Pfarrkirche St. Johann Evangelist

Wien, April 2026

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Johann Evangelist, umgangssprachlich auch Johanneskirche oder Keplerkirche genannt, steht am Keplerplatz im 10. Wiener Gemeindebezirk, Favoriten. Die Kirche ist dem Apostel und Evangelisten Johannes geweiht. Das Patrozinium der Kirche, das Fest des hl. Johannes am 27. Dezember, ist gleichzeitig der Geburtstag von Johannes Kepler. Die Kirche wurde als Solitärbau errichtet und steht zentral auf dem Keplerplatz, der zur Favoritenstraße hin geöffnet ist.

 Pfarrkirche St. Johann Evangelist in Wien, April 2026

Die Kirche ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika, die im Stil der Neorenaissance errichtet wurde. Sie ist 52 Meter lang, das Kirchenschiff ist 18 Meter hoch, die beiden Türme mit Pyramidendach sind jeweils 50 Meter hoch.

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Das Hochaltarbild von Karl Blaas zeigt Johannes auf Patmos, wie er das große Zeichen am Himmel sieht, die Frau geschmückt mit Sonne, Mond und Sternen. Erwähnenswert sind die Statuen von Petrus, Jakobus, und in der Mitte Johannes an der Hauptfassade und von Elisabeth und Franziskus an den Seitenfronten. Die Kosten betrugen 272.181 Kronen für den Bau, 625.505 Kronen für die Inneneinrichtung, 897.686 Kronen insgesamt.

 Pfarrkirche St. Johann Evangelist in Wien, April 2026

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Die Orgel wurde 1968 von dem Orgelbauer Rudolf Novak erbaut. Das Instrument hat 28 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektro-pneumatisch.

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Die Maße des Baues:
Hauptlänge 52 m, Hauptbreite 23 m
Höhe des Mittelschiffes 18 m, Höhe des Seitenschiffes 7,5 m
Breite des Mittelschiffes 12 m, Höhe der Türme 50 m

 Pfarrkirche St. Johann Evangelist in Wien, April 2026

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Anna - Mutter der Gottesmutter Maria, Gedenktag: 26. Juli, Attribut: Kind
Schutzpatronin der Mütter, Ehe, Hausfrauen, Hausangestellten, Witwen, Armen, Arbeiterinnen, Bergleute, Weber, Schneider, Knechte, Müller, Schiffer, Tischler, Goldschmiede, Bergwerke; für Kindersegen und glückliche Geburt, das Wiederauffinden verlorener Dinge, Regen; gegen Fieber, Kopf-, Brust- und Bauchschmerzen, Gewitter Stadtpatronin von Florenz, Innsbruck und Neapel
Namensbedeutung: die Begnadete (hebr.)

Anna und Joachim waren nach apokryphen Evangelien des 2. und 3. Jahrhunderts (erstmals im Proto-Evangelium des Jakobus um 150) die Eltern der Maria und somit Jesu Großeltern. Annas Lebensgeschichte ist dem Vorbild Hannas mit ihrem Sohn Samuel im Alten Testament (1, Samuel 1-2) nachgezeichnet: Erst nach zwanzigjähriger kinderloser Ehe gebar Anna ihre Tochter Maria. Nach der Legenda Aurea hatte die betagte Anna nach Joachims Tod noch zwei weitere Ehemänner. Anna und Joachim wurden mit reicher Ausgestaltung in den Legenden schon in frühchristlicher Zeit dargestellt; Anna wird seit dem 6. Jahrhundert als Marias Mutter verehrt. Der Anna-Kult erreichte in Europa im späten Mittelalter seinen Höhepunkt, als Papst Sixtus IV. im Jahr 1481 ihren Gedenktag in den römischen Kalender aufnahm; 1584 bestimmte Papst Gregor XIII. ihren Festtag. In Wien liegen angeblich Reliquien von Anna. Große Wallfahrten gibt es in Annaberg (NO), in Nantes und Anne d'Aury in Frankreich.

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Vinzenz von Paul - Ordensgründer, Gedenktag: 27. September, Attribut: im Priesterkleid mit Kindern dargestellt
Schutzpatron von karitativen Vereinen und Werken, Waisen- und Krankenhäusern, Klerus, Gefangenen; für das Wiederfinden verlorener Gegenstände
Geburtstag: 24. April 1681 in Pouy (Saint-Vinvent-de Paul in Frankreich); Todestag: 27. September 1660 in Paris
Namensbedeutung: der Sieger (lat.)

