Pratermuseum

in Wien, Oktober 2026

Seit März 2024 befindet sich das Pratermuseum in einem neu errichteten dreistöckigen Holzbau im Wurstelprater. Vorher befand es sich für Jahrzehnte im selben Gebäude wie das Planetarium, das im Prater an der Hauptallee steht. Mit Exponaten wie einer alten Wahrsagermaschine, Schaustücken aus Fahrgeschäften und Gemälden bietet es Einblick in die Geschichte des Praters und dem benachbarten größten Vergnügungsparks Wiens, des Wurstelpraters. Der Heimatforscher Hans Pemmer gründete das Museum 1933 in seiner Wohnung und schenkte die Sammlung 1964, im Jahr der Planetariumseröffnung, der Stadt Wien.

 Pratermuseum in Wien, Oktober 2026

Das Pratermuseum erzählt mit faszinierenden historischen Objekten, mit Ringelspiel- und Kasperlfiguren, frühen Spielautomaten sowie Plänen, Modellen, Fotos, und einem monumentalen Panoramabild die mehr als 250 Jahre lange Geschichte und die bunte Gegenwart dieses einzigartigen Orts. Wenige Vergnügungspark sind so stark mit der Identität einer Stadt verbunden wie der Prater mit Wien.

 Pratermuseum in Wien, Oktober 2026

Die Öffnung des Praters für das Publikum im Jahr 1766 durch Kaiser Joseph II. war für Wien ein revolutionärer Schritt und bedeutete den Beginn einer neuen Zeit. Das über Jahrhunderte für die Öffentlichkeit unzugängliche kaiserliche Jagdgebiet stand von nun an allen unabhängig von ihrer sozialen Zugehörigkeit offen: für Spaziergänge auf den weitläufigen Wiesen, in den Alleen, für Musik und Theater in vornehmen Kaffeehäusern und auf einfachen Bretterbühnen, für Essen, Trinken und Tanz in den zahlreichen Gasthäusern.

Der Prater war über Jahrhunderte der Ort für Innovationen und Experimente in Wien. Fast alle technischen, sozialen und kulturellen Neuerungen wurden hier erstmals einem großen Publikum vorgestellt: von optischen Apparaturen bis zum Fußballspiel, vom Ballonflug bis zur Reise zum Mond, vom Blumenkorso bis zum Maiaufmarsch. Der Prater war für viele das Fenster zur großen Welt: Panoramen, Dioramen, Zimmerreisen oder Grotten-bahnen zeigten Bilder fremder Städte und Länder, Zoos, Menagerien und Zirkusse brachten wilde und exotische Tiere. Im Prater wurden vergnüglich, belehrend, spektakulär und verklärend die großen Fragen des modernen Lebens angesprochen: unser Verhältnis zur Natur, zu den Tieren, zu Technik und Wissenschaft, zur Macht und politischen Ordnung der Welt, zum Körper, zu Idealen von Schönheit und gutem Leben.

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Figur der Göttin Fortuna aus dem gleichnamigen Ringelspiel im Prater
Die Figur verkleidete die tragende Säule („Baum") des Ringelspiels Zur Fortuna, das 1879 eröffnet und 1937 in eine Automatenhalle umgebaut wurde. Die Figur der Fortuna kam anschließend in das damals noch privat geführte Pratermuseum. 2024 neu eingekleidet, bleibt ein Teil ausgespart, um die aus Bambusstäben gefertigte Konstruktion zu zeigen. Ringelspiele, die auf adelige Geschicklichkeitsspiele mit echten Pferden zurückgehen, gab es im Prater bald nach seiner Öffnung. Angetrieben wurden sie zunächst mit Muskelkraft, später mit Motoren. Den unterschiedlichen Interessen und Moden der Zeit entsprechend wechselten die Themen. Neben Pferden gab es bald Automobile, Aeroplane oder später Raumschiffe.

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Venedig in Wien
Venedig in Wien war eine Kulissen- und Vergnügungsstadt auf der heutigen Kaiserwiese am Eingang des Praters. Der Themenpark wurde 1895 auf Initiative des Theaterimpresarios Gabor Steiner (1858-1944) nach Plänen des Architekten Oskar Mamorek (1863-1909) errichtet. Auf 50.000 m² Fläche wurden venezianische Paläste nachgebaut, Plätze und befahrbare Kanäle angelegt. Eine Reise nach Venedig, in dieser Zeit der Oberschicht vorbehalten, wurde mit viel Technik und Vorstellungskraft für ein breites Publikum möglich. Auf dem Gelände gab es Souvenirläden, Restaurants, Kaffeehäuser und zahlreiche Theater. Nach zwei Saisonen klang das Interesse ab. Neues musste her. 1897 ließ Gabor Steiner im Rahmen der Ausstellung internationaler Erfindungen das 65 Meter hohe Riesenrad errichten. Später kamen ein künstlicher See, eine Rutschbahn, die Hochschaubahn und andere Attraktionen hinzu, sodass das eigentliche Venedig in Wien langsam verschwand.

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Riesenrad, ca. 1930
Das Riesenrad wurde 1897 auf Initiative des Theaterimpresarios Gabor Steiner (1858-1944) als Attraktion auf dem Gelände des Vergnügungsparks Venedig in Wien errichtet. Das Interesse an der Kulissenstadt hatte nach zwei Jahren bereits etwas abgenommen. Geplant wurde das 65 Meter hohe Riesenrad von den englischen Ingenieuren Walter Bassett Basset (1864–1907) und Harry Hitchins. Chefkonstrukteur war Hubert Cecil Booth. Weltweit war es das vierte moderne Riesenrad. Das erste wurde in Chicago errichtet, das höchste mit 100 Metern 1900 für die Weltausstellung in Paris. Das Wiener Riesenrad ist das einzige, das aus dieser Zeit noch erhalten ist. 1938 wurde es von den Nationalsozialisten seinem jüdischen Eigentümer Eduard Steiner geraubt, der 1944 in Auschwitz ermordet wurde. 1953 wurde das Riesenrad seinen Erb:innen rückerstattet. Anstelle der ursprünglich 30 Waggons werden seit 1945 nur noch 15 eingesetzt.

Werbeschild für eine „Exotische Tierschau" im Prater, 1930er Jahre

Skelett eines Makaken (Inuus cynomolgus), 1930er Jahre
Das Skelett stammt von einem Affen, der in einer Tierschau im Prater gezeigt wurde und dort gestorben ist.

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Plakat der Ersten Internationalen Katzen-Ausstellung des Klubs der Katzenfreunde, 1926

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Automat Internationales HeirathsVermittlungs Bureau, 1897
Der vor einer Praterhütte aufgestellte Automat nahm auf die boomenden Heiratsvermittlungsbüros der Zeit Bezug. Nach Einwurf einer Geldmünze erhielten die Spieler:innen einen kleinen Zettel, auf dem vermutlich wie bei einem Liebeshoroskop die Eigenschaften der idealen Ehepartner:innen beschrieben wurden.

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Ich bin der Kasperl. Gebürtig im Wurstelprater, der Hauptstraße von Wien. ALFRED POLGAR 1922

Kasperl, Puppe vom Kaiserwurstl, ca. 1860
Der Name leitet sich von der komisch-derben und vorlauten Figur des Hanswursts ab, die sich in Wien zum „Kasperl" weiterentwickelte und zum Star der zahlreichen Puppentheater („Wursteltheater") im Prater wurde. Zu Kasperls Mit- und Gegenspielerinnen zählen das Krokodil, die Prinzessin, der Zauberer, die Großmutter, der Polizist oder der Räuber. Der Kasperl konnte lustig, kritisch, aber auch brutal sein. Zum dezidierten Liebling der Kinder wurde die Figur erst im 20. Jahrhundert.

Kasperl, Puppe aus dem Kasperltheater bei der Walfischgrottenbahn, ca. 1890
Kasperltheater der Barbara Fux im Prater, ca. 1910
Kasperltheater aus dem Besitz des Malers Egon Schiele, 1890er Jahre
Watschenmannfigur aus dem Besitz des Malers Egon Schiele, ca. 1890er Jahre
Der Bauchredner Otto Scadelli im Kleinen Theater im Prater, 1949

Maxi und Amanda, Puppenpaar des Bauchredners Otto Scadelli, ca. 1920
Bauchredner:innen sind in der Lage, Töne und Worte hervorzubringen, ohne dabei die Lippen merklich zu bewegen. So scheint es, als würden die Puppen sprechen. Die Attraktion lebt vom Witz der Bauchredner:innen. Einer der Könner dieses Fachs war Otto Scadelli (eigentl. Otto Letitzky, 1887-1952), der im Prater das Kleine Theater betrieb und mit seinen Handpuppen Maxi und Amanda auftrat.

Kasperl, Puppe vom Kaiserwurstl, ca. 1860
Krokodil, Puppe aus dem Kasperltheater bei der Walfischgrottenbahn, ca. 1890
Gerd und Lisl Hoss: Räuber, Puppe aus dem Kasperltheater Der sprechende Wiener Kasperl, ca. 1948
Gerd und Lisl Hoss: Großmutter, Puppe aus dem Kasperltheater Der sprechende Wiener Kasperl, ca. 1948
Gerd und Lisl Hoss: Polizist, Puppe aus dem Kasperltheater Der sprechende Wiener Kasperl, um 1948
Gerd und Lisl Hoss: Prinzessin, Puppe aus dem Kasperltheater Der sprechende Wiener Kasperl, ca. 1948

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Avertissement (Ankündigung) der Öffnung des Praters für die Allgemeinheit, in: Wienerisches Diarium,
9. April 1766
1766 wurde im Wienerischen Diarium (später Wiener Zeitung) die Öffnung des Praters angekündigt: „... daß künftighin und von nun an, zu allen Zeiten des Jahrs, und zu allen Stunden des Tags, ohne Unterschied jedermann in den Bratter [Prater) sowohl, als in das Stadtgut [städtischer Besitz beim Prater] frey spatzieren zu gehen, zu reiten, und zu fahren, und zwar nicht nur in der Hauptallee, sondern auch in den Seitenalleen, Wiesen und Plätzen ..."

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Ort für alle? Der Prater war historisch ein sozial vielschichtiges Areal. Neben dem Wurstelprater mit den einfachen Gasthäusern, Bierstuben, Kegelbahnen, Ringelspielen oder Schaukeln war die Hauptallee mit ihren Kaffeehäusern ein Ort der vornehmen Gesellschaft. Die Nähe der unterschiedlichen sozialen Schichten inspirierte Malerei, Fotografie, Literatur, Film oder Musik zu Geschichten über Liebe und Glück, körperliche Verausgabung, Ausgelassenheit, Übermut, Unglück und Verzweiflung.

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Ruhendes Mädchen aus Präuschers Panoptikum und Anatomischem Museum, ca. 1900

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Vincenz Estenfelder: Modell der Wiener Weltausstellung 1873, ca. 1880
Das Modell wurde von Vincenz Estenfelder (gest. 1912), einem Wiener Kartonagehersteller gebaut. 1880 auf der Niederösterreichischen Gewerbe-Ausstellung in der Gruppe Papierindustrie präsentiert, lobte die zeitgenössische Presse vor allem die hohe Detailtreue. Als Vorlagen dienten Estenfelder Pläne und Fotografien, vermutlich aber auch die eigene Anschauung. Das Museum erwarb das Modell 1896 aus Privatbesitz.

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Die Weltausstellung 1873
Die Wiener Weltausstellung 1873 auf dem Gelände der Krieau im Prater war nach den jeweils zwei in London und Paris die fünfte und erste im deutschsprachigen Raum. Mit 230 Hektar hatte sie eine fünfmal so große Grundfläche wie jene zuvor in Paris. 35 Länder und mehr als 50.000 Aussteller waren beteiligt. Österreich präsentierte sich als Vermittlerin zwischen den Welten, zwischen den industrialisierten und den agrarischen Ländern, zwischen Okzident und Orient. Große Teile der Welt waren allerdings nur als europäische Kolonien anwesend. Die Weltausstellung wurde durch den Börsenkrach und die darauffolgende internationale Finanzkrise sowie vom Ausbruch einer Choleraepidemie überschattet. Von den 20 Millionen erwarteten Besucher:innen kamen sieben Millionen, das Budget wurde deutlich überschritten.

Der Weltausstellung war in Wien, damals eine der größten Städte der Welt, ein großer Modernisierungsschub vorangegangen. Die Donau wurde reguliert, mit der Pferdeeisenbahn ein modernes Massenverkehrsmittel geschaffen und die Erste Wiener Hochquellenleitung errichtet, die frisches Trinkwasser nach Wien führte.

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Nachbau einer historischen Drehorgel, 1990

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Zweiteiliges Tenniskleid, ca. 1908, Baumwolle

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Faust von einem Kraftmesser im Prater, 1980er/1990er Jahre, Kunststoff, Gerhard Seifert
Die Faust, die ein Brett durchschlägt, war dekorativer Teil eines Kraftmessers im Prater.

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Watschenmann, nach 1945
Am Watschenmann, seit dem späten 19. Jahrhundert als Attraktion im Prater, konnten sich die Praterbesucher:innen vor Publikum selbst beweisen oder schlicht ihre Wut abreagieren. Auf die großen Gesichter der Figuren wurde mit einem Handschuh geschlagen, der Kraftmesser zeigte die Stärke der „Watsche" (Ohrfeige) an. Der Name „Watschenmann" ging auch in die Umgangssprache ein für jemanden, der ohne eigenes Verschulden Schläge einstecken muss.

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Hall of Fame
Die Ersten, die es gleich nach der Öffnung in den Prater zog, waren Gasthaus- und Kaffeehausbesitzer:innen. Bald folgten ihnen Zirkusleute, Artist:innen und Schausteller:innen, die sich in der Regel nur zeitweise im Prater aufhielten und mit ihren Künsten und Attraktionen oft durch ganz Europa zogen. Ihre Stellung und ihr Image in der Gesellschaft waren ambivalent. Sie sorgten für Abwechslung und Vergnügen, brachten Neuigkeiten aus aller Welt, waren aber Obrigkeit und Kirche oft verdächtig. Mit dem Aufkommen der modernen Vergnügungsparks im späten 19. Jahrhundert rückten technische Attraktionen in die erste Reihe, das Artistische, Circensische und Künstlerische trat in den Hintergrund.

Die NS-Zeit hinterließ im Prater tiefe Spuren. Jüdische Unternehmer:innen wurden beraubt, vertrieben und ermordet. Zu den Profiteur:innen zählten auch Geschäftsleute aus dem Prater. In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs fiel ein Großteil des Wurstelpraters einem Brand zum Opfer. Heute sind viele Betriebe im Besitz weniger Familien, die oft seit Generationen im Prater ansässig sind. Sie selbst sprechen von „Praterdynastien" und nennen sich „Praterkinder".

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„Starker Mann" von einem Kraftmesser im Prater, 1980er/1990er Jahre
Der „starke Mann" mit Bodybuilderfigur war Teil eines Kraftmessers im Prater. Die Spieler:innen konnten sich mit der Figur im Seilziehen messen.

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Go-Kart von der Grand Prix Monza Kartbahn Prater, ca. 1980

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Der Wurstelprater ist ein überregional bekannter Vergnügungspark in Wien, Österreich. Er wird bereits in Urkunden aus dem Jahr 1825 als Volksprater erwähnt. Heute wird er oft auch einfach Prater genannt. Der Vergnügungspark befindet sich im nordwestlichen Teil des Erholungsgebiets Prater, nahe dem Praterstern, im 2. Gemeindebezirk Leopoldstadt.

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Willkommen am Ort für alle! Wussten Sie schon, dass Mozart einer der ersten Praterbesucher war? Und finden Sie ihn auf unserem Panoramabild?

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Auf fast 100 m² Fläche erzählt es die tiefe und reiche Geschichte des weitläufigen Erholungs- und Vergnügungsparks. Persönlichkeiten aus drei Jahrhunderten treten auf, darunter zahlreiche bekannte Gesichter aus Forschung, Literatur, Musik oder Theater. Spektakuläre Architekturen aus allen Epochen wie die Rotunde, das Riesenrad, Venedig in Wien, das Praterstadion, der Zirkus Busch oder der Praterturm treffen aufeinander. Fantastische Einfälle, Skurrilitäten und kreative Ideen machen den besonderen Spirit dieses einzigartigen Ortes aus.

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Seit der Öffnung des Praters 1766 stehen die Wiesen, Wälder und Alleen ohne Unterschied sämtlichen Menschen zur Erholung offen. Als einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt ist der Wurstelprater bis heute ohne Eintritt zugänglich.

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 Pratermuseum in Wien, Oktober 2026

Wahrzeichen des Wurstelpraters und der gesamten Stadt Wien ist das Wiener Riesenrad. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war zur damaligen Zeit eines der größten Riesenräder der Welt.

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Das Riesenrad wurde 1896 von den englischen Ingenieuren Walter Bassett Basset (1864–1907) und Harry Hitchins geplant und mit 30 Waggons auf einem von Gabor Steiner, dem eigentlichen „Vater des Riesenrades“, gepachteten Grundstück auf dem Prater-Gelände errichtet. Eröffnet wurde es 1897, ein Jahr vor der Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I.

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Der Wurstelprater, wie der Vergnügungspark teils inoffiziell, aber durchgängig genannt wurde, verdankt seinen Namen einer Figur des Volkstheaters, dem von Josef Anton Stranitzky kreierten „Hanswurst“. In der Zeit der Aufklärung im späten 18. Jahrhundert wurden diese volkstümlichen Bühnen von den Marktplätzen der heutigen Altstadt vertrieben und fanden im von Joseph II. 1766 für die Allgemeinheit freigegebenen Prater neue Standorte.

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