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Es wurde mal wieder Zeit für das weltbeste Tartar (nach Eigenwertung und gewusst wo!) und weiters waren bei dieser Pragvisite folgende Besuche geplant: Masaryčka, Kirche St. Antonius von Padua, Industriepalast, Skulpturen von David Cerny, Prager Fernsehturm, Vysehrad Kasematten, Basilika St. Peter und Paul und Hauptpostamt.

Masaryčka - Budova A
Markantes Gebäude in der Nähe des Masaryk Bahnhofs von der bekannten Architektin Zaha Hadid.
Das Projekt Masaryčka wurde von Zaha Hadid Architects in Zusammenarbeit
mit Jakub Cígler Architekti entworfen und in den Jahren 2020 bis 2023
realisiert. Der Bau schließt direkt an den historischen Masaryk-Bahnhof
in Prag an und grenzt an die Straßen Na Florenci und Havlíčkova.
Bereits 2016 begannen die Planungen, die auf eine funktionale und
städtebaulich prägende Lösung für das bislang brachliegende Areal
abzielten.
Mit einer Fläche von rund 28 000 bis 31 000 m² entstand ein markantes
Ensemble aus zwei Baukörpern mit sieben bzw. neun Geschossen. Die
Inbetriebnahme erfolgte im zweiten Halbjahr 2023. Masaryčka verbindet
moderne Büro- und Einzelhandelsnutzung mit einer starken Öffnung zum
öffentlichen Raum. Neue Fußwege führen direkt über und entlang der
Bahnsteige des Masaryk-Bahnhofs. Auf der Westseite wurde ein
öffentlicher Platz geschaffen, der das Bahnhofsumfeld deutlich
aufwertet. Die Fassade ist mit Lamellenstrukturen gestaltet, die den
Tageslichteinfall regulieren und zugleich den Bezug zur Silhouette der
Prager Altstadt herstellen.

Auf dem Weg vom Masarykow-Bahnhof zum Einkaufszentrum Palladium liegt
eine kleine Straße, die nach dem Heiligen Hubertus benannt ist.
Hubertus wurde um 656–727 in eine Adelsfamilie geboren. Er war ein
leidenschaftlicher Jäger und lebte lange Zeit ein weltliches Leben. Der
Legende nach bekehrte er sich am Karfreitag während einer Jagd zum
Glauben, als ihm ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz zwischen den
Geweihstangen erschien. In diesem Moment hörte er eine Stimme, die ihn
aufforderte, dem weltlichen Leben zu entsagen und sich Gott zu weihen.
Danach wurde Hubertus Priester und später Bischof. Er ist der
Schutzpatron der Jäger, Förster, Schützen und Hunde, Mathematiker,
Optiker und Metallarbeiter. Bis ins frühe 20. Jahrhundert suchten die
Menschen bei Tollwutopfern seinen Rat und verwendeten den
„Hubertusschlüssel“. Ein Hirsch mit Kreuz wurde zum Symbol des
Heiligen. Deshalb schweben drei prächtige Rothirsche mit roten Flügeln
über der Straße.

Náměstí Republiky

Obecní dům mit Smetana Halle (Smetanova síň)

Lettergirl von David Cerny

Bewegliche Metallskulptur des Kopfes von Franz Kafka, erschaffen vom Künstler David Černý.
Franz Kafka - Otočná Hlava - "K" - Socha Davida Černého

Butterfly Effect von David Cerny (Motýli na Máji)

Der Škoda 1000 MB ist ein Pkw-Modell der unteren Mittelklasse des
tschechoslowakischen Automobilherstellers AZNP (Škoda), der ab dem 2.
April 1964 den Octavia ablöste.

Jilska Palace

Sigmund Freud hängende Figur von David Cerny (Socha zavěšeného Sigmunda Freuda "Viselec")
David Černýs lebensechte Skulptur des Psychoanalytikers Sigmund Freud, die an einem Mast über einer Straße hängt.

Husova, Staré Město, Tschechien

Husova, Staré Město, Tschechien

Karlova, Staré Město, Tschechien

Karlova, Staré Město, Tschechien

Prager Burg (Pražský hrad)
Große Burganlage mit architektonischen Elementen aus römischer Zeit bis hin zur Gotik und dem 20. Jahrhundert.

Karlsbrücke (Karlův most)
Berühmte Steinbrücke, die die Altstadt mit der Kleinseite verbindet, mit Straßen- und Unterhaltungskünstlern.

Hotel „Zu den drei Straußen“ (Hotel U tří pštrosů)
Dražického nám., Malá Strana, Praha

Die engste Straße von Prag (Nejužší pražská ulička), U Lužického semináře, Malá Strana
Schmale Treppe zwischen 2 Gebäuden mit Fußgängerampeln an beiden Enden.

Skulptur urinierender Figuren von David Cerny (Čůrající postavy)
Unkonventionelle Skulptur von David Černý mit 2 urinierenden Männern mit mechanisch beweglichen Becken.

Mánes-Brücke (Mánesův most)
1916 errichtete Bogenbrücke aus Beton mit Blick auf die Stadt und bequemem Zugang zur Prager Burg.
Rudolfinum und Tschechische Philharmonie (Česká filharmonie)
Traditionsreiches Kulturzentrum aus dem 19. Jahrhundert mit Konzertsälen, Kunstgalerie und Ausstellungsräumen.

Karlsbrücke (Karlův most) mit Kreuzherrenkirche (Kostel svatého
Františka z Assisi), Altstädter Brückenturm (Staroměstská mostecká věž)
undWasserturm der Altstadt (Staroměstská vodárenská věž)

Památník československým letcům RAF (okřídleného lva)
Das
Denkmal *Der geflügelte Löwe* (*Winged Lion*), geschaffen von dem
britischen Bildhauer Colin Spofforth, befindet sich am Klárov in Prag. Es
wurde am 17. Juni 2014 enthüllt. Das Denkmal ist den
tschechoslowakischen Fliegern gewidmet, die während des Zweiten
Weltkriegs in der britischen Royal Air Force (RAF) dienten – von denen
viele an der Luftschlacht um England (*Battle of Britain*) teilnahmen.
Dieses Denkmal ist ein Ausdruck des dauerhaften Dankes der britischen
Gemeinschaft an die 2.500 tschechoslowakischen Flieger, die zwischen
1940 und 1945 in der Royal Air Force für die Freiheit Europas dienten.
Viele von ihnen wurden später vom kommunistischen Regime in der
Tschechoslowakei verfolgt. Das Denkmal wurde am 17. Juni 2014 von Sir
Nicholas Soames, Mitglied des britischen Parlaments, enthüllt.
Ein Geschenk an das tschechische und das slowakische Volk von der
britischen Gemeinschaft, die in der Tschechischen Republik und der
Slowakischen Republik lebt und arbeitet.
Der zwei Meter hohe, geflügelte Löwe aus Bronze ist ein Werk des
britischen Bildhauers Colin Spofforth. Der Löwe wurde in einer
Kunstgießerei in Horní Kalná, am Fuße des Riesengebirges (Podkrkonoší),
in Bronze gegossen. Er steht auf einem Betonsockel, der mit
tschechischem Granit verkleidet ist. Von oben betrachtet, erinnert der
kreisförmige Sockel an das Emblem der tschechoslowakischen
Luftstreitkräfte. Die Beplankung und die Nieten auf beiden Seiten
sollen die Außenhaut eines Flugzeugs nachahmen.

ST.-ANTONIUS-KIRCHE
ERBAUT ZWISCHEN 1908 UND 1914 NACH ENTWÜRFEN VON FRAU UKŠE
UND AM 25. MAI 1914 DURCH KARDINAL SKRBENSKÝ GEWEIHT

Kirche St. Antonius von Padua (Kostel sv. Antonína Paduánského)
Die Fassade der Antoniuskirche ist mit Heiligenstatuen des Bildhauers
Štěpán Zálešák geschmückt: Sie zeigen den heiligen Antonius (den
Kirchenpatron) sowie die Heiligen Kyrill und Method. Später kamen
Statuen des heiligen Wenzel und der heiligen Ludmila hinzu, die vom
Bildhauer František Přítel geschaffen wurden. Diese wurden – zusammen
mit einer Glocke namens „Antonín“ – am 13. Juni 1926, dem Tag des
Pfarrfestes, von Bischof Antonín Podlaha geweiht.

Eine bemerkenswerte Dominante des Zentrums von Holešovice ist die
Pfarrkirche des Heiligen Antonius von Padua. Die pseudogotische
dreischiffige Kirche wurde zwischen 1908 und 1914 nach einem Entwurf
des Architekten František Mikš erbaut.

Hochaltar – Er umfasst eine *Mensa* (Altartisch) aus Slivenec-Marmor,
ein Geschenk von Pfarrer Antonín Nepil. Der figürliche Schmuck an der
Kanzel und den Altären stammt von dem Bildhauer Štěpán Zálešák. Die
Statuen am Hochaltar stellen den heiligen Antonius, den heiligen Wenzel
und den heiligen Johannes von Nepomuk dar.
Gemäldezyklus zum Leben des heiligen Antonius von Padua – Geschaffen
zwischen 1927 und 1931 von dem akademischen Maler Bohumír Číla,
basierend auf Entwürfen von Antonín Krisan aus dem Jahr 1927.

Die dreimanualige Orgel wurde von dem Orgelbauer Josef Hubička aus
Holešovice erbaut. Ursprünglich verfügte sie über eine romantische
Disposition, die für die Zeit ihrer Entstehung typisch war. Im Zuge
eines umfassenden Umbaus in den 1970er-Jahren wurde die pneumatische
Traktur (ursprünglich als Vakuum- bzw. Saugpneumatik ausgeführt) auf
ein Drucksystem umgestellt; die Disposition der Orgel wurde dabei so
stark verändert, dass sie ihren ursprünglichen romantischen Charakter
verlor. Nach Weihnachten 2001 wurde die Orgel einer weiteren
grundlegenden Überholung unterzogen, bei der die pneumatische Traktur
durch eine neue, moderne elektromagnetische Traktur ersetzt wurde.
Zudem wurde der Spieltisch umgebaut und an eine besser geeignete Stelle
versetzt.

Kanzel – Verziert mit vier Reliefs der Evangelisten; in den Ecken
befinden sich Reliefs der Kirchenväter. Die Kanzel wurde der Kirche von
Kardinal Skrbenský gestiftet.
Taufbecken – Gefertigt aus Slivenec-Marmor.

Altar der Jungfrau Maria – Dieser Altar befindet sich im südlichen
Seitenschiff und war ein Geschenk des Prager Weihbischofs František
Brusák. Die Gemälde auf dem Marienaltar stammen von dem akademischen
Maler Antonín Krisan. Es handelt sich um einen dreiteiligen Holzaltar,
der verschlossen werden kann.

Altar des Heiligsten Herzens Jesu – Dieser Altar befindet sich im
nördlichen Seitenschiff und wurde 1922 von dem Holzschnitzer Václav
Mráz gefertigt. Die zentrale Statue des Heiligsten Herzens Jesu stammt
von dem tschechischen Bildhauer Čeněk Vosmík. Der Altar ist mit Werken
von Antonín Krisan verziert: Die Seitenflügel zeigen Szenen aus dem
Leben des Herrn, während der untere Teil das Letzte Abendmahl
darstellt. Zudem finden sich hier Büsten der Heiligen Petrus und Paulus.

Altar der Grablegung – Befindet sich im vorderen Bereich des südlichen
Seitenschiffs. Es ist eine 1924 von Viktorin Šulc angefertigte Kopie
nach Raffael. Die kleineren Gemälde der Heiligen Josef und Antonius
stammen von dem akademischen Maler Antonín Krisan.

Altar des Heiligen Kreuzes – Errichtet im Jahr 1924. Das Wandgemälde
des gekreuzigten Christus, geschaffen von dem Künstler Jaroslav Major –
einem Vertreter der Beuroner Kunstschule –, wurde bereits 1915 während
der ersten Missionsgottesdienste geweiht. Die Altartafeln zeigen zwei
Szenen aus dem Gleichnis vom verlorenen Sohn; sie sind ein Werk von
Antonín Krisan.

Altar der heiligen Agnes von Böhmen – Dies ist der letzte Altar im
südlichen Seitenschiff. Er wurde von dem Bildhauer Malínský geschaffen
und im Oktober 1934 von Kardinal Kašpar geweiht. Die vollständige
Fertigstellung des Altars erfolgte erst 1937.
Der ursprüngliche Kreuzweg, der aus gerahmten Farbdrucken bestand,
wurde 1941 durch Holzschnitzereien des Kunsthandwerkers Bohumil Bek aus
Kutná Hora ersetzt; diese wurden am Palmsonntag desselben Jahres
geweiht.

Altar Unserer Lieben Frau von Lourdes (Garten Gethsemane, Heiliges
Grab) – Geschaffen 1934 von dem Bildhauer Malínský. Ein Jahr später
wurde eine Statue Unserer Lieben Frau von Lourdes hinzugefügt.

Die Kirchenfenster in den Seitenschiffen wurden ab 1921 schrittweise
eingesetzt – dank der Beiträge einzelner Spender, deren Namen in der
Regel am unteren Rand der Fenster verzeichnet sind. Die Entwürfe für
sämtliche Buntglasfenster stammen von Antonín Krisan.
Unsere Liebe Frau von Klokoty, 1916, signiert
Die Taufe der heiligen Ludmilla, 1924, signiert – im unteren Bereich:
die selige Mlada, der heilige Wenzel, die heilige Agnes von Böhmen
Die heilige Elisabeth von Thüringen, 1925, signiert – im unteren
Bereich: der heilige Antonius von Padua, die heilige Anna, der heilige
Franz Xaver

Strossmayerovo náměstí, Holešovice, Praha

Lapidarium des Nationalmuseums (Lapidárium Národního muzea) im Ausstellungszentrum Prag (Výstaviště Praha)

Industriepalast (Průmyslový palác) im Ausstellungszentrum Prag (Výstaviště Praha)
Ausstellungen in einem eleganten, Ende des 19. Jahrhunderts fertiggestellten Industriegebäude.

Lilith - David Černý
Diese eindrucksvolle Skulptur zeigt eine überlebensgroße weibliche
Gestalt, die sich an die Außenwand eines modernen Wohngebäudes
schmiegt. Die Statue trägt den Namen einer gleichnamigen mythologischen
Figur. Lilith wird häufig als mächtige und rätselhafte Gestalt
dargestellt, die mit Weiblichkeit, Aufbegehren und Unabhängigkeit
assoziiert wird. In manchen Überlieferungen erscheint sie als Dämonin
oder übernatürliches Wesen, während sie in anderen als Adams erste
Ehefrau gilt – noch vor Eva in der biblischen Erzählung.

Die Skulptur *Lilith* in Karlín – oft einfach nur *Lilith* genannt –
ist eine Stahlskulptur im Prager Stadtteil Karlín (Prag 8). Sie
entstand 2022 nach einem Entwurf von David Černý und ist Teil des
Wohnkomplexes *Fragment*, der sich an der Kreuzung von Rohanské nábřeží
und der Straße Za Invalidovnou am rechten Ufer der Moldau befindet.
Das Werk – eine überlebensgroße Darstellung der mythologischen Figur
Lilith, der ersten Frau – stammt von dem tschechischen Künstler David
Černý (geb. 1967). Die monumentale Skulptur, die mit ausgestreckten
Armen und in breiter Standposition dargestellt ist, wurde 2022
aufgestellt. Sie besteht aus poliertem Chrom-Nickel-Edelstahl. Die
Figur ist dem Gebäude zugewandt und neigt sich leicht darauf zu. Die 35
Tonnen schwere und 24 Meter hohe Skulptur verfügt über einen
beweglichen Kopf, der sich täglich um Mitternacht um 180 Grad dreht.
Sie setzt sich aus kleineren Stahlplatten zusammen, die symbolisch die
Zellen des menschlichen Körpers darstellen. Das Werk lässt sich zudem
als eine Struktur deuten, die das neue, asymmetrisch gestaltete Gebäude
stützt – oder symbolisch trägt; in diesem Sinne steht sie für
menschliche Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und ein Gefühl der
Zugehörigkeit. Darüber hinaus verweist das Werk auf die Tradition des
nahegelegenen historischen Gebäudes *Invalidovna*. Die Entstehung des
Werks nahm etwa zwei Jahre in Anspruch.

Kirche des heiligsten Herzen Jesu (Kostel Nejsvětějšího Srdce Páně)
Die Prager Herz-Jesu-Kirche, offiziell Kirche des heiligsten Herzens
des Herrn (tschechisch: Kostel Nejsvětějšího srdce Páně), ist eine
römisch-katholische Kirche auf dem Georg-von-Podiebrad-Platz im Prager
Stadtteil Vinohrady. Sie wurde von 1928 bis 1932 nach Plänen des
slowenischen Architekten Jože Plečnik erbaut.

Bekannte, 1932 fertiggestellte katholische Kirche mit vergoldeten Statuen und einem weißen Marmoraltar.
Leider trotz angeschriebener Öffnungszeiten zu diesen geschlossen.

In all der barocken Kirchenherrlichkeit findet man natürlich auch in
Prag modernere Kirchenbauwerke von architektonischer Bedeutung. Eines
davon ist der neoklassizistische Sakralbau in Vinohrady mit dem langen
Namen „Die Kirche des heiligsten Herzen des Herrn“, der zwischen 1928
und 1932 entstand. Nachdem Studenten des Architekten Plečnik 1919 einen
Architekturwettbewerb für den Neubau gewonnen hatten, baten sie den
Pfarrer von Vinohrady darum ihren Professor, der selber nicht an dem
Wettbewerb teilnahm, den Auftrag für die architektonische Umsetzung zu
geben. Das klappte nach anfänglichem Zögern auch. Josip Plečnik, der u.
a. den Umbau auf der Prager Burg in der Zeit vornahm, legte in den
20er-Jahren mehrere Entwürfe vor, bis man sich auf einen Bautyp
einigte, der an eine frühchristliche Basilika erinnerte.
Charakteristische Merkmale sind hierbei ein stützenfreies Kirchenschiff
mit einer Holzkassettendecke. An dieser schließt sich ein gleichermaßen
breiter wie flacher Glockenturm mit einem auffällig großen und
verglasten Ziffernblatt an, das einen Durchmesser von 7,6 Meter
besitzt. Eine weitere Besonderheit stellt die Krypta dar, die durch
Öffnungen im Kirchenfußboden beleuchtet wird.
Plečnik schwebte zudem die Darstellung von Herrschaftsinsignien vor,
die eine symbolische Brücke zur Prager Burg herstellen sollen. Da sind
zum einen die kleinen glasierten Ziegel an der dunklen Fassadenfläche,
die in ihrer Gesamtheit an einen Hermelinpelz erinnern, wie sie
weltliche und kirchliche Würdenträger getragen haben. Zudem befindet
sich auf dem Turm als Abschluss ein 4 Meter hohes Kreuz, das einen
Reichsapfel darstellt.

Rajská Zahrada
Hügelige Parkanlage mit Spielplätzen, Fischteich, Fitnessgeräten und einer Caféterrasse mit Blick über die Stadt.

Prager Fernsehturm (Žižkovská televizní věž)
Fernsehturm mit Aussichtsplattform und 360-Grad-Blick sowie Restaurants, Luxushotel und Veranstaltungen. Der Žižkov-Turm ist mit seinen 216 Metern Höhe ein unübersehbares Wahrzeichen der Prager Skyline.
Der Prager Fernsehturm im Stadtteil Žižkov ist nicht nur das höchste
Bauwerk in Prag, sondern auch eines der markantesten und dominantesten
Wahrzeichen der Stadt, das von vielen bewundert, von anderen hingegen
mit Verachtung gestraft wird. Und obwohl er ursprünglich vorwiegend aus
technischen Gründen und Gründen der Zweckmäßigkeit erbaut worden war,
löst er bei einigen immer wieder Kontroversen aus. Die Entstehung des
Turms gründet sich auf die Tatsache, dass Prag einen leistungsstärkeren
Funk - und Fernsehturm benötigte.
Debatten darüber, wie man dieses Problem angehen könnte, reichen bis
Mitte der 1970er Jahre zurück. Zur damaligen Zeit wurde das Signal vom
Aussichtsturm Petřín aus gesendet, auf dem eine provisorische
Sendeanlage installiert worden war. Berechnungen zufolge war es nötig,
eine Sendeanlage in einer Höhe von mindestens 200 Metern über dem Boden
zu errichten, um eine ausreichende Leistung sowie die nötige
Signalabdeckung des hügeligen Stadtgebietes zu gewährleisten. Der Bau
stieß von Anfang an auf Diskussionen und scharfe Kritik. Nachdem man
verschiedene Örtlichkeiten ausgekundschaftet hatte, entschied man sich
Mitte der 80er Jahre für das Gebiet des damals verwahrlosten
Mahler-Parks im Stadtteil Žižkov.

Der Prager Fernsehturm im Stadtteil Žižkov ist eines der
außergewöhnlichsten Wahrzeichen der Stadt. Die futuristische Bauweise
mit den markanten Türmen und den berühmten Baby-Skulpturen an den
Säulen bildet einen spannenden Kontrast zur historischen Architektur
Prags. Von der Aussichtsplattform hat man einen beeindruckenden Blick
über die gesamte Stadt.
Die heute für den Turm charakteristischen Babys gehören seit 2000 dazu.
Die 10 Riesenbabys, die am Turm entlang nach oben und nach unten
klettern, wurden ursprünglich im Rahmen des Projekts Prag - Europäische
Kulturhauptstadt am Turm angebracht. Jedoch erlangten sie so große
Beliebtheit, dass sie ein Jahr darauf dauerhaft am Turm befestigt
wurden. Bei den Babys handelt es sich um 3,5 m lange, 2,6 m breite und
circa 150 kg schwere Laminatskulpturen. Wer die Babys mit eigenen Augen
aus der Nähe betrachten möchte, kann dies im Park auf der Insel Kampa
tun. Dort befinden sich gleich drei von ihnen, allerdings aus Bronze.
Die Babys sind das Werk des international anerkannten tschechischen
Künstlers David Černý, der für seine provokanten und kontroversen Werke
bekannt ist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er die Bedeutung
der Babys nie verraten hat.

Jede Weltmetropole hat ihren ikonischen Aussichtsturm. Der einzigartige
360°-Panoramablick wird Ihnen eine unvergessliche Erinnerung an Prag
bescheren. Neben dem Aussichtsturm bietet der Žižkov-Turm auch ein
Restaurant, eine Bar, ein Bistro und das SKY SUITE Hotel.

Die Aussichtsplattform bei einem happigen Ticketpreis in 93 Metern Höhe hinter
Doppelverglasung erreichbar. Bei Gegenlicht am Nachmittag in Richtung
Altstadt ist die Sichtqualität ein enden wollendes Vergnügen.

Blick in den Osten vom Žižkov-Turm

Der Žižkov-Turm ist ein Beispiel moderner brutalistischer Architektur.
Er ist weltweit einzigartig. Der Turm ist architektonisch ansprechend
gestaltet. Der Panoramablick in alle Richtungen ist unbestreitbar.
Miminka (Babies) von David Černý am Fernsehturm in Žižkov
Černý installierte riesige, kriechende Babystatuen am Fernsehturm in
Žižkov. Jede Figur ist 3,5 Meter lang und 2,6 Meter hoch und wieg 250
Kilogramm. Diese Babystatuen ohne erkennbare Gesichter symbolisieren
die Entfremdung und den Verlust der Individualität in der modernen
Gesellschaft. Sie wurden so populär, dass sie zu einem festen
Bestandteil des Prager Stadtbildes wurden.

Tanzendes Haus (Tančící dům)
Geschwungenes modernes Bürogebäude von Architekt Frank Gehry, Restaurant mit Stadtblick im obersten Stockwerk.

Das Tanzende Haus (tschechisch Tančící dům) ist der Spitzname eines
1996 verwirklichten Bürogebäudes in der tschechischen Hauptstadt Prag.
Die Baupläne lieferte der in Zagreb geborene tschechische Architekt
Vlado Milunić in Kooperation mit dem kanadischen Architekten Frank
Gehry. Es steht direkt am Ufer der Moldau am Rašín-Kai, dem
ursprünglichen Palacký-Kai, und dient als Bürogebäude für mehrere
vorwiegend multinationale Firmen.
99 gebogene speziell gefertigte Fassadenelemente bilden die
Bauwerksverkleidung. Die mehr statische Seite des Bauwerks (die den
Mann symbolisiert) trägt an der Turmspitze den mittels beschichteter
Edelstahlgeweberöhren geformten Kopf der Medusa. Das Gebäude ist neun
Etagen hoch, die beiden Teile sind vertikal getrennt und auf den
einzelnen Ebenen nicht miteinander verbunden.

Wasserturm Šítkov (Šítkovská vodárenská věž) mit Botel Klotylda und Matylda an der Masarykovo nábř., Nové Město, Praha

Die Moldau mit der Prager Burg (Pražský hrad) und dem St. Veits Dom (Katedrála sv. Víta)

Das Alois-Jirásek-Denkmal (tschechisch: Pomník Aloise Jiráska) steht in
einem kleinen Park auf dem Jirásek-Platz (Jiráskovo náměstí) am rechten
Moldauufer in der Prager Neustadt. Es erinnert an den bedeutenden
tschechischen Schriftsteller Alois Jirásek, seinen Namen tragen auch
der Platz und die angrenzende Moldaubrücke (Jiráskův most).
Das Denkmal wurde im Jahr 1960, zum 30. Jahrestag von Jiráseks Tod,
enthüllt. Die sitzende bronzene Statue des Schriftstellers schuf
Bildhauer Karel Pokorný, den hohen konischen Granitsockel entwarf
Architekt Jaroslav Fragner. Alois Jirásek ist mit einer Feder in seiner
Rechten und einem Heft in seiner Linken dargestellt.

Prager Burg (Pražský hrad) und der St. Veits Dom (Katedrála sv. Víta)

Das Ziegeltor (Cihelná Brána) von Vyšehrad
Das im Empire-Stil erbaute Tor entstand zwischen 1840 und 1850 an einer
Stelle, die bereits Mitte des 17. Jahrhunderts – während des Baus der
barocken Festung – für diesen Zweck vorgesehen war. Zuvor erfolgte der
Zugang nach Prag über die nördlichen Befestigungsanlagen von Vyšehrad
durch einen provisorischen Durchgang, der etwa 80 Meter östlich des
heutigen Tores lag. Ein zugemauerter Ziegelbogen erinnert daran und
veranschaulicht die höhenbedingten Schwierigkeiten, die durch eine
Reihe von in den Hang von Vyšehrad gehauenen Serpentinen gelöst wurden.
Von den Fußgängerdurchgängen, die das Haupttor flankierten, führten
Zugänge in die unterirdischen Gänge der Festung, die sogenannten
Kasematten. Das Militär plante, Soldaten in einem eigenen Geschoss
innerhalb des Tores unterzubringen; davon zeugen heute noch steinerne
Stützen und Türen in der Nähe der Decke.

Vysehrad Kasematten (Vyšehradské kasematy)
Das komplexe Labyrinth aus unterirdischen Gängen entstand im Zuge des
Ausbaus von Vyšehrad zu einer Festung. Die Kasematten erstrecken sich
über mehr als einen Kilometer und sind in vier separate Abschnitte
unterteilt. Neben ihrer militärischen Vergangenheit bergen sie auch
bemerkenswerte Geschichten, interessante Fakten und unerwartete
Zusammenhänge.

Entdecken Sie die Gorlice – den größten unterirdischen Saal im
historischen Prag – und erkunden Sie die Geschichte der Festung
Vyšehrad in der Ausstellung im Ziegeltor (Cihlová brána). Wandeln Sie
durch die ältesten Kasematten, werfen Sie einen Blick in das
unterirdische System der Befestigungsanlagen von Vyšehrad und bestaunen
Sie aus der Nähe die Originalstatuen von der Karlsbrücke.

Entdecken Sie die „Gorlice“ – mit Statuen von der Karlsbrücke,
Luftschutzräumen und der in Vergessenheit geratenen Kirche Johannes des
Täufers.

Görlitz-Halle (Gorlice) mit originalen Skulpturen von der Karlsbrücke.

Grabmal des Komponisten Bedřich Smetana
Bedřich Smetana (ursprünglich Friedrich Smetana; 1824 - 1884) war ein tschechischer Komponist der Romantik.
Bei der Ankunft am Václav-Havel-Flughafen Prag wird während des Rollens
zum Terminal in den Maschinen von Czech Airlines zur Begrüßung Die Moldau
gespielt. Die Moldau (tschechisch Vltava) ist der zweite Teil aus Mein
Vaterland (Má vlast), einem Zyklus von sechs sinfonischen Dichtungen
des tschechischen Komponisten Bedřich Smetana. Die Komposition zeichnet
den Lauf des gleichnamigen Flusses nach und gehört zu den berühmtesten
Werken der Programmmusik. Das Werk entstand 1874, als Smetana bereits
vollständig ertaubt war.

Basilika St. Peter und Paul (Bazilika svatého Petra a Pavla)
Berühmte neugotische Basilika mit detailreichen Fresken, Schnitzarbeiten und Mosaiken im Innenraum.
Die Stiftskirche der hl. Apostel Peter und Paul auf dem Vyšehrad in
ihrer heutigen Form ist eine dreischiffige Pseudobasilika mit
Seitenkapellen, einem tiefen, dreiseitig geschlossenen Chor
(Presbyterium), an den sich von der einen Seite die Sakristei, von der
anderen eine Kapelle (die so genannte „Schanzenkapelle“) anschließt.
Die Stiftskirche wurde 1070 durch den Fürsten Vratislav II. gegründet
und 1129 erweitert. Beim Wiederaufbau nach dem Brand von 1249 wurde die
romanische Grundlage durch einen dreischiffigen Chorraum im gotischen
Stil ersetzt.
Um das Jahr 1740 herum wurde die so genannte „Schanzenkapelle“ erbaut.
1885–1903 wurde die Kirche in drei Bauetappen im neugotischen Stil
umgebaut. Der Chorraum wurde vertieft, die Sakristei und ein
Depositorium (Aufbewahrungs- oder Ablageort) wurden hinzugebaut, das
Hauptschiff wurde neugotisch umgestaltet und neu gewölbt. Der Bau wurde
nach den Vorlagen des Architekten Josef Mocker durchgeführt. In der
letzten Bauphase entstand nach Entwürfen von František Mikeš die
Frontseite mit zwei hohen pseudogotischen Türmen.

Die Basilika St. Peter und Paul auf Vyšehrad ist ein nationales
Kulturdenkmal mit einer reichen Geschichte seit dem 11. Jahrhundert.
Die ursprünglich romanische Kirche erfuhr gotische und barocke
Umbauten, erhielt aber ihre heutige neugotische Form durch Josef Mocker
und František Mikš. In der Basilika befindet sich eine Kopie des
wertvollen Gemäldes der Jungfrau Maria von Vyšehrad und ein
beeindruckendes Glockenspiel. Der Vyšehradský hřbitov bei der Kirche
dient als Nationalfriedhof.
Tympanon am Hauptportal der Stiftskirche

Die Basilika St. Peter und Paul auf dem Vyšehrad in Prag ist ein
bedeutendes religiöses und kulturelles Wahrzeichen; bereits bei ihrer
Gründung im Jahr 1070 wurde an der Kirche ein Kollegiatstift
eingerichtet. Ursprünglich als frühromanische Basilika errichtet,
erfuhr die Kirche im Laufe ihrer Geschichte mehrfache Umbauten –
besonders hervorzuheben sind die Umgestaltung im gotischen Stil unter
Karl IV. sowie im hochbarocken Stil zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Ihr
heutiges Erscheinungsbild verdankt sie einem umfassenden neugotischen
Umbau, der zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert erfolgte.
Seit 2003 trägt die Stiftskirche den Titel *Basilica minor*.

Die Kirche ist Teil des Vyšehrad-Areals, das seit 1962 als Nationales
Kulturdenkmal unter Schutz steht. Der direkt an die Kirche angrenzende
Vyšehrad-Friedhof wurde im 19. Jahrhundert zu einer nationalen
Gedenkstätte für bedeutende Persönlichkeiten umgestaltet.
Den Innenraum der Basilika zieren ornamentale und figurale Wandgemälde
des Wiener Malers Karl Jobst (Chorraum, „Schanzenkapelle“, Hauptschiff
und Seitenschiffe) und des Malerehepaars František und Maria Urban
(Seitenschiffe) aus den Jahren 1902–1903 und 1911.

Die Kirche wurde 1070 vom böhmischen König Vratislav II. im
Zusammenhang mit der Gründung des Vyšehrader Kapitels gestiftet. Im
Jahr 1088 wurde sie dem heiligen Petrus und später auch dem heiligen
Paulus geweiht. Zu jener Zeit handelte es sich um einen Bau im
romanischen Stil. Unter der Herrschaft von Fürst Soběslav I. erfolgte
1129 ein erster Umbau mit Erweiterung. Im Jahr 1249 wurde das Gebäude
durch einen Brand schwer beschädigt. Um 1330 begann ein gotischer Umbau
der Kirche; mit einer Länge von 110 Metern wurde sie zum größten
Sakralbau in Prag. Im Jahr 1369, während der Regierungszeit von Kaiser
Karl IV., wurde die Kirche erneut umgebaut, wobei ein dreischiffiger
Grundriss mit kurzem Chor, Seitenkapellen und einem Vorhallenbereich
entstand.

Die Wandfresken in der St. Peter und Paul-Basilika in Prag sind wahre
Meisterwerke. Diese Jugendstil-Malereien, die an den Säulen Portraits
von Heiligen zeigt, wurden über viele Jahre von verschiedenen Künstlern
geschaffen. So war im zweiten Abschnitt auch Alfons Mucha dabei, er hat
die Glasfenster im Veitsdom gemacht.
In der neugotischen Kanzel von 1883 der Basilika St. Peter und Paul auf
dem Prager Vysehrad sind in Reliefs die Kirchenväter dargestellt.

Jungfrau Maria an den Schanzen
Zwar ist der Vyšehrad auch für das gotische Gnadenbild der
„Regenmadonna“ bekannt. Doch darüber hinaus befindet sich in der
Stiftskirche noch ein kostbares Standbild der Jungfrau Maria, die den
Beinamen „an den Schanzen“ („Šancovská“) trägt – die Jungfrau Maria an
den Schanzen. Die polychrome Holzskulptur stellt die Jungfrau Maria
dar, die auf ihrem linken Arm das aufrecht stehende Jesuskind hält.
Beide Figuren tragen eine königliche Krone aus vergoldetem Silberblech
auf dem Kopf. In der rechten Hand hält Maria ein vergoldetes
königliches Zepter. Die rechte Hand des Jesuskindes zeigt eine segnende
Geste, in der Linken hält das Jesuskind den Reichsapfel.
Die Entstehung der Figur geht auf das Jahr 1725 zurück, als der
bayerische Maurergeselle Michal Hoch sie beim Schnitzer Simon Thaler
anfertigen ließ und anschließend in die damals entweihte Kirche St.
Johannes Enthauptung stellte. Die Kirche, in die Schanzen von Vyšehrad
hineingebaut, war teilweise zerstört. Bald geschah es, dass Menschen,
die vor der Statue die Mutter Gottes um Hilfe baten, wunderbare
Heilungen erfuhren. 1764 wurde vor der Kirche St. Johannes Enthauptung
für die Marienfigur die Kapelle der Jungfrau Maria an den Schanzen
gebaut. Jedoch schon bald, während der Regierung des Kaisers Joseph II.
(1780–1790), wurde die Kapelle beseitigt.
Die Figur wurde in die ursprünglich der Hl. Anna geweihten Kapelle
innerhalb der Stiftskirche St. Peter und Paul umgesetzt. Die an die
Südseite des Chorraums grenzende Kapelle wurde in Kapelle der Jungfrau
Maria an den Schanzen umbenannt.
Nach 1887 wurde im Rahmen der letzten, siebten Etappe des Umbaus von
St. Peter und Paul auch die Schanzenkapelle saniert und um ein
Stockwerk erhöht. Für die neugotischen Fenster wurden die Wände
durchbrochen und die Decke wurde mit einem Kreuzgewölbe versehen. Der
bedeutende Wiener Maler Karl Jobst (1835–1907) schmückte die Wände mit
Gemälden aus dem Leben der Jungfrau Maria, das Gewölbe und die Lünetten
wurden mit dekorativen Gemälden des Ehepaares Marie Urbanová und
František Urban verziert. Das Mobiliar (neugotischer Altar und Bänke)
wurde in den Jahren 1894–1895 nach Entwürfen des Architekten Josef
Mocker angefertigt. Die Schnitzereien an den Möbeln wurden in der
Prager Werkstatt von František Mráz ausgeführt. Die Barockfigur der
Jungfrau Maria an den Schanzen befindet sich in der Mitte des mit
Baldachinen versehenen Altaraufsatzes zwischen den kleineren Statuen
der heiligen Cäcilia und Katharina aus dem späten 19. Jahrhundert.
Unter der Statue befindet sich der Tabernakel. Die neugotischen Fenster
mit Glasmalereien wurden nach dem Entwurf von František Sequens
(1836–1896) gestaltet. Die Nische in der Ostwand der Kapelle beherbergt
einen Glaskasten mit Gebeinen von den angeblichen Überresten der
Přemysliden, deren Gruft 1420 zerstört und deren Gebeine auf dem
Friedhof verstreut worden waren. .