Der Bauernsohn Vinzenz studierte in Toulouse Theologie. Schon mit 19 Jahren wurde er zum Priester geweiht, bekam aber trotz einer Wallfahrt nach Rom die erhoffte Anstellung nicht. Als Notlösung arbeitete Vinzenz in einem Internat in Toulouse, litt an Geldmangel, machte Schulden und musste schließlich vor seinen Gläubigern fliehen. Dabei wurde er von Piraten gefangen und versklavt. Nach Aushilfstätigkeiten bei einem Fischer und einem Alchemisten landete er im Dienst eines zum Islam konvertierten Franziskaners, den er wieder zur katholischen Kirche zurückführte. Schließlich wurde Vinzenz 1608 Priester in Paris, wo er eine innere Wandlung durchmachte - auch unter dem Einfluss des Pariser Oratoriums, einer Lebensgemeinschaft von Priestern. 1617 gründete er in Lyon die „Bruderschaft der Damen der Liebe", eine karitative Frauenvereinigung für Arme und Kranke. Es folgten weitere karitative Vereinigungen und Waisenhäuser in anderen französischen Städten. Die von ihm gegründeten Vinzentinerinnen sind heute mit 24.000 Mitgliedern die größte katholische Frauengemeinschaft. 1737 wurde der Ordensgründer heiliggesprochen.

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Da Kaiser Josef II. (1780-1790) riesige Werte kirchlichen Eigentums in Österreich beschlagnahmte, vor allem Klöster und deren Ländereien, und sich verpflichtete, aus diesem Religionsfonds die Priester, die er zu Staatsbeamten machte, zu besolden und für die baulichen Belange der Kirche zu sorgen, ist es auch einer seiner Nachfolger, Kaiser Franz Josef I., gewesen, der Kirche und Pfarrhof in Verbindung mit dem Amtshaus und der Schule am Keplerplatz finanzierte.  So richtete Kardinal Josef Othmar Rauscher im Jahre 1857 ein Handschreiben an Kaiser Franz Josef mit der Bitte, "die nötigen Geldmittel zum beschleunigten Bau der für die Vorstädte nöthigen Kirchen anzuweisen. Am dringendsten ist" heißt es in dem Schreiben, "daß die an der Favoritenlinie beantragte Kirche hergestellt werde". Daraufhin weist der Kaiser in einem Schreiben den Kultusminister an, "dafür zu sorgen, daß die Kirche an der Favoritenlinie mit möglichster Beschleunigung erbaut werde"

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Aber erst 1872 bewilligte der Kaiser 140 000 Gulden zum Bau der Kirche. Im selben Jahr wurde der Grundstein gelegt. Die Kirchweihe am 8. Oktober 1876 beschreibt das 'Neue Wiener Tagblatt' vom 9. Oktober 1876 so: "Gestern vormittag um 9 Uhr fand im Bezirk Favoriten die Einweihung der neuen Pfarrkirche St. Johann der Evangelist statt. Der Festakt, den Fürsterzbischof von Wien Dr. Rudolf Kutschker persönliche vollzog, ging unter großer Prachtentfaltung vonstatten. Die Teilnahme der Bevölkerung des jüngsten Bezirkes an diesem Ereignisse, durch welches Favoriten eine selbständige Pfarre wurde, war eine außerordentlich lebhafte."
Früher gehörte das Gebiet zur Pfarre St. Elisabeth im 4. Bezirk. Daran erinnert noch die Statue der heiligen Elisabeth an der südlichen Seitenfront des Gotteshauses.

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Es war der erste Kirchenbau, der in Favoriten errichtet wurde – nur die Kirchen der später eingemeindeten Bezirksteile Oberlaa und Unterlaa sind älter. 1872 wurde der Grundstein gelegt und 1876 die nach Plänen des Architekten Hermann Bergmann errichtete Kirche von Erzbischof Johann Rudolf Kutschker geweiht. Für rund 25 Jahre blieb sie die einzige Kirche in Favoriten, das Pfarrgebiet umfasste zeitweise an die 100.000 Katholiken. Erst 1902 wurde die größere Antonskirche als zweite Kirche im Bezirk geweiht.

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Dominikus - Ordensgründer, Gedenktag: 8. August, Attribute: Kreuz, Buch, Globus, Lilienstängel, Stern auf der Stirn, schwarz-weißer Hund
Schutzpatron für Astronomen, Wissenschafter, fälschlich Angeklagte, Dominikanische Republik; Stadtpatron von Bologna, Madrid, Cordoba
Geburtsjahr: 1170 in Caleruega bei Burgos (Altkastilien); Todestag: 6. August 1221 in Bologna (Italien)
Namensbedeutung: dem Herrn gehörend (lat.)

Domingo de Guzmán kam als Sohn eines kastilischen Gutsherrn zur Welt. Domingo (Dominikus) studierte in Valencia Theologie und Philosophie. Bei einer Hungersnot während seines Studiums verkaufte er seine eigenen Bücher und half mit dem Erlös Notleidenden. 1196 wurde er Augustiner-Kanonikus an der Kathedrale von Burgos und einige Jahre später Prior. Im frühen 13. Jahrhundert reiste Dominikus durch Südfrankreich. Dort waren die Albigenser - Ketzer in den Augen der katholischen Kirche - aktiv: Sie zogen die Leute durch Askese und intellektuelles Niveau an, was in starkem Kontrast zur Lebensweise und geringen theologischen Bildung der katholischen Kirchenmänner stand. Zudem predigten sie dem einfachen Volk. Dominikus ließ sich davon inspirieren und begann ein Leben als Wanderprediger. Er gründete ein Frauenkloster in Prouille, als Gegenpol zu den Klöstern der Albigenser. 1215 folgte eine lokale Kongregation in Toulouse, um die katholische Lehre zu verbreiten und Ketzerei zu bekämpfen. Da ihm Papst Innozenz III. keine Genehmigung zur Ordensgründung erteilte, übernahm Dominkus die Regeln der Augustiner-Kanoniker und fügte die Regel der Armut hinzu, denn die zunehmende materielle Verweltlichung der Amtskirche schädige ihre Glaubwürdigkeit, meinte Dominikus. Am 13. Juli 1234 wurde der Ordensgründer von Papst Gregor IX. heiliggesprochen.

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Johann Nepomuk - Priester, Märtyrer, Gedenktag: 20. März, Attribute: Brücke, Finger auf dem Mund, Kruzifix
Schutzpatron von Böhmen; der Beichtväter, Priester, Schiffer, Flößer, Müller, Brücken; gegen Wassergefahren
Geburtsjahr: um 1350 in Pomuk bei Pilsen (Tschechien); Todestag: 20. März 1393 in der Moldau bei Prag
Namensbedeutung: Johannes = Gott ist gnädig (hebr.)

Johannes aus Pomuk („ne Pomuk") wurde nach Studien der Theologie in Prag und des kanonischen Rechts in Padua 1372 Notar in der erzbischöflichen Gerichtskanzlei in Prag, später Domherr und Generalvikar des Erzbischofs. Sein energisches Auftreten für die Rechte der Kirche und seine Predigten machten ihn beim Volk berühmt und dem König lästig. 1380 wurde er zum Priester geweiht und Pfarrer der Galluskirche in Prag. 1389 wurde er Generalvikar der Diözese Prag, die Auseinandersetzungen mit Wenzel IV., König von Böhmen und Deutschland und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, nahmen zu. Die Überlieferung berichtet, dass die Königin Johannes zu ihrem Beichtvater wählte. Wenzel wollte Johannes zwingen, das Beichtgeheimnis zu brechen. Als dieser sich weigerte, wurde er gefoltert und in die Moldau geworfen. Durch ein Wunder - nach einer Version trocknete der Fluss aus, sodass man seine Leiche fand, nach einer anderen Version hatte die Königin eine Erscheinung, in der fünf Sterne den Fundort offenbarten - wurde der Tote geborgen und beigesetzt. Eine Marmorplatte an der Karlsbrücke zeigt heute den angeblichen Fundort. Historisch richtiger ist, dass Johannes in den Auseinandersetzungen zwischen König Wenzel IV. und dem Prager Erzbischof Jenzenstein gefangen genommen, gefoltert, vom König selbst mit Pechfackeln gebrannt, durch die Stadt geschleift und dann in der Moldau ertränkt wurde.

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 Pfarrkirche St. Johann Evangelist in Wien, April 2026

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Peregrinus - Mönch, Gedenktag: 1. Mai, Attribut: Wundverband am rechten Fuß
Schutzpatron von Umag (Kroatien), der Gebährenden und Wöchnerinnen; gegen Krebs, Aids, Fußleiden und andere chronische Krankheiten
Geboren um 1265 in Forli (Italien); Todestag: 1. Mai 1345 in Forli
Namensbedeutung: der Fremdling (lat.)

Peregrinus Laziosi stammte aus einer vornehmen Familie. Im Jahr 1283 soll er Philippus Benitius, den Gründer des Servitenordens, geohrfeigt haben, als dieser versuchte, die Bürger von Forli zum Gehorsam gegenüber dem Papst zurückzuführen. Später entschuldigte sich der 18-Jährige dafür, und Philippus vergab ihm. Zur Buße trat Peregrinus in Siena in den Servitenorden ein und legte sein hochmütiges Gehabe ab. Später war er dann als Seelsorger in Forli tätig. Im Alter von 60 Jahren erkrankte er der Überlieferung nach an einem Venenleiden und einem Knochentumor, weshalb ihm das Bein abgenommen werden sollte. In der Nacht vor der Operation schleppte er sich in den Kapitelsaal des Klosters, um vor dem Bild des Gekreuzigten zu beten. Er fiel in Schlaf und sah, wie sich Jesus vom Kreuz herabneigte und sein Bein heilte. Als am Morgen der Arzt für die Amputation kam, fand er das Bein völlig unversehrt und geheilt vor. 1726 wurde Peregrinus heiliggesprochen.

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Corona - Märtyrerin, Gedenktag: 14. Mai, Attribute: Palme, Goldstück
Schutzpatronin in Geldangelegenheiten, Lotterie; der Schatzgräber, der Fleischhauer
Geburtsjahr: um 160 in Ägypten oder Syrien, Todesjahr: 177
Namensbedeutung: Corona = die Krone (lat.-griech.)

Corona - mit griechischem Namen Stephana - war der Legende nach die Frau des Märtyrers Victor. Im Alter von erst 16 Jahren starb sie ebenfalls den Martertod, indem sie von zwei gebeugten Palmen beim Emporschnellen zerrissen wurde. Kaiser Otto III. brachte Reliquien nach Aachen, Kaiser Karl IV. andere nach Prag. In Bayern und Österreich sind mehrere Orte nach der Heiligen Corona benannt, die große österreichische Münzeinheit hieß bis 1924 nach ihr Krone. In Niederösterreich sind ihr mehrere Kirchen und Altäre geweiht.

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Judas Thaddäus - Apostel, Märtyrer, Gedenktag: 28. Oktober, Attribute: Buch, Keule, Hellebarde
Schutzpatron bei wichtigen Anliegen und in aussichtlosen Lagen
Gestorben im 1. Jahrhundert in Babylon (heute Han-al-Mahawil im Irak)
Namensbedeutung: Judas = Gott sei Dank (hebr.-griech.), Thaddäus = der Beherzte (aram.)

Der Überlieferung nach ist Judas Thaddäus, einer der Jünger Jesu, ein Bruder von Simon, dem Zeloten, und Jakobus, dem Jüngeren. Die zwei werden Söhne von Alphäus und Maria Kleophas genannt. Nach der Legenda Aurea wurde Judas vom Apostel Thomas nach Christi Himmelfahrt zu König Agbar von Edessa geschickt: Dieser ließ ein Bild des Herrn malen, weil Christus ihn geheilt hatte, doch der Maler wurde von solchem Glanz geblendet, dass er aufhören musste, und Gott selbst vollendete das Bild. Nach anderen Überlieferungen wirkte Judas mit Simon in Syrien und Mesopotamien, dann in Persien, wo sie Baradach, dem Feldhauptmann des Königs von Babylon, Sieg und Frieden prophezeiten, was sich am nächsten Tag erfüllte. Als Götter in Menschengestalt zu König Xerxes geführt, tauften sie ihn, den ganzen Hofstaat und tausende Perser. Als er sie zur Vernichtung seiner Feinde aufforderte, antworteten sie ihm: „Nicht zu töten, sondern lebendig zu machen sind wir hier." Nach etlichen Wundertaten, mit denen sie die Machtlosigkeit der Zauberer bewiesen und die Abgötter stürzten, organisierten ihre Gegner einen Aufstand der Priester, die beide Apostel erstachen; nach anderen Legenden wurden sie enthauptet oder Judas mit einer Keule, Simon mit einer Säge zu Tote gemartert. Ein gewaltiges Unwetter ging daraufhin auf Priester und Zauberer nieder. König Xerxes ließ die Leichen der beiden Heiligen suchen, bestatten und eine große Kirche über ihren Gräbern errichten.

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Antonius - Theologe, Prediger, Gedenktag: 13. Juni, Attribute: dargestellt als Franziskaner mit dem Jesuskind auf dem Arm oder einer Lilie in der Hand
Schutzpatron der Armen, für das Wiederauffinden verlorener Gegenstände (Scherzname: Schlampertoni)
Geburtstag: 15. August 1195 in Lissabon; Todestag: 13. Juni 1231 in Arcella bei Padua

Antonius entstammte einer portugiesischen Adelsfamilie. Mit 16 Jahren wurde er Augustiner-Chorherr. Er studierte in Lissabon und Coimbra und empfing die Priesterweihe. 1220 trat er in den Franziskanerorden über und ging als Missionar nach Marokko. Wegen einer Krankheit musste er Marokko wieder verlassen; durch einen Sturm gelangte er nach Sizilien, lebte dann einige Zeit als Einsiedler bei Assisi, wo er auch den Ordensgründer Franziskus traf. Diesem fiel Antonius durch seine außergewöhnliche Redebegabung auf, weshalb er ihn beauftragte, in Italien den Albigensern und Waldensern und in Südfrankreich den Katharern zu predigen. 1227 kehrte Antonius nach Oberitalien zurück; dort wirkte er als Bußprediger, Ordensprovinzial und an der Universität Bologna als Lektor der Theologie für die Franziskaner. Von seinen zahlreichen Aufgaben und Reisen erschöpft, zog er sich schließlich kurz vor seinem Tod von seinen Ämtern zurück. Die Legendenbildung begann bereits zu seinen Lebzeiten. Schon in frühen Quellen werden ihm etliche Wunder nachgesagt. Sein berühmtestes Wunder soll er nahe der italienischen Stadt Rimini vollbracht haben: Da sein Versuch, den Stadtbewohnern eine Predigt gegen die Lehren der Albigenser zu halten, fehlschlug, richtete der Heilige seine Worte am Ufer des Meeres an die Fische, die ihm genauso andächtig zugehört haben sollen wie dem heiligen Franz von Assisi die Vögel. Auf stürmisches Verlangen des Volkes wurde Antonius bereits elf Monate nach seinem Tod, am 30. Mai 1232, von Papst Gregor IX. heiliggesprochen.

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Klemens Maria Hofbauer - Ordenspriester, Gedenktag: 15. März, Attribut: in Redemptoristenkleidung mit Buch in der Hand dargestellt
Schutzpatron der Stadt Wien und der Gesellenvereine
Geburtstag: 26. Dezember 1751 in Taßwitz (Südmähren); Todestag: 15. März 1820 in Wien
Namensbedeutung: Klemens = der Sanftmütige (lat.), Maria = von Gott geliebt (hebr.)

Johannes Dvorcak - so sein bürgerlicher Name, der Vater war Tscheche - wurde Bäcker, weil seine Eltern die Priesterausbildung nicht bezahlen konnten. Später fand er aber Sponsoren, die ihm das Theologiestudium in Wien ermöglichten, das er 1784 in Rom abschloss. Ein Jahr später empfing er dort im kurz zuvor gegründeten Redemptoristenorden die Priesterweihe. Zunächst wurde er zur Seelsorge an Deutschen nach Warschau gesandt. Als Klemens Maria Hofbauer gründete er dort eine Armenschule für Buben, dann eine Art Gymnasium für Mädchen. Er versorgte Kinder ohne Familie in der, Immerwährenden Mission": einer den ganzen Sonntag andauernden Gottesdienst- und Predigtveranstaltung, die dem geistigen und moralischen Verfall der Großstadt entgegenwirken sollte; außerdem gründete er aktive Laiengruppen. Von Warschau aus wirkte er bis nach Deutschland und in die Schweiz hinein. 1808 zerstörten die Folgen der napoleonischen Kriege aber sein Lebenswerk, er musste Warschau verlassen und ging wieder nach Wien. Dort zog er mit seiner natürlichen, manchmal auch derben Art, die dem aufgeklärt-rationalistischen Zeitgeist widersprach, die Massen an. Das trug ihm den Beinamen,,Apostel von Wien" ein; die Staatspolizei bespitzelte ihn als Gegner der Aufklärung. Als Verfechter einer ausgesprochenen Individualseelsorge wurde Hofbauer zum Erfinder der Hausbesuche. Er war auch mit zahlreichen Künstlern befreundet. Kurz vor sei-nem Tod wurde ihm ein großer Herzenswunsch erfüllt: Kaiser Franz erlaubte die Zulassung des Redemptoristenordens in Österreich.

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Franziskus - Ordensgründer, Gedenktag: 4. Oktober, Attribute: Wundmale Jesu, Tiere wie Wolf, Lamm, Fische oder Vögel
Schutzpatron der Armen, Lahmen, Blinden, Strafgefangenen, Schiffbrüchigen, Kaufleute, Tuchhändler, Schneider, Tapetenhändler, Sozialarbeiter; für Umweltschutz; gegen Kopfschmerzen und Pest;
Stadtpatron von Italien und Assisi
Geburtsjahr: 1181/82 in Assisi (Italien); Todestag: 3. Oktober 1226
Namensbedeutung: der kleine Franke (lat.)

Giovanne Bernardone war Sohn eines wohlhabenden Kaufmannes; das Elternhaus in Assisi steht heute noch. Als Bub wurde er Francesco gerufen, wegen seiner von der französischen Mutter geerbten Vorliebe für deren Sprache und ritterlich-höfisches Leben. Der junge Franscesco wollte unbedingt Ritter werden. Nach einer Schlacht zwischen Assisi und Perugia war er dann allerdings ein Jahr lang in Perugia in Gefangenschaft und litt an einer schweren Krankheit, die ihn wandelte. Nach seiner Rückkehr unternahm er eine Wallfahrt nach Rom und pflegte von da an Leprakranke. Für die Wiederherstellung der kleinen Kirche San Damiano verkaufte Franziskus 1207 einige Tuchballen aus dem Besitz seines Vaters. Als ihn dieser zur Rede stellte, zog er sich der Überlieferung nach aus und rannte nackt aus der Stadt. Zwei Jahre lebte er als Einsiedler - in dieser Zeit wird ihm der Aufbau zwei weiterer zerstörter Kirchen zugeschrieben. Franziskus gilt als Ordensgründer der Minderbrüder, der Minoriten und der Franziskaner. 1212 nahm er Klara von Assisi, eine junge Nonne adeliger Abstammung, in seine Gemeinschaft auf - sie gründete die Schwesterngemeinschaft der Klarissinnen.

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Seit dem Sommer 2015 ist die Pfarrkirche nun die Pfarrkirche der neu entstandenen Pfarre „Zum Göttlichen Wort“.

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Der Bau wurde auf dem ehemaligen Exerzierplatz an der Favoritenlinie in den Jahren 1872 bis 1876 vom Architekten Josef Bergmann errichtet. Da sich im 19. Jahrhundert kein eigener Baustil durchsetzte, andererseits durch die Industrialisierung die Städte gewaltig erweitert wurden und mit neuen Kirchen und Prunkbauten ausgestattet werden sollten, begann man in Europa und später in aller Welt in den historischen Baustilen der Vergangenheit zu Bauen. Die weitaus meisten Kirchen wurden in dieser Zeit im aufwendigen neugotischen Stil erbaut. Um Kosten zu sparen, hat man für die Favoritner Johanneskirche den Stil der italienischen Renaissance gewählt und glücklicherweise auf verschiedene Ausschmückungen verzichtet, so daß dieses Gotteshaus einen seltenen und bis zu einem gewissen Grad modernen Anblick bietet. Die dreischiffige Pfeilerbasilika ist bedingt durch die Lage an der Favoritenstraße nach Westen gerichtet. Die beiden Türme mit Pyramidendach flankieren den Chorraum (=Altarraum).

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Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: