Viktorsberg

in Vorarlberg, August 2017

Viktorsberg ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg und liegt im Vorarlberger Vorderland im Bezirk Feldkirch auf 879 Metern Höhe mit kaum 450 Einwohnern. Die Gemeinde gehört zur Region Vorarlberger Rheintal und liegt am Hang eines Ausläufers der Kugelgruppe des Bregenzerwaldgebirges.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Rankweil ist eine Marktgemeinde im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Mit über 12.000 Einwohnern ist sie die zweitgrößte Gemeinde im Bezirk Feldkirch und die achtgrößte Gemeinde in Vorarlberg.

Bekannt ist Rankweil auch als Wallfahrtsort durch die 1985 zur Basilica minor erhobene Liebfrauenbergkirche, die auch im Rankweiler Wappen zu sehen ist. Als Schulstandort mit drei höheren Schulen hat die Marktgemeinde für die Region Vorderland besondere Bedeutung.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Die Basilika Rankweil (offizieller Name Pfarr- und Wallfahrtskirche Unsere Liebe Frau Mariä Heimsuchung und Loretokapelle, inoffiziell auch Liebfrauenbergkirche) ist eine römisch-katholische Basilika in der Marktgemeinde Rankweil im österreichischen Bundesland Vorarlberg auf dem mittig im Ort aufsteigenden Liebfrauenberg. Sie befindet sich in einer Höhe von 502 Metern (etwa 45 m über dem Ortskern), was ihre markante Stellung im Ortsbild bewirkt. Die zum Bistum Feldkirch gehörende Kirche stammt aus dem 15./17. Jahrhundert und wurde im Jahre 1985 zur Basilica minor erhoben.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Ausblick auf Röthis, Sulz und Rankweil

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Die römisch-katholische Pfarrkirche Viktorsberg steht in der Gemeinde Viktorsberg in Vorarlberg. Die Pfarrkirche zu Ehren des Heiligen Viktor gehört zum Dekanat Rankweil in der Diözese Feldkirch. Das südseitige Kirchengebäude mit dem vorgelagerten Ortsfriedhof steht unter Denkmalschutz und bildet baulich mit dem ehemaligen Kloster Viktorsberg einen Vierkanthof. Das Kirchen- und Klostergebäude als Vierkanthof 880 m ü. A. steht in einer den Ort beherrschenden Lage an der Hauptstraße (L 70).

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Das mittige spätromanische Langhaus und der östliche gotische Chor unter einem gemeinsamen Satteldach bilden mit dem Westturm die Südfront des Vierkanthofes. Die zweifach abgedachten Strebepfeiler am Chor haben im oberen Teil Maßwerkzier. Die Spitzbogenfenster zeigen eine Hohlkehle mit einem durchkreuzten Rundstab. Die Südfront am Chor zeigt das gemalte Wappen Österreich und Montfort. Der Turm hat ein achteckiges Obergeschoß mit vier Rundbogenschallöffnungen und trägt ein Kuppeldach. Es gibt eine Vorhalle unter einem Pultdach.

Das zweijochige Langhaus hat ein Stichkappentonnengewölbe und im Westen eine Empore mit Flachdecke. Hinter dem eingezogenen runden Triumphbogen schließt ein eineinhalbjochiger Chor in der Langhausbreite mit Fünfachtelschluss an. Der Chor ist mit einem einfach gekehlten Netzrippengewölbe auf Konsolen mit einem Schlussstein mit dem Wappen der Montfort überwölbt. Das Fresko Zug der Seligen an der rechten Chorwand entstand nach 1383. Fresken im Langhaus zeigen die Marter des hl. Eusebius, die Einbringung der Kopfreliquie des hl. Viktor und die Legende des hl. Eusebius mit dem Stifter Graf Rudolf IV.

Langhaus zum Chor mit übereck gestellten Seitenaltären

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Der Hochaltar mit zwei Säulen und einem offenen Gebälk aus 1752 zeigt das Altarbild Maria mit Kind und Franziskus aus 1633 und trägt auf dem Gebälk zwei Engel um 1630. Der Tabernakel ist aus dem 19. Jahrhundert.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Die Seitenaltäre übereck gestellt mit Marmoraufbau und Volutenrahmung entstanden um 1760/1770. Das linke Altarbild Anna mit Maria mit Oberbild Antonius mit Jesus und das rechte Altarbild Josef mit Jesus mit Oberbild Stanislaus Kosta malte Jakob Bertle (1898). Es gibt einen Schrein mit Reliquien des hl. Eusebius.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Links unter der Empore befindet sich die Gnadenkapelle mit einem Altar mit dem Gnadenbild Maria vom Guten Rat um 1770. Links der Altarnische ist ein Fresko hl. Elisabeth von Thüringen und rechts das Fresko selige Elisabeth Bona von Reute.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Die geschwungene Empore trägt die Orgel von Anton Behmann (1895). Sie hat mechanische Spiel- und Registertrakturen, Kegelladen sowie 7 Register im Manual und 2 Register im Pedal. Die zinnernen Prospektpfeifen gingen 1917 durch Einschmelzen für die Rüstungsindustrie verloren und wurden im darauffolgenden Jahr durch Zinkpfeifen der Gebrüder Mayer ersetzt. Die Orgel wurde 1960 durch Mayer und 2009 durch Walter Vonbank-Orgelbau in Triebendorf restauriert. Vonbank gab der Orgel ihren Zinnprospekt (21 klingende und 10 stumme Pfeifen) zurück, wofür die Pfeifen der erhaltenen Behmann-Orgel von 1891 der Alten Kirche in Lech Vorbild waren. Er entfernte den von Mayer eingebauten Kastenbalg und ersetzte ihn durch einen alten, restaurierten Magazinbalg der Orgelbauerfamilie Mauracher.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Kriegerdenkmal an der Pfarre Viktorsberg - Hl. Viktor

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Das Kloster Viktorsberg steht am Klosterweg 2 in der Gemeinde Viktorsberg im Bezirk Feldkirch in Vorarlberg. Das ehemalige Minoritenkloster steht unter Denkmalschutz. Das Kloster bildet mit der südlichen Pfarrkirche Viktorsberg einen unregelmäßigen Vierkanthof. Nördlich der Pfarrkirche gibt es drei zweigeschoßige Trakte mit unterschiedlichen Satteldächern, westlich mit einem achtachsigen Trakt, östlich mit einer dreiachsigen Giebelfront und einem rundbogigen Portal mit Rundstab und zwei Kehlungen.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Hier könnten Pflanzen wachsen...

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Blick zur Ostschweiz auf die Appenzeller Alpen mit Hoher Kasten

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Panoramarundweg über die Letze

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Viktorsberg mit seinen 12,51 km² gilt bei 73,0 % an bewaldeter Fläche als waldreichste Gemeinde des Landes.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Viktorsberg ist eines der schönsten Bergdörfer Vorarlbergs! Keine Hektik, kein Durchzugsverkehr dafür viel Sonne und gesunde Luft und eine unvergessliche Panoramasicht über das Vorarlberger Rheintal bis weit in die Schweizer Bergwelt. 881 m über dem Meeresspiegel gelegen, eröffnet Viktorsberg einen umfassenden und sehr reizvollen Ausblick auf das Rheintal und die Gebirgskulisse des Rhätikons im Süden und die Schweizer Berge im Westen.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Viktorsberg gilt außerdem als sonnenreichste Gemeinde Vorarlbergs.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Entstehung des Ortsnamens: Viktorsberg wurde nach dem Papst und Märtyrer St. Viktor (gest. ca. 202) benannt, dessen Schädel wohl schon seit dem 8. Jahrhundert in der Viktorsberger Kirche aufbewahrt wird. Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich im rätischen Güterverzeichnis von 842. Nach der Sage soll der hl. Eusebius, ein Ire, im 9. Jahrhundert von St. Gallen auf den "Monte victoris" gezogen sein und dort ein Kloster errichtet haben.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Zu den wunderlichsten und gleichzeitig interessantesten Gestalten der Vorarlberger Heiligen zählt zweifellos der irische Einsiedler Eusebius. Eusebius verließ Mitte des 9. Jahrhunderts - vertrieben durch kriegerische Einfälle der Dänen und Norweger - seine Heimatinsel und fand in Viktorsberg Zuflucht. Er stand in enger Verbindung mit dem Kloster St. Gallen und soll sogar dem Karolinger-Kaiser Karl III. (gest. 888) Rat erteilt haben. Aus Dankbarkeit ermöglichte der Kaiser durch eine Schenkung den Unterhalt des kleinen Konvents und stellte Viktorsberg unter Schutz und Eigentum des Klosters St. Gallen. Ein St. Galler Totenbuch meldet das Ableben des Eusebius unter dem 31. Jänner 884. Die Jahrhunderte nach seinem Tod schienen Eusebius vergessen zu haben. Kein einziger Geschichtsschreiber berichtet über den seltsamen irischen Reklusen.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erzählt jedoch der Überlinger Volks- und Erbauungsschriftsteller Johann Georg Tibianus, dass Eusebius auf den Feldern von Brederis sonntagsschändende Bauern gescholten habe und deshalb von ihnen mit einer Sense enthauptet worden sein soll. Eusebius habe aber gleich nach seiner Ermordung zum Erstaunen seiner Mörder sein abgeschlagenes Haupt aufgenommen und damit den Tatort verlassen. Auf dem Weg zum Viktorsberg habe das blutende Haupt in seinen Händen feiertagsschändende Frauen gerügt; schließlich soll er sein Haupt auf dem Altar der Viktorsberger Kirche zur Ruhe niedergelegt haben. 1730 wurde Eusebius von der römischen Ritenkongregation sogar seliggesprochen.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Fraxern liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Feldkirch auf 817 Metern Höhe, an einem Sonnenhang der Kugelgruppe.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Katholische Pfarrkirche Fraxern hl. Jakobus der Ältere: Urkundlich erwähnt war hier 1502 eine Kapelle und Pfarre. Anstelle der Kirche des 17. Jahrhunderts erfolgte in den Jahren von 1900 bis 1911 ein Neubau durch Anton Wilhelm und Michael Keckeis zusammen mit dem Zimmermeister Simon Ebenhoch.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Alpe Almein, 1060 m

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Panoramablick von Viktorsberg

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Start und Ziel vom Panoramarundweg ist die Pfarre Viktorsberg.

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017

Rankweil bei Nacht

 Viktorsberg in Vorarlberg, August 2017