Kapelle der böhmischen Landespatrone (auch bekannt als Martinic-Kapelle)
Altar der böhmischen Landespatrone von J. Kastner, 1910
Buntglasfenster mit der Darstellung der Geißelung Christi
Kreuzweg: entworfen von Josef Fruhlich, ausgeführt von František Čermák, 1884–1922
Gemälde des heiligen Wenzel von Jan Onghers

Kapelle Unserer Lieben Frau von den Schmerzen
Pietà-Skulptur – Ferdinand Stuflesser, 1898
Barockgemälde von Jan Onghers; die Identität des dargestellten Heiligen
ist ungewiss (hl. Karl Borromäus oder hl. Johannes von Nepomuk)
Buntglasfenster mit der Darstellung der Auferstehung Christi
Barockstatue des hl. Adalbert, stammend aus einer Nischenkapelle in der Umfassungsmauer der Kanonikerhäuser
In der Kapelle werden Reliquiare aus der Barock- und Rokokozeit
aufbewahrt, darunter Reliquiare der Heiligen Valentin, Georg und Ludmila

Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk
Beichtstuhl von 1894, entworfen von Josef Mocker
Barockgemälde von J. Onghers: Der heilige Johannes von Nepomuk mit einer Vision der Kreuzigung
Buntglasfenster mit der Darstellung der Herabkunft des Heiligen Geistes
Neugotischer Flügelaltar mit Reliquien

Anhand von einigen liturgischen Geräten, die man früher beim Feiern des
Gottesdienstes benutzte, haben die Besucher der Basilika die
Möglichkeit, die Geschichte näher zu erkunden. Beim Feiern der Liturgie
wenden sich Christen an Gott. Daher liegt es ihnen sehr daran, dass
jeder Gegenstand, der in einem so kostbaren Moment verwendet wird,
schön und wertvoll ist. Während das Barock oder die Renaissance
kunstvolle Verzierung bevorzugten, nimmt die Neuzeit Kunstgegenstände
mit anderen Augen wahr und bevorzugt oft Einfachheit. Dennoch ist es
faszinierend zu beobachten, wie tüchtig und geschickt die Künstler in
der jeweiligen historischen Epoche waren.
In der Geschichte war das Vyšehrader Kollegiatkapitel ein wichtiger,
mit ansehnlichem Reichtum ausgestatteter Ort, sodass man es sich hier
leisten konnte, wertvolle liturgische Geräte anzuschaffen. Infolge der
späteren Plünderungen durch die Hussiten oder 1611 durch die Passauer
Truppen wurde jedoch vieles gestohlen oder zerstört. Die ausgestellte
Sammlung enthält einige Fragmente altertümlicher Schätze aus dem 14.
und 16. Jahrhundert, jedoch der größte Teil besteht aus Gegenständen
aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Heute kann die Schatzkammer im Rahmen
eines Rundgangs durch die Basilika besichtigt werden.
Gotisches Ostensorium, das in der Barockzeit zu einer Monstranz
umgearbeitet wurde; vergoldetes Silber; Böhmen, spätes 14. Jahrhundert;
Strahlenkranz aus dem 18. Jahrhundert
Monstranz, gestiftet von Kanonikus Karel Khun; Prag, 1819
Strahlenmonstranz mit dem IHS-Monogramm und Engeln; teilweise vergoldetes Silber; Hans Jakob I. Ernst, Augsburg, 1680–1695

Kelch, vergoldetes Silber, Böhmen, spätes 18. Jahrhundert
Kelch mit einem Dekor aus Engelsköpfen und Granatäpfeln, 1600

Messkännchen und Tablett mit dem Wappen der Fürstin Isidora Konstancie
von Roudnice, Äbtissin des St.-Georgs-Klosters auf der Prager Burg –
jener Äbtissin, die die böhmische Königin krönte –, vergoldetes Silber,
Leopold Lichtenschopf, Prager Kleinseite, 1723

Moderner Kelch, 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts
Kelch des Dekans Vojtěch Ruffer mit Szenen aus dem Leben tschechischer
Heiliger; vergoldetes Silber, böhmische Granate, Email; gefertigt von
der Firma Jindřich Grohmann (Sohn), Prag, 1866
Kelch mit sechs emaillierten Heiligenbüsten in Medaillons; vergoldetes
Silber, undurchsichtiges Email; gefertigt von Jindřich Grünfeld für die
Christliche Akademie, Prag, 1898

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erhielt das Hauptschiff ein
Gewölbe. Zwischen 1707 und 1729 fand ein weiterer Umbau statt – diesmal
im Barockstil. Es wurde eine neue Fassade errichtet, und der Chor
erhielt ein neues Gewölbe. Um 1740 entstand die sogenannte
Šancovská-Kapelle.
Die Ausmalung des Presbyteriums, der Šancovská-Kapelle und der
Seitenschiffe stammt von dem Wiener Maler Karel Jobst. Der zweite Teil
wurde im Jugendstil nach A. Mucha (1860-1939) von F. Urban und M.
(1868-1945) dekoriert. Urbanová-Zahradnická



Der Hauptaltar in der St. Peter und Paul Basilika stammt von 1887 und
ist im neugotischen Stil gebaut. In Altar die Kirchenpatrone, der Hl.
Peter und Paul, flankiert von den beiden Slawenapostel St. Cyrill und
St. Method.

Vyšehrader Eisenbahnbrücke (Vyšehradský železniční most) über die Moldau (Vltava)

Ausstellung „Aufstieg und Fall von Vyšehrad“
Die Ausstellung beleuchtet den Wandel von Vyšehrad – vom Sitz des
ersten böhmischen Königs über eine militärische Festung bis hin zu
einem spirituellen und nationalen Symbol. Vyšehrad ist vor allem als
ein Ort bekannt, der mit tschechischen Legenden verknüpft ist.
Tatsächlich war das Areal jedoch schon in prähistorischer Zeit
besiedelt, wie Funde belegen, die bis etwa 3800 v. Chr. zurückreichen.
Mitte des 10. Jahrhunderts trat der Ort als Sitz der
Přemysliden-Dynastie in die schriftlich belegte Geschichte ein und
erlebte seine größte Blütezeit unter der Herrschaft von König Vratislav
sowie später unter Karl IV. Eine bedeutende Rolle in seiner Geschichte
spielte das Vyšehrad-Kapitel, das dort bis heute tätig ist.
Betrachten Sie eine Nachbildung einer Feldkanone aus dem 18.
Jahrhundert sowie weitere Waffen und Ausrüstungsgegenstände, die an die
militärische Vergangenheit von Vyšehrad erinnern.


Česká pošta, Jindřišská, Nové Město, Praha
Das Hauptpostamt in Prag ist ein Gebäude in der Jindřišská-Straße, in
dem sich die Filiale Prag 1 der Tschechischen Post (Česká pošta)
befindet. Es handelt sich um einen weitläufigen Bau im
Neorenaissance-Stil, der zwischen 1871 und 1874 errichtet und später
erweitert wurde. Im Jahr 1998 wurde das Gebäude zum Kulturdenkmal
erklärt.
Der Bau des dreistöckigen Gebäudes – das über niedrigere Seitenflügel
verfügte – begann im Jahr 1871. Der Hauptbau wurde 1874 fertiggestellt,
wobei die Postfiliale Prag 1 und weitere Postdienste bereits ab 1873 in
dem Gebäude ihren Betrieb aufnahmen. In den Folgejahren wurde der
Komplex weiter ausgebaut. Der Postarchitekt Friedrich Setz war
maßgeblich an den Plänen für den Umbau und die Erweiterung des
Hauptpostamts im Jahr 1901 beteiligt. 1922 wurde ein viertes Stockwerk
hinzugefügt.

Das heute vierstöckige Gebäude wurde von dem Baumeister Jan Bělský im
Neorenaissance-Stil errichtet; der Entwurf stammte von Antonín
Brandner. Im Zentrum befindet sich eine große Schalterhalle mit
Glasdach – ursprünglich ein Innenhof, in den früher Postkutschen
einfuhren. Die malerischen Verzierungen stammen von Karel Vítězslav
Mašek und zeigen Szenen mit Bezug zum Transport- und Postwesen sowie
zahlreiche botanische Motive, die auf die Geschichte des Ortes
verweisen. Das Gebäude wurde von der Post- und Telegrafendirektion
genutzt. Heute beherbergt es eine Filiale der Tschechischen Post (Česká
pošta) – Prag 1 – und bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen
an.

Jindřišská mit dem Heinrichsturm (Jindřišská věž)
Berühmter gotischer Glockenturm aus dem 15. Jahrhundert mit Restaurant mit Bar und einer Aussichtsplattform.

Der Bahnhof Praha Masarykovo nádraží (kurz Praha Masarykovo oder
Masaryčka) ist der zweitälteste Bahnhof Prags und wurde 1845 eröffnet.
Er liegt am Rand der Prager Altstadt, nur wenige Minuten zu Fuß vom
Platz der Republik (Náměstí Republiky) entfernt, und ist nach dem
ersten tschechoslowakischen Präsidenten Tomáš Garrigue Masaryk benannt.

Der Bahnhof diente ursprünglich als Endpunkt der
Kaiser-Ferdinands-Nordbahn (Verbindung nach Wien) und ist
architektonisch durch ein klassizistisches Empfangsgebäude geprägt.
Heute verkehren hier vor allem regionale und S-Bahn-ähnliche Züge in
Richtung Mittel- und Nordböhmen (u. a. Kladno, Kolín, Ústí nad Labem),
es gibt jedoch auch einzelne Fernverbindungen.

Masarykovo nádraží ist direkt an das Prager Nahverkehrsnetz angebunden:
In unmittelbarer Nähe befinden sich die Metro-Station Náměstí Republiky
(Linie B) sowie mehrere Straßenbahnlinien. Ein umfangreiches
Modernisierungs- und Ausbauprojekt läuft derzeit, um den Bahnhof besser
an die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Kladno und den
Flughafen Václav Havel anzubinden.

Masaryčka steht für eine gelungene Verbindung aus zeitgenössischer
Architektur, nachhaltiger Bauweise und funktionaler Stadterneuerung im
Zentrum Prags. Das Projekt bildet einen neuen städtebaulichen
Schwerpunkt am traditionsreichen Masaryk-Bahnhof.

Der Komplex wird aus insgesamt acht Gebäuden bestehen; das prägende
Element des gesamten Areals ist der Bau „Nové Masaryčky“, der sich
gegenüber dem bestehenden Gebäude Florentinum befindet. Die Architektur
des Gebäudes ist von den Zügen inspiriert, die täglich am Prager
Bahnhof eintreffen. Der Entwurf zeichnet sich durch vertikale,
lamellenartige Elemente und einen geschwungenen Sockel aus, die sowohl
das Straßenbild als auch die neu geschaffenen öffentlichen Räume
beleben sollen. Die ersten beiden Etagen sind dem Einzelhandel gewidmet
und bilden eine gewerbliche Zone auf Straßenniveau. Die darüber
liegenden Büroetagen werden von einem Dachgarten gekrönt.

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun: