dem ambitionierten und fortschrittlichen Projekt des hochgebildeten französischen Premierministers von Parma, Guillaume Du Tillot.

Ziel war es, eine Bibliothek zu errichten, die der Ausbildung in allen Wissensgebieten in einer Region dienen sollte, in der die Kultur stark im Niedergang begriffen war. Eine solche Institution musste von Grund auf neu geschaffen werden, da der Bestand der vorherigen Farnese-Bibliothek zusammen mit dem Archiv und allen Kunstschätzen 1736 von Don Carlos di Borbone, dem älteren Bruder des heutigen Herzogs, nach Neapel verbracht worden war.

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Galleria Petitot in der Biblioteca Palatina

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Paolo Maria Paciaudi kam 1762 nach ausgedehnten Reisen durch Frankreich nach Parma. Dort hatte er Politiker, Höflinge und Intellektuelle getroffen und Bibliotheken besucht, deren Organisation er eingehend studiert hatte. Sein umfassendes bibliografisches Wissen erweiterte er durch den Austausch mit seinem großen Freundeskreis von über 1000 Korrespondenten in ganz Italien und Europa.

Die Bibliothek von Parma, die seit 1768 die Druckrechte besaß, wurde im Mai 1769 in Anwesenheit von Kaiser Joseph II. von Österreich, dem Schwager von Don Ferdinando Borbone, der 1765 seinem Vater auf den Herzogsthron gefolgt war, offiziell eingeweiht.

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Paolo Maria Paciaudi ordnete die erworbenen Bücher nach Themen und teilte sie in sechs Hauptkategorien ein: „Theologie, Nomologie, Philosophie, Geschichte, Philologie sowie die freien und technischen Künste“. Die Bände wurden in der „Petitot-Galerie“, der langen Galerie im Palazzo Pilotta, auf neoklassizistischen Holzregalen des französischen Architekten E. A. Petitot untergebracht. Paciaudi erstellte den Besitzkatalog und führte damit in Italien eine für die damalige Zeit aufregende Neuerung ein: Der Katalog wurde nicht mehr in Registern, sondern auf Karteikarten geführt. Diese enthielten neben dem Namen des Autors, dem Titel und typografischen Angaben auch bibliografische Informationen über den Autor und den Wert des Inhalts der jeweiligen Ausgabe. Er fügte außerdem Hinweise zum physischen Standort des Bandes und seiner wissenschaftlichen Einordnung hinzu.

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Das Bodoni-Museum ist das älteste Druckereimuseum Italiens. Es wurde 1963 anlässlich des 150. Todestages von Giambattista Bodoni eröffnet, dem piemontesischen Typografen, der Parma ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zur Welthauptstadt des Buchdrucks machte.

Giambattista Bodoni (* 16. Februar 1740 in Saluzzo, Piemont; † 29. November 1813 in Parma) war ein italienischer Stempelschneider (Graveur), Buchdrucker, Typograf und Verleger. Er gilt als bester Buchgestalter des Klassizismus.

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Das Museum wurde als Stiftung gegründet, um die typografisch geprägten Einrichtungsgegenstände, Editionen und anderen Erinnerungsstücke der Werkstatt Bodoni auszustellen und zu präsentieren und so deren Werk und Sammlungen zu veranschaulichen. Es fördert zudem Studien und Forschung im Bereich der Grafik und Typografie. Das Museum befindet sich im Palazzo del Pilotta aus dem späten 16. Jahrhundert (dem Standort von Bodonis Werkstatt und Wohnhaus im späten 18. Jahrhundert). Nach Abschluss der Umgestaltung der Räume in der Palatinischen Bibliothek im Erdgeschoss, die zuvor als Lagerräume dienten, bildet das Museum seit dem 30. November 2022 mit dem separaten Eingang der Palatina und zusammen mit der Bibliothek, deren wertvolle Sammlungen es beherbergt, ein Unikat.

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Seite mit gesetzten Lettern, bereit zum Drucken
Chinesische Holzlettern für die Ausgabe des Oratio Dominica, gedruckt von Bodoni im Jahr 1806

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Satz und Druck
Nach Fertigstellung wurden die Buchstaben in einem Setzkasten aufbewahrt, einer flachen Schale mit zahlreichen Trennblättern zur Aufbewahrung der einzelnen Buchstaben, Symbole oder Schriftzeichen. Zum Setzen der Lettern benötigte der Setzer eine Textvorlage, beispielsweise eine bereits veröffentlichte Kopie (ohne Urheberrechtsbeschränkungen) oder das Manuskript des Autors oder Auftraggebers. Der Setzer wählte die Lettern aus dem Kasten aus und legte jede – verkehrt herum und auf dem Kopf stehend – in den Setzkasten. Sobald eine Zeile fertiggestellt war, wurde sie auf eine Holzplatte in der Größe der Textseite gelegt – und Zeile für Zeile wurde die gesamte Seite erstellt. Nachdem die Seiten gesetzt waren, wurden sie mit Schnur fest zusammengebunden, um jegliche Bewegung zu verhindern, die unter dem Druck der Druckpresse zu einem Durcheinander der Zeilen führen könnte. Diese wurden wiederum in einem Rahmen angeordnet, um die korrekte Seitenfolge nach dem Drucken zu ergeben. Nun war es an der Zeit, die Druckpresse zu aktivieren. Die Lettern wurden mit zwei großen Lederkissen gleichmäßig eingefärbt. Offensichtlich wurden Probedrucke angefertigt und von Hand korrigiert, bevor die endgültige Fassung entstand. Ein erfahrenes Team von Druckern konnte etwa 180 Blatt Papier pro Stunde bedrucken. Nach dem Druck wurden die Blätter zum Trocknen an die Decke gehängt, anschließend gestapelt, zusammengefügt und im Lagerraum eingelagert oder an den Auftraggeber geschickt.

Illustrationen
Die Arbeit des Setzers wurde durch die Illustrationen (ganze Seiten ohne Text, Tafeln und Elemente wie Rahmen, Initialen, Wappen und Porträts) zusätzlich erschwert. Es gab zwei gängige Techniken: die Xylografie, also das Drucken von Stichen mit einem Holzstock, und die Chalkografie, das Drucken von Stichen mit einer Kupferplatte.
Holzstöcke konnten zusammen mit den Lettern gesetzt werden. Tatsächlich verwendete Bodoni in manchen Fällen Holzstöcke, wenn die Lettern zu komplex waren, um sie mit Stempeln zu gravieren, wie beispielsweise bei den chinesischen Schriftzeichen der Version des Vaterunsers. Das Einfügen der chalkographischen Illustrationen in den Schriftsatz war zeitaufwändiger, da das Blatt Papier einen zweiten Druckvorgang durchlaufen musste.

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PALAZZO DELLA RISERVA O DELLE POSTE (PALAST DER RESERVE ODER DES POSTAMTS)
Dieser große Komplex, begrenzt von der Piazza della Pace, der Via Pisacane, der Strada Cavour und der Via Melloni, zu dem seit 1909 auch der Palazzo delle Poste gehört, bestand ursprünglich aus mehreren Häusern, darunter die Pfarrkirche San Michele del Pertugio. Die Kirche wurde 1653 aufgehoben und 1687 abgerissen, um Platz für das Teatro Ducale zu schaffen, in dem bis 1829 Aufführungen stattfanden. Das Gebäude, bekannt als Riserva, da es in den frühen Jahren der Bourbonenherrschaft für illustre Gäste des Hofes bestimmt war, beherbergte neben dem bereits erwähnten Theater, dessen Fläche heute vom Salone del Pubblico delle Poste und dem Innenhof eingenommen wird, mehrere Hofresidenzen und das Casino di gioco für Adlige, Höflinge und Ausländer.

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Eine kleine Tür an der Westseite des Klosters San Giovanni, in Richtung des heutigen Borgo Pipa (ehemals Borgo S. Giovanni), eröffnet den Besichtigungsrundgang durch die Antica Spezieria di San Giovanni Evangelista. Obwohl die ersten Nachrichten über eine Apotheke im Benediktinerkloster San Giovanni Evangelista aus dem Jahr 1201 stammen, dem Jahr seiner Öffnung für die Öffentlichkeit, reicht ihre Existenz fast ein Jahrtausend zurück. Eine Tür mit einem schönen Holzadler, dem Symbol des San Giovanni Evangelista, führt in den zweiten Raum, den sogenannten Mörserraum. Die Mörser aus Marmor und Bronze, in verschiedenen Formen und Größen, unverzichtbare Werkzeuge des Apothekers für das Zerkleinern und Mahlen von Kräutern, stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

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Der nächste Raum, genannt "der Sirenenraum", verdankt seinen Namen den allegorischen Figuren, die in die Pilaster der Regale gemeißelt sind, die wiederum eine reiche Ausstattung an Vasen, Albarelli, Manuskripten und seltenen pharmazeutischen Veröffentlichungen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert enthalten.

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Der vierte Raum ist das eigentliche Labor, mit dem Brunnen und dem Zugang zum Keller, in dem viele der für die Zubereitung von Arzneimitteln verwendeten Gewürze aufbewahrt wurden. Zu den seltenen Möbeln des Raumes gehören neben den Waschbecken aus Veroneser Marmor aus dem 16. Jahrhundert eine Reihe von Destillierkolben und Glasflaschen, die an den Wänden hängen, aus verschiedenen Quellen stammen und fast alle aus dem 18. Jahrhundert stammen. Diese Gegenstände sind das bedeutendste Zeugnis für die intensive Produktionsaktivität der Apotheke des Klosters, die im Laufe der Zeit den in der pharmazeutischen Werkstatt üblichen und traditionellen Verarbeitungsverfahren diejenigen hinzufügte, die durch die alchemistische Praxis und ihre Instrumente eingeführt wurden.

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Die erste Erwähnung einer Apotheke im Klosterkomplex San Giovanni Evangelista in Parma stammt aus dem Jahr 1201, ihre Gründung könnte jedoch noch früher erfolgen, da das Kloster bereits 980 n. Chr. gegründet wurde. Vermutlich diente die Apotheke zunächst nur den Benediktinern und wurde erst später öffentlich zugänglich gemacht. Die heutige Einrichtung stammt aus dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert, während die Raumaufteilung 1766 grundlegend verändert wurde, als die Benediktiner die Apotheke säkularisieren mussten, um der endgültigen Schließung durch den bourbonischen Minister Guglielmo Du Tillot zu entgehen. 1896 erwarb der Staat die Räumlichkeiten, die 1951 wiedereröffnet wurden und eine Sammlung von Mörsern, Krügen, Vasen, Destillierapparaten und anderen Objekten aus verschiedenen Institutionen und privaten Schenkungen beherbergen. Von den ursprünglich acht Räumen der Spezieria sind heute noch vier erhalten: der Feuersaal (Sala del Fuoco), der Totensaal (Sala dei Mortai), der Sirenensaal (Sala delle Sirene) und der Pozzo-Saal (Sala del Pozzo). Alle Räume verdanken ihren Namen der Besonderheit ihrer Inhalte oder den sie charakterisierenden Dekorationselementen.

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Monastero di San Giovanni Evangelista - Der Benediktinerkomplex umfasst die Kirche, den Kreuzgang und die Bibliothek von San Giovanni. Er wurde im 11. Jahrhundert von Bischof Sigifredo gegründet und zeichnet sich durch seine barocke Fassade aus, die sich zum Piazzale San Giovanni hin öffnet. Im Inneren des Klosters lohnt sich ein Besuch der drei Kreuzgänge, die für die Prozessionen der Gemeinschaft genutzt werden und in denen man die benediktinische Luft einatmen kann, die von der Regel „Ora et Labora“ („bete und arbeite“) geprägt ist.

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Ein Besuch der Kirche San Giovanni Evangelista mit dem 75 Meter hohen Glockenturm von 1613 (der höchste von Parma) war leider nicht möglich, da die Kirchentüre trotz ausgewiesener Öffnungszeiten versperrt war. Zur Bestätigung wurde beim Ticketverkäufer im Benediktinerkomplex nachgefragt. Der etwas betagte Herr konnte es selbst nicht glauben, hat sich aus seinem Kassenbereich bemüht und sich eigenhändig an der Kirchentürklinke versucht. Ebenfalls ohne Erfolg. Daraufhin verschwand er wortlos in seinem Dienstkobel. In der Annahme, dass er nun den Schlüssel holen würde, stellte ich nach einer Minute erstaunt fest, dass er wie zuvor auf seinem Sessel saß und weiter Solitär spielte. Auf die Nachfrage, was denn nun mit der geschlossenen Kirche sei, bekam ich nur ein Achselzucken. Das war nun wahrlich keine große Hilfe bei dieser sehenswerten Kirche. Schade.

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GIUSEPPE VERDI (1813–1901) Giuseppe Fortunino Francesco Verdi wurde am 10. Oktober 1813 in Le Roncole di Busseto geboren. Schon früh erhielt er Orgelunterricht vom Stadtorganisten und übte auf einem Spinett.
1832 zog er nach Mailand, wo er sich am Konservatorium bewarb, jedoch nicht aufgenommen wurde. Kurz darauf kehrte er nach Busseto zurück, um die Stelle des Musiklehrers der Stadt anzutreten. In den folgenden Jahren zeigte er sein kompositorisches Talent, das sich bereits auf die Oper konzentrierte. Sein Debüt gab er 1839 mit „Oberto, Graf von San Bonifacio alla Scala“ und feierte damit einige Erfolge. Drei Jahre später, erneut an der Mailänder Scala, war sein „Nabucco“ ein überaus positiver Erfolg. Sein wachsender Ruhm führte dazu, dass er von 1842 bis 1848 die sogenannten „Jahre im Gefängnis“ verbrachte, die von harter Arbeit und zahlreichen Anfragen geprägt waren. Aus dieser Zeit erinnern wir uns an die Lombarden beim Ersten Kreuzzug, Ernani, I due Foscari, Macbeth, I masnadieri und Luisa Miller.

1848 zog er mit seiner Partnerin, der Sopranistin Giuseppina Strepponi, die bereits in Mailand mit ihm zusammengearbeitet hatte, nach Paris. In den folgenden fünf Jahren komponierte er die berühmte, populäre Trilogie, die aus drei Opern besteht (Rigoletto, I Trovatore, La Traviata), die einen unglaublichen Erfolg feierte.
Nach seiner Rückkehr nach Italien verband er sein Schaffen als Komponist mit seinem politischen Engagement für die Risorgimento-Bewegung: Nach der Einigung Italiens wurde Verdi zum Abgeordneten des ersten italienischen Parlaments gewählt und 1874 zum Senator ernannt. In diesen Jahren komponierte er Eleus y Moor, Aida und die Totenmesse, die er anlässlich des Todes von Alessandro Manzoni schrieb. Im beneidenswerten Alter von achtzig Jahren gab er sein Debüt mit der komischen Oper Falstaff und zog sich anschließend auf sein Landgut in Sant’Agata zurück, um sich vom Theater zu verabschieden. Er starb 1901 in Mailand; die Beerdigung fand ohne Pomp und Musik statt, so schlicht wie sein Leben stets gewesen war.

Panchina Giuseppe Verdi - Statue zu Ehren von Giuseppe Verdi auf einer Bank vor dem Haus der Musik (Casa della Musica).

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Chiesa di San Francesco del Prato - Santuario di San Francesco del Prato
San Francesco del Prato ist eine gotische, römisch-katholische Kirche am Piazzale San Francesco Nr. 4 im Zentrum von Parma, Italien. Davor befindet sich der Palazzo Cusani aus dem 15. Jahrhundert. Die Kirche wurde vom Franziskanerorden gegründet und die erste an diesem Ort errichtete Kirche entstand zwischen 1227 und 1238. Das Kirchenschiff besteht aus drei durch Säulen getrennten Schiffen, wobei das Mittelschiff höher ist. Die Fialen der Kuppel wurden von Michele Anselmi bemalt. Die Apsis beherbergt ein altes Fresko mit einer Darstellung des Christus Pantokrator, das Bartolino de’ Grossi und seinem Schwiegersohn Jacopo Loschi zugeschrieben wird. Die Kirche wird derzeit restauriert.

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Das Oratorio della Concezione (Oratorium der Unbefleckten Empfängnis) wurde als Nebenkapelle der Kirche errichtet. Es wurde im 16. Jahrhundert von Bernardino Zaccagni und Giovanni Francesco Ferrari d’Agrate entworfen und 1532–1533 mit Fresken von Michelangelo Anselmi und Francesco Rondani ausgeschmückt.

Als Napoleons Armee 1810 San Francesco del Prato in ein Gefängnis umwandelte, blieb das kleine, an die Kirche angrenzende Oratorium verschont. Erbaut von einer Laienbruderschaft und in Privatbesitz, teilte es nicht das Schicksal der gotischen Kirche.

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Verdis Geige & Opernkiste als Kinderspielplatz am Piazzale Salvo D'Acquisto in Parma

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Chiesa di Santa Cristina ist eine römisch-katholische Kirche im Barockstil an der Via Repubblica in Parma. Im Inneren trennen sechs dorische Säulen das Hauptschiff von den beiden kleineren, die in viereckige Abschnitte mit Bogenenden unterteilt sind. Diese öffnen sich zu schlanken Kuppeln mit Laternen und dekorativen Gesimsen am Sockel. Jedes Seitenschiff beherbergt vier tonnengewölbte Kapellen mit Gesimsen an den Seitenwänden, die durch die dorischen Kapitelle der Säulen miteinander verbunden sind. Dank dreier Fenster in der Fassade, darunter ein großes Mittelfenster, und acht weiterer im Mittelschiff wirkt der Kirchenraum hell und luftig.

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Nach Napoleons Dekret zur Auflösung der Klöster im Herzogtum verließen die Theatinerinnen 1805 Parma. Ihr Vermögen wurde konfisziert, und das Kloster wurde zunächst von Napoleons Truppen besetzt und ging dann in Privatbesitz über.

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Die große Dekoration hinter dem Hochaltar (im frühen 19. Jahrhundert von Giacomo Giacopelli restauriert) von Alessandro Baratta (1637–1714), der damit den Mangel an einer Apsis ausgleichen wollte, ist ein wahrer Blickfang. Das Altarbild ist ein Gemälde von Gian Battista Venanzi (1627–1705) aus Pesaro und zeigt das Martyrium der Heiligen Christina.

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Die Fresken und Gemälde zeugen deutlich von der Anwesenheit der Theatiner. Filippo Galletti (1636–1714) gehörte diesem Orden an und stellte das Leben des Heiligen Cajetan von Thiene in den Fresken an Gewölbe, Kapellen und Kuppeln dar. Die vier Medaillons über dem Mittelschiff zeigen den sterbenden Heiligen Cajetan und die Jungfrau Maria, den Heiligen Cajetan und die Heilige Dreifaltigkeit, den Heiligen Cajetan, der das Jesuskind empfängt, und Christus, der den Heiligen Cajetan im Himmel willkommen heißt.

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Zu den weiteren Gemälden gehören ein heiliger Nikolaus von einem Nachfolger Lionello Spadas, eine Kreuzabnahme von Donnino Pozzi und die Verherrlichung des heiligen Josef mit dem seligen Theatiner Paolo Burali, gemalt 1722 von Francesco Nassi. Der Chorraum wurde 1720 an das Hauptportal angebaut, die Orgel wurde 1764 von Antonio Poncini Negri erbaut, bei den Bombenangriffen von 1944 beschädigt und 1983 von der Firma Tamburini aus Asciano restauriert.

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San Vitale ist eine barocke römisch-katholische Kirche im Zentrum von Parma in der Region Emilia-Romagna, Italien. Sie befindet sich östlich des Palazzo del Comune und der Piazza Garibaldi. An dieser Stelle stand bereits im 9. Jahrhundert ein religiöses Gebäude, das dem Heiligen Vitale geweiht war. Der Überlieferung nach wurde es von König Pippin von Italien gegründet. Die heutige Gestalt geht auf einen Umbau zurück, der von 1651 bis 1658 vom Architekten Cristoforo Rangoni, auch Ficarelli genannt, durchgeführt wurde. Domenico Valmagini verstärkte die Kuppel im Jahr 1676. 1913 ging das Gebäude in den Besitz der Stadt über.

Die Fassade der Chiesa di San Vitale wurde vom Bildhauer Felice Pascetti gestaltet und zieren sechs Statuen, die Pietro Sbravati zugeschrieben werden. Sie zeigen die Heiligen Vitalis und Valeria im oberen Bereich, Valerias Braut und Kinder an den Außenseiten, sowie die Heiligen Gervasius und Protasius und in den Nischen die Heiligen Gregor Magnus und Ambrosius.

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Der ursprüngliche Kern der Kirche stammt aus dem frühen Mittelalter, während die erste urkundliche Erwähnung der Kirche San Vitale vom 14. Oktober 972 datiert; es handelt sich um das Testament eines gewissen Guarmondo Witegau, verfasst in Felegara. Am 2. August 1094 wurde ein gewisser Priester Alberto vom Dom zu Parma als Besitzer von Gebäuden in Parma, einer Mühle und „terra mea de Sancto Vitale“ (Land des Heiligen Vitale) urkundlich erwähnt.

Die Geschichte der Kirche San Vitale ist eng mit der der Compagnia del Suffragio verbunden, einer Kongregation, die sich der Errettung der Seelen im Fegefeuer widmete. Die 1627 gegründete Gemeinde ließ sich 1644 endgültig in San Vitale nieder, im selben Jahr, in dem sie am 2. März durch eine päpstliche Bulle von Papst Innozenz X. anerkannt wurde. Die Kongregation konnte auf den Schutz von Margherita de’ Medici und Herzog Ranuccio II. zählen, was maßgeblich zur Umsetzung des Beschlusses vom 28. August 1639 beitrug, eine neue Kirche zu errichten und das Grundstück an der Via di San Michele zu erwerben. 1651 wurde ein Entwurf entwickelt und genehmigt, der offenbar in Zusammenarbeit zwischen dem Bildhauer Luca Reti und einem Ingenieur aus Modena, möglicherweise Pasciuti, entstand. Dieser hatte einen früheren Entwurf von Cristoforo Rangoni vollendet. Der Bau dauerte sieben Jahre, und die neue Kirche wurde am 17. November 1658 geweiht. 1679 wurde die Kuppel von Domenico Valmagini repariert und wiederaufgebaut.

Im 18. Jahrhundert wurden Maßnahmen ergriffen, um die Kirche mit liturgischen Einrichtungsgegenständen und figürlichen Dekorationen auszustatten und dem Innenraum ein neues Erscheinungsbild zu verleihen (Überarbeitung des Hochaltars durch Pietro Righini; allegorische Statuen von Giuliano Mozzani; Altarbild von Sebastiano Ricci), in ideologischer Kontinuität zum Auftrag aus dem 17. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert (bis 1844) wurden das Kirchenschiff und die Kapellen dekorativ neu gestaltet und anschließend restauriert.

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Über einer Tür hängt ein großes Gemälde von Giovanni Tebaldi, das den Heiligen Gregor beim Gebet für die Seelen im Fegefeuer darstellt. Die Himmelfahrt Mariens über dem Eingang wurde von Giovanni Gaibazzi vollendet und der Kirche von Erzherzog Leopold von Österreich geschenkt.

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Der Altar aus polychromem Marmor wurde von Pietro Righini entworfen, die Statuen stammen von Moggiani. Das Hauptaltarbild der Kirche wurde von Michele Plancher gemalt. Ursprünglich beherbergte die Kirche ein großes Werk von Sebastiano Ricci, das jedoch von Napoleons Truppen geplündert wurde. Die Fresken im Altarraum und an der Decke (1763) stammen von Abt Giuseppe Peroni; die Quadratura-Ornamente (1760) wurden von Gaspare Bazzani und Antonio Betti vollendet. Eine Urne unter dem Hauptaltar enthält vermutlich die Reliquien des heiligen Vital, die 1648 von Gherardo III. von Sissa aus Rom mitgebracht wurden.

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Es gibt ein Martyrium des heiligen Johannes Nepomunk von Pietro Rubini und eine Opferung Isaaks von einem Schüler Lionello Spadas. Darüber hinaus beherbergt die Kirche Gemälde von Matteo Rusca, Latino Barilli und Donnino Pozzi.

Monumento Beccaria

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In der ersten Kapelle links befindet sich eine Darstellung des Heiligen Tiburzio, des Märtyrers, der vor einem Götzenbild verbrannt wird, von Clemente Ruta, sowie eine Marmorskulptur des Ecce Homo von Giocondo Viglioli.
In der dritten Kapelle links ist die Begegnung des Heiligen Franz von Paola mit König Ludwig XI. von Frankreich in Ambois von Gaetano Callani zu sehen.

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Die erste Kapelle rechts beherbergt ein Gemälde der Nächstenliebe des Heiligen Karl Borromäus von Mauro Oddi.
In der zweiten Kapelle rechts befindet sich eine Madonna di Caravaggio von Carlo Francesco Nuvolone.
Die dritte Kapelle rechts zeigt die Heiligen Antonius, Franz Xaver und die Jungfrau mit Kind.

Die erste Kapelle rechts ist der Heiligen Jungfrau von Konstantinopel oder der Jungfrau der Befreiung (Madonna del Riscatto) geweiht; die Stuckdekoration wurde 1669 von Luca und Domenico Reti (oder Reddi) fertiggestellt.
Die zweite Kapelle besitzt ein Altarbild aus dem 17. Jahrhundert von Giovanni Battista Caccioli, das die Begegnung von Philipp Neri mit dem heiligen Felice Cappuccino in Montecavallo darstellt.
Die vierte Kapelle beherbergt ein Altarbild von Mauro Oddi, das die Nächstenliebe des heiligen Karl Borromäus zeigt.

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Palazzo del Governatore & Monumento a Giuseppe Garibaldi
Der Palazzo del Governatore ist ein Palast des Barock und des Klassizismus in Parma in der italienischen Region Emilia-Romagna. Er nimmt die gesamte Nordseite der Piazza Garibaldi in der Stadtmitte ein. Die Fassade des Palastes, die vollständig verputzt und gelb gestrichen ist, ist durch den hohen Turm gekennzeichnet, der trotz der Eingriffe von Petitot typische Elemente des Barock zeigt. Daran ist unterhalb der drei großen Öffnungen für die Glocken eine große Uhr angebracht.

Nach mehreren Umbauten wurde das Gebäude 1760 von Ennemond Alexandre Petitot, einem französischen Architekten am Hofe Philipps von Bourbon, neu gestaltet. Der 1763 erbaute Barockturm beherbergt im Glockenstuhl die ursprüngliche Glocke des Stadtturms, die 1606 einstürzte. Die gekrönte Jungfrau in der Glockenturmnische stammt von dem französischen Bildhauer Jean-Baptiste Boudard.

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Mitten auf dem Platz Piazza Garibaldi steht die Statue von Davide Calandra zum Gedenken an Giuseppe Garibaldi, die 1893 errichtet wurde. Dahinter die Statue der Gekrönten Jungfrau und die Sonnenuhr vom Palazzo del Governatore.

Unterhalb, zu beiden Seiten der Nische, in der die Statue der „Gekrönten Jungfrau“ von Boudard aufgestellt ist, befinden sich komplexe Sonnenuhren aus dem 19. Jahrhundert, die zur Zeit ihres Baus eines der fortschrittlichsten Systeme zur Messung der Zeit darstellten. Sie bestehen neben der eigentlichen Sonnenuhr aus Meridianen für die tatsächliche und die mittlere Zeit, die es ermöglichen, neben der Tageszeit auch die Zeitzonen, den Lauf der Monate, die Stunden von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, die Sternenkonstellationen und weitere astronomische Rechengrößen darzustellen. Die beiden symmetrischen Seitenflügel zeigen sich in rein klassizistischem Stil, was man insbesondere am Geschosstrennungsgesims, den Ornamenten an den Fenstern, dem Traufgesims mit den eleganten Mäandern und den horizontalen Reliefstreifen erkennt.

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Die Kirche San Rochus (Chiesa di San Rocco) ist eine spätbarocke, römisch-katholische Kirche in Parma, Italien, die dem Heiligen Rochus geweiht ist. In der Nähe des Sitzes der Universität Parma wurden die Kirche San Rocco und das angeschlossene Kloster 1564 den Jesuiten zur Verwaltung übergeben. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde der Fassade aus dem 16. Jahrhundert ein geschwungener Giebel hinzugefügt.

Ursprünglich ein Oratorium, das 1528 während einer Pestepidemie gegründet wurde. Das Gelände wurde den Jesuiten übergeben, die die Kirche 1754 nach Entwürfen von Alfonso Torreggiani wiederaufbauten. Bei diesem Wiederaufbau zerstörten sie ein bedeutendes Fresko, das die Geißelung Jesu Christi (1608) von Federico Zuccaro darstellte. Der Glockenturm wurde 1747 von dem Architekten Antonio Bettoli hinzugefügt.

In der ersten Kapelle befand sich ein Gemälde von Giovanni Gaibazzi. Die zweite Kapelle zeigte den Heiligen Franz Xaver, der Ungläubige tauft, von Pietro Rotari; er malte auch das Altarbild der Heiligen Ursula und der Märtyrer. Das Hauptaltarbild stammt von Francesco Scaramuzza. Links befand sich ein Gemälde der Beschneidung Jesu von Giacinto Brandi und das Grabmal der Gräfin Giacinta Sanvitali di Poli, das Alberto Oliva zugeschrieben wird. In der zweiten Kapelle links hingen ein Bild des Heiligen Ignatius von Lionello Spada und eine Darstellung der Einsetzung der Eucharistie von Calloni. In der ersten Kapelle links befanden sich ein Bild des Heiligen Ludwig Gonzaga und eine Darstellung der Heiligen Filomena von Giovanni Battista Borghesi.

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„Der heilige Rochus heilt Pestkranke“, Gemälde von Francesco Scaramuzza (1831)
Der heilige Rochus von Montpellier (Montpellier, 1350? Voghera, Nacht vom 15. auf den 16. August 1376), ein französischer Pilger und Wundertäter, widmete sich während einer Pilgerreise nach Rom der Pflege von Pestkranken und erkrankte dabei selbst. Der Legende nach lehnte er jegliche Hilfe ab, um andere nicht zu gefährden. Ein Hund brachte ihm jedoch täglich ein Brot und ermöglichte ihm so sein Überleben bis zur Genesung. Wie auf dem Gemälde zu sehen ist, wird der heilige Rochus in der Ikonographie durch die Pestwunde an seinem Bein und die Begleitung eines Hundes dargestellt. Seit dem Mittelalter wird der heilige Rochus als Schutzpatron gegen die Pest angerufen; in der Neuzeit gilt er als großes Vorbild menschlicher Solidarität und christlicher Nächstenliebe im Geiste der Selbstlosigkeit. Das Konzil von Konstanz sprach ihn 1414 heilig, da er von der Pest befreit und zum Schutzpatron verlassener Kranker geworden war.

Trotz der großen Verehrung des heiligen Rochus sind die Überlieferungen über sein Leben sehr lückenhaft. Er wurde um 1345/50 in Montpellier in Frankreich geboren. Mit 20 Jahren gelobte Rochus, nach Rom zu reisen, um an den Gräbern von Petrus und Paulus zu beten. Während seiner Reise heilte er Pestkrankte durch das Bekreuzigen. Doch nach einiger Zeit merkte er, dass auch er erkrankt war. Da er niemanden zu seiner Heilung zwingen wollte, beschloss Rochus, in einem kleinen Dorf namens Sarmato Zuflucht zu suchen. Der Legende nach fand ihn ein Hund und rettete ihm das Leben, indem er ihm täglich ein Stück Brot brachte. Er starb am 16. August 1376 im Alter von 32 Jahren. 1414 erklärte das Konzil von Konstanz Rochus zum Heiligen, zum Schutzpatron der Pestopfer, der verlassenen Kranken und auch der Hunde.

Der Autor: Francesco Scaramuzza wurde 1803 in Sissa geboren und studierte an der Akademie in Parma, wo er im Kult von Correggio und Raffael aufwuchs. Er war in der Region sehr aktiv: Zu seinen Werken zählen neben diesem Gemälde auch „Der heilige Martin zu Pferd“ für die Pfarrkirche von Noceto (1832), „Vision des heiligen Hilarius“ für die gleichnamige Pfarrkirche in Sant’Ilario Baganza (1832), „Die Darstellung Mariens im Tempel“ für die Kirche des Quartiere di Parma (1835), die Figuren der „Benediktinerheiligen“ im Kreuzgang von San Giovanni Evangelista in Parma (1840) und die „Episoden aus dem Leben Napoleons“ in der Villa des Grafen Caimi (1845). Er ist außerdem bekannt für seine 243 Kartons, die Dantes Göttliche Komödie illustrieren. Er starb 1886 in Parma.

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Lourdes-Grotte als Seitenaltar

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Der heilige Franz Xaver, Gemälde von Pietro Rotari
Franz Xaver, ein spanischer Jesuit und Missionar, wurde am 7. April 1506 in Javier, Spanien, in eine Adelsfamilie geboren. Er studierte Theologie an der Sorbonne in Paris, wo er Ignatius von Loyola kennenlernte, mit dem er gemeinsam den Jesuitenorden gründete. 1537 wurde er zum Priester geweiht und im März 1541 verließ er Lissabon in Richtung Indien und erreichte schließlich Taiwan. Er starb 1552 und wurde 1622 von Papst Gregor XV. heiliggesprochen. 1927 wurde er zum Schutzpatron der Missionen ernannt. Das Grab des heiligen Franz Xaver befindet sich in der Kirche Bom Jesus in Goa, Indien.

Pietro Antonio Rotari wurde am 30. September 1707 in Verona geboren. Er schuf Werke mit mythologischen Themen und Porträts, widmete sich aber auch der religiösen Malerei, wie dieses Gemälde beweist. Nach 1751 ging er nach Wien und Dresden und 1756 nach St. Petersburg, wo er Hofmaler am russischen Hof von Elisabeth II. wurde.

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Gemälde „Die Erscheinung Gottes des Vaters und Christi mit dem Kreuz vor dem heiligen Ignatius“ von Lionello Spada
Der heilige Ignatius von Loyola (Inigo López de Loyola), Gründer des Jesuitenordens, wurde 1491 in Azpeitia, Spanien, als jüngstes von dreizehn Kindern einer privilegierten und wohlhabenden Adelsfamilie geboren. Wie sein Vater und seine Brüder trat Inigo in die Armee des Vizekönigs von Navarra ein und diente ihm drei Jahre lang, wobei er Tapferkeit und Mut bewies. Während einer Belagerung wurde er jedoch von einer verheerenden Kanonenkugel am rechten Bein getroffen, die es an mehreren Stellen brach. Man fürchtete um sein Leben, und erst nach sehr schmerzhaften Operationen, die er stoisch ertrug, konnte er sich erholen, obwohl er gelähmt blieb.
Während der Tage des Leidens und der quälenden Lähmung begann sein Prozess der religiösen Bekehrung. Am 25. März 1522 trat er in das Kloster Manresa in Katalonien ein und nahm den neuen Namen Ignatius an. Mit dem Wunsch, Priester zu werden, setzte er sein Studium in Barcelona, ​​Salamanca und an der Sorbonne in Paris fort. Am 15. August 1534 legten Ignatius und sechs weitere Studenten, darunter der spätere Heilige Franz Xaver, ein Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ab und gründeten einen internationalen Orden, der nach einem Begriff aus der Militärzeit „Gesellschaft Jesu“ genannt wurde und die Anerkennung von Papst Paul III. erhielt.

Ignatius sandte seine Gefährten in alle Welt, um Schulen, Institute, Kollegien und Priesterseminare zu gründen. Die damaligen Herrscher hatten oft Jesuiten als Beichtväter und geistliche Begleiter, die Einfluss auf die Politik der Regierungen nehmen und so zum Erfolg der Gegenreformation beitragen konnten. Am Abend des 30. Juli 1556 spürte Ignatius den nahenden Tod und bat um religiösen Trost und den Segen des Papstes. Sein Sekretär verschob die Erfüllung seines Wunsches jedoch bis zum nächsten Morgen, sodass Ignatius im Alter von 65 Jahren starb, ohne die Sakramente empfangen zu haben. Er wurde am 1. August in der Kirche Santa Maria della Strada in Rom beigesetzt. Später wurde sein Leichnam in einer vergoldeten Bronzeurne in der Kapelle des Heiligen Ignatius in der Kirche Il Gesù in Rom aufbewahrt. Die silberne Statue des Heiligen wurde von Pierre Legros geschaffen.
1622 wurde er von Papst Gregor XV. heiliggesprochen; er ist der Schutzpatron der katholischen Schulen und aller Schüler.

Der Künstler: Lionello Spada wurde 1576 in Bologna geboren und in der Werkstatt von Cesare Baglioni ausgebildet. Aufgrund seiner Vorliebe, die Themen und den Stil des großen Meisters Caravaggio zu imitieren, wurde er als „Caravaggios Affe“ bezeichnet, wie beispielsweise in seinem Gemälde „Die Wahrsagerin“, das sich heute in der Galleria Estense in Modena befindet. Ab 1617 war er als Hofmaler von Ranuccio Farnese in Parma tätig und wurde in seinen letzten Lebensjahren zunehmend von Correggios Werk beeinflusst, wie etwa in „Die mystische Vermählung der Heiligen Katharina“ von 1621. Er starb am 17. Mai 1622 in Parma.

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Die Königin der Engel mit den Heiligen Luigi Gonzaga und Stanislao Kostka
Das Gemälde entstand 1822 bei Giovan Battista Borghesi im Auftrag von Maria Antonia Gioseffa Borbone Parma, Prinzessin und Ursulinenschwester. Es ist im neoklassizistischen Stil gehalten, wie man an Elementen wie der Draperie und der Nacktheit Jesu erkennen kann. Dargestellt sind außerdem die beiden historischen Persönlichkeiten Luigi Gonzaga und Stanislao Kostka aus dem 16. Jahrhundert. Bevor ihre Verehrung entdeckt wurde, waren beide Adlige, wie einige Elemente in der unteren rechten Ecke belegen, darunter eine Krone als Symbol des Adels, Muscheln und Stöcke als Symbole der Pilgerfahrt. Die beiden Heiligen beten Jesus an, der sie in einer Umarmung zu empfangen scheint. Die Geste ist eine Vorwegnahme der Kreuzigung und ist einem Werk von Correggio (Madonna von San Girolamo, derzeit in der Nationalgalerie in Parma zu sehen) entlehnt, ebenso wie der Engel im Vordergrund, der den Betrachter anblickt, als wolle er ihn einladen, an der Szene teilzunehmen.

Luigi Gonzaga, der älteste Sohn von Ferrante Gonzaga, einer adligen Familie aus Mantua, war für eine militärische Laufbahn bestimmt, entschied sich aber bereits mit sieben Jahren für das Ordensleben. Er studierte Literatur, Naturwissenschaften und Philosophie, las spirituelle Texte und Missionsberichte und festigte seinen Entschluss, Jesuit zu werden, trotz des anfänglichen Widerstands seines Vaters (der ihn an verschiedene Höfe schickte, in der Hoffnung, das glanzvolle Leben würde ihn von seinem Plan abbringen). Am 25. November 1585, im Alter von 17 Jahren, trat er in das Noviziat der Gesellschaft Jesu in Rom ein, wo der heilige Robert Bellarmin zu seinen Lehrern zählte. In den Jahren 1590/91 forderte eine Reihe von Epidemien Tausende von Todesopfern in Rom.

Stanislaus Kostka entstammte einer wohlhabenden Familie des alten polnischen Adels; er war das zweite von sieben Kindern von Johann, Herr von Zakroczym und Senator des Königreichs Polen, und Margarita de Drobniy Kryska aus dem Geschlecht der Pfalzherzöge von Masowien. 1564 wurde er mit seinem älteren Bruder Paul nach Wien geschickt, um am dortigen Jesuitenkolleg zu studieren. Er erreichte Rom, wo er am 28. Oktober 1567 vor dem General des Ordens, Francesco Borgia, seine erste Ordensprofess ablegte und Jesuitennovize wurde. Er trat in das Kollegium der Jesuiten ein, um seine philosophischen und theologischen Studien abzuschließen und zum Priester geweiht zu werden. Doch er erkrankte schwer und starb in der Nacht vom 14. auf den 15. August 1568.

Der Künstler: Giovan Battista Borghesi wurde 1790 geboren. Er war ein Vertreter des Neoklassizismus und wirkte in Parma. Er malte die „Madonna mit Kind und Heiligen“ in der Kirche Santa Margherita in Colorno, den „Heiligen Antonius Abt“ in der Kirche Sant’Uldarico in Parma und ein großes Altarbild mit der „Heiligen Dreifaltigkeit“ im Oratorium Trinità dei Rossi, das große Anerkennung fand und ihm eine herzogliche Subvention einbrachte. 1830 wurde er zum Professor für Malerei an der Akademie der Schönen Künste ernannt. Er restaurierte Parmigianinos Fresken in Fontanellato, bemalte das Gewölbe und den Vorhang des Teatro Regio, das Gewölbe des dritten Saals der Palatinischen Bibliothek und das berühmte Porträt der Herzogin Maria Luigia, das sich heute in der Galleria Nazionale in Parma befindet. Er war oft gesundheitlich angeschlagen und starb 1846 im Alter von 56 Jahren in Parma.

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Kreuzwegstation in der Chiesa di San Rocco

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Monumento a Filippo Corridoni
Am Anfang der Via D'Azeglio, links nach der Ponte di Mezzo, befindet sich das Denkmal für Filippo Corridoni auf dem nach ihm benannten Platz, ehemals Rocchetta-Platz. Es wurde 1927 enthüllt. Das im Art-déco-Stil gehaltene Bauwerk stammt vom Architekten Mario Monguidi, die Marmor- und Bronzestatuen von Alessandro Marzaroli.
Es ist 13 Meter hoch und steht auf einem Sockel aus Porphyrstufen. Aus dem quadratischen Sockel mit vier in Marmor verschmolzenen Köpfen, vier Adlern und vier Zitaten Corridonis erhebt sich die weiße Stele mit allegorischen Alto-Rilievos (Glaube, Liebe, Armut, Revolutionsgeist) auf den vier Seiten. Die Statue des Helden des Ersten Weltkriegs ist aus Bronze und 4,50 Meter hoch. Die Inschrift stammt von Ildebrando Cocconi.

Der 1887 geborene Filippo Corridoni war eine zentrale Figur der italienischen revolutionären Gewerkschaftsbewegung. Als überzeugter Interventionist fiel er 1915 an der Karstfront. Später wurde er von verschiedenen ideologischen Strömungen vereinnahmt und zum Symbol sowohl linker Bewegungen als auch des faschistischen Regimes, das seine offizielle Gedenkfeier förderte.

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Strada Massimo D'Azeglio, 6, 43125 Parma PR, Italien

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Chiesa Parrocchiale della Santissima Annunziata - Kirche St. Maria der Verkündigung
Die Santissima Annunziata, auch Basilica del Paradiso genannt, ist eine römisch-katholische Kirche und ein Kloster im Renaissancestil an der Via Massimo D'Azeglio in Parma, Italien. Die Kirche wurde an der Stelle eines ehemaligen Franziskanerklosters außerhalb der Stadtmauern errichtet, das 1546 von Herzog Pier Luigi Farnese abgerissen wurde. Ursprünglich war die Kirche den Heiligen Gervaso und Protaso geweiht. Der Bau begann 1566 im Auftrag von Herzog Ottavio Farnese und dem Bischof von Brugnato nach einem Entwurf von Giambattista Fornovo. Der Grundriss des Klosters ist nahezu elliptisch. Zwei Halbkreise sind durch zwei gerade Linien verbunden, die zur Apsis, zehn Kapellen und einem Atrium führen. Der Innenraum vereint elliptische und geradlinige Formen, gegliedert durch korinthische Pilaster und zehn Seitenkapellen.

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Der Bau der Franziskanerkirche der Heiligen Verkündigung begann am 9. Mai 1566 nach dem Entwurf des Architekten Gian Battista Fornovo, der für das Gebäude einen ovalen Grundriss wählte und den Eingang an der kürzeren Achse platzierte. Der Eingang der Kirche wird von einer sehr großen Vorhalle mit drei Etagen flankiert, die sich um das gesamte Gebäude erstreckt und es horizontal verbindet.

Das Hauptaltarbild, eine thronende Madonna mit Kind und den Heiligen Bernhard, Johannes dem Täufer, Johannes dem Evangelisten und Franz von Assisi (1776) von Antonio Brianti, ist eine Kopie eines Werkes (1518) von Francesco Zaganelli für die Kirche „Annunziata di fuori“.

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Im Inneren erstreckt sich der Raum längs, und das Volumen wird durch riesige korinthische Pilaster gegliedert, auf denen die Rippen des Gewölbes ruhen. Zwischen den Pilastern befinden sich zehn Seitenkapellen, fünf auf jeder Seite zwischen dem Eingang und dem Hauptaltar. Die verschiedenen Statuen und Stuckdekorationen stammen von den Brüdern Luca und Giovan Battista Reti.

In der vierten Kapelle links befinden sich Darstellungen aus dem Leben des Heiligen Petrus von Alcantara (frühes 18. Jahrhundert) von Pier Ilario Spolverini. In der neunten Kapelle kniet der Heilige Bonaventura vor der Jungfrau Maria, gemalt von Sebastiano Galeotti. In der zehnten Kapelle steht der Taufbrunnen von Camillo Uccelli. Zu den weiteren Künstlern, deren Werke hier zu finden sind, gehört Giovanni Battista Tinti.

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Im linken Atrium befindet sich eine Kopie der Verkündigung von Correggio (1520), einem Fresko aus der Kirche der Minderjährigen in der Via Farini. In der Nische stehen eine polychrome Terrakotta-Skulptur von Antonio Sbravati mit dem Motiv „Ecce Homo“ sowie eine Darstellung des Martyriums der Heiligen Gervaso und Protaso (frühes 19. Jahrhundert) von Biagio Martini.

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Der barocke Stuckschmuck im Kirchenschiff wird Luca und Giovanni Battista Reti zugeschrieben. Die Orgel stammt von Giuseppe Serassi. Die Kapellen beherbergen Werke von Künstlern des 18. und 19. Jahrhunderts: Tommaso Bandini, Giovanni Gaibazzi, Francesco Scaramuzza (darunter die Darstellung Mariens im Tempel), Francesco Pescatori und Sebastiano Galeotti mit einer Darstellung Bonaventuras vor Maria. Im Presbyterium befindet sich ein Altarbild – eine Kopie von Zaganelli (Original von 1518) –, das von Antonio Brianti geschaffen wurde.

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Herzogspalast (Palazzo Ducale del Giardino di Parma) - Geschichtsträchtiger Palast mit italienischem Barockdesign und Fresken sowie für die Öffentlichkeit zugänglichem Schlosspark Parco Ducale.

Der Palazzo del Giardino oder Palazzo Ducale, von den Farnese als repräsentativer und luxuriöser Wohnsitz gewünscht, entstand um eine bereits bestehende Burg aus der Sforza-Zeit. Der erste Farnese-Bau stammt aus den Jahren 1561-64 nach einem Entwurf von Vignola. Doch bald erschien der Palast zu bescheiden, und zwischen dem späten 16. und den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts wurde er von Simone Moschino und Gerolamo Rainaldi erweitert, die ihm mit Vorbauten und Seitenflügeln die heutige Form gaben.

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Im Parco Ducale befindet sich der Palast von Maria Luisa, der Frau von Napoleon. Er ist derzeit der Sitz des Carabinieri-Kommandos, daher ist er nicht von innen besichtigbar, aber man kann ihn von außen bewundern und auch am See spazieren gehen. Der Park befindet sich fast im Zentrum von Parma.

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Ospedale Vecchio - Ehemaliges Altes Krankenhaus
Von Ende des 15. Jahrhunderts bis 1926 beherbergte dieser riesige Gebäudekomplex das Krankenhaus von Parma und gilt institutionell als eines der ältesten in Italien. Seine Gründung geht auf das Jahr 1201 zurück und erfolgte durch Rodolfo Tanzi, einen Ritter des Deutschen Ordens, der ein erstes Gebäude in der Borgo Taschieri (heute Via Cocconi) als Unterkunft für Kranke einrichtete. Das Ospedale Vecchio, gelegen in Oltretorrente, ist ein Renaissance-Gebäude mit einem prächtigen Fassadenportikus. Ursprünglich als städtisches Krankenhaus genutzt, beherbergt es heute öffentliche Bibliotheken und kulturelle Archive.

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Die Kathedrale von Parma und das Baptisterium von Parma am Piazza del Duomo
Der Dom von Parma, mit seinen 900 Jahren, ist ein heiliger Ort, ein Kunstwerk und ein Stück Geschichte. Die römischen Reliefs von Antelami und die großartigen Fresken von Allegri strahlen Hingabe aus. Das Baptisterium von Parma, entworfen von Antelami und mit rosa Marmor aus Verona verziert, ist das architektonische Symbol des Übergangs vom romanischen Stil zum gotischen Stil. Die Wände dieses achteckigen Turms sind mit Fresken und Reliefs geschmückt.

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Parco della pilotta und Palazzo della Pilotta mit Complesso Monumentale della Pilotta
Die Pilotta, ein imposanter Palast, Symbol der herzoglichen Macht der Familie Farnese und historisches und bürgerliches Zentrum von Parma, ist heute ein einzigartiger Monumentalkomplex. Das Farnese-Theater, die Nationalgalerie Parma, das Nationale Archäologische Museum und die Palatinische Bibliothek sind durch ihre gemeinsame Geschichte verbunden. Mit ihren Sammlungen, die reich an kleinen und großen Schätzen sind – einst getrennt, nun aber wieder vereint –, bilden sie ein Kultur- und Wissenschaftszentrum, das sich einem neuen Dialog mit den Bürgern von Parma und der Welt öffnet.

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Monumento al Partigiano am Piazza della Pace vor dem Palazzo della Pilotta

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Das Denkmal für Padre Lino – Spirituelles Herz der Oltretorrente
Auf der Piazzale Giovanni Inzani steht das Denkmal für Padre Lino Maupas, eine in der Gemeinde von Parma hochverehrte Persönlichkeit. Der in Frankreich geborene und in Parma lebende Franziskanermönch widmete sein Leben den Ärmsten, Gefangenen und Ausgegrenzten und wurde so zu einem lebendigen Symbol christlicher Nächstenliebe. Das 1994 vom Bildhauer Jucci Ugolotti geschaffene Denkmal zeigt ihn mit Brot in der Hand als Zeichen der Nächstenliebe.

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Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun:



Complesso Monumentale della Pilotta - Palazzo della Pilotta Parma, Juni 2026
Museo archeologico nazionale di Parma, Teatro Farnese, Galleria nazionale di Parma, Biblioteca Palatina di Parma, Museo Bodoniano